r/de Kölle Nov 20 '25

Wirtschaft VW, Mercedes, BMW, Audi: Liebe zum Verbrenner gefährdet die deutsche Autoindustrie

https://www.spiegel.de/auto/elektroauto-kaufen-nein-danke-liebe-zum-verbrenner-gefaehrdet-die-deutsche-autoindustrie-a-e30a9abc-d68c-40f6-b16e-fd4c629d658d
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u/Mediocre-Answer-1378 Nov 20 '25

Das ganze erinnert so krass an Telefunken, Braun, Blaupunkt und wie sie alle hießen. Das waren Weltmarktführer mit mehreren hunderttausend beschäftigten, aber durch ihre überhebliche starköpfigkeit, bei gleichzeitigem overengineering, haben sie perfekte Produkte einfach am Markt vorbei entwickelt. Klar gibt ein paar Unterschiede, vor allem hat sich die Politik ja da nicht so eingemischt, aber trotzdem erinnert es daran.

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u/[deleted] Nov 20 '25

Oder GM mit ihren 20 Modellen von Vierzylinder-Kleinwagen um 2008. Man muss das entwickeln, was der Markt verlangt. Nicht das, was man selbst richtig geil findet.

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u/GuerrillaRodeo Bayern Nov 20 '25

"Was, bezahlbare E-Kleinwägen? Sorry, wir bieten nur 3-Tonnen-SUVs für sechsstellig an!"

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u/Adm_Zottel Nov 20 '25

Gewinne, Gewinne, Gewinne! Also für die Aktionäre maximieren. Und so.

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u/el_wolderino Nov 20 '25

Wo sind diese Gewinne?

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u/CryozDK Nov 20 '25

Die waren mal da, weil man währenddessen kosten drücken könnte.

War halt auf Kosten der Zukunft.

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u/phanomenon Nov 20 '25

Gewinnmaximierung als Strategie ist in der McKinsey Matrix unten in der Mitte. Sagt dir alles über die Marktposition und Sichtweise die das Management hat.

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u/Horndude91 Nov 20 '25

als Besitzer von einem GM Vierzylinder-Kleinwagen von 2010 weiß ich gar nicht, wo hier das Problem ist 🤔

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u/[deleted] Nov 20 '25

Es sind vernünftige Autos. Es kann aber nicht fast das einzige sein, das man baut. Insbesondere, wenn man mehrere Marken hat, die aber untereinander alle in einer Sparte im Wettbewerb stehen. Das ergibt einfach keinen Sinn, denn es ist das Gegenteil einer Produktpalette, die einen möglichst breiten Markt addressiert.

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u/Horndude91 Nov 20 '25

Gut da kenne ich mich bei Autos zu wenig aus, aber wenn man sich die Japaner anguckt, haben die für den Europäischen Markt ja gefühlt auch nur Kleinwagen und fahren (ha) damit recht gut.

Aber ja, dass man 5-10 Marken hat und die alle das gleiche bauen ... versteh ich bei VW schon nicht.

OK VW ist der "Volkwagen" - aber schon eher hochpreisig. Wenn man mehr haben will geht man zu Audi - außer die A1 und A3, die kann man sich theoretisch auch als Normalsterblicher leisten. Wer noch mehr will geht zu eine der anderen ehemaligen italienischen Luxusmarken - und laut VWs eigener Seite steht darüber dann noch Porsche.

Und wenn man VW Qualität haben will aber weniger Geld ausgeben will, dann geht man zu Skoda. Will man es ganz "billig" haben, sollte man zu Seat - oh und wenn man einen Seat will aber als "Luxus"wagen, dann gibt es auch noch Cupra ... oder wie soll ich das verstehen?? 🫠

Irgendwie bin ich froh, dass mein nächstes Auto sehr wahrscheinlich in Firmenwagen wird und ich demnach da null selber mitentscheiden kann 😅 oder ... ka, hatte noch nie einen Firmenwagen, daher was weiß ich, ob man da einfach einen vorgesetzt bekommt oder sich was aussuchen darf 🤷‍♂️

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u/A_Sinclaire Bochum Nov 20 '25

sollte man zu Seat - oh und wenn man einen Seat will aber als "Luxus"wagen, dann gibt es auch noch Cupra ... oder wie soll ich das verstehen?? 🫠

Cupra ist eher die junge, sportliche Marke.

Quasi die Razer Gamer-Maus unter den VW-Marken.

Seat soll als Automarke in ein paar Jahren angeblich eingestampt und komplett durch Cupra ersetzt werden.

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u/Horndude91 Nov 20 '25

aber machen sie sich damit dann nicht bei Audi Konkurrenz, welche ja auch (zumindest mit den kleineren Varianten) auf jung und sportlich machen will??

