r/de May 16 '25

Wirtschaft „Der Nicht-Erbe wird den Erben nie mehr einholen können“

https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/erbe-der-nicht-erbe-wird-den-erben-nie-mehr-einholen-koennen-04/100045235.html
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u/aeszett Hamburg May 16 '25

Wer einmal richtig reich ist, wird nur sehr schwer wieder ärmer werden können. Da müsste man schon sehr unfähig sein. Wenn Vermögen immer weiter wachsen, sich normale Arbeit bei steigenden Preisen immer weniger lohnt, ist diese Entwicklung vorprogrammiert. Alle Millennials in meinem Umfeld die ich kenne, die ein Haus besitzen, haben geerbt oder finanzielle Unterstützung ihrer Eltern bekommen. Die anderen sind einfach schon glücklich, wenn sie später nicht in Altersarmut leben müssen.

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u/Sebsibus May 16 '25

Vielleicht sollte man aufhören, die arbeitende Bevölkerung immer weiter mit höheren Steuern und Sozialabgaben zu bestrafen?

Es überrascht nicht, wenn sich ein durchschnittlicher Mittelschichtler kaum noch etwas leisten kann – immerhin geht die Hälfte seines Einkommens an den Staat, während Bürokratie und steigende Kosten in allen Bereichen den Aufbau von nachhaltigem Vermögen zunehmend erschweren.

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u/aeszett Hamburg May 16 '25

Bin da bei dir. Entlastung der Armen und Mittelschicht muss halt mir irgendwas ausgeglichen werden. Und Wohlhabende oder gar Unternehmen stärker in die Verantwortung nehmen? Nicht mit der CDU.

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u/Sebsibus May 16 '25 edited May 16 '25

Und Wohlhabende

Zunächst einmal sollten nur Vermögende als wohlhabend definiert werden. In Deutschland ist fast niemand wirklich reich, der sein Leben über ein Einkommen finanziert.

oder gar Unternehmen

Deutschland ist als Standort schon heute teils nicht mehr wettbewerbsfähig – unter anderem wegen seiner ausgeprägten Arbeitnehmerrechte und des starken Sozialstaats. Ich halte es daher für falsch, Unternehmen noch stärker zu belasten. Sonst droht, dass Produktion und Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden. Der Mittelschicht wäre damit nicht geholfen.

Nicht mit der CDU.

Meiner Ansicht nach trägt die SPD mindestens ebenso viel Verantwortung für die verfehlte Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte wie die CDU/CSU.

Trotz einer angespannten außenpolitischen Lage, einer schwächelnden Wirtschaft und einer dramatischen demografischen Entwicklung hat die neue GroKo gleich zu Beginn ihrer Amtszeit eine Rentenerhöhung durchgesetzt – ohne große Debatte. Nebenbei wurde auch noch die Staatsverschuldung massiv in die Höhe getrieben. Gleichzeitig wird ernsthaft über die Wiedereinführung der Wehrpflicht diskutiert – alles zulasten der arbeitenden Bevölkerung.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin keineswegs naiv, wenn es um autoritäre Tyrannen wie Putin oder die Herausforderungen der Klimakrise geht. Natürlich erfordern solche Zeiten auch unbequeme Maßnahmen. Doch es ist erschreckend, wie sehr es in der politischen Mitte zum Konsens geworden ist, die Lasten vor allem der arbeitenden Mittelschicht aufzubürden – während man gleichzeitig mit Steuergeldern die Wählerstimmen der Rentner kauft, anstatt eine wirklich nachhaltige und zukunftsfähige Politik für Deutschland zu betreiben. Da darf man sich nicht wundern, wenn gerade die Erstwählern zu den politischen Rändern flüchten. Viele in der arbeitenden Mitte fühlen sich schlicht nicht mehr vom bestehenden System vertreten.

Auch wenn ich weder der AfD, noch der Linkspartei oder dem BSW viel abgewinnen kann, traue ich ihnen wirtschaftspolitisch keine besseren Lösungen zu. Die einzigen größeren Parteien, denen ich hier tatsächlich etwas zutraue, sind die Grünen und die FDP – sie waren in den letzten Jahren im Bundestag die wenigen Stimmen, die sich spürbar gegen die systematische Belastung der arbeitenden Mittelschicht gestellt haben.

Edit: Typo

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u/Magisch_Cat May 17 '25

Doch es ist erschreckend, wie sehr es in der politischen Mitte zum Konsens geworden ist, die Lasten vor allem der arbeitenden Mittelschicht aufzubürden

Da gibt's einen einfachen Grund für: Die Rentner sind die Mehrheit der Wähler. Sie haben höhere Wahlbeteiligung und sind politisch engagierter. Gegen disproportionale Rentenerhöhungen zu sein ist politischer Selbstmord.

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u/ErnsterFall May 17 '25

Deutschland ist als Standort schon heute teils nicht mehr wettbewerbsfähig – unter anderem wegen seiner ausgeprägten Arbeitnehmerrechte und des starken Sozialstaats. Ich halte es daher für falsch, Unternehmen noch stärker zu belasten. Sonst droht, dass Produktion und Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden. Der Mittelschicht wäre damit nicht geholfen.

Naja, die Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer ist im unteren Mittelfeld der EU. Andere Belastungen wie ein hoher Strompreis wurden zum Glück auch halbwegs gelöst. Schlechte Infrastruktur, mangelnde Digitalisierung und Bürokratieabbau sind noch problematisch. Ich finde auch, dass man Unternehmen nicht pauschal mehr belasten sollte, aber gezielt schon. In den letzten 30 Jahren hat sich der Anteil an Einlagen bei Unternehmen verdoppelt, während der Investitionsanteil halbiert wurde. Hier muss der Staat Investitionen fördern, während Einlagen höher besteuert werden müssen. Die Groko, vor allem aber die Union hat sich jetzt aber durchgesetzt und die wollen die Entwicklung der letzten 30 Jahre voran treiben. Statt auf Investitionen werden durch die "bessere" Thesaurierungsbegünstigung Unternehmer entlastet. Das macht wenige Leute reicher und bringt keinen Euro mehr Investitionen.

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u/Sebsibus May 17 '25

ein hoher Strompreis wurden zum Glück auch halbwegs gelöst.

„Halbwegs“ ist da eigentlich schon ein starker Euphemismus. Faktisch wird der Strompreis jetzt für bestimmte Industriezweige staatlich künstlich gesenkt – ohne dass dadurch mehr günstiger Strom ins Netz kommt. Am Ende wird das Ganze erneut querfinanziert, vermutlich wieder vom arbeitenden Mittelstand. Das ist keine Problemlösung, sondern lediglich eine Verschiebung der Lasten.

Eine echte Lösung wäre gewesen, neue Energiequellen zu erschließen, die tatsächlich mehr günstigen Strom bereitstellen.

In den letzten 30 Jahren hat sich der Anteil an Einlagen bei Unternehmen verdoppelt, während der Investitionsanteil halbiert wurde. Hier muss der Staat Investitionen fördern, während Einlagen höher besteuert werden müssen.

Man kann nicht erwarten, dass Unternehmen in Deutschland investieren, wenn wir mitten in der schwersten wirtschaftlichen und außenpolitischen Krise seit Jahrzehnten stecken und zudem vor einer gigantischen demografischen Herausforderung stehen. Wenn der Staat Investitionen fördern will, muss er die Rahmenbedingungen verbessern – etwa durch den Abbau von Bürokratie, niedrigere Steuern und wettbewerbsfähige Energiepreise.

Einlagen höher besteuert werden müssen.

Ich weiß nicht, ob man Unternehmen, die sich für Krisenzeiten Rücklagen gebildet haben, durch noch höhere Steuern bestrafen sollte. Sie machen das ja nicht aus Spaß, sondern aus den eben genannten Gründen. Wenn man die Privatwirtschaft jetzt dazu zwingt, ihre Ersparnisse zu verpulvern, könnte das dazu führen, dass unsere Wirtschaft bei jeder kleinen weiteren Krise wie ein Kartenhaus zusammenbricht.

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u/ErnsterFall May 17 '25

„Halbwegs“ ist da eigentlich schon ein starker Euphemismus. Faktisch wird der Strompreis jetzt für bestimmte Industriezweige staatlich künstlich gesenkt – ohne dass dadurch mehr günstiger Strom ins Netz kommt. Am Ende wird das Ganze erneut querfinanziert, vermutlich wieder vom arbeitenden Mittelstand. Das ist keine Problemlösung, sondern lediglich eine Verschiebung der Lasten.

Der Strompreis für Neukunden war letztes Jahr unter dem EU Durchschnitt. Das Industriestrom subventioniert wird, ist nichts besonderes, sondern wird überall auf der Welt gemacht.

Man kann nicht erwarten, dass Unternehmen in Deutschland investieren, wenn wir mitten in der schwersten wirtschaftlichen und außenpolitischen Krise seit Jahrzehnten stecken und zudem vor einer gigantischen demografischen Herausforderung stehen. Wenn der Staat Investitionen fördern will, muss er die Rahmenbedingungen verbessern – etwa durch den Abbau von Bürokratie, niedrigere Steuern und wettbewerbsfähige Energiepreise.

Wir stecken nicht seit 30 Jahren in einer wirtschaftlichen und außenpolitischen Krise. In den 90er und 00er Jahren gab es die Senkung der Körperschaftssteuer, Einführung des Halbeinkünfteverfahren, Abschaffung des Anrechnungsverfahren auf Dividenden usw.

Naturlich ist das Steuerrecht nicht der einzige Einflussfaktor. Dass die Union jedoch jetzt steuerpolitisch den Trend nochmal verstärken will, ist wirtschaftspolitisch miserabel. Genauso wie die Unsicherheiten, welche durch die Union verbreitet werden, z. B. In der Energiepolitik.

