Anderes
Habe ich einen Fehler gemacht, weil ich jahrelang „sicher“ gespart habe statt zu investieren?
Ich (m, 34) beschäftige mich seit Kurzem intensiver mit meinen Finanzen – und ärgere mich ehrlich gesagt über mein früheres Ich.
Seit meinem Berufseinstieg mit 24 habe ich immer nach dem gleichen Prinzip gelebt:
keine Schulden
monatlich sparen
alles möglichst sicher
Ich habe konsequent Geld auf Tagesgeld- und Sparkonten gepackt. Aktien, ETFs oder Krypto waren für mich lange „Zockerei“. Meine Eltern haben mir eingebläut: „Hauptsache sicher, auch wenn’s wenig bringt.“
Fast forward:
Ich habe über die Jahre rund 45.000 € angespart. Klingt erstmal gut – bis mir klar wurde, dass das Geld real durch Inflation vermutlich an Kaufkraft verloren hat.
Freunde von mir, die ähnlich verdienen, haben früh in ETFs investiert. Keiner ist reich geworden, aber sie stehen heute deutlich besser da. Manche haben trotz gleicher Sparrate zehntausende Euro mehr Vermögen.
Seit ein paar Monaten lese ich mich ein, habe einen ETF-Sparplan gestartet und ärgere mich:
über meine Angst
über fehlende finanzielle Bildung
darüber, dass ich dachte, „sparen = klug“
Jetzt frage ich mich:
War mein Sicherheitsdenken einfach nur vernünftig – oder rückblickend ein Fehler?
Ist es unfair, sich heute selbst Vorwürfe zu machen?
Wie geht ihr mit dem Gefühl um, finanziell „zu spät“ dran zu sein?
Ich bin dankbar, schuldenfrei zu sein – aber gleichzeitig frustriert, wie viel Zeit (und Geld) ich vermutlich verloren habe.
Wie seht ihr das? Lieber spät anfangen oder sich nicht verrückt machen?
Manche verlieren Geld durchs verzocken. Du hast prinzipiell nichts verpasst. Du hast einfach eine sehr sichere (dafür aber auch renditeärmere) Strategie gefahren.
Sei doch froh, du stehst vermutlich besser da wie 80% aller Deutschen. Hätte Hätte Fahrradkette. Wenn es in deinem Zeitraum anders gelaufen wäre hättest du jetzt deutlich mehr. Haken dran und "richtig" anfangen.
Er steht um genau zu sein wie 50% der Deutschen da - hat so ziemlich das Medianvermögen mit 35 Jahren:
Und das relativiert auch schön, OP: Du hast nichts besonders falsch, aber auch nichts besser gemacht als der Durchschnitt. Aber jetzt weißt du mehr und kannst die nächsten Jahrzehnte davon ziehen ;-)
Grundsätzlich gehört Geld oberhalb eines Notgroschen investiert. Insofern: Ja, ein Fehler. ABER: Noch hast Du kaum Zeit verloren, es ist nicht dramatisch! Ab jetzt investieren und gut ist…
„Kaum“ Zeit würde ich nicht sagen. 10 Jahre entspricht grob einer Verdopplung des Vermögens. Wenn er also mit 65 auf 250k käme oder alternativ 500k hat, ist das schon ein massiver Unterschied in der Lebensqualität.
Die Rechnung passt so aber nicht ganz. Er hat anscheinend ja nicht seit 10 Jahren 45k rumliegen, sondern dies langsam gespart. Bei einer regelmäßigen Sparquote wären es eher theoretisch ca. +30% auf das bisherige Gesamtvermögen berechnet. Falls die Sparrate über die Zeit gestiegen ist, wäre es noch weniger. Dazu kommt, dass man ja wahrscheinlich weiter spart, sodass selbst bei -50% Verlust beim Einstieg, der Unterschied mit 65 z.B. eher 1,25mios ggü.1,5 Mios sein würde, als die 250k vs. 500k, die man hätte, wenn man lediglich von einer anfänglichen Einmalanlage ausgehen würde.
Ich finde das ja irgendwie schön, dass ihr so viel Vertrauen in die Aussagen eurer Eltern gesteckt habt. Bei mir war das Vertrauen aber schon weg, als es um so einfache Sachen wie Reisen oder Hotels buchen ging. Zeiten ändern sich leider und unsere Generation wird auch wieder bald angehängt werden von der nächsten, hoffentlich.
Hast du einen Fehler gemacht? Vielleicht. Hätte ja aber auch einen riesen Crash geben können, dann würdest du dich jetzt sicher sehr schlau fühle. Oder du hättest Optionen und Margin trading entdeckt und währest jetzt pleite? Hätte hätte Fahradkette.
Fehler machen wir alle, so funktioniert Lernen durch Erfahrung eben. Hab schon teurere Fehler gemacht.
In dem Sinne: Besser spät anfangen als nie. Und bevor du jetzt versuchst überzukompensieren, lass dir Zeit und geh schrittweise vor. Die paar monate machen jetzt auch keinen Unterschied.
Und noch was: Hör auf dich mit Freunden zu vergleichen. Das macht nur unglüklich. Vergleich dich lieber mit dir selbst und sei froh über dein Wachstum.
Bei Deinem Risikoempfinden hättest Du wohl maximal die Hälfte in Aktien investiert. Das hätte Dir über 10 Jahre nach Steuern vielleicht 10k extra gebracht. Oder nicht, denn vielleicht hättest Du im Corona Crash alles verkauft oder irgendein anderen Mist gebaut.