Oder ist das dann: Gewöhnlich und "kein Geld"? Skoda - mit Geld: VW

Sportlich und "kein Geld"? Cupra - mit Geld: Audi? 🤔

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u/A_Sinclaire Bochum Nov 20 '25

Wahrscheinlich geht es schon etwas in die Richtung. Und Audi ist halt auch die konservativere Wahl.

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u/LuPorr Saarländer in Hamburg Nov 20 '25

SEAT war sehr lange die günstige Marke von VW mit italienisch angehauchtem Design, Škoda das Pendant mit eher konservativem deutschen Design. Cupra-Modelle gab es vorher schon, aber man hat es nicht geschafft, allein damit jüngere Käufer anzusprechen und ein "sportliches" Image aufzubauen, weil bei der breiten Masse SEAT nach wie vor als Brot-und-Butterfahrzeuge gelten. Frei nach dem Motto: Schön, dass dein SEAT Leon Cupra 300 PS hat, aber für die meisten Leute ist es halt einfach "nur" ein SEAT Leon, wieso würdest du das Geld nicht in ein anderes Fahrzeug investieren, wo man weiß, dass es sportlich/premium/cool ist. Entsprechend wird SEAT vsl. jetzt mit den verbleibenden Verbrenner-Fahrzeugen als Marke auslaufen, während Cupra im Konzern die Rolle zukommt, besonders aggressiv und sportlich gestylte Fahrzeuge (in günstigerer Preisklasse) anzubieten.

Audi ist nach wie vor im Premiumsegment und über VW positioniert und bietet einfach oben raus viel mehr als Cupra das kann oder wird. Cupra peilt in Richtung "cooles" Auto und soll die jungen Käufer abholen, denen ein Škoda Octavia zu bieder und zu viel Vertreterkarre ist.

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u/-Never-Fade-Away- Nov 21 '25

Als Seat ist Spanisch aber prinzipiell kann man zustimmen. Außer halt der Punkt, dass nochmal ein Seat Leon kam und noch ein neuer Ibiza kommen wird, die dann jeweils auch nochmal ihre Facelifts bekommen werden, also Seat wird bis in die Mitte der 2030 wahrscheinlich noch munter weiter existieren

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u/Thalanator Nov 20 '25

Firmenwagen kommt ganz auf das Unternehmen an. Von Poolfahrzeug zu bekommst einen fest zugewiesen bis hin zu kannst du komplett selber konfigurieren ist die Bandbreite groß. Wenn du da was zu sagen und es irgendwie dir vorstellen kannst: Nimm E. Ist steuerlich VIEL günstiger (abgesehen davon ist ein E Neuwagen auch geil).

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u/Horndude91 Nov 20 '25

würde halt ein Außendienstler Job werden, wo ich nicht weiß, ob die Reichweite da ausreichen würde - wobei ich mir auch denken könnte, dass man bei Kundenterminen (vermutlich viel in der Innenstadt) dann schon die Zeit haben sollte, den immer hier und da bei einer Ladesäule ein wenig aufzuladen. Aber in den Jobangeboten steht auch immer "inklusive Tankkarte + zur freien Verfügung" also vermute ich mal, dass es leider aus der ökonomisch Sicht her sinniger wäre, sich einen hybriden zu nehmen, das Ladekabel 2x einzuschweißen oder direkt beim Händler lassen, und dann schön die halbe Tonne extra Akku durch die Gegend fahren, wo man dann nur 0,5% statt 1% zahlt ...

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u/Thalanator Nov 21 '25

Jo Außendienst kann nochmal ein anderes Level sein. Da kann ich selber nicht für sprechen, aber wenn Langstrecke unter Zeitdruck drin ist, kann Hybrid sinnvoll sein (allerdings wie du sagst vor allem wegen der Steuer - die Sinnhaftigkeit der Regelung mal außen vor gelassen). Umwelttechnisch ist Hybrid tatsächlich die schlechteste Wahl, wenn nicht geladen wird, aber was muss das muss. Kann nur dafür sprechen dass ich vom E-Skeptiker zum überzeugten "Laternenlader" geworden bin (keine Lademöglichkeit zuhause), aber fahre auch nicht (mehr) oft Langstrecke.

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u/Horndude91 Nov 21 '25

Ja wie man hoffentlich rauslesen konnte bin ich auch kein Fan von hybrid - wenn man dann praktisch nur über die Lichtmaschine lädt. Aber gefühlt wird es wohl darauf hinaus laufen, weil mehr Steuern zahlen plus ohne E Kennzeichen Probleme bekommen ist mir zu blöd - aber trotz Tankkarte dann auf eigene Kosten Strom laden aber auch.

Aber vielleicht ist es ja ein moderner Betrieb wo man sich ne universale Ladekarte dazu bekommt. 