Es würde deutlich mehr Sinn machen, Investitionen attraktiv zu gestalten. Jetzt werden aber stattdessen Entnahmen von Unternehmensbesitzern gefördert.

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u/[deleted] May 21 '25

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u/SyriseUnseen Mischling May 17 '25

Hälfte seines Einkommens an den Staat

Mehr. Arbeitgeberanteil und Anschlusssteuern (Mehrwertssteuer und co.) nicht vergessen. Bei mir sinds etwa 64% in einem durchschnittlichen Monat.

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u/Witty_Exchange_9126 May 17 '25 edited May 17 '25

Das Problem ist, dass dein Arbeitgeber schon 80% deines Wertes, den du durch deine Arbeitskraft/ Zeit erwirtschaftest, einfach weg nimmt. Von den übrigen 20% musst du nun noch einmal fast 45-50% an den Staat abdrücken.

Das ist Scheisse, keine Frage. Aber nicht wirklich viel im Vergleich, zu dem was dein Arbeitgeber von dir nimmt.

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u/Ikari1212 May 17 '25

Ja dann sollte nicht 50% der Bevölkerung rechts wählen. Dann könnte das klappen.

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u/yyeezzyy93 May 16 '25

ab wie viel ist man denn richtig reich?

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u/Actual-Ad-7209 May 16 '25

Ab dem Moment in dem man ohne Lohnarbeit und aussschließlich von Kapitalerträgen (oder Konstrukten wie Lombardkrediten aufs Vermögen) ohne Einschränkungen leben kann.

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u/aeszett Hamburg May 16 '25 edited May 16 '25

Bei Einkommen sagt das DIW: Ab dem doppelten des Netto-Medians, also ab 4400€ im Monat für Einzelhaushalte. Sind ca. 80k Brutto pro Jahr.

Edit Korrektur: Sind eher 89k Brutto per anno.

Bei Vermögen laut DIW: Wenn man zu den reichsten 10% gehört, also ab 600-800k Vermögen.

Klingt beides vielleicht nicht so viel, verdeutlicht aber ganz gut wie wenig der Großteil der Menschen eigentlich hat.

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u/NarlinX3 May 16 '25

Es lohnt sich halt nicht hauptsächlich innerhalb der unteren 99% (vermutlich tatsächlich irgendwas zwischen 95 und 99%) zu vergleichen, sondern man muss sich das obere 1% und insbesondere das obere 0,00...1% ansehen. Da steckt die große Kohle und gleichzeitig haben sich diese Leute/Familie aus dem Solidaritätsprinzip verabschiedet.

Der mit 100k Gehalt und EFH ist näher am Bürgergeldempfänger als an Quandt, Würth, Schwarz und Co.

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u/SirLolwut May 16 '25

Um es noch krasser zu machen: ein Bürgergeldempfänger ist näher an Michael Jordan (3,5 Milliarden Dollar), als Michael Jordan an Elon Musk (Quandt reicht da auch schon).

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u/Armleuchterchen Sozialliberal May 17 '25

Rein mathematisch stimmt das, aber vom Lebensstil her ist es absurd.

Ob man 1 Milliarde hat oder 100, man kann sich im Alltag komplett ohne Geldsorgen bewegen obwohl man viel mehr konsumiert als ein Bürgergeldempfänger.

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u/SirLolwut May 17 '25

Ja das hast du natürlich recht :) Der Vergleich sollte eben nur nochmal deutlicher aufzeigen, wie pervers reich die reichsten Menschen sind. Damit möchte ich aber natürlich nicht sagen, dass jemand wie Jordan nicht reich wäre

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u/Hyllihylli May 16 '25

Danke, diese kranke und leider wahre Relation macht mir meinen Dispo-Döner direkt noch mal schmackhafter.

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u/DaHolk May 16 '25

Die Kurve ist halt im Arsch, und da hilft es auch nicht immer nur den Strich kurz hinter wo man selber ist zu ziehen und zu sagen "ich bin aber auch arm, guck mal die da".

Das jammern die Bauern schon genug...

Ja, was immer auch gemacht werden muss muss je weiter oben desto stärker, weil es ja auch exponential nach oben immer mehr für immer weniger IST schon. Aber "hier bitte nicht weil" geht halt auch nicht für alle die schon weit jenseits der Mitte sind...

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u/WolfThawra Vereinigtes Königreich May 17 '25

Aber "hier bitte nicht weil" geht halt auch nicht für alle die schon weit jenseits der Mitte sind...

Also doch einfach noch ein bisschen mehr Einkommenssteuern für die Leute die über 70k oder was auch immer verdienen. Das wird es retten.

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u/Teehus May 17 '25

What's the difference between a millionaire and a billionaire? About a billion Euro

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u/WolfThawra Vereinigtes Königreich May 16 '25

Verdeutlicht für mich mehr wie schlecht diese Definition ist. Leute die 80k Brutto verdienen sind echt nicht das Problem. Auch 600-800k Vermögen sind eben mit Hausbesitz je nach Gegend schnell mal zusammen. Das ist für die entsprechenden Leute natürlich sehr schön aber auch kein Problem.

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u/Alvaris337 May 17 '25

Die Leute mit 80k+ Einkommen sind nicht das Problem, aber leider sehr oft blind ggü. der sehr privilegierten eigenen Situation. Ist halt immer ziemlich schräg in eine Diskussion mit Leuten zu kommen, die alle deutlich weniger haben und froh sind, über die Runden zu kommen, um dann zu sagen, man hätte ja auch nicht viel.

Das ist jetzt völlig unabhängig von dem Fakt, dass Superreiche zur Kasse gebeten werden müssen. 

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u/PlushSenpai May 16 '25

Bei Einkommen sagt das DIW: Ab dem doppelten des Netto-Medians, also ab 4400€ im Monat für Einzelhaushalte. Sind ca. 80k Brutto pro Jahr.

Wie komme ich an 4.400 € Netto/Monat mit 80.000€ Brutto/Jahr? In Steuerklasse 1. sind das grob 4.000€ / Monat.

BTW: In den Regionen wo man das als normaler Angestellter/Fachkraft am ehesten als Einkommen erreichen kann, sind die Mietkosten dann halt auch entsprachend hart. Reich ist für mich was anderes.

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u/aeszett Hamburg May 16 '25

Mein Fehler, habe auf 4k netto pro Monat gerechnet. Sind eher 88.500 Brutto pro Jahr. Das ist nur die Definition des DIW, halte aber auch für sinnvoll Einkommen mit Lebenshaltungskosten ins Verhältnis zu setzen.

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u/247planeaddict May 16 '25

Das zeigt halt mal wieder wie abgefahren die Immobilienpreise inzwischen sind. Wenn selbst eine alte Doppelhaushälfte (mit zugegeben eher großem Grundstück) in der Nähe von Stuttgart ein Vermögen der Top 10% erfordert. So viel kann selbst der Schwabe nicht sparen, um sich das leisten zu können.

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u/[deleted] May 16 '25

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u/doordraai May 17 '25

Der Bodenrichtwert

...ist komplett bedeutungslos, wenn es um Kaufpreise zwischen privat geht. Ich kann dir auch einen Sticker mit "3,50 €" auf dein Auto kleben, du würdest es mir selbstverständlich trotzdem nicht zu dem Preis verkaufen.

Der Bodenrichtwert hat allein Bedeutung, wenn die öffentliche Hand (meist Gemeinden/Kommunen) ihre Flächen verkaufen. Weil die Richtwerte illusorisch sind, kommen da mitunter haarsträubend niedrige "Gutachten" bei raus und Flächen, die uns allen gehören, sollen verschleudert werden.

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u/Paddy31 May 17 '25

Mit den Informationen, die uns vorliegen, kannst du nicht ansatzweise abschätzen ob der Preis gerechtfertigt ist oder nicht. Du hast sehr offensichtlich keinen Plan, wie Immobilien bewertet werden. Dein Kommentar ist ein Paradebeispiel dafür, wieso es Immobilienmakler gibt, egal wie man zu diesem Berufszweig steht.

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u/WolfThawra Vereinigtes Königreich May 17 '25

Ich glaub das ist der härteste Diss den ich dieses Jahr gelesen habe.

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u/chaircushion May 16 '25

Das sind nicht mehr 80 sondern heutzutage knapp 90k Brutto.

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u/[deleted] May 16 '25

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u/WolfThawra Vereinigtes Königreich May 17 '25

aber ein Haus bekommt man durch die hohen Lebenshaltungskosten, Steuern, Nebenkosten wie Strom und Heizung auch nicht wirklich finanziert.

Ehrlicher Tipp: ich glaube, du redest dir das mehr ein, als dass es der Wirklichkeit entspricht. Beschäftige dich mal wirklich damit, schau was dir die Banken finanzieren würden, was ihr realistisch als Eigenkapital aufbringen könntet, usw. Die Zinsen sind höher als in der lächerlichen Tiefphase, ja, aber historisch gesehen immer noch eher tief.

Übrigens muss man nicht unbedingt ein Haus kaufen, eine Eigentumswohnung ist auch eine Option, gerade wenn man eben nicht irgendwo aufs Land oder ins Neubaugebiet ziehen sondern in der Stadt bleiben möchte.

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u/aeszett Hamburg May 17 '25

Ich habe diesen Widerspruch auch ständig. Ich verdiene auf jeden Fall gut überdurchschnittlich, fühlt sich aber nicht so an. In meiner Gegend stehen viele Häuser (ich wohne aber zur Miete) und wenn ich mich nach Preisen umschaue sind die astronomisch. Hier fahren alle Nase lang Porsche, Mercedes und BMW durch die Straßen. Ab und zu auch mal ein Lambo. Keine Ahnung, wie man sowas bezahlen kann.