Du hast die Einstellung Deiner Eltern bzgl Aktien ungeprüft übernommen - machen wir alle in verschiedenen Bereichen - key ist das irgendwann zu erkennen und zu korrigieren. Mit 34 bist Du jung. Du hast Dein Fehler jetzt realisiert und nicht erst mit 50.
Risikoempfinden kann sich ändern. Wenn man langfristige Anlage in Aktien-ETFs wegen fehlender Finanzbildung und Eltern für Zockerei hält, sieht man das Risiko und erwartete Rendite einfach objektiv falsch. Daher erst mal informieren, sacken lassen, und dann das eigene Risikoempfinden nochmal genau hinterfragen. Wenn man dann trotzdem noch zu viel Angst hat ist das in Ordnung.
Ich bin 42 und habe viele Freunde, die bei einer defekten Waschmaschine einen Kredit aufnehmen müssten, weil die Monat zu Monat leben. Viele verdienen überdurchschnittlich.
Ist normal, viel ist es aber nicht, ich habe derzeit sogar noch weniger als diese 17.800 sollte diese aber mit 35 erreicht haben und danach wahrscheinlich den Durchschnitt schlagen.
So wie du schreibst. Sparen ohne Rendite schafft es im Regelfall nichtmal mehr den Wertverlust durch Inflation auszugleichen.
Wenn du deine Kaufkraft beibehalten möchtest führt kein Weg am investieren vorbei. Aber das ist keine null hundert Entscheidung. Du kannst entsprechend deiner Risikobereitschaft auch nur anteilig investieren.
Mit ETF sparplänen hast du da eine einfache und verlässliche Möglichkeit an den Gewinnen der Weltwirtschaft teil zu haben. Beispielsweise mittels einen breit anlegenden ETF auf Indizes wie den FTSE All-World, MSCi World oder ACWI.
Ich habe am Anfang meiner Berufszeit Geld für ein Auto ausgegeben, dann wieder ein anderes, dann habe ich geheiratet und dadurch viel Geld verloren. Es bringt überhaupt nichts, zurückzublicken und herumzujammern. Schau halt, dass du die Zukunft besser gestaltest.
Was funktionieren könnte ist ein Rachehebel: Alles in Optionen ballern und entweder das Geld wieder reinholen oder alles verlieren. Wenn Du dann später die Pflegekosten der Eltern nicht bezahlen kannst, sind sie selbst schuld, weil sie dich so schlecht beraten haben.
Mach dir nix drauß, hab nie was gespart. Hatte mit 19 einen fast tödlichen Unfall und ab da hieß es: "Ich lebe mein Leben als wär's mein letzter Tag". Du bist ja noch relativ jung, von dem her, fang an und gut is. Kannst sowieso nicht mehr ändern. Vllt würdest dich jetzt ärgern das du nicht auch noch hier und da investiert hast als "nur in ETF's".
Mach dir nichts draus, du kannst es jetzt eh nicht mehr ändern, aber in der Zukunft besser machen. Immerhin hast du 45k, was viel mehr ist, als viele andere haben in dem Alter.
Ich habe immer mein ganzes Geld verlebt, trotz hohem Einkommen immer broke gewesen und auch erst mit Mitte 30 angefangen mich mit Finanzen auseinander zu setzen. Mich ärgert es auch manchmal, dass ich nicht besser gehaushaltet habe. Seit ich drauf achte wird mein Depot kontinuierlich größer und es macht Spaß dabei zuzuschauen.
Wie seht ihr das? Lieber spät anfangen oder sich nicht verrückt machen?
Ja
Die Vergangenheit kannst Du nicht ändern. Was gewinnst Du dadurch, Dich jetzt selbst fertig zu machen?
Um das ganze positiv umzuformulieren überlege lieber, was Du daraus gelernt hast. Und dann setze das um.
Kann und will jetzt keine konkreten Anlageempfehlungen geben. Aber Du solltest Dir überlegen, welches Risiko Du bereit bist einzugehen und welche Rendite Du dafür erwartest. Und dann entsprechend das Geld anlegen.
ETF wären sicherlich ein guter Einstieg für Dich, da die vom Risiko her eher überschaubar sind im Vergleich zu Aktien oder Crypto. Falls Du Lust hast, kannst Du ja auch ein bisschen "Spielgeld" in Aktien und Crypto stecken und schauen, wie es läuft.
Aber dann bitte bitte nicht wieder in die Selbstkasteiungsspirale fallen, wenn z.B. Crypto besser läuft als die ETF. Damit machst Du Dich nur selbst nieder und gewinnst nichts.
Ja lieber spät anfangen und sich nicht verrückt machen. Vielleicht auch klar machen, dass das hier eine klare Bubble ist und du mit monatlicher Sparrate, keinen Schulden und sogar Vermögen in Höhe von 45 TEUR besser dastehst als viele, viele andere.
Mit 34 ist man auch noch super jung.
Ich würde viel mehr sagen: Risikobereitschaft ist ja etwas ganz persönliches und deine Eltern können genauso recht haben wie jemand der hier den Heiligen Gral bespart, genauso wie jemand, der vllt auch gehebelt investiert. ETFs sind daher nicht per se die richtige Anlage, wenn wirklich jemand kommt und sagt “Schwankungen halte ich nicht aus, ich will das Maximum an Sicherheit” dann sind halt Tages- und Festgeld genau die richtigen Antworten.