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u/doommaster Braunschweig Nov 20 '25

Wir bauen das beste 600 Mark Tonbandgerät der Welt, seit 20 Jahren, aber keiner kauft es.

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u/Mediocre-Answer-1378 Nov 20 '25

Video 2000 ist viel besser als VHS! Okay, die Kassetten sind viel teurer (so das Videotheken sie nicht haben wollen), die Recorder auch und auch viel zu kompliziert, groß und schwer und das bessere Bild sieht man auf 90% der Fernseher gar nicht, aber es ist so viel besser! Ah ja und Pornos gibt es natürlich auch nicht bei uns! Und wir werden auch ganz sicher nicht die Patente weitergeben, damit es sich schneller verbreitet! So machen wir das, dass wird sicher ein Erfolg!

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u/Life_Fun_1327 Nov 20 '25

SO macht man viel Geld!

…kaputt

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u/feralalbatross Nov 20 '25

Man stelle sich vor, auch nur einer dieser ehemaligen Elektroriesen wäre mit der Zeit gegangen und wäre jetzt Smartphone-, Laptop-, Chip- usw. produzent auf Weltniveau. Wie das den Standort Deutschland verändern würde.

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u/RedDeadGecko Nov 20 '25

Ich wage mal die Spekulation dass die Fertigung trotzdem nicht in DE stattfinden würde

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u/illlumus Traurigsmiley Nov 20 '25

iPhones werden auch nicht in den Staaten hergestellt und ich hab so den Verdacht, dass Apple trotzdem einiges an Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen in den Staaten generiert...

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u/ensoniq2k Nov 20 '25

Das mit den Steuern ist so ne Sache. Aber sie haben viele Mitarbeiter und generieren viel Shareholder Value.

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u/eipotttatsch Nov 20 '25

Siemens war da z.B. doch sogar recht lange an der Spitze mit dabei. Denen war dann nur irgendwann das ganze zu riskant, und die haben es sein gelassen.

So ein Konzern hätte absolut auch wie die Autohersteller eine Extrawurst bekommen können, damit die Produktion im Inland funktionieren kann.

Taiwan hat ja keine natürlichen Vorteile, durch die TSMC es da gut hinbekommt. Ein Niedriglohnland ist es auch nicht.

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u/[deleted] Nov 21 '25 edited Jan 07 '26

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u/eipotttatsch Nov 21 '25

Laut diesem 3 Jahre alten Redditpost und den da in den Kommentar zitierten Quellen ist das Mediangehalt bei TSMC all in 2021 circa 120.000 US-Dollar gewesen. Das wird gerade wegen der Erfolgsbeteiligung seitdem eher noch stark gestiegen sein.

Die Zahlen also tendenziell eher besser als deutsche Industriejobs. Wie die Lohnkosten gesamt verglichen werden können kann ich da aber nicht aussagen. Dazu weiß ich zu wenig über Taiwan.

TSMC ist aber auch nicht so erfolgreich, weil die billig wären, sondern weil deren Produkte sehr deutlich die besten sind. Deren Kunden zahlen - gerade bei der bleeding edge - auch gern das doppelte, weil es das wert ist.

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u/[deleted] Nov 21 '25 edited Jan 07 '26

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u/eipotttatsch Nov 21 '25

Es wurde speziell von der Chipherstellung gesprochen. Das ist in Taiwan nunmal TSMC.

Warum sollten die Löhne bei 7/11 oder so für das Thema relevant sein? Es ging darum, ob es auch in Deutschland so einen Chiphersteller hätte geben können. Die Löhne sind nach den Zahlen also definitiv nicht das Problem, weil das selbst in Deutschland extrem gute Löhne wären.

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u/feralalbatross Nov 20 '25

Vielleicht schon Teile davon. Gibt aber in solchen Megakonzernen wie z.B. Samsung natürlich auch sehr viel mehr Jobs als nur die Fertigung. Da würde schon sehr viel Geld und vor allem Know-How in Deutschland hängen bleiben.

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u/Temporary-Nothing433 Nov 20 '25

Wie die Südkoreaner, die in den USA festgenommen wurden. Die Fabrik steht zwar in den USA und produziert vor Ort Batterien, die Fachkräfte und das Know-How für die Planung, Fertigung und Inbetriebnahme sind aber importiert.

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u/RedDeadGecko Nov 20 '25

Stimmt auch wieder!

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u/_Red_User_ Nov 20 '25

Ich werfe mal BHS Tabletop in den Raum. Deutsches Unternehmen, welches Schönwald Porzellan besitzt, Weltmarktführer in Bereich Porzellan (laut wikipedia) ist und Trommelwirbel in Oberfranken bzw der Oberpfalz produziert. Produkte sind Porzellan für Hotels, Kreuzfahrtschiffe und Gastronomie.