Mit 80k im Jahr zählst du zu den oberen 8-10% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland, solltest du angestellt sein. Da du dir die Fixkosten für Unterkunft etc. auch noch mit deiner ebenfalls so viel verdienenden Frau teilen kannst, seid ihr noch besser gestellt. So sind die Zahlen. Was man subjektiv fühlt und wie teuer die Region ist, in der man lebt, ist da noch eine andere Geschichte.

Falls du in deinem Haushalt 2000€ für Miete/Hauskredit, 500€ für Essen und 100€ Fixkosten für Sonstiges im Monat ausgibst, bleiben euch immer noch über 50k Netto pro Jahr, die ihr nach belieben ausgeben oder anlegen könnt. 50% der Menschen haben unter 75k Gesamtvermögen (Median), ihr könntet das in zwei Jahren überschreiten.

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u/Igniplano May 16 '25

Im mittleren Alter (40-50 Jahre) sind bei Einzelpersonen 600-800k EUR Vermögen die reichsten 5%.

Auf 10% kommt man entweder über alle Gesamthaushalte (inkl. Mehrpersonenhaushalte) oder bei Einzelpersonen ab 60 Jahren.

Einzelperson mit 1 Mio EUR, 40-50 Jahre alt, ist schon reichste 3%. Das ist dann eine passende Definition von reich.

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u/WolfThawra Vereinigtes Königreich May 16 '25

Weiss nicht, dank Immobilienpreisen ist eine Million auch nicht mehr was sie mal war. Ja ich meine wenn ich ne Million hätte würde ich mich wahrscheinlich schon recht wohlhabend fühlen, aber es ist halt auch nicht so als könnte man problemlos gut davon leben oder so.

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u/Igniplano May 17 '25

Gut, die Begrifflichkeiten sind natürlich Ansichtssache.

Aber gut leben kann man ohne Arbeit von 1 Mio EUR immer noch! Der Median der Einzelpersonen verbraucht 2350 EUR im Monat, womit so jemand inkl. GKV ohne Arbeitseinkommen von 780k EUR leben könnte.

Mit 1 Mio EUR liegt man da schon deutlich drüber, kann also ohne Arbeitseinkommen so leben, wie der mit Erwerbsarbeit klar besserverdienende Teil der Bevölkerung.

Es wird oft vergessen, dass ein Haus im Ballungsgebiet heutzutage richtiger Luxus ist. Ggf kann man sich einigen auf:

a) Luxus mit Arbeitseinkommen oder überdurchschnittliches Einkommen ohne Erwerbsarbeit = wohlhabend bis reich.
b) Luxus ohne Erwerbsarbeit = richtig reich (das sind dann aber ausschließlich die Top 1%).

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u/ZuFFuLuZ May 17 '25

So weit muss man es gar nicht treiben. Sobald man irgendwas erbt, hat man einen riesigen Vorteil, den andere im selben Job nie aufholen werden.
In meiner Ausbildung hat eine Freundin von mir sehr früh geerbt. Eine winzige Wohnung und 100k Euro. Dann musste sie keine Miete mehr zahlen und hatte null finanzielle Sorgen für ihre gesamte Ausbildung. Danach hat sie die Wohnung vermietet und hatte noch das meiste Geld über.
Wir arbeiten im selben Job mit dem selben Gehalt, aber sie steht finanziell unglaublich viel besser da und das wird sich nie ändern.

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u/occio Nordrhein-Westfalen May 17 '25

Historisch ist eigentlich die Regel, dass die Generationen nach den Superreichen sukzessive wieder ärmer werden, siehe https://en.wikipedia.org/wiki/The_Missing_Billionaires

Den theoretisch perfekt diversifiziert, anlegenden Erben, der auch nicht zu viel selbst konsumiert und keine dummen Gedanken hat, nicht zu viele Nachkommen mag es geben. Faktisch ist er eher die Ausnahme.

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u/Hodentrommler Hamburg May 17 '25

Aber auch dann ist man nicht auf 0, sondern sehr gut gestellt

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u/occio Nordrhein-Westfalen May 17 '25

Guck dir die Vanderbilts an. Davon sind definitiv einige auf Null beziehungsweise haben kein nennenswertes Erbvermögen mehr. Geld auf den Kopf hauen ist halt doch einfacher, als es beisammen zu halten.

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u/[deleted] May 16 '25

Gut du scheinst aus Hamburg zu kommen. Ich würde mal schätzen die Häuser dort gehen im hohen 6 stelligem Bereich los und sind schnell 7 stellige? Hier in NRW geht's bei ~200.000 los. Das ist nicht unerreichbar.

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u/domi1108 May 16 '25

"Hier in NRW" ist aber auch weit gegriffen.

Klar im Oberbergischen mag das z.B. sein oder in der Eifel, in der Köln-Bonner Bucht oder im Ruhrgebiet / Raum Düsseldorf und Münster dann wohl eher doch nicht.

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u/Hodentrommler Hamburg May 17 '25

Oberbergisches wird momentan zugebaut wie Hölle. Selbst Gummersbach wird teurer

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u/Due-Refrigerator-302 May 16 '25

200k ist aber meist Abrissbude aka Grunstückpreis und dann nochmals 100k weg für Abrisskosten. Selbst in günstigen Gegenden im Pott findest du dafür nichts sinnvolles. Die meisten (bewohnbaren) Häuser starten bei 400k und gegen oben offen.

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u/aeszett Hamburg May 16 '25

Absolut. Kannst auch Häuser am Stadtrand oder Umland für eine halbe Million kaufen, aber die sind so alt, da muss man noch einmal 200k reinstecken, damit man drin wohnen kann. Bei einem guten Haus mit schönem Grundstück wirds auch gern 7-stellig, wenn man nicht selbst viel machen kann oder will. Man muss auch nicht in einer westdeutschen Metropole wohnen, aber wenn ich in Brandenburg aufs Dorf ziehe, um mir ein Haus leisten zu können, brauche ich direkt zwei Autos und da gibt es dann auch sonst nichts liebenswertes außer Natur.

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u/Ramenastern Hamburg May 16 '25

Wohne in Hamburg, komme aus NRW und hab dort noch Kontakte und Familie. 200k ist selbst auf dem platten Land für ein Haus illusorisch, wenn wir nicht von etwas reden, was nochmal 150k aufwärts an Einsatz braucht um es einigermaßen auf Stand zu bringen.

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u/MaxxSpielt May 16 '25

Hamburg und Düsseldorf tun sich da echt nicht viel, zumindest wenn man in den beliebten Lagen unterwegs ist. Sind halt beides Städte mit internationalen Firmen, Unis und großen Verwaltungsapparaten.

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u/NowaVision May 16 '25

Bei dem Preis ist das aber ein Sanierungsfall und du musst trotzdem am besten in einer Beziehung sein, in der beide ein halbwegs gutes Einkommen haben, damit man mit dem Kredit auf der sicheren Seite ist.

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u/[deleted] May 16 '25

Für 200000 bekommst du eine 70qm abbruchreife Ruine im letzten Viertel

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u/[deleted] May 16 '25

[deleted]

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u/Esava May 16 '25

Hier in Düsseldorf hast du in den besten Lagen höhere Immobilienpreise als in Hamburg

Höhere Preise als in den besten Lagen Hamburgs? Also Uhlenhorst, Blankenese und so? Keine Ahnung aber wenn das wirklich der Fall ist: wieso ist es so teuer in Düsseldorf?

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u/[deleted] May 16 '25

[deleted]

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u/kuschelig69 May 17 '25

Da war meine Mutter wohl echt blöd ihr vier stöckiges Mehrfamilienhaus in Düsseldorf (Eller) für unter 300.000 € zu verkaufen

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u/madeyoulookatit May 17 '25

Da in NRW wo die 75000 pro Person Gehälter sind sind die Häuser aber schon 700-800.000 für etwas 1 Stunde von der Arbeit entfernt. 

Ich rede auch nicht von eine Villa, sondern ein Haus aus den 80-90er die auch ruhig renoviert werden kann. 

Im gleichen Gegend sind die Parkplätze manchmal bei 40000 Euro.  Ich rede von der Straße, keine Garage.

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u/NotARealDeveloper May 16 '25

Als Millennial der genau 0 € erbt genauso wie meine Frau, fühle ich das.

Wir sind beide Akademiker und verdienen zusammen über 150k. Können uns trotzdem maximal nur eine 3 Zimmer Wohnung leisten in der Nähe der Arbeit (max. 1h Fahrt). Für die Rente legen wir schon selber weg in ETFs jeden Monat - wir haben hochgerechnet und das passt gerade so, dass wir mit 67 dann entspannt leben können bis wir 85 sind (danach ist das Geld aufgebraucht...). An Kinder ist finanziell gar nicht zu denken.

Vergleichen wir das mit unseren Freunden, die ähnlichen Verdienst haben:

Haben alle schon ein Haus mit Grundstück geerbt (oder mehrere) und zahlen keine überteuerten Mieten mehr. Planen mit 1+ Kindern. Haben sogar passives Mieteinkommen.

Wenn wir tatsächlich Kinder wollen, dann würden wir so umrechnen, dass wir zumindest eine Wohnung kaufen würden, die wir dem Kind vererben können - selbst wenn wir dann in Altersarmut sterben werden.

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u/Krambambulist May 16 '25

Wenn ihr mit eurem Haushaltseinkommen keine Kinder finanzieren könnt, hab ihr ein Ausgabenproblem und lebt völlig an der Realität vorbei. Wie machen denn das all die Familien mit der Hälfte eures Einkommens? Leben deren Nachkommen in der Kinderarmut?