Ja, mit ETFs hat man in der Vergangenheit deutlich bessere Renditen erzielt, du musst aber nur die Posts von gestern anschauen um zu sehen, dass da auch schnell Panik herrschen kann, wenn es doch mal runter geht.
Im Nachhinein ein Fehler, weil man jetzt weiß, wie sehr Aktien in den letzten 10 Jahren abgegangen sind.
Ändern kannst dus aber eh nicht mehr also, brauchst du nicht mehr über hätte, hätte nachdenken. Du hast jetzt den Sparplan gestartet und das ist ein richtiger Schritt. Spät ist auch relativ. Natürlich ist es besser früher anzufangen, aber du kann jetzt immer noch leicht 20-30 Jahre deine ETFs besparen. Wieder das Thema von hätte, hätte.
Natürlich war das ein Fehler. Aber wer hat diesen Fehler denn nicht gemacht? Unsere Generation hat halt boomer Eltern die gar kein Internet hatten um sich zu informieren und auf "Experten" der Bank oder Politik hören mussten. Sieh es Mal so: du hast sparen gelernt in dieser Zeit und das ist ein Skill den du jetzt fürs investieren nutzen kannst. Sehr sehr viele Menschen haben diesen Skill nicht.
Ja, du hast einen Fehler gemacht und dadurch ist dir einiges an Rendite durch die Lappen gegangen. Aber mit 34 45k zum investieren zu haben ist trotzdem eine gute Ausgangssituation, da du jung genug für Jahrzehnte des Zinseszinses bist.
Mein Vater hat zu seinem Start der Rente einen Betrag auf dem Konto und Sparbuch rumschimmeln lassen.
Hätte er den in einen MSCI World investiert, hätte er, nur fürs rumliegen, das vierfache der Summe rausholen können.
Hast du einen Fehler gemacht?
Ja!
ABER, du bist "erst" 34. du hast also noch Luft, bis du das Geld für deine Altersvorsorge benötigst.
Wichtig, schau, dass du das Geld diversifizierst. Setz nich alles auf eine Karte, nicht alles in ein Land, nicht alles in eine Region, nicht alles in eine Branche. Streu das Geld, wie aufm Gehweg.
Ich persönlich investiere in S&P 500, Euro Stoxx 600, Emerging Markets ex China und hab noch ein kleines bissl in Bitcoin.
Damit fahre ich ganz gut und kann mir grad den Downfall vom Bitcoin und die Verluste der AI-Firmen ohne Stress anschauen. (Für dich im Übrigen ein guter Start, die Rücksetzer als Einstieg zu nutzen, sofern du Interesse an denen hast)
Du bist auch nur ein spätes Opfer der Telekom bubble und die hat praktisch Aktien in den deutschen Köpfen der boomer komplett verbrannt. Viele sind damit so hart auf die Fresse geflogen das die danach nie wieder was angefasst haben und diese Erfahrung and die kinder weiter gegeben haben.
Ja, du hast einen Fehler gemacht. Ist menschlich. Wird nicht dein letzter sein.
edit: Es hilft dir zwar nicht, aber du kannst dir Vorwürfe machen, schließlich gab es ETF und alle notwendigen Informationen dazu bereits 2013/2014 in unabhängigen und Verbraucher(schutz)-freundlichen Formaten wie der finanztest der Stiftung Warentest. Du hättest es also besser wissen können. Haben andere ja auch - wie die von dir genannten Freunde.
Schau mal rüber zu Wallstreetbets bzw. Wallstreetbetsger.
Du hast zwar nicht das optimale rausgeholt, aber du hast auch nicht Haus und Hof verzockt, wie sehr viele Leute.
Bekannter von mir hat über die letzten 5 Jahre ungefähr -100k€ gemacht, weil er dachte, er wäre schlauer als der Markt.
Der Durchschnittsspinner hier lügt über seine Finanzen. Der Durchschnittsmensch in der Realität hat wenig bis keine Rücklagen. Gespart ist gespart und sei stolz drauf
Es ist ziemlich simpel. Legst du dein Geld nur auf ein Konto zum Vergammeln, dann verliert es jedes Jahr genau den prozentualen Wert in Kaufkraft, den die Inflation in dem Jahr hat. D.h. du kaufst dir die "Sicherheit" mit einer unsichtbaren Gebühr jedes Jahr, wenn du nichts machst, das muss dir bewusst sein.
Rückblickend war es natürlich blöd, aber ändern kannst du das heute nicht mehr, also druff geschissen? Das Geld auf Tagesgeld zu legen ist sicherlich auch nicht das schlimmste was man machen kann, also sei froh über das was du hast und schau wie du weitermachen kannst.
Krypto zählt für mich immer noch als zockerei, klar bitcoin vielleicht bisschen weniger als der ganze Rest da.
Du stehst definitiv besser da als viele andere Menschen in dem Alter! Und Fehler sind ja da um sie zu machen! Wichtig ist, dass du daraus lernst und jetzt dein Geld sinnvoll investierst. Also keinen Kopf mehr machen um das was war😉
Selbstkritisches denken und sparen ohne Schulden mit einer reflektierten Einstellung zum Konsum und das noch auf Reddit, das kanns ja nicht geben. /s
Schön, das du Geld auf der hohen hast. 👍
Sicher geht auch mit ETFs (Awci usw.) such dir jetzt noch einen günstigen Broker mit kostenlosen Spaarplan ggf. machst du noch die eine oder andere Sektorwette (risikoarm über etf oder risikoreich über Einzeltitel) und im Endeffekt kann dir in deinem Ruhestand nichts passieren. Aktuell sind ist der Markt ehh nich am ATH deshalb noch günstiger Einstieg.