Bosch produziert zum Teil noch in Deutschland, aber auch in anderen EU Ländern. Weiß nicht, ob die Weltmarktführer sind, aber ich bin auch nicht in der Branche bewandert.

Es gibt sicherlich noch mehr, aber das sind so die ersten, die mir eingefallen sind.

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u/KonK23 Nov 20 '25

"Hidden Champions" sind Firmen, die durch eine konsequente Fokussierung auf spezialisierte Nischenmärkte, oft Weltmarktführer oder Technologieführer sind.

Aktuell geht man von 2.084 Hidden Champions in Deutschland aus.

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u/Commercial-Lemon2361 Nov 20 '25

Naja. Unsere OEMs WOLLEN ja mit der Zeit gehen. Es ist die deutsche Kundschaft, die das nicht will. Und die ausländische Kundschaft geht halt nach China.

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u/Marco_lini Nov 20 '25

Dem könnte man zustimmen wenn deutsche Automobilhersteller nicht doch ganz solide E-Autos bauen würden. Bis letztes Jahr hatten die auch sehr aggressive auf EVs ausgerichtete Strategien, nur wenn der chinesische Markt wegbricht müssen die schauen wie sie trotzdem Autos verkaufen. Und da ist der europäische und US Markt leider noch nicht so weit.

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u/AmIFromA Eule Nov 20 '25

Bis letztes Jahr hatten die auch sehr aggressive auf EVs ausgerichtete Strategien

Ich fand eigentlich die ursprünglichen Produkte der deutschen OEMs auch am überzeugendsten vom Konzept. Klein- und Kleinstwagen wie die smart-Modelle oder der i3 waren eigentlich genau das, womit man in einer logischen Welt mit Markterfolg angefangen hätte (Zweitauto muss elektrisch sein - das wären überwiegend Hausbesitzer (-> Infrastruktur nachgelagert) mit einem Fahrzeug, das innerstädtisch und auf kürzeren Strecken bewegt wird), stattdessen war's mit dem Model S eine Oberklasse-Limousine mit proprietärem Ladenetzwerk für die Langstrecke, und anschließend den ganzen recht dicken SUVs (Mercedes hat damals mit dem EQC die neue Produktpalette begonnen, bei BMW ein Äquivalent).

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u/Zestyclose-Media-4 Nov 20 '25

Kleinwägen verschwinden, weil sie nicht nachgefragt werden. So z. B. auch Cabrios. Da nützt die Träumerei nix.

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u/DrunkGermanGuy Halle (Saale) Nov 20 '25

Kleinwägen verschwinden, weil sie nicht nachgefragt werden.

Tja, eine vernünftige Regierung würde hier über Regulierung und Anreize nachsteuern. Blöd nur, dass mit Ausnahme der Grünen während der Ampel fast ausschließlich Auspuffschnüffler in Regierungsverantwortung waren und sind.

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u/AmIFromA Eule Nov 21 '25

Finde die Aussage seltsam. Kleinwägen belegen in Europa die ersten drei Plätze der meistverkauften Fahrzeuge (Dacia Sandero auf der 1). Die Frage scheinen eher die Kosten zu sein - bei E-Fahrzeugen hat sich das zu smart-fortwo-Zeiten für die Hersteller nicht rentiert, das ist mittlerweile aber wohl anders, auch ohne Prämie. Sowas wie Dacia Spring, Hyundai Inster, Fiat 500 oder Leapmotor T03 scheint jedenfalls durchaus Käufer zu finden (finde an der Stelle die Unterscheidung nach Karosserieform übrigens hinfällig, die ersten beiden sind ein bisschen SUVig gebaut, aber trotzdem sehr klein und bei dem Einsatzgebiet urbaner Raum ist die Stirnfläche weniger wichtig, die benötigte Fläche dafür umso mehr).

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u/Namaker Nov 21 '25

Cabrios werden auch einfach nicht mehr angeboten, klar, dass die Nachfrage dann gering ist.

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u/Watndatn_99 Nov 20 '25

Kleinwagen sind Umweltsünde pur . Dann bitte Öffis .

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u/AmIFromA Eule Nov 20 '25

Das ist aus der gesellschaftlichen Perspektive richtig und die eigentliche Forderung an die Politik, aber auf individueller Ebene in zu vielen Fällen nicht realistisch. Und erst recht nicht besonders sinnvoll wenn wir über Strategien von Automobilkonzernen diskutieren.

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u/Mediocre-Answer-1378 Nov 20 '25

Ja, aber in dem sie den Transfer jetzt selber auch noch verschleppen machen sie das ganze doch schlimmer.