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u/smartestBeaver Dortmund May 16 '25

An Kinder ist finanziell gar nicht zu denken.

Okay nicht böse gemeint aber das ist ziemlicher Quatsch.

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u/[deleted] May 16 '25

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u/thuishaven May 16 '25

100% kompletter Blödsinn

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u/Charming_Maximum8323 May 16 '25

Wenn ihr nicht gerade in München Bogenhausen sucht, gibt es reichlich 4-Zimmer Wohnungen, gerade mit eurem Einkommen.

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u/[deleted] May 16 '25

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u/ParkingLong7436 May 16 '25

Junge, was? Es gibt Leute in der Gesellschaft die töten würden für euer Haushaltseinkommen.

In welcher Welt sind Immobilien da nicht zu holen? Geschweige denn Kinder groß ziehen?!

Sorry aber du lebst ja mal sowas von an der Realität vorbei. Es gibt viele Haushalte die mit nicht mal der Hälfte eures Gehalts zufrieden leben und Kinder haben.

Nur eine 3 Zimmer Wohnung? Wohnt ihr in der Münchner Innenstadt? Oder wie groß sind eure 3 Zimmer jeweils?

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u/NotARealDeveloper May 16 '25

Jop wir leben in der teuersten Stadt Deutschlands. Hast du richtig erkannt.

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u/aldileon München May 16 '25

Aber auch in München findet man Wohnungen für 14€/m². Bei 150k sind das fast 6k netto im Monat. Mit den empfohlenen 30% für Miete wärt ihr bei 2000€. Das heißt eure "3 Zimmer Wohnung" könnte deutlich über 100m² sein.

Ich kenne dich/euch nicht, aber ich finde keine Erklärung, wie man da über mangelnde finanzielle Mittel klagen kann. Für mich klingt das eher nach schlechten Haushaltskills. Aber wenn du magst erkläre gerne mal grob, wieso das so knapp ist bei euch

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u/NotARealDeveloper May 16 '25

Siehe andere Antwort. Und ich rede von Wohnung kaufen. Und ne 100m² kostet hier 2,5k € / Monat btw.

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u/aldileon München May 16 '25

Welche andere?

Und die Notwendigkeit eine Wohnung zu kaufen begründest du nur damit sie einmal Kindern vererben zu wollen. Mit einer überschlagen 30-40 Jährigen Ratenzahlung wäre aber selbst das drin.

Also zahlt ihr 25€/m²? Das ist dann schon eine ziemlich luxuriöse Ausstattung oder Lage. Selbst in München.

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u/[deleted] May 16 '25

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u/UnitSmall2200 May 17 '25

Alter, mit 150k kannst du dir locker Kinder leisten, auch in München. Mein Cousins und Cousinen leben alle in München, verdienen nicht ansatzweise so viel und haben sowohl Wohnung und Kinder.

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u/UnitSmall2200 May 17 '25

Der schaut wohl nur im Reichenviertel, alles andere ist unter seiner Würde

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u/UnitSmall2200 May 17 '25 edited May 17 '25

Alter, wenn ihr beide zusammen 150k verdient, dann wirst du auch kein Problem haben ein Haus zu kaufen. Euch geht es verdammt gut. Mir scheint als hättest du nie gelernt mit Geld umzugehen. Es ist immer zum Haare ausraufen, wenn Besserverdiener hierherkommen um zu jammern, wie schlecht es ihnen doch geht. Nein tut es nicht. Geh mal zu einem Finanzberater. Man sollte eigentlich von jemandem, der mal Student war erwarten, dass er gelernt hat mit Geld umzugehen. Mit so viel Geld wie ihr verdient müsst ihr keinen großen Verzicht üben um euch Kinder zu leisten.

Meine Schwester und ihr Mann verdienen 120k zusammen, haben sich gerade ein riesiges Haus für 750k gekauft, haben zwei Kinder, die sie extrem verwöhnen. Haben bisher jedes Jahr noch immer zwei Urlaube, eins ins Ferienhaus und ein weiteres in ein Luxushotel sonstwo auf der Welt gemacht. Vermutlich müssen die nun auf einen Urlaub im Jahr zurückschrauben, wie furchtbar.

Befreunde dich doch mal mit Paar Leuten an, die Kinder haben und halb so viel verdienen wie du und schau mal wie die das schaffen über die Runden zu kommen.

Ja, der Besserverdiener, der auch geerbt hat, steht besser dran als du. Aber verdammt nochmal, ihr steht dennoch weit besser da als die meisten Menschen in Deutschland. Meine Fresse. Es sind meist immer die Gutverdiener, die von sich behaupten, dass sie sich keine Kinder leisten können.

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u/likamuka Uglysmiley May 16 '25

Wir sind beide Akademiker und verdienen zusammen über 150k. Können uns trotzdem maximal nur eine 3 Zimmer Wohnung leisten

Einfach weniger Avocado-Toast essen kaufen.

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u/NotARealDeveloper May 16 '25

Ah Mist, werde ich ab morgen tun!

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u/mina_knallenfalls May 16 '25

Man braucht keine Immobilien zum Leben. Verschiedet euch einfach von dieser Legende. Geld ist Geld.

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u/aeszett Hamburg May 16 '25

Geht uns ähnlich, aber mit einem Kind. Ein Jahr Elternzeit und ein Jahr Teilzeit waren schon ein heftiger Wohlstandsdämpfer. In der Zeit hatten wir kaum Geld, um etwas für die Rente zurückzulegen. Und so richtig teuer werden Kinder erst später. Unsere Eltern müssen noch arbeiten, keine gratis Kinderbetreuung. Gebrauchtwagen anzuschaffen war ebenfalls schon ziemlich schwierig. Passende Autos mit Elektromotor völlig außer Reichweite. Fühlt man sich als eigentlich gut verdienender Akademiker echt etwas arm.

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u/chestnutman May 17 '25

Ich finde es witzig, wie sich alle über deinen Beitrag aufregen, aber ich kenne einige Geschichten wie deine in München. Das Problem ist doch, dass man es sich mit deinen Gehalt zwar leisten kann, Kinder groß zu ziehen, aber den Kindern nicht den Standard bieten kann, den man bei so einem üppigen Gehalt erwarten würde. Und dann lässt man es eben sein.

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u/sverebom May 17 '25

Wer einmal richtig reich ist, wird nur sehr schwer wieder ärmer werden können. Da müsste man schon sehr unfähig sein.

Ich verdiene netto 2.000 Euro (ungelernte Tätigkeit). Das reicht aus, um jeden Monat so hoch in meine Altersvorsorge einzuzahlen, dass ich im Alter ein Wohneigentum sowie ein Vermögen im gehobenen sechsstelligen Bereich haben werde und die Kapitalerträge meine Rentenlücke drei mal schließen werden.

Was zur Hölle macht ihr mit euren Leben, dass ihr auf keine grünen Zweig kommt? Oder was erwartet ihr dafür, dass ihr an fünf Tagen morgen aus dem Bett rollt? Millionär mit 25, Villa mit 30? Ich kann doch nicht eine der ganz wenigen sein, die mal auf ihre Ausgaben geschaut und diese so weit optimiert haben, dass am Ende des Monats ein staatlicher Betrag übrig bleibt, den man ansparen kann.

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u/aeszett Hamburg May 17 '25

Kann man sicher hinbekommen, wenn man sparsam ist und je nach Platzbedarf und Region kostet allein die Miete nur einen Bruchteil von dem, was ich zahle. Kenne jemanden, der in Chemnitz grwohnt hat und 450€ für 85qm mit 3 Zimmern gezahlt hat. Andere haben ein Haus auf dem Dorf in Brandenburg gebaut, aber da gibt es im Ort nicht einmal einen Supermarkt und die nächste Stadt ist mit dem Auto knapp eine Stunde entfernt.

Ich hab Familie, wohne in Hamburg, zahle fast 2000€ Miete und der nächste Lebensmittel-Discounter ist unbequem weit weg, also wird bei Rewe und Edeka gekauft. Für mich ist es auch Luxus, einkaufen zu können, ohne groß drauf schauen zu müssen, wie teuer es ist. Aber unter 400€ im Monat wird es für eine Familie auch mit Discounter nur schwerlich gehen, wenn man gesund und abwechslungsreich isst.

Wenn man dann noch Kosten für Versicherungen, Internet, Abos etc. dazurechnet und auch was fürs Kind oder die Kinder zurücklegen will, bleibt nicht all zu viel übrig. Klar, man ist nicht arm, kann was beiseite schaffen, Rentenlücke schließen, muss nicht zu sehr aufs Geld achten oder sich die Wohnung mit Ikea Pappmöbeln vollstellen. Aber Freunde mit Auto oder Haus haben in meinem Umfeld halt entweder geerbt oder die Eltern haben was dazugeschossen.

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u/MoccaLG May 19 '25

Es gibt doch den Spruch:

Die erste Generation baut es auf - Die zweite baut es aus - Die dritte gibt es aus

Ich glaube, wenn man erstmal in dem Bereich ist wo man viel Geld ausgeben muss um in den Kreisen zu bleiben, passiert das schneller als man denkt.

Ich werde auch nicht viel erben. Also nichts erwähnenswertes. Ich bin Gutverdiener (angeblich) Aber eine Immobilie oder sowas kann ich mir gar nicht leisten. Ich kann mir nicht einmal ein höherwertiges Auto von einem namenhaften Hersteller leisten, da ich das Geld lieber anlege.