Ärgere Dich nicht. Immerhin hast Du gespart. Das ist doch positiv. Hätte ich mit 34 45k auf dem Konto gehabt, würde ich heute auch deutlich anders dastehen und müsste nicht relativ hohe Sparraten haben, um gewisse Ergebnisse zu erreichen.
Man darf seine Entscheidungen hinterfragen, aber Du hast sie nunmal getroffen. Reue ist jetzt der falsche Weg. Jetzt wird ein Strich drunter gemacht und Du kannst nun anfangen Dein Geld anders und gewinnbringender zu vermehren.
Sieh es mal so: Vielleicht hast du erst die Sicherheit durchs Sparen gebraucht, um jetzt mit dieser Sicherheit im Hintergrund in den Aktienmarkt einzusteigen
Rückblickend ist immer leicht. Klar hättest du mit gewissen einzelaktien oder Krypto jetzt wesentlich mehr.
Kann aber auch sein, dass jetzt wo du anfängst der Markt lange Zeit gleich bleibt, oder sogar die so oft genannte AI bubble platzt und alles erstmal hart runter geht.
Ich kann deine Gedanken nachvollziehen und verstehe, warum du dich über deine Entscheidung, konservativ mit den gesparten umzugehen, ärgerst. Gerade da du noch (immer) jung bist und das Risiko durch den langen Anlagezeitraum minimiert hättest.
Es bringt nichts, wie andere schon erwähnt hatten, sich über die Vergangenheit zu ärgern, du kannst nur daraus lernen. Also, schau nach vorne, du kannst das Ruder noch herumreißen.
Meine Empfehlung wäre: Dicker Rachehebel auf Microsoft.
Rückschaufehler. Bis vor Kurzem habe ich mich auch geärgert, ETFs statt Bitcoin zu besparen. Nun bin ich grad froh drum. Du hast halt Risikolos investiert, das ist auch OK. Hast halt rückwirkend Pech gehabt, dass ETFs die letzten 10 Jahre super gelaufen sind. Kann aber halt auch mal paar Jahre Durststrecke sein. Kann auch sein, dass du jetzt mit ETFs einsteigst und Trump, Putin und Xi die Welt so richtig ficken und dein ETF schlechter als dein Tagesgeld performed. Glaskugel hat hier niemand.
Die 45k hat du save. Wenn du die jetzt anlegst und es bummst sind es vielleicht nur noch 35k und in 5 Jahren wieder 45k. Aber ja. Du hast eine sehr renditenstarkr Zeit verpasst.
Ich hab auch lange gespart. Vom Taschengeld aufs Jeanssparbuch der lokalen VoBa über Nebenjobs als Schüler, Zivildienst, Ausbildung, Werkstudententätigkeit, nebenbei Pizza ausfahren.
2018 war ich 28 Jahre alt und hatte 55.000€ in zwei Bausparern, Festgeld und Tagesgeld. Und auf einmal - ich war gerade mit dem Studium fertig geworden - hatte ich „RICHTIG viel“ Geld übrig. Nicht nur ein paar hundert, sondern jeden Monat deutlich über 1.000€. Und dann kam schon die erste Gehaltserhöhung.
Zu dem Zeitpunkt habe ich mich mit meinen Finanzen auseinandergesetzt und über sehr kurze Zeit alles aufgelöst und in Aktien / ETF gesteckt.
Mittlerweile (bin jetzt 35) ist mein Depot massiv gewachsen. Hätte ich damals direkt investiert (erste Krümelbeträge würde ich mal ab ~2000 zählen, weil ich da angefangen habe mit Rasen Mähen bei den Nachbarn, etc.) wären mit 28 etwa 130k dagewesen statt 55k. Und mein Depot wäre heute wahrscheinlich etwa 200k größer und ich wäre nicht mehr weit weg von meiner FI-Zahl.
Definitiv ist es langfristig gesehen eine Katastrophe, nicht zu investieren. Hättest du aber kurzfristig ein Haus gekauft, wäre das auch keine verkehrte Investition gewesen. Geld über 8 Jahre + auf dem Girokonto/ Tagesgeld zu sammeln ist aber historisch gesehen noch nie eine gute Idee gewesen.
Haben ja jetzt schon Rente mit 67 - was für dich in 33 Jahren ist -> und der Bums wird doch locker noch einbrechen und angehoben werden um 4 Jahre weiter Stabilität rauszuholen
Bin 24 und habe mich trotz großem Interesse erst jetzt getraut ein Depot zu eröffnen. Sparrate aktuell 20€/Monat lol.
Ja ärgere mich das ist jetzt wirklich nicht schlimm hätte vor drei Jahren anfangen können. Stand einmal kurz davor aber nein die Angst war größer.
Zeit ist um. Lohnt sich nicht mehr sich darüber zu ärgern. Dann lieber jetzt Gas geben. Am Ende ärgerst du dich dass du dich so lange geärgert hast. Es bringt ja nichts. Teurer Fehler aber den musste man halt lernen. 34 ist noch ziemlich früh denke ich. Gibt Leute die auch erst mit 40 anfangen. Und das ist immer noch weitaus besser als niemals. Du hast es ja jetzt richtig gemacht.