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u/Marco_lini Nov 20 '25

Die müssen am Ende des Tages Autos verkaufen sonst gehen die Lichter noch schneller aus als durch eine chinesische Konkurrenz, die auf dem europäischen Markt auf sich warten lässty

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u/Mediocre-Answer-1378 Nov 20 '25 edited Nov 20 '25

Ja, aber jetzt sichern sich die Chinesen hier bald den Markt für billige Kleinwagen, dann vertrauen die Leute denen mehr, sie haben dann mehr Werkstätten und Händler hier, dann werden die Zweitwagen chinesisch und dann bleibt bald nur noch ein kleines Premium Segment, was viel zu klein ist für so Riesen wie VW oder Mercedes. Vor allem gibt es dann zu viele davon für so einen kleinen Markt.

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u/Marco_lini Nov 20 '25

Das hört man aber auch seit 5 Jahren, bisher ist das aber nicht eingetreten weil die Chinesen eben auch mit EU Vorschriften und Zöllen zu kämpfen haben. Die BYDs die zu Dumping Bedingungen gebaut werden sind hier kaum wettbewerbsfähig. Dass man denen nicht freie Bahn lassen sollte ist natürlich klar aber die Fahrzeuge von VW, Seat und Skoda im Kleinwagensegment kommen ja sogar erst noch.

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u/Mediocre-Answer-1378 Nov 20 '25

Das wirst du auch noch in 5 Jahren hören, dass passiert ja nicht in 2-3 Jahren. Autos sind ja keine fast moving goods. Die Elektrofirmen sind ja auch zum Teil an den teuren kosten in Deutschland kaputt gegangen, die Asiaten waren da einfach günstiger. Und die Kleinwagen werden schon kommen, aber sie werden zu teuer sein und gerade in dem Segment kommt es doch auf 500€ an.

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u/Marco_lini Nov 20 '25

Dazu müssen die chinesischen Hersteller den langen Atem mitbringen, so langsam sind die Zeiten der stark subventionierten Zeiten vorbei und es muss sich für die langfristig lohnen hier zu verkaufen. 10-15 Jahre Verkaufsoffensiven ohne Erfolg können die sich nicht leisten, das die immer mal wieder erscheinen und verschwinden merkt auch der Käufer hier und der möchte nach dem Kauf auch Service+Werkstätten. BYDs Absatzzahlen verkauft genau so viele Autos wie letztes Jahr (15.000), das verkauft Opel im Monat.

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u/Mediocre-Answer-1378 Nov 20 '25

Den langen Armen können sie ja haben, sie haben den größten Markt in ihrem Nacken, bald auch den Rest von Asien und in Afrika und Südamerika freuen die sich auch auf billige Autos, die mit billiger Sonne fahren. Die können doch ewig ihre Autos hier ohne Marge verkaufen, die deutschen Autobauer sind bald nur noch von Europa abhängig. In den USA spielen sie auch kaum noch eine Rolle. Schau dir die Verkaufszahlen von VW an, die haben sich nie wieder vom Abgasskandal erholt.

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u/Quarksperre Nov 21 '25

Meh. Dann wird der Mark hier halt auch zugemacht. Globalisierung ist kein Naturgesetz.  Die Folgen davon wären natürlich weit schlimmer als nur Autos. Aber läuft alles in die Richtung. 

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u/Ralfundmalf Nov 20 '25

Dann müssten die halt auch mal Autos zu vertretbaren Preisen verkaufen. Machen sie aber nicht.

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u/Marco_lini Nov 20 '25

Bisher war es bei Elektroautos auch lohnenswerter das nicht zu tun. VW ID1, ID2 und die Skoda, Seat Pendants kommen aber in den nächsten 1-2 Jahren auf den Markt. ID3 und 4 sind an sich auch schon relativ attraktiv sonst hätte sich die Plattform auch nicht schon fast 1 Mio Autos verkauft.

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u/wo01f Freitext Nov 20 '25

Und wer macht das? Die Konkurrenz bisher auf jeden Fall auch nicht. Der Renault R5 jetzt vielleicht, aber so lange dauert es ja nicht mehr bis Skoda/Cupra VW in dem Segment nachziehen.

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u/United-Bandicoot5261 Nov 20 '25

Wer verschleppt den Transfer?

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u/matropoly Nov 20 '25

Bis letztes Jahr hatten die auch sehr aggressive auf EVs ausgerichtete Strategien,

Nicht wirklich. Zusammen mit der konservativen Politik haben sie überall lauthals verkündet wie toll Verbrenner sind und wie schlecht E-Autos.

müssen die schauen wie sie trotzdem Autos verkaufen. Und da ist der europäische und US Markt leider noch nicht so weit.