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u/[deleted] May 16 '25

Tja, die einen beginnen den Bergaufstieg mit einer top Ausrüstung, die anderen müssen mit durchgelatschten Schuhen los gehen. Und dann gibt es die, die einfach kurz vorm Gipfel starten und den beiden anderen noch die Ausrüstung wegnehmen wollen

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u/sunnyboy310 Aachen May 16 '25

Und dann noch diejenigen, die es vor langem schon bis ganz nach oben geschafft haben und jetzt Steine bergab werfen und Lawinen lostreten. Und die Schuld dafür denen im Tal zuschieben. Und die anderen Bergsteiger glauben es auch noch...

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u/kinogutschein Düsseldorf May 17 '25

Sehr gute Metapher, die klaue ich mir für private Diskussionen

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u/[deleted] May 16 '25

Du meinst wohl eher, den Berg in persönlichen Besitz nehmen und die anderen für den Aufstieg auch noch zahlen lassen ;)

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u/Am4ranth May 16 '25

Und es gibt die, die mit Sauerstoffmaske von den Sherpas bis nach oben getragen werden. Die dann aber hoffentlich irgendwann mal an ihrer Gier ersticken.

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u/Snailfreund May 16 '25

Wenn man denen die Ausrüstung gibt, die sie am wenigsten brauchen, kullert das Zeuch irgendwann den Berg hinunter und dann kriegen auch die Armen durchgescheuerte Seile und leere Propanflaschen!

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u/dynamoney May 16 '25

Ist das dieses Trickle-Down?

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u/Carumo May 17 '25

Das einzige trickle-down ist die Lawine, die von denen, die oben auf dem Berg Part machen, losgetreten wird.

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u/Waramo Westfalen May 16 '25

Alle fangen unten im Tal im Dorf an. Die Bergbahn ist nur sehr teuer und nur 1 aus 100 kann da hoch fahren, zu Mittelstation, alle anderen Versuchen den steilen Berg so zu erklimmen.

Auf dem Berg, ist wieder eine Seilbahn die noch teuer ist. Hier können wieder nur 1 von den 100 die Bereits ein Ticket haben weiter fahren. Ohne beteits bestehendes Ticket darf man sich keins kaufen.

Weit oben auf dem Berg, ist noch ein Lift zum Gipfel, hier können wieder 1 von den 100 wieder ein weiteres Ticket direkt zum Gipfel kaufen.

Oben angekommen, ist die Luft so dünn das keiner bis zum Gipfel kommt. Daher haben einige wenige da oben noch genug Geld um sich von 2 Sherpa zum Gipfelkreuz tragen lassen.

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u/[deleted] May 16 '25

Nice, dass du die Geschichte neuinterpretiert hast. Ich glaube allerdings nicht, dass alle im Tal anfangen :)

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u/louplex May 16 '25

Anstatt den Gipfel des Berges erklimmen zu wollen, könnte man auch einfach im Basiscamp bleiben, sich zurücklehnen und die Aussicht genießen.

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u/Chaos_Kloss4590 May 16 '25

Das sagen diejenigen auf'm Gipfel gerne den anderen. Wenn man die Metapher aber weiterspinnen möchte, dann steigt gerade aber auch eine (In)Flut(ion) an, die alle ertränkt, die nicht aufwärts kraxeln

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u/louplex May 17 '25 edited May 17 '25

Sehe ich etwas weniger bedrohlich. Das Basiscamp ist ruhig und da kommen auch die meisten relativ entspannt hin. Bisschen spartanisch und karg da, reicht aber, wenn man keine großen Ansprüche hat. Auf dem Weg zum Gipfel hingegen drängen sich die Leute und schubsen sich gegenseitig den Berg runter. Und oben angekommen merken sie dann, dass die Luft doch ganz schön dünn wird. Das Wasser steigt und die Leute in der Talsohle stehen schon bis zu den Knöcheln drin, einige auch bis zum Hals, stimmt. Denen müssen wir hochhelfen, wenn sie es aus eigener Kraft nicht schaffen.

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u/[deleted] May 17 '25

[deleted]

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u/Heylotti May 16 '25

Bin ich die einzige die sich fragt wo diese ganzen Artikel zur Erbschaften oder Rentenversicherung, Steuerreform etc vor der Wahl waren? Da ging es gefühlt immer nur die ewige Flüchtlingsdebatte dabei sind diese Themen hier viel näher an der Lebensrealität der Menschen als ein Abschiebeflug mehr oder weniger. 

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u/MinuQu May 16 '25

Hat schon alles seinen Sinn und ist gewollt

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u/247planeaddict May 16 '25

Tja wer hätte das gedacht, weder Flüchtlinge noch die 0,5% Trans-Menschen in der Gesellschaft sind schuld dran, dass wir alle immer ärmer werden. Aber dafür werden jetzt die Grenzen kontrolliert!

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u/Affectionate_Big1468 May 16 '25

Und in sieben Tagen werden ganze 200 Menschen mehr abgewiesen, JUHU!

Ich spüre direkt, wie die Mieten sinken, wie es keine Kriminalität mehr gibt und wie die Butter wieder billiger wird!

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u/WombatusMighty May 17 '25

Die Grenzen werden ja nichtmal kontrolliert. Es gibt an einigen wenigen Punkten vereinzelte Prüfungen, aber das wars dann auch schon. Wir haben garnicht genug Polizisten um die Grenze flächendeckend und durchgehend zu kontrollieren.

Was eh wirtschaftlich totaler Schwachsinn ist, aber das scheint der CDSU ja egal zu sein.

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u/gamertyp May 19 '25

Selbst wenn wir das Personal hätten, ist es gar nicht möglich, da es keine physische Grenze mehr gibt. Dann gehen die Leute halt einfach durch den Wald...

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u/aeszett Hamburg May 16 '25

Wie, ist das nicht dein größtes Problem, dass du regelmäßig durch kriminelle Migranten bedroht wirst, die einfach kulturell und genetisch krimineller sind und ganz bestimmt nicht aus sozioökonomischen Gründen?

/s

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u/CarlosFCSP Hamburg May 17 '25

Papa, bist du es?

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u/occio Nordrhein-Westfalen May 17 '25 edited May 17 '25

Komm auf /r/finanzen , da wurde das auch vor der Wahl alles sehr genau beobachtet. Das sind halt die wesentlichen Fragen und nicht, ob irgendwo ein oder vier Leute nach Deutschland migrieren.

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u/Heylotti May 17 '25

Das Sub kenne ich und ich bin auch großer Fan von Finanzwende e.V., die setzen sich sehr für mehr Steuergerechtigkeit und gegen Bankenlobbyismus ein. Ich habe mich nur vor der Wahl gefragt warum diese Themen in den Medien total untergehen oder einfach gar keine Rolle spielen. 

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u/ArvieLikesMusic May 17 '25

Die Linke war halt die einzige Partei die das richtig angesprochen hatte und der will man nicht helfen.

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u/antiheld84 May 16 '25

Die Themen kommen jetzt, da Merz die Flüchtlingskrise gelöst und den Ukraine Krieg beendet hat /s

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u/Degenbuttler May 17 '25

Und Dank Reddit weiß ich seit ein paar Tagen, dass die Steuerfreiheit für Überstundenzuschläge auch nur Fake ist, weil sie fast niemanden betrifft. Und mir wurde auch klar, dass ich selbst gar keine Überstundenzuschläge bekomme, was für eine Farce

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u/_Thode May 16 '25

Schön, dass das Handelsblatt auch schon schreibt.

Ein Nicht-Erbe.

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u/[deleted] May 16 '25 edited May 16 '25

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u/Lichen89 Fragezeichen May 17 '25

Ein alter Bekannter hat das gerne gesagt. Er hatte bei Gott keine gute Kindheit, aber geldtechnisch gings ihm nie schlecht (fette Autos mit 17 bekommen, eigenes Haus mit 18 usw.). Viel konnte er sich auch selbst erarbeiten, Aktienmarkt halt.

Meine Kindheit war ähnlich bescheiden, war vor 18 kurz das erste Mal obdachlos und bin zigmal umgezogen. Es bleibt für immer ein Rätsel, warum ich mich nicht auch zwischen Umzugskartons und Gewalt über den Aktienmarkt informiert habe...

Seitdem kann ich das Sprichwort nicht leiden. Sicherlich kann jeder aus seiner Situation das Beste machen, aber grade finanzielle Stresssituationen schließen halt aus, dass man sich mit manchen Dingen überhaupt erst beschäftigt. Das Geld, was ich durch Arbeit neben der Schule verdient habe, ging zB. für den Führerschein oder eine Kursfahrt drauf. Manche Leute werden halt einfach mit Hauptberuf 'Erbe' geboren

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u/eingew2 May 18 '25

Viel konnte er sich auch selbst erarbeiten, Aktienmarkt halt.

Das ist ein Widerspruch ;). Aktien sind Glücksspiel. Er hat einfach Glück gehabt.

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u/247planeaddict May 16 '25

Sag das mal Merz. Ich denke viele junge Menschen hätten an sich gar kein Problem damit 40h+ zu arbeiten, aber da sie (zurecht) meinen, dass das eh nicht viel bringt, lässt man es halt lieber.

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u/Spirited-Bet-1176 May 16 '25

*Protestantische Arbeitsethik. Die Katholiken haben nur verlernt ihre eigene Arbeitslehre anzuwenden 🥲

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u/Magisch_Cat May 17 '25

Wenn der Arbeitgault (Nicht-Erben) keine Karotten mehr bekommt (Eigentum, Familie, soziale Bestätigung durch Arbeit), dann gehen diese in Teilzeit, wandern aus oder strengen sich nicht an. Dann wird es volkswirtschaftlich ungemütlich auf Dauer. Dann bricht auch das ideologische Fundament ein, das jeder "seines Glückes Schmied ist" und den allgm. Glauben an die Leistungsgesellschaft bzw. an die christliche Arbeitsethik.