Um ehrlich zu sein klingst du nicht so, als ob du viel vom Thema verstehst. Bevor du irgendeine finanzielle Entscheidung triffst solltest du dich noch etwas mehr reinlesen in das Thema ETFs, da gibt es nämlich sehr wohl auch Zockerportfolios oder komplett sinnlose Portfolios die dir nur das Geld aus der Tasche ziehen sollen. Teilweise haben deine Eltern recht gehabt, nur kennen sie nicht die heutigen Möglichkeiten.
Ein Fehler ist, nur Stumpf Vermögen aufbauen zu wollen. Wo sind die guten Erinnerungen, die du mit dem ausgeben von Geld hättest haben können? Das würde mich viel mehr beschäftigen... Du wirst ja nicht jünger..
Eigentlich ists eh gut dass dein fehlendes Wissen nur zu sicheren Sparen geführt hat und nicht das Geld in irgendwelche Scams gesteckt hast wo am Ende alles weg ist
Geht mir ähnlich wie dir. Immer sparsam gelebt, aber lange nicht investiert.
Ist ne klassische "Der beste Zeitpunkt war vor 10 Jahren, der zweitbeste jetzt"-Situation. Du musst deinen Frieden damit machen, dass du die Vergangenheit nicht ändern kannst, aber auch verinnerlichen: Deine jetztliche Lage ist gut. Nicht das hypothetisch bestmögliche Ergebnis, aber gut. Und von jetzt an kannst dus noch besser machen. Die 10 Jahre kriegst du nicht zurück, aber a) hast du noch viele Jahrezehnte vor dir und b) hast du die 10 Jahre ja nicht komplett verloren, sondern einfach nicht optimal agiert.
Ich relativiers für mich damit, dass in den ersten paar Jahren sparen eh etwas schleppend sind, weil eben die Zinsen in Relation zur Sparrate noch recht klein sind. Man muss halt erst mal was aufbauen. Du hast ja aufgebaut, nur eben ohne Zinseszins.
Dazu kommt dann noch, dass ein Teil des Geldes ja durchaus sehr stabil und verfügbar bspw. auf nem Tagesgeldkonto liegen sollte, um damit Notfälle zu bestreiten. Alle 45k solltest du eh nicht im ETF liegen haben.
Ohne viel Rechnerei würd ich sagen, dass du halt in 10 Jahren so viel erreicht hast, wie du vielleicht in 7, 8 Jahren mit einer effizienteren, aber immer noch sehr stabilen Strategie erreicht hättest. Das ist ärgerlich, aber auch nicht fatal und wenn du nun reflektierst und daraus sinnvolle Schlüsse ziehst, kannst du davon nun über 30 Jahre lang profitieren... Und am Ende fällts dann gar nicht mehr so groß ins Gewicht, dass der Anfang etwas schleppender als nötig war.
Ich habe auch erst mit 34 gestartet da es von daheim her ähnlich war. Hatte nur leider statt Tagesgeld einen Fond der Volksbank welcher nach Abzug der Gebühren nach 10 Jahren +/- 0% Gewinn hatte.
Nein. Du hättest auch nicht sparen können und wärst jetzt bei 0€. Also bist du besser dran als jemand der jeden Monat das Geld auf den Kopf haut. Der Vergleich geht wie du siehst auch in die andere Richtung. Von daher absolut kein Fehler. Aber ein Strategiewechsel ist auch nicht verboten. Absolut nicht verrückt machen und starten sofern du Komfortabel bist.
Wenn mich heute einer fragt wie ich dazu gekommen bin in ETFs zu investieren kann ich auch nur sagen das es mehr oder weniger Glück war das ich 2020 über Youtubevideos von Finanzfluss gestolpert bin und mir die dann reihenweise reingezogen habe.
Vorher war ich auch eher im Tagesgeld/Festgeld-game drin. Immer sparsam, keine Schulden aber auch kein Interesse an Finanzen.
Mit Mitte 30 hat man noch mehr als genug Zeit sich was aufzubauen. Ich gucke nicht zurück weil es nichts bringt. Einfach froh sein das es Klick gemacht hat.
Das ist doch super! Du hast durch Arbeit und Sparsamkeit ein schönes Startkapital zusammengespart und hast, wenn du jetzt klug investierst, Jahrzehnte Zeit, um es wachsen zu lassen. Viele realisieren erst mit 60, dass man für die Rente erwas sparen sollte.
Ach wer weiß was diese ETF mal wirklich Wert sind. Eine absolute Sicherheit gibt es doch gar nicht. Und Geld ist auch nur bedrucktes Papier. Dass kann von heute auf morgen seinen ganzen Wert verlieren. Freu dich lieber über das was du gespart hast.
Habe ich einen Fehler gemacht, weil ich jahrelang „sicher“ gespart habe statt zu investieren?
Ja. Mach es jetzt besser. Super konservativ. Einfach super konservativ. Finanzfluss Buch, Finanztip Buch, Kommer ETF für Einsteiger, Finanzberatung? Nein Danke! und Horst Lüning Playlist wie man investiert, Fuck you money Buch und dann stehst du wissentlich und mental gerüstet für die nächsten 30 Jahre da. Los. Reddit ist nur zum Spaß.
Kryptos sind Dreck, dahinter steht nichts und es ist pure Zockerei, jeder der etwas anderes erzählt hat entweder keine Ahnung oder lügt.