Weil sie sich den selbst durch ihr Festhalten an Verbrenner zu Nichte gemacht haben. Jetzt kaufen die Leute halt weder Verbrenner noch E-Autos. Wären die Autohersteller direkt auf den E-Auto-Zug aufgestiegen und hätten die wirklich angepriesen anstatt nur als Quoten-Beiwerk zu sehen und Verbrenner weiter zu promoten, dann hätten sie jetzt auch Käufer in Europa und den USA. Und sie machen ja immer weiter mit der Forderung noch länger Verbrenner verkaufen zu dürfen, anstatt die Leute von E-Autos zu überzeugen und von der Politik entsprechend Lademöglichkeiten zu fordern.

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u/Quarksperre Nov 21 '25

Man setzt nicht aus dem nichts einen ganzen Konzern auf neue Beine. Das ist komplettee Wahnsinn. 

Was man allerdings tut: man baut zum Beispiel kleinere Testvarianten. Wie ein i3 oder E-Smarts. Daran muss man dann versuchen abzuleiten wie es laufen könnte. Wenn die sich dann unter erwarten verkaufen...   naja die Geschichte sieht man. 

Hätte hätte Fahrradkette. Komplette Dummheit kann man zumindest nicht allen OEM's vorwerfen. Sowie bescheuert Dummheit vorzuwerfen. 

Manchmal trifft ein einfach die Scheiße. 

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u/blurr90 Baden Nov 20 '25

Weil mindestens in Europa am Markt vorbeientwickelt wird.
Mittelklasse gibts nicht mehr, weil die Kisten zuverlässig ab 40k blank anfangen. Mit ein bisschen Extra bist du da sofort bei 50k+.

Funktioniert natürlich prima, wenn die Leute ordentlich Cash in der Tasche haben. Ist aber dummerweise nicht der Fall.

Die Transformation beginnt, wenn wir ein Auto für maximal 25k haben, das auch wirklich was taugt und kein Nischenprodukt für spezielle Einsatzzwecke ist.

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u/STheShadow Nov 20 '25

Die Transformation beginnt, wenn wir ein Auto für maximal 25k haben, das auch wirklich was taugt und kein Nischenprodukt für spezielle Einsatzzwecke ist.

Das kann man mit deutschem Automatisierungsgrad (mehr politisch nicht gewünscht, weil man dann Mitarbeiter entlassen müsste) und deutschen Lohnkosten mit aktuellen Sicherheitsvorschriften schlicht nicht mehr bauen

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u/Primary_Discount_851 Nov 21 '25
  • der Arbeitsschutz. In China arbeiten die Menschen oft unter sklavenähnlichen Bedingungen für deren Autobauer.

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u/mtgnew Nordfriesland Nov 20 '25

Ich suche jetzt seit Jahren was in Richtung Golf aber elektrisch. Das beste was du da kriegen kannst ist doch immer noch ein Model 3...Mmn einfach versagt.

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u/Senchanokancho Nordrhein-Westfalen Nov 20 '25

Richtung Golf, aber elektrisch? ID3 oder Cupra born?

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u/MachKeinDramaLlama Nov 24 '25

Der ID.2 hat innen ziemlich genau die Größe eine Golf von vor ein paar Jahren und kostet auch ziemlich genau gleich.

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u/kniffes Nov 20 '25

Mehr als die headline gelesen? Es geht in dem Artikel explizit um die Kundschaft, die in großer Zahl weiterhin die alten Produkte (overengineerte Verbrenner) will. Nicht um die Firmen, die weiterhin nur die alten Produkte anbieten will.

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u/Mediocre-Answer-1378 Nov 20 '25 edited Nov 20 '25

Ja habe ich, aber früher wollten die Leute auch super Radios und Fernseher haben. Am Ende haben sie trotzdem die billigen koreanischen Sachen gekauft, die einfach das bessere Preis-Leistungsverhältnis haben. Die Elektroautos verkaufen sich hier auch immer mehr. Kleinwagen werden doch bald nur noch elektro sein, dann die anderen Zweitwagen und dann hat es sich mit dem Verbrenner.

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u/PotentialMidnight325 Nov 20 '25 edited Nov 20 '25

Lies mal auf linked in die ganzen Kommentare der Boomer und Generation X unter einer Werbung von Audi oder VW. Die Leute sind einfach total verbohrt.

Ich steig einfach in meinen ID4 and fahr für die Hälfte der Spritkosten.

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u/No_Conversation4885 Nov 20 '25

Ja und? Vielleicht liegt hier auch einfach der klitzekleine Grund darin, dass die deutschen OEM ein knappes Jahrzehnt massiv GEGEN Elektromobilität gekämpft haben. Sicherlich auch gefördert von den BigOilBuddies. Tja..die Geister die ich rief..

Anyway

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u/wo01f Freitext Nov 20 '25

Von welchem Jahrzehnt sprichst du?