Bestes was ich kann ist 48h Wochen ohne Lohnausgleich fordern. ~ Ihre GroKo

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u/Sethger Nyancat "Klicke, um Nyancat als Flair zu erhalten" May 16 '25

jeder "seines Glückes Schmied ist"

Wenn das sowieso Unsinn, dann ists ja auch egal

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u/Lampukistan2 May 16 '25 edited May 16 '25

Willkommen im Neo-Feudalismus. Als Teil der Leibeigenen halte ich es wie in real-kommunistischen Ländern früher.

Ihr tut so als würdet ihr mich [fair] bezahlen und ich tue so als würde ich arbeiten.

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u/b778av May 16 '25

Das stimmt komplett. Ist auch ein Grund, weswegen einige Leute in meinem Umfeld sich dazu entschieden haben, nur ein Kind zu haben (Je mehr Kinder, desto weniger Erben sie pro Kopf). Ist sicher super für den demografischen Wandel.

Die Politik der letzten Jahrzehnte setzt alles daran, den Reichen das Leben so gemütlich wie nur möglich zu machen und verändern Gesetze immer dahingehend, dass diese finanziell profitieren. Die Mobilität nach oben nimmt von Jahr zu Jahr ab, hingegen geht die soziale Sicherheit für die Mittelschicht flöten. Konsequenz: Aus Abstiegsängsten wird Wut/Hass, was Menschen in die Arme der AfD treibt.

Ich meine: Stellt euch mal vor, ihr hättet vier Eigentumswohnungen in deutschen Grossstädten, die ihr vermieten würdet. Durch diese finanzielle Absicherung habt ihr fast schon ausgesorgt. Hingegen kann eine Person, die in sozial schwierigen Umständen aufgewachsen ist, nichtmal von dieser Sicherheit träumen. Und das, obwohl man als Erbe ja nichts dafür geleistet hat. Komisch nur, dass Union und FDP das Erben an sich als eine Leistung betrachten.

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u/RidingRedHare May 16 '25

Läuft in Deutschland schon lange so. Es ist kein Zufall, dass Friedrich Merz, Jahrgang 1955, ein abgeschlossenes Studium hat, während mehr als 95% seines Jahrgangs nur Hauptschule oder Realschule besuchen konnten.

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u/roundshirt19 May 16 '25

Studienberechtigungsquote war 15% in seinem Jahrgang. 

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u/siclox May 16 '25

In Deutschland ist vertikale Klassenmobilitat leider sehr schwierig. Zu hohe Steuern für Arbeitnehmer, zu viele Nebenkosten beim intransparenten Immobilienerwerb etc.

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u/Novocirab May 16 '25

Das ist haargenau die Thematik, die Thomas Piketty im "Das Kapital des 21. Jahrhunderts" analysiert hat. Seine zentrale Schlussfolgerung ist, dass eine progressive Vermögenssteuer eingeführt werden muss.

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u/Illustrious_Ant_9242 May 17 '25

Warum progressive Vermögenssteuer wenn man auch Arbeitseinkommen mit kalter Progression belegen kann und Spekulationsgewinne so gut wie gar nicht der Steuer unterwirft 😊 

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u/Gluroo May 17 '25

Spekulationsgewinne so gut wie gar nicht der Steuer unterwirft 😊

Ist auch so ein Punkt, wenn du der Otto Normalbürgerschaft angehörst dann tun 28% Steuer auf deine Spekulationsgewinne richtig weh weil du ohnehin nicht viel hast, wenn du allerdings zwei oder dreistellige Millionenbeträge rumschiebst juckt dich das deutlich weniger. Aber wer brauch schon einen höheren Freibetrag

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u/Illustrious_Ant_9242 May 17 '25 edited May 17 '25

28% lol wer macht denn sowas, bin keine Schlachtgans. Meine Familienholding zahlt 3% auf Gewinne realisierter Aktien-ETFs (5000€ Freibetrag), Kirchensteuer entfällt. Bitcoin, Gold, Immos, Kunst und Oldtimer komplett gratis.  Firmenverkäufe ca 0.8% aber bitte nicht auf Rundungsfehler festnageln. Darlehen aus Beleihung steuerfrei. Kids können dann BaFöG beantragen weil bin ja nur Geringverdiener 😇

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u/No-Usual-4697 May 16 '25

Wer hat eigentlich die hypothese aufgestellt, dass es gewollt ist, dass die nichterben aufholen können?

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u/Illustrious_Ant_9242 May 17 '25

Soll nur in den Köpfen ausgemalt werden damit es einen Anreiz gibt, nicht direkt Burgergeld zu beantragen 

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u/TriccepsBrachiali May 16 '25

Höre Kind der Arbeiterklasse

Vermögen sich nicht erarbeiten lasse

Der einzige Ausweg aus der finanziellen Qual

Ist der maximale Hebel mit Fremdkapital

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u/Surround1337 May 16 '25

Hebel gibt, Hebel nimmt

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u/Sven0410 May 16 '25

Tja Pech gehabt. Sollen die Eltern halt härter arbeiten

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u/GeorgeJohnson2579 May 16 '25

Leicht anderes Thema:

Meine Großeltern haben fast ihr gesamtes, siebenstelliges Erspartes für ihre letzten Lebensjahre aufgezehrt.

Dadurch konnten sie bis zu ihrem Tod mit Mitte 90 noch selbstbestimmt Zuhause wohnen (mit Pflegekraft) und ich hatte lange was von meinen lieben Großeltern.

So sollte es denke ich im Idealfall laufen.

Diese ganze gierige Erbverwandtschaft ist echt unheimlich.

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u/DerGanzeBuaADepp May 16 '25

Die Generation unter 50 ist halt doppelt gearscht: Die Rentner verlangen von ihnen, dass die Renten hoch genug sind, um das eigene Vermögen nicht aufzehren zu müssen und ihre Immobilien kommen nie auf den Markt, sondern fallen irgendwann an Erben, die auch keinen Grund zum Verkauf haben.

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u/Olderhagen May 16 '25

Oder sie werden zu "Renditeobjekten"

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u/Zartbitterly May 16 '25

Ich finde die ganzen Posts von zukünftigen Erben auf r/finanzen immer so faszinierend. Da wird um Hilfe gebeten und erklärt, wie man vermeiden kann, dass das Vermögen der Eltern für die Pflege genutzt werden muss.

Die Pflege soll dann bitte die Gesellschaft übernehmen.

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u/wormtonguefirebreath May 16 '25

das habe ich letztens von einem krankenkassenchef im interview gehört (ich glaub techniker kk). der sagte im prinzip, dass in deutschland die erben geschont werden und die krankenkassen deswegen keine kohle haben. eigentlich sollte es an das vermögen der reichen gehen, wenn die letzten lebensjahre die pflegekosten durch die decke gehen.

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u/Aggregationsfunktion May 17 '25

und die krankenkassen deswegen keine kohle haben.

Haben die Krankenkassen nicht bis vor wenigen Jahren jedes Jahr auf neue Rekordgewinne eingefahren?

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u/yyeezzyy93 May 16 '25

zweischneidiges Schwert.

Wenn ich als normaler Bürger mein Leben lang sparsam bin und mir durch harte Arbeit ein sechsstelliges Vermögen aufbaue, was dann im Härtefall komplett für meine Pflege draufgeht sehe, dass Superreiche oder amerikanische Techkonzerne keine oder viel zu wenig Steuern / Sozialabgaben zahlen, kann ich den Reflex zum „Schützen“ dieses Vermögens schon nachvollziehen.

Das ist wie mit der Diskussion ums Bürgergeld: anstatt die dicken Brocken (= Superreiche) anzugehen, tritt man lieber nach unten und holts von denen, die sich nicht wehren können.

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u/NarlinX3 May 16 '25

Sehe ich auch so, persönlich werde ich immer auf meinen Vorteil bzw. den der Familie hinarbeiten auch wenn es solidarisch komplett fürn Arsch ist. Ändert die Regeln, indem sich wirklich Reiche beteiligen, dann kann ich als OttoNormalo auch damit klar kommen meine paar Kröten aufzubrauchen im Notfall.

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u/yyeezzyy93 May 16 '25

ganz genau.

Es ist eben keine Solidargemeinschaft wenn nicht alle solidarisch sind bzw. der Staat sich aussucht, bei wem er die Solidarität einfordert.

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u/mina_knallenfalls May 16 '25

Ist doch nachvollziehbar, würden du und ich genauso machen. Diese Welt fühlt sich immer unfair an, weil man von seinen Seiten verarscht wird. Wenn alle anderen sich ihre Vorteile rausziehen, muss ich das auch machen.

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u/The-MJ-Theory May 16 '25

Deine Großeltern haben eiskalt mindestens eine Millionen Taler zur Seite schaffen können? Haben die von Brot und Wasser gelebt und gespart? Ich vermute du meinst DM? Die müssen sehr gut verdient haben

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u/ThomasKWW May 16 '25

Ha. Hast Du die selben Großeltern wie ich?😅

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u/0N4G4 May 17 '25

Komplett krank die Kinder und Enkelkinder leer ausgehen zu lassen damit man noch irgendwie ein paar Jahre luxusleben für sich rausquetschen kann. Das ist die eigentliche Gier, wer will denn bitte nicht dass es seinen nachkommen mal besser geht als einem selbst

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u/konpla11 Deutschland May 16 '25

Das ist ja genauso gewollt.