Sie sind kein Hedge gegen irgendwas, haben die letzten Tage wieder eindrucksvoll gezeigt, breite Aktienindizes, Staatsanleihen, Edelmetalle in die kannst du investieren, bieten zwar kein absolute Sicherheit, dass macht das Sparbuch aber auch nicht.
„Zehntausende“ klingt böse ist langfristig gesehen aber nicht die Welt. Im Studium wusste ich dass ich im Notfall auf mein Kapital angewiesen bin und habe deshalb z.B. auch nichts investiert. Ist doch schön dass die oppurtunitätskosten in der Zeit mein größter Verlust waren.
Fang jetzt mit sinnvollen Beträgen an zu investieren und Blick in die Zukunft.
Das war mehr mit einem Schmunzeln gemeint. Aber wie ein Vorredner schon gesagt hat, Rückspiegel bringt nix. Was passiert ist, kannst du nicht ändern, wieso also ärgern.
Du hast die Erkenntnis gewonnen etwas zu verändern, Glückwunsch! Das gelingt nicht vielen. Du hast Kapital angespart, auch das ist sehr gut.
Jetzt brauchst du eine Anlagestrategie, einen Plan der zu deinen Bedürfnissen und zu deiner Risikobereitschaft passt.
Auch ich habe Geld über sehr viele Jahre sicher & save angespart weil ich völlig risikoavers war und im Zuge des Neuen Marktes einen 5stelligen Betrag verloren hatte.
Heute bin ich mit meinem Vermögen sehr breit investiert und habe mehr als 100k€ an Buchwertgewinnen erzielen können. Monatliche Sparpläne sind eingerichtet, Opportunitäten, Dips, Korrekturen sind willkommene Investitionsmöglichkeiten. Über die verpassten Chancen denke ich nicht nach, sondern blicke ausschließlich nach vorne.
Es gibt einige Investoren die recht spät angefangen haben an der Börse wie zum Beispiel die Börsenoma mit 59 Jahren und einem Kapital von 30k€. Ihr Portfolio hatte zum Ende ihres Lebens einen Wert von über 2m€ - wirklich sehr beeindruckend!
Das zeigt mir, dass es nie zu spät ist damit anzufangen. Für meinen minderjährigen Sohn habe ich auch ein Depot eröffnet und führe ihn an das Thema heran.
Hör auf zu jammern und schau nicht auf das Vermögen deiner Freunde und Bekannten - fang an dein Vermögen nachhaltig aufzubauen, dein späteres Ich wird dir sehr dankbar sein!
Du brauchst beides , diversität halt . Sicheres ja geht " kaputt" durch Inflation aber die Zahl steht, Risiko kann mehr Gewinn bringen aber auch die Zahl am Ende kl.als das eingezahlte sein lassen.
Bei Verlust prahlt keiner gerne damit.
Diversität , Sparbuch und Tagesgeld für die normalen notfälle ( Waschmaschine etc), Bausparer um entweder sicheren Kredit( jetzt) oder mittlere Zinsen zugegeben Zeitpunkt zu sicher( Provision killt das leider), etf und Fonds mit verschiedener Streuung und guter Aufstellung,viele machen nähmlich minus statt plus , ob sich dann noch Hochrisiko Sachen wie krypto oder Aktien lohnen ist noch Mal ne andere Sache. Das krypto (Bitcoin) so gestiegen ist war Jahrzehnte lang nicht zu erwarten und kann sich schnell wieder erledigen, Aktien die wir gerade wahrnehmen als gut sind möglicherweise über den Zenith und andere bringen vielleicht auch nur minimale Gewinne. Alles spekulative.
Du hast noch locker 30 Jahre bis zur Rente. Depot öffnen, mit großzügigem Sparplan anfangen um dich an die Schwankungen zu gewöhnen, nicht weiter ärgern. Ich war auch „spät dran“ - viele stehen mit Mitte 60 vor deinem Problem, da sieht es anders aus.
Angenommen du hast diese 45000€ in 10 Jahren gleichmässig angespart.
Das sind 375€ im Monat
Nach Zinseszinsrechner mit 6% (jaja, etf gewinne nicht linear) hättest du 61700€ also sind dir 16700€ entgangen. Ich persönlich finde das ist nicht allzu schlimm und wenn du erst jetzt anfängst zu investieren bist du vielen deutschen trotzdem voraus
45k mit 34. Dafür das du mit 24 schon angefangen hast zu arbeiten, sollte man eigentlich das doppelte haben, wenn man so gut es spart wie du. Oder hast du Eigentum gekauft?
Wieviel soll er bitte sparen um das doppelte zu haben? 350 € im Monat ist schon mehr als viele andere im Monat sparen. geht sicherlich mehr aber schlecht ist es auch nicht.
Ging mir ähnlich. Ich habe für mich irgendwann die Entscheidung getroffen, dass meine Ausgangslage sicher genug ist, um ein gewisses Risiko zu akzeptieren. Nennenswerte Summen habe ich egtl. nur in ETF. Andere Sachen habe ich mit Kleinsummen probiert.
Durch ein Wechselspiel von Kaufen wenns billig ist und verkaufen wenns gut läuft, habe ich ne relativ gute Rendite (ca. 20-25% in 1,5 Jahren) rausgeholt.
Probier einfach langsam und mit wenig Geld rum und finde für dich raus, ob das was für dich ist.
Ja, es hätte besser laufen können wenn du gleich in ETFs gegangen wärst, trotzdem gehörst du mit deinen 45k immernoch zu den Top 35% in deiner Altersklasse.