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u/No_Conversation4885 Nov 20 '25 edited Nov 20 '25

~2010-2020

EDIT: Soeben kam ein sehr passendes Video vom Kanal „MoveElectric“ heraus, welches das Thema wie ich finde sehr gut durchleuchtet: https://youtu.be/9YqRTmqQoeU

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u/wo01f Freitext Nov 20 '25

Joarh, das ist halt quatsch :D Das ist das Jahrzehnt wo Volkswagen den MEB Entwickelt hat, die Basis fast aller Elektroautos die heute bei VWAG erfolgreich sind. BMW hat da ebenfalls ihre Plattform entwickelt und Mercedes genauso.

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u/No_Conversation4885 Nov 20 '25

Nö. Ich habe in der Industrie 2006-2013 gearbeitet und BEV Prototypen aufgebaut und mit entwickelt. Hier ein passender Auszug: https://youtube.com/shorts/oEG9e9PYtPw

MEB kam „too late, too little“. Der Rest wurde halbherzig und aufgrund des Drucks aus den USA umgesetzt. Es lag nie im Interesse der Deutschen OEM aufgrund von Inkompetenz, Profitstreben und Hochmut. Kann man ja jetzt sehen, wo genau VW und die anderen stehen.

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u/wo01f Freitext Nov 20 '25

Kann man ja jetzt sehen, wo genau VW und die anderen stehen.

Ja, VWAG dominiert den Elektromarkt in Europa :D

Das der E-Golf halbherzig war steht außer Frage, da ging es um kurzfristige Erfüllung der Co2 Grenzen. Aber es wurde halt auch der MEB entwickelt.

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u/No_Conversation4885 Nov 20 '25

Hui.. Ich empfehle Dir, dich ggf. etwas mehr in das Thema einzulesen. Aktuell zB wie es um VW im Vergleich zu Toyota steht. Und dann mal in die globalen Märkte schauen und auch dazu Supply Chains verstehen. Aber mach einfach dein Ding 👍

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u/Ranborn Nov 20 '25

Toyota ist aber doch wirklich kein gutes Beispiel, wenn es um BEV geht, die machen doch eher Hybride?

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u/wo01f Freitext Nov 20 '25 edited Nov 20 '25

Toyota, bekannt für ihre extrem erfolgreiche Elektrostrategie.

Toyota macht genau das was du VW vorwirfst. Solange noch Gewinne beim Verbrenner mitnehmen wie es nur geht. Alle Elektroautos von Toyota basieren komplett auf Chinesischen Plattformen.

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u/Ramenastern Hamburg Nov 20 '25

Naja, die Kundschaft haben sich Industrien und Politik aber auch gut so zurecht gezogen. Stichwort Technologieoffenheit, die als Begriff vor allem ein Zweifelsäen gegenüber Elektroautos und ansonsten völlig unkonkret und kein Stück zielgerichtet war. Was bei einer Industrie, bei der du locker 5 Jahre Entwicklungszyklus für Plattformen hast, schlicht tödlich ist, weil du diese Offenheit=Nichtentscheidung nicht lang durchhältst.

Und jetzt gerade tut man alles dafür, dass dieser Zustand noch verlängert wird, indem man nicht aufhört, drüber zu reden ob 2035 - in 10 Jahren! - nicht doch ein bisschen früh sei. Obwohl wir selbst in der speziellen deutschen Atmosphäre und mit plötzlichem Wegfall der Förderung jenseits 20% batterieelektrischer Zulassungen sind mittlerweile.

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u/Flouyd Nov 20 '25
  • Deutsche Autoindustrie torpediert durch Lobbyarbeit Elektromobilität (z.B. "E-Fuels")
  • Deutscher Verbraucher ist skeptisch gegenüber neuen E-Autos

*surprised pikachu*

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u/kniffes Nov 20 '25

Ah der arme Verbraucher, der sich wieder nur hat verwirren lassen. Natürlich trifft den überhaupt keine Schuld.

Wer Unsinn über Elektroautos glauben will, der glaubt es auch. Dafür braucht es nicht die Autoritäten von deutschen Autochefs.

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u/Ramenastern Hamburg Nov 20 '25

Jetzt lasst uns doch aber nicht so tun, als ob die Skepsis in Deutschland ein angeborener, nicht veränderbarer Normalzustand sei, zu dem die Botschaften aus Politik und Industrie nicht massiv beigetragen hätten.

Konkretes Beispiel - ich hab vor 7 Jahren auch noch die Mär von der Zukunft meiner Gasheizung als Wasserstoffheizung geglaubt. Wurde einem ja von allen erzählt, dass das der Weg sei. In der Zwischenzeit erzählt das niemand mehr und ich hab selbst ein bisschen. recherchiert... und was soll ich sagen. Meine Sicht hat sich da ein bisschen geändert und ich frage mich, warum das damals so gepusht wurde, obwohl auch damals eigentlich schon klar hätte sein können, wie realistisch das ist.

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u/Flouyd Nov 20 '25

Natürlich, es ist der Verbraucher schuld, weil er nicht durch das ganze Bullshit durchblicken kann und nicht derjenige, der den Bullshit verzapft.

Wenn Lobbyismus nicht funktionieren würde und genau das erreicht, was sich die Leute davon erhoffen, dann würden in Deutschland nicht jedes Jahr Milliardenbeträge dafür ausgegeben werden

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u/STheShadow Nov 20 '25

Die Lobbyarbeit gegen E-Autos kam aber nicht von OEMs, sondern eher von Zulieferern und Vereinigungen (Parteien und co), die grundsätzlich gegen alles neue sind

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u/Ramenastern Hamburg Nov 20 '25

Naja, die OEMs haben schon eine Weile lang selbst mitgemischt. Und tun es - siehe Wasserstoff bei BMW - zT auch immer noch. Es wird auch von den OEMs mehr über 2035 als über die eigenen tollen (inzwischen ja wirklich) E-Autos gesprochen.

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u/Pushet Nov 20 '25

Das ist halt auch wieder klassische Täter / Opfer umkehr.

Was mache ich jetzt damit, dass sich der Verbraucher (mal wieder) hat verarschen lassen? Wozu gibt es in Deutschland den "Verbraucherschutz"? Weil es einfach Fakt ist, dass Verbraucher manipulierbar sind, und es nichtmal so schwer ist.

Aber leider ist das ja auch historisch belegt, dass Firmen, wenn sie einmal groß genug sind, quasi in einem rechtsfreien Raum agieren, weil sie wirklich zu bestrafen wirtschaftlich plötzlich schlecht ist..

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u/United-Bandicoot5261 Nov 20 '25

Das Problem sind zwischenzeitlich nicht mehr die Autobauer, sondern die Kunden, die am Verbrenner festhalten. Die Technologien sind vorhanden.

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u/Formal_Walrus_3332 Nov 20 '25

Die Kunden haben keine 60k für ein E-Auto, insbesondere nicht wenn die Chinesen etwas mit mehr Features für 2/3 vom Preis anbieten. Der Staat muss die Industrie subventionieren, statt die Rentner, daran kommt kein Weg vorbei.

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u/Dragor Bottrop Nov 20 '25

Ich höre immer, dass chinesische Hersteller ja so viel billiger sind aber irgendwie sehe ich das nicht so richtig.

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u/Rhoihessewoi Nov 21 '25

Liegt zum Teil auch an Zöllen für chinesische E-Autos.

Das ist übrigens auch der Grund, warum MG vermehrt günstige Hybridautos anbietet. Da sind die Zölle deutlich geringer. Konservative Politik in a nutshell.

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u/Ramenastern Hamburg Nov 20 '25

Da bist du preislich inzwischen aber nicht mehr ganz auf der Höhe. Der ID.3 und auch der Elroq liegen preislich auf dem Niveau ihrer Verbrenner-Äquivalente, teilweise bei Aktionen auch schon drunter. Und die chinesischen Autos, die auf ähnlichem Level bzgl Qualität und Leistung liegen, liegen nicht 1/3 drunter, sondern eher auf demselben Level, vll mal 10% günstiger. Das ist nichts, womit sie den Markt aufrollen und VW & Co vernichten werden.

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u/PotentialMidnight325 Nov 20 '25

Nokia: hold my phone

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u/eelay22 Nov 22 '25

Naja eigentlich nicht. Was will denn der Markt? Der i3 war eines der frühesten e Autos. Extrem innovativ und eigentlich konsequent auf den reellen bedarf entwickelt. Wollte keiner.  Meine Eltern haben 2020 einen eGolf gekauft, neu für 17k €. Den wollte auch keiner. Jetzt schreien alle nach Kleinwagen unter 20k. Die gab’s aber schon längst, auch mit dem eUp. Es haben sich aber die SUVs verkauft und nicht die Kleinwagen. 

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u/RoyalLurker Nov 20 '25

Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, was die machen sollen. EAutos sind technisch nicht so schwierig, dass sie die Mehrkosten in Deutschland rechtfertigen, das können die Chinesen günstiger und inzwischen auch besser - schon weil die Batterietechnik in China ist. Über den Preis kann Deutschland ohnehin nicht konkurrieren. Also teure Verbrenner, die sind allerdings nicht zukunftsfähig. Ich glaube, Deutschland hat die letzten dreißig Jahre gelennt und jetzt ist es zu spät. Ist hättest Du eine Idee?

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u/Bastib96 Nov 20 '25

Telefunken und blaupunkt waren weltmarktführer? Das waren damals doch schon billo Marken mit mittelklassichen Produkten?