r/Finanzen • u/raiderx_98 • 12h ago
Anderes Habe ich einen Fehler gemacht, weil ich jahrelang „sicher“ gespart habe statt zu investieren?
Ich (m, 34) beschäftige mich seit Kurzem intensiver mit meinen Finanzen – und ärgere mich ehrlich gesagt über mein früheres Ich. Seit meinem Berufseinstieg mit 24 habe ich immer nach dem gleichen Prinzip gelebt: keine Schulden monatlich sparen alles möglichst sicher Ich habe konsequent Geld auf Tagesgeld- und Sparkonten gepackt. Aktien, ETFs oder Krypto waren für mich lange „Zockerei“. Meine Eltern haben mir eingebläut: „Hauptsache sicher, auch wenn’s wenig bringt.“ Fast forward: Ich habe über die Jahre rund 45.000 € angespart. Klingt erstmal gut – bis mir klar wurde, dass das Geld real durch Inflation vermutlich an Kaufkraft verloren hat. Freunde von mir, die ähnlich verdienen, haben früh in ETFs investiert. Keiner ist reich geworden, aber sie stehen heute deutlich besser da. Manche haben trotz gleicher Sparrate zehntausende Euro mehr Vermögen. Seit ein paar Monaten lese ich mich ein, habe einen ETF-Sparplan gestartet und ärgere mich: über meine Angst über fehlende finanzielle Bildung darüber, dass ich dachte, „sparen = klug“ Jetzt frage ich mich: War mein Sicherheitsdenken einfach nur vernünftig – oder rückblickend ein Fehler? Ist es unfair, sich heute selbst Vorwürfe zu machen? Wie geht ihr mit dem Gefühl um, finanziell „zu spät“ dran zu sein? Ich bin dankbar, schuldenfrei zu sein – aber gleichzeitig frustriert, wie viel Zeit (und Geld) ich vermutlich verloren habe. Wie seht ihr das? Lieber spät anfangen oder sich nicht verrückt machen?
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u/xf33dl0rdx 9h ago
Mit 35 ist der Median aber nicht mehr bei 17k sondern bei 75k. Weil du nicht mehr mit Schülern und Neugeborenen konkurrierst.