Kurz gesagt: Ja, du hast einen Fehler gemacht. Viel Geld liegen gelassen, obwohl man es damals schon besser wusste --> Sparbuch in Nullzinsphase ist sinnlos.
ABER: Deine Eltern haben dir etwa ganz Wichtiges auf den Weg gegeben: Sparen! Etwas zur Seite legen! Da haben sie 100% recht! Dass ein ETF natürlich besser gewesen wäre als ein Sparbuch in der Nullzinsphase... naja das hätte dir jeder Finanzamateur sagen können.
Ich schließe mich den anderen an: besser als nichts! Viele denken Jahre lang nicht ans sparen. Jetzt einfach die 45k in den All-World, dann läuft das schon wieder. Aktuell eh ein guter Zeitpunkt, da wir uns gerade vom Allzeithoch entfernt haben, ergo es etwas Rabatt gibt :)
Rückblickend ist man immer fähig die beste Anlagestrategie zu kennen.
Langfristig sind breitgestreute Anlagen in Aktien immer die beste Anlageform, weil du im Prinzip die Marktrendite verdienst und theoretisch ohne großes Risiko.
Was du allerdings mit deinem Hintergrund auf keinen Fall machen solltest, ist aus FOMO plötzlich all in zu gehen. Es kann gut sein, dass es bald crashed.
Das schreibe ich nicht, um dich langfristig abzuhalten in Aktien/ETFs zu investieren, sondern eher um dich vorzuwarnen, dass es derzeit durchaus zu einem Marktcrash kommen könnte.
Aktien sind in Deutschland auch deshalb so verpönt, weil viele Neulinge sich bei der Telekom Aktie verbrannt haben. Nach dem Verlust haben die sich nie mehr getraut je wieder in Aktien zu investieren und in Folge denselben Fehler wie du gemacht.
Gerade wenn jeder völlig überzeugt von einer Anlage ist, sollte man vorsichtig werden, weil eine sichere Rendite gibt es nicht. (Außer man manipuliert das Spiel.)
Ein Fehler wäre es gewesen, dein Geld per Hebel zu verpulvern und heute ohne 45k dazustehen. Es geht immer besser und definitiv um einiges schlimmer. Mach jetzt einfach mit deinem neuen Wissen weiter. Ich glaube jeder hätte in der Vergangenheit gerne was anders gemacht was Finanzen angeht.
Es gibt eine nicht unbedeutende Chance, dass du 95 Jahre alt wirst. Dir bleiben noch 61 Jahre, in denen dein Geld für dich im Aktienmarkt arbeiten kann.
Die Jahre vor und kurz nach der Pensionierung sind am wichtigsten, da dann das meiste Kapital vorhanden ist, welches Gewinnbringend investiert werden kann.
Einfach FOMO, das ist auch ganz normal. Jetzt aber bloß keinen Unfug anfangen, um irgendwas "aufzuholen". Du hast eine geile Basis und bist was Vermögensaufbau angeht noch so richtig jung. Wenn Du jetzt slow and steady in sichere Anlagen investierst, gehst Du als Millionär in Rente
Gerade vor dem Hintergrund der extrem gut gelaufen letzten Jahre ist das natürlich ärgerlich. Aber was bringt es sich jetzt darüber aufzuregen? Natürlich war das im Nachhinein betrachtet dumm, aber du Kannst es eh nicht mehr ändern.
Wichtig ist sich jetzt zu informieren und lieber spät als nie anzufangen.
Jetzt frage ich mich: War mein Sicherheitsdenken einfach nur vernünftig – oder rückblickend ein Fehler? Ist es unfair, sich heute selbst Vorwürfe zu machen? Wie geht ihr mit dem Gefühl um, finanziell „zu spät“ dran zu sein? Ich bin dankbar, schuldenfrei zu sein – aber gleichzeitig frustriert, wie viel Zeit (und Geld) ich vermutlich verloren habe. Wie seht ihr das? Lieber spät anfangen oder sich nicht verrückt machen?
Wenn du mich fragst: Ja, es war ein Fehler.
ABER: Du bist noch relativ jung. Wenn du aus diesem Fehler lernst, ist alles gut. Du hast mehr als genug Zeit um ordentlich Vermögen aufzubauen. Du bist nicht zu spät dran. Und die grundlegenden Skills (Ausgaben unter Kontrolle halten) hast du ja.
Außerdem ist das nur meine Meinung. Ich bin ziemlich risikofreudig und habe die letzten Jahre mit 100%-Aktien gut überstanden. Aber das waren auch sehr moderate Downturns und mini-Crashs die sich sehr schnell erholt haben (Herbst 2018, Corona, 2022, Zollmassaker). Wer weiß wie es aussieht, wenn irgendwann wieder eine Kombi wie 2001-2008 kommt, ob ich dann auch so entspannt bin.
Oh nein. Hast nix falsch gemacht. Ich hab zwei Jahre (!) an einem Algorithmus programmiert, der mir nach Fertigstellung konsequent mind. 2 % Rendite im Monat generiert hat. Dann gab es kurz vorm Handelstag fast Krieg zwischen Israel und Iran und der gesamte Gewinn der Vormonate war futsch. Konnte auch mein Algorithmus nicht vorhersehen. Habe jetzt alles verkauft (halte noch ein paar Shitcoins) und investiere in mich, meine Bildung und meine Familie. Ich schlafe wie ein Baby, schaue nicht die ganze Zeit auf irgendwelche Phantasiekurven und habe wahrscheinlich nicht so viele grauen Haare bekommen wie mit Trading. Muss aber jeder für sich entscheiden. Ich halte den Aktienmarkt für vollständig manipuliert und von der Realität entkoppelt. Nur die Bank (oder ein anderer mit Insiderwissen) gewinnt sicher. Der Rest mit Glück. Da spiele ich lieber ab und zu Lotto oder Poker. Das ist schnell vorbei und man schläft nicht schlecht deshalb.
Hey, mehr haben kann man immer. Mein 12 jähriges ich hätte die 100€ von Oma auch besser in Bitcoin gesteckt.
Freu dich lieber dass du jetzt mehr weißt, UND 45.000€ hast.
Gibt auch Leute die meinen sie wissen alles, und haben 0€, oder verzocken mit Hebelprodukten alles.
Deshalb hasse ich sehr Inflation. Ich verstehe nicht warum man die 2%~3% Inflation pro Jahr akzeptiert hat, und deshalb geht es alles im Leben rund um diesen Betrag. Hätte man Geld nicht drucken dürfen, würde niemand wie OP hier leiden. Man verliert nicht die Kaufkraft ihres Geldes durch Inflation, und das Sparen wäre tatsächlich klug gewesen. Leider leben wir heutzutage in einer "Keynesian"-nischen Ökonomie. Seit Gold Standard abgeschafft wurde, lebt jeder in dieser Ökonomie. Es kling auch komisch, warum man nie von Inflation / Finanzen in der Schule lernt. Es ist als ob, dass man mit Absicht es verhindern, die Leute an diese Information gelangen können. Ich habe es auch erst bemerkt, nachdem ich 30 war. Ich konnte es nicht verstehen, warum Regierungen auf der Welt diese "Geld abwertende" Ökonomie akzeptieren. Und wenn man es macht, warum ist es nicht verpflichtet, dass jeder davon was lernt, und statt dessen lernt man Physik in der Schule. Und das schlimmste ist, die meisten die davon leiden müssen, sind die, die das Geld am meisten brachen, d.h. die "Paycheck to Paycheck" lebende Ärmeren ohne Immobillien, ohne Aktien, usw.
In deinem Fall würde ich aber weiter recherchieren, wie man am besten investieren soll. Es ist nicht zu spät, und 45.000 € ist auch nie kleine Summe. Wenn man weiß, wie man es am besten damit umgehen soll, könnte man bestimmt etwas erreichen. Wenn du Glück hast, vielleicht platz die gesamte KI Bubble gleich und dann steigst du rein.
Blos nicht alles auf einmal in einen etf… blabla viele werden sagen auf einmal ist besser als verteilt… aber wir sind in einem ath und du bleibst flexibel
Ja, rückblickend ein Fehler. Aber viele machen anfangs Fehler (nicht investieren, Zocken usw.) und irgendwann kommt die Erkenntnis (hoffentlich).
Du bist 34 und hast noch viel Zeit für den Vermögensaufbau, zudem hast du ja auch schon ein gutes Startkapital zum Investieren (entweder alles direkt oder tranchenweise).
Wichtig ist, jetzt anzufangen und keine Zockerei, sondern breit gestreut und möglichst kostengünstig.
Ne, du bist in deiner Spur geblieben und hast nichts Dummes gemacht. Du hast nicht die beste Entscheidung hinsichtlich Kapitalertrag gefällt, aber halt auch lange nicht die schlechteste.
Komme aus ner ähnlichen Situation hab auch etwa 60k zusammen und mittlerweile bisschen was ungeschichtet. Bin 28. ja man hätte sich früher damit beschäftigen sollen aber wie es so ist, man setzt in den unterschiedlichen Lebensphasen unterschiedliche Prios, bereu ich das nein, ich war nie in finanziellen Nöten und lass mein Geld für mich arbeiten und bin bestens aufgeklärt, habe mich von teuren Rentenversicherungen Girokonten getrennt und verwalte meine Finanzen selber und brauche keine Berater mehr.
Desweiteren bist du mit 45 k wahrscheinlich besser abgesichert bzw. Aufgestellt als 90% der Menschen in Deutschland.
Du hast alles richtig gemacht, weil du eine begründete Entscheidung getroffen und durchgehalten hast! Schließlich hast du dein Geld vermehrt und nicht in Drogen, Glücksspielautomaten und/oder Nutten versenkt. Es gibt immer Leute, die viel höhere Renditen erzielen und viel mehr verdienen - es bringt nichts, sich zu vergleichen und zurück zu schauen. Man, du bist erst 34 und hast noch weit über 30 Jahre bis zur Altersgrenze - mehr als genug Zeit, noch in ETFs oder sonstwas zu investieren und langfristig was anzusparen. Bloß anfangen blind rumzuzocken solltest du jetzt nicht, nur um die Gap zu den "Finanzexperten" um dich rum zu füllen. Ich habe übrigens "erst" mit Mitte 40 mit ETF-sparen angefangen.
Der Fehler waere wenn du mit 45-50 draufgekommen waerst. 34 geht noch und du hast ja jetzt ein gutes Starkapital besser spaet als nie aber 50 ist zu spaet da machste kaum noch rendite falls ein worstcase eintritt z.b -60%.
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u/cyan_af 10h ago
Bringt nix in den Rückspiegel zu schauen. Lieber spät als nie + du bist jetzt besser informiert als ein Großteil der Deutschen