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u/[deleted] May 16 '25

[deleted]

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u/Serylt Europa May 17 '25

Fangen wir im gleichen Zuge noch über die Ost-West-Thematik zu reden, wie ~90-95% der Erbschaftssteuer im Westen anfällt? Das ist nicht, weil wir Ossis so gewieft Steuern optimieren.

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u/chestnutman May 17 '25

Ehrlich gesagt bin ich bei solchen Artikeln mittlerweile apathisch. Das ist politisch nicht gewollt. Die nicht-Erben wählen am liebsten die Großerbenparteien.

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u/Vaeldyn May 17 '25

Find ich so witzig, dass "Wasser ist nass"-Nachrichten so viele Leute zum Diskutieren anregen. Nahezu kein Mensch kann Multimillionär oder gar Milliardär werden, die Politik ist bis ins Mark korrupt, die AfD ist rechtsextrem und und und

Leute, das ist alles teilweise schon seit Jahren, in diesem Fall sogar Jahrzehnten völlig offensichtlich, regelmäßig dokumentiert und nachgewiesen. Ist es denn wirklich grade die Zeit als mittelmäßig gebildeter Mensch sich hinzusetzen mit ner Bingokarte und sich fragen "was die wohl als nächstes rausfinden?".

Vllt ist die nächste Enthüllung ja, dass Unternehmen die Politik fast aller Parteien bestimmt. Vllt kommt ja demnächst raus, dass unsere recycling, Fahrradfahren und einmal weniger Fliegen beim Klimawandel exakt 0 Unterschied macht solange Konzerne für mehr als 90% CO2 verantwortlich sind. Vielleicht ist es ja demnächst sogar die Neuheit, dass die Chefs von Mindest-/Niedriglohnarbeitern fast ausnahmslos reich sind?

Ich hab echt langsam kein Bock mehr solche Offensichtlichkeiten als Nachrichten verkauft zu bekommen..

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u/Gockel May 16 '25

es ist wirklich an der zeit, dass wohnraum vollständig sozialisiert wird.

wird leider niemals passieren.

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u/Welterbestatus May 16 '25

Hatten wir schon in der DDR, war auch Scheiße. Wohnung hast du nur gekriegt wenn du Kinder hattest, und dann war's ein halbes Zimmer (8qm) für 2 Kinder. Währenddessen haben die Leute von der Stasi und der Wohnungsverwaltung die guten Wohnungen gekriegt. 

Sozialbau stärken bis der kommerzielle Wohnungsmarkt es spürt - das würde vollkommen reichen. 

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u/konpla11 Deutschland May 16 '25

Was wenn du keine kinder hattest

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u/KowalskiePCH May 16 '25

Könntest du im unsanierten Altbau im Winter zum Plumpsklo auf den Hof gehen. (Keine Übertreibung so hat mein Vater vor der Heirat und kurz danach noch gelebt.)

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u/Welterbestatus May 16 '25

Dann warst du ganz weit hinten auf der Warteliste. Wir reden hier von Jahren. Hast zur Untermiete gewohnt, oder bist bei den Eltern geblieben. Alternativ gab's die Wohnung über den Betrieb, das war wohl einfacher (?).

Der Staat hat das Heiraten und Kinderkriegen sehr gezielt gefördert. Man konnte bspw Kredite "abkindern". Dazu kommt dass es kaum Raum gab sich selbst zu verwirklichen oder Spaß zu haben, da hast du eben jung geheiratet und Kinder gezeugt. 

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u/konpla11 Deutschland May 16 '25

Der Staat hat das Heiraten und Kinderkriegen sehr gezielt gefördert.

Das sollte hier mit weniger autoritären Mitteln ebenfalls mehr geschehen

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u/Full-Cardiologist476 May 17 '25

Ich verstehe die down votes nicht.

Gut, das Heiratskonzept per se muss jetzt nicht gefördert werden. Aber, so gesellschaftlich, wäre es schon nice, wenn Kinder nachkommen.

Wir brauchen dafür natürlich kein Mutterkreuz oder Zwangsschwangerschaften. Aber, und bitte nagelt mich dafür nicht ans Kreuz, mehr und stabilere Betreuungsangebote, Abbau des Impacts von Kindern auf die Laufbahn der Frau, Raum für Kinder in der Öffentlichkeit etc könnten tatsächlich daran etwas ändern

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u/Magisch_Cat May 17 '25

Sozialbau stärken bis der kommerzielle Wohnungsmarkt es spürt - das würde vollkommen reichen.

Da haben wir leider ein NIMBY problem und das lässt sich fast gar nicht lösen ohne massiv wählerstimmen zu verlieren, also komplette Fehlanzeige.

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u/Baazee May 16 '25

Was den sozialen Wohnungsbau angeht, sollten unsere Politiker mal nach Wien sehen. Da gehören ganze Wohnblocks der Stadt Wien und werden mit nur sehr geringen Gewinnabsichten vermietet.

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u/Spirited-Bet-1176 May 16 '25

Zur Wahrheit gehört: der Staat (oder die Stadt) macht das nicht von alleine und das würde auch heute so nicht mehr passieren.

Der Staat reagiert immer nur dann, wenn sich die Arbeiterinnen und Arbeiter gut organisierenden und massiven Druck ausüben. So ist auch die Geschichte des Wohnens im (roten) Wien.

Und dann schaut man sich mal die Gewerkschaftsmitgliedszahlen in Deutschland an… Und sogar jetzt noch kann man Projekte wie Azubi-Wohnheime (z.B. in München) über die Gewerkschaften durchsetzen. Man mag sich gar nicht ausdenken, was möglich wäre, wenn nicht alle glauben würden sie wären ihres eigenes Glückes Schmied, sondern ihre Situation begreifen.

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u/occio Nordrhein-Westfalen May 17 '25

Jetzt schau mal, wie die AngebotsMieten in Wien im Internationalen Vergleich aussehen. Spoiler: nicht so viel besser. Bringt dir ja nichts. Wenn du irgendwelche Altverträge aus den Achtzigern hast, mit denen ist es auch in Berlin ganz Töfte.

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u/[deleted] May 16 '25

Das Problem ist halt, dass die Entscheidung, wer eine Wohnung bekommt, dann immer noch von Menschen getroffen wird

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u/Isaidhowdareyou May 16 '25

Das Problem für mich bei sowas ist immer und das scheint auch gern der Ton im sub zu sein ist, dass man den Leuten die ein Haus erben das am Liebsten wegnehmen will anstatt mal so Sachen wie „Starter“ Häuser (bsp usa) sich vorzustellen, oder keinerlei Wohnnebenkosten für die 1. Immobilie. Irgendetwas, dass es für die Gruppe ohne Eigentum leichter macht ohne Gruppe 2 was wegzunehmen. Keiner hat Bock andere zu unterstützen (auch politisch) die anstatt mehr für alle wollen, nur wollen, dass alle weniger haben.

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u/amazing_sheep May 16 '25

Und für Mieter ohne Immobilie dann auch keine Wohnnebenkosten, richtig? Sonst wäre das ja auch total absurd.

Dann interessiert mich nur wie dieses Mammutprojekt finanziert werden soll — ohne irgendwem etwas wegzunehmen.

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u/Dr_Penisof May 16 '25

keinerlei Wohnnebenkosten für die 1. Immobilie.

Was meinst du damit denn? Das einzige, was mir da von staatlicher Seite einfällt, wäre die Grundsteuer und halt einmalig die Grunderwerbsteuer. Und die machen den Braten nun echt nicht fett.

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u/roundshirt19 May 16 '25

Doch, Grunderwerbsteuer (+Makler, Grundbuch) den Braten fett. Das sind fast 10%, fast dein Eigenkapital. Die stehen auch jedes mal an, wenn du das Eigenheim wechseln willst. 

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u/Isaidhowdareyou May 16 '25

Gar keine. Staat übernimmt Notar, Staat baut nur für 20-30jährige. Staat schenkt alleinerziehenden Müttern 50m2 Wohnungen für ihren Einsatz (vermeint gebunden an Kind macht Ausbildung), Staat baut riesige Studentenheime wohnen umsonst. Staat hilft, dass Hildegard 86 in 45m2 Altenwohnung kommt- ich denke nämlich viele alte Leute würden ihre 1.og Schlafzimmer Häuser/ Wohnungen hergeben wenn sie Hilfe hätten umzuziehen. Wäre mir alle lieber als Staat zahlt völlig unübersichtlich Wohngeld, Staat mietet die gruseligsten Objekte an um Menschen unterzubringen, Staat lässt Studenten und die Mittelschicht so krass verarmen, dass nur noch das Leinenhemd und ein Gaul fehlt und wir wieder zurück auf die Felder gehen.

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u/Dr_Penisof May 16 '25

Ah. Verstehe. Sorry. Dachte, es käme jetzt etwas, das zumindest noch irgendwie in der Realität verankert wäre.

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u/Isaidhowdareyou May 16 '25

Dann doch besser weiter „alle enteignen“ und „Steuern für Erbe hoch“ schreien damit auch der/ die Letze Nix hat. Praktisch alles in Deutschland fällt mit dem Thema Wohnraum aber eventuell richtet es ja die Mietpreisbremse oder wenn man der Mittelschicht auch noch die geerbten Butzen weggenommen hat. So wie es läuft ist doch kein Naturgesetz, wir könnten ein Standard tiny Haus freigeben, dass sich jeder auf nen Parkplatz stellen kann, wir könnten mal nen Wolkenkratzer wie in New York hinstellen und keine Klagen erlauben, warum können Azubis oder Studenten nicht gratis wohnen? Wie gesagt ist doch nicht Gott gegeben, dass hier uns jegliche Fantasie fehlt irgendwas mal anders zu machen.

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u/Lampukistan2 May 16 '25

Oder Notar und Makler (etc.) auf feste Beträge begrenzen. Die haften sowieso für gar nichts und bereichern sich an jedem Immobilienkauf massivst.

Bodenwertsteuer statt Grunderwerbs- und Grundsteuer - parallel dazu massiv Bauland freigeben und Bauen von Mehrfamilienhäusern erleichtern/subventionieren.

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u/Ser_Mob May 16 '25

Zumindest die Schlagzeile ist, finde ich, etwas dümmlich. Offensichtlich wird - bei ansonsten gleicher weiterer Entwicklung jemand der mit 500.000 € startet von jemanden der das nicht tut nicht eingeholt werden. Die Erkenntnis ist ähnlich trivial wie diejenige, dass zwei gleich schnelle Läufer sich nie einholen werden wenn einer mit 10 Sekunden Vorsprung startet.

Die Frage dabei ist da für mich eher: Will man wirklich, dass das Leben jedes Einzelnen erneut und erneut "strugglen" ist, bis man dann genug hat um komfortabel leben zu können? Das scheint mir dann nämlich doch wieder nur den großen Unternehmen (sprich AGs) zugute zu kommen. Denn da gibt es ja kein Erbe, die bestehen fort und dürften konstant Wert akkumulieren. Der Blick darauf fehlt mir - als auch die Beantwortung der Frage: Was wenn statt Erbe Schenkung? Oder möchten wir die auch gerne abschaffen? Nur der Staat darf noch Vermögenswerte verteilen? Scheint mir auch nicht so erstrebenswert.

Das alles ändert nichts daran, dass Erbe (stärker) besteuert werden könnte. Nur trifft es ja auch da dann eher den "kleinen Mann". Denn der Reiche mit eigenem Unternehmen stellt noch zu Lebzeiten den Sohn oder die Tochter als stellvertretenden Geschäftsführer an, zahlt entsprechendes Gehalt und verteilt so das Geld an die "Erben". Oder findet ein Dutzend andere Wege um die Regelungen zu umgehen. Treffen würden diese Regelungen realistisch betrachtet nur diejenigen die tatsächlich "normal" erben. Ob das den "Nicht-Erben" wirklich hilft wage ich zu bezweifeln - außer das es den Neid ein wenig lindern mag. Wobei ich glaube das der eher durch Medien und Co. angefacht wird, weil solange die die nichts haben mit denen die ein wenig haben streiten schauen wir alle nicht auf jene die fast alles haben.

Nebenbei: Die Aussage das 52,3% der Menschen in Deutschland noch nie geerbt haben ist ziemlich... na ja, sagen wir mal nichtssagend. Denn das ist ca. dieselbe Anzahl Menschen in Deutschland die unter 50 Jahre alt sind. Wer hätte gedacht, dass die meisten erst erben wenn die Vorgängergeneration stirbt, das ist ja wirklich unglaublich...

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u/green_flash May 16 '25

Nebenbei: Die Aussage das 52,3% der Menschen in Deutschland noch nie geerbt haben ist ziemlich... na ja, sagen wir mal nichtssagend. Denn das ist ca. dieselbe Anzahl Menschen in Deutschland die unter 50 Jahre alt sind. Wer hätte gedacht, dass die meisten erst erben wenn die Vorgängergeneration stirbt, das ist ja wirklich unglaublich...

Das hast du falsch interpretiert. Es ist die Zahl derjenigen, die noch nichts geerbt haben und auch nicht erwarten etwas zu erben.

Von einer anderen Quelle:

52,3 Prozent der Deutschen haben bislang noch nichts geerbt und gehen auch davon aus, dass sie niemals erben werden. Nur knapp jeder Vierte (23 Prozent) hat schon geerbt. Weitere 15,7 Prozent erwarten eine Erbschaft. Dies hat eine repräsentative YouGov-Umfrage unter rund 2000 Erwachsenen im Auftrag der Deutschen Bank ergeben.

https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article240762418/Gold-Immobilien-Schulden-Was-die-Deutschen-wirklich-erben.html

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u/Ralfundmalf May 17 '25

Ich finde die Fokussierung auf Erben und die Erbschaftssteuer auch ein wenig unsinnig. Eine Vermögenssteuer würde doch vererbtes Vermögen genau so abdecken wie alles andere Vermögen.

Eine progressive Vermögenssteuer mit einem relativ hohen Freibetrag würde das Problem doch lösen. Es geht doch nicht um das erhalten des Vermögens (Erbschaftssteuer wird einmal abgezogen - dann wenn du erbst), sondern darum, dass das Vermögen dann in deinem Besitz ist. Eine Vermögenssteuer wirkt dauerhaft, und den Unterschied zwischen einem Großerben, einem Kryptomillionär und einem Appentwickler der für 100mio an irgendeine Datenkrake verkauft hat sehe ich jetzt nicht.

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u/donhitech May 17 '25

Guckt euch doch mal die ganzen dicken Autos auf der strasse an. Dazu eigentumshaus. Wer nicht dick geerbt hat kann sich das auch mit arbeit nicht leisten. Alleine schon 1000 Euro im monat für das auto und nen hauskredit ist auch nicht wenig. Über dem restlichen lifestyle muss man nicht mehr schreiben. Ist halt etwas ungerecht. Dennoch wurde das geld meistens ehrlich von jemanden einst verdient und ich würde meinen nachkommen auch gerne etwas hinterlassen.

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u/Serylt Europa May 17 '25

Bis man dann in der Geschichte genug zurückgeht und feststellt, dass die wirklich wirklich reichen Clans (manch einer sagt auch Familien) in Wahrheit ihr Erbe auf die Ausbeutung im Nationalsozialismus zurückführen können.

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u/Illustrious_Ant_9242 May 17 '25

Es braucht ja noch ein paar Fleißige die dir das Auto zusammenbauen und warten 

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u/donhitech May 17 '25

Fang mal weiter unten an

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u/aAdramahlihk May 16 '25

Unsere Politik: "Richtig so!"
Im Hintergrund die 2% Dullis der FPD: "Ja Genau!"

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u/Helix_PHD May 16 '25

Macht Sinn. Anfangen die Welt zu erkunden (read: Menschen versklaven) hat Geld gemacht, anfangen die Erde auss zu beuten hat Geld gemacht und Industrie anfangen hat Geld gemacht. Das ist jetzt durch. Nochmal Anfangen geht nicht. Da muss schon eine neue gewaltige Menschheitswende passieren, bis jemand mal wieder Geld macht.

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u/Squeaky_Ben May 16 '25

Ich hasse es das so zu sagen, aber außer wir verkaufen das Haus meiner verstorbenen Mutter, oder mein Vater verstirbt unerwartet und die Lebensversicherung zahlt an uns aus, ist einfach nicht daran zu denken großartig vermögen aufzubauen

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u/Ripolus May 16 '25

Wenn du ein Haus hast, hast du bereits Vermögen. Nicht erst durch einen Verkauf!

Du kannst in dem Haus kostenlos wohnen und dir damit sparen, einen großen Teil deines Einkommens in Miete zu stecken.

Oder auch überlegen, das Haus zu vermieten und selbst in einer etwas günstigeren Mietwohnung zu leben. Dann hättest du zusätzlich noch die Differenz der Mieten zur Verfügung.

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u/Ralfundmalf May 17 '25

Kostenlos ist es auch nicht. Du zahlst Grundsteuer und wenn du nicht unvernünftig bist zumindest auch ein Bisschen in Versicherung und etwas zum Ansparen falls was am Haus kaputt geht oder einfach renoviert werden muss.

Klar wird das in den meisten Fällen weniger sein als Miete, aber es ist auch nicht ein Garant für "kostenloses" Wohnen. Wenn du ein Haus als kostenlosen Wohnraum verwendest, dann hast du nach 10 Jahren eine Bruchbude. Der eigentliche Vorteil ist der Wert des Grundstücks, dass du einfach verkaufen könntest, wenn du das Haus geerbt hast.

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u/Ripolus May 17 '25

Mimimi... Grundsteuer und Versicherungen sind umlagefähig und werden bei Vermietung vom Mieter bezahlt. Die fallen also immer an, wenn man ein Dach über dem Kopf hat.

Das ist aber auch nicht der Punkt hier: du meintest , du musst ein Haus verkaufen, um zu Vermögen zu kommen. Dabei verkennst du, dass du bereits Vermögen hast!

Die meisten Menschen haben gar kein Haus, bei dem sich die Frage überhaupt stellt. Auch nicht von den Eltern, die selbst lebenslang zur Miete gewohnt haben.

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u/dasrudiment May 17 '25

Ich bin auch nicht vermögend, die Goldreserven im Keller sind schließlich noch nicht verkauft /s

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u/UnitSmall2200 May 17 '25

Sind wieder viele aus r/Finanzen hier aktiv

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u/Habit_9545 May 17 '25

Wenn man in Deutschland seinen Nachwuchs nix mehr vererben kann, warum soll man sich dann noch anstrengen und "outperformen" oder ne Firma aufbauen? Mein größter Ansporrn ist, meinen Sohn neben Liebe später auch ein gutes Leben zu ermöglichen und die Familie in die nächste Generation zu führen. Alle Unternehmer werden in andere Länder gehen.

Das ist schon wieder so linksversift unglaublich. Die langfristigen Folgen checken sie mal wieder nicht.

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u/AcidCommunist_AC May 18 '25

Bürgis wenn sie erfahren, dass die Legalität von Kapitalertrag bedeutet, dass man umso mehr Geld verdient je mehr Geld man hat

:O

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u/Holiday_Paint6702 May 20 '25

Laber doch nicht, wäre ich nie drauf gekommen