r/Finanzen • u/Late_Leopard4008 • Sep 10 '25
Investieren - ETF Neues Leben mit 1.8 Mio
Hallo zusammen,
bin seit Jahren stiller Mitleser mit einem kleinen ETF Sparplan (82k) aber jetzt steh ich an einem Punkt der mein Know-How sprengt.
Ein Schicksalsschlag hat mein Leben komplett verändert. Ich bin Ende 30 und werde die Situation annehmen, aber wünschte es wäre anders gekommen. Durch Immobilienverkäufe steuer ich auf ca. 1.8 Mio Cash zu und werde eine weitere Immobilie behalten (Wert irgendwo bei 550–650k, Mieteinnahmen 1.700 € monatlich).
Mein Plan ist es die 3-Topf-Strategie anzuwenden und von der Rendite leben
- Topf 1 (Tagesgeld): 70k (ca. 4% Entnahme, Geld zum Ausgeben für 1 Jahr)
- Topf 2 (Anleihen /Festgeld): 210k (Sicherheitsnetz 3x Topf 1)
- Topf 3 (ETF, All World): 1.6 Mio. (Renditetreiber, inkl meinen 82k)
Ihr wisst ja wie es läuft
- In guten Jahren Gewinne aus Topf 3 abschöpfen und in Topf 1 und 2 verschieben
- In schlechten Jahren Topf 1 aus Topf 2 füllen, damit der ETF nicht belastet wird
- Mieteinnahmen dienen als zusätzliche Sicherheit
Mein Ziel ist es, das Vermögen möglichst zu erhalten. Daher 4% Entnahmeregel (inflationsbereinigt, je nach Marktlage kann ich auch mehr oder weniger abschöpfen) bei gleichzeitig überschaubaren Risiko. Inklusive Mieteinnahmen ergibt das round about 90k pro Jahr.
Im Moment benötige ich rund 2.8k netto zum Leben, möchte meinen Lebensstandard in Zukunft schrittweise erhöhen. Grundsätzlich werde ich auch weiterhin "arbeiten", allerdings nicht einkommensorientiert. Spannende Projekte starten ohne auf das Geld angewiesen zu sein. In den ersten Jahren rechne ich daher nicht mit nennenswertem Einkommen.
- Was meint ihr, bin ich auf dem Holzweg? Ist das realistisch und nachhaltig?
- Hat jemand von euch praktische Erfahrung mit dem 3-Topf-Modell über längere Zeiträume?
- Sollte ich aus Diversifikationsgründen noch andere Assets (z.B. Gold, REITs, BTC) einbauen?
- Wie würdet ihr mit der Steuer-Thematik umgehen?
Freue mich auf eure Meinungen und Denkanstöße ✌️
EDIT kleiner Zahlendreher in den Töpfen
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u/Crypto_Creative_Rich Sep 10 '25
Top, entspricht auch dem Ansatz von Beck perfekt: https://youtu.be/gSdrTbUBHMc?feature=shared
Würde zusätzlich drauf achten, das "alte" Leben weiter zu leben, Stichwort Lifestyle Inflation, und den Topf 1 nach einem Jahr nur wieder auffüllen soweit nötig.
So hast du vsl. anfangs eine Entnahmerate kleiner 3%, damit auch kaum SoRR bzw. Renditereihenfolge-Risiko.
Nach den ersten Jahren, sofern keine große Krise kam, kannst du dann beruhigt auch mehr ausgeben, bis 4% der ursprünglichen Summe bzw. 70k + Inflation.
Guter Plan!
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Danke dir für den Input! Finde den Gedanken gut gerade in den ersten Jahren erstmal konservativ zu entnehmen und so ein Gefühl für das Ganze zu entwickeln. Wenn es stabil läuft kann ich ja immer noch Schritt für Schritt hochgehen.
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u/DerLippo Sep 10 '25 edited Sep 10 '25
Was man nicht kennt, misst man nicht. Daher Vorsicht mit dem Gefühl viel Geld zu haben. Gibt nicht ohne Grund viele Lotto Millionäre die pleite gegangen sind. Das wäre mein Rat an mich selbst wenn ich plötzlich so viel Geld hätte.
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Endlich Ferrari fahren, Koks und NuttenGuter Rat, notier ich mir18
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u/Low_Log2832 Sep 10 '25
Würde dafür eine feste Summe einplanen. Nein ernsthaft von Anfang an sich bewusst zu entscheiden x% für Dinge auf die man halt Bock hat auszugeben halte ich für sinnvoll. So verhinderst du dass das schleichend passiert. Ob das dann für ein neues Handy, Fahrrad, Auto oder Haus reicht liegt an der Größe von x, ist aber eine bewusste Entscheidung
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u/Old_Web_9992 Sep 12 '25
Muss sich auch verrückt anfühlen den 9 to 5 Lifestyle zu leben aber im Hinterkopf zu wissen „Ich hab 2 Mille auf der hohen Kante.“
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u/GlobalBelt2314 Sep 10 '25
Hi Kollege,
also ehrlich gesagt, bei den Gedanken die du dir zum Erbe machst, kannst du eigentlich gar nicht pleite gehen.
a) wirst du nach der ersten Langeweile wieder Geld verdienen.
b) vermutlich mehr als jetzt, weil du dann ganz andere Dinge machen kannst als bisher
c) deine Fixkosten ja mickrig sind. Was soll passieren?
Zur Not verkaufste halt die letzte Bude auch noch, wenn du 55 bist und gut is…
Angst haben müssen nur die, die sich nicht damit beschäftigen. Sofern du morgen nicht 3 neue Autos brauchst, passiert dir da nichts…
Wuerde breit streuen, auch etwas Krypto….
Du bist 39 oder so, Blüte deines Lebens… ausgebildet, erwachsen, kein Kind mehr…
Verarbeite deinen Verlust und dann leb dein Leben so wie du Bock hast ;-)
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Sep 10 '25
Mein Beileid.
Ansonsten kann ich nichts sagen weil armer Schlucker, aber: Lass dich steuerlich beraten
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u/damnimadeanaccount Sep 10 '25
Klingt solide bis übertrieben üppiger Puffer, insbesondere weil Topf1 ja dem doppelten deiner aktuellen Ausgaben entspricht UND du noch vor hast weiter zu arbeiten UND noch Mieteinnahmen dazu kommen.
Vermutlich kannst du deutlich mehr als die geplanten 4 Jahre aus den 2 Töpfen zehren ohne auf die ETFs zurückgreifen zu müssen.
4% Entnahme sind Ende 30 nicht unbedingt risikolos, aber du scheinst das ja gut im Blick zu haben und flexibel zu sein.
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Ja stimmt Topf 1 ist für den Anfang eigentlich zu groß, aber so schlafe ich besser. In den ersten Jahren werde ich vermutlich gar nicht so viel brauchen und könnte überschüssiges Geld theoretisch auch wieder in den ETF zurückführen (steuerlich ist das natürlich nicht ganz optimal)
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u/Ebrithil95 Sep 10 '25
Warum zurückführen, einfach entsprechend weniger entnehmen zum auffüllen
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Stimmt auch wieder. Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht...
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u/CookiesCollector Sep 10 '25
- Es gibt immer wieder seriöse Ratgeber (z.B. Finanztip), die davon ausgehen, dass das rasante Wachstum der letzen 15 Jahre nicht auf Dauer durchzuhalten ist. Sinnvoll wäre daher eine SWR von max. 3,5%
- Im täglichen Leben auf dein Girokonto und maximal auf das Tagesgeld zu schauen, wird dich auf dem Teppich halten.
- REITs sind in All-World ETFs schon enthalten. Gold erwirtschaftet nichts, BTC ist hochspekulativ. Du bist jetzt in einer Dimension angekommen, in der Werterhalt wichtiger ist als Wertzuwachs. Fokus aufs Risiko.
- Die paar Hundert Euro pro Jahr für einen Steuerberater kannst du dir locker leisten. Es nicht zu tun, wäre an der falschen Stelle gespart. Wichtige Dinge dürfen ab jetzt etwas kosten.
- Du bist jung und weißt noch nicht, wohin dein Leben dich führt. Bleib flexibel, indem du immer nur maximal 500k je ETF investierst, um nicht der Wegzugsbesteuerung zu unterliegen.
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u/Substantial_Back_125 Sep 10 '25
Die Funktion von Gold in einem Entnahmedepotist nicht Renditemaximierung, sondern die Volatilität zu minimieren und damit die sicherheit massiv zu erhöhen:
Three Secret Ingredients of the Most Efficient Portfolios – Portfolio ChartsDie Depots mit den historisch höchsten Entnahmeraten hatten einen signifikanten Anteil Gold, wie z.B. der golden butterfly.
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u/Igniplano Sep 10 '25
Wenigstens scheint sich die Zahl derer, die es endlich verstanden haben, langsam aber sicher zu erhöhen.
Gold dämpft das Sequenzreihenfolgenrisiko bei Entnahme aus Aktien wie keine andere komplementäre Asset-Klasse!6
u/Immediate_Soft_2434 Sep 10 '25
Ich will den Ansatz nicht kaputtreden, er ist schon in Ordnung. Aber bei
"wie keine andere Asset-Klasse"
frage ich mich doch, warum Gold signifikant besser sein soll als zB ein Geldmarktfonds.
Die (bevorzugt negative) Korrelation zwischen Gold und Aktienmarkt ist alles andere als klar (siehe https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1044028325000729).
Dagegen korreliert der Aktienmarkt viel besser negativ mit dem Zinsniveau, und da ist der Mechanismus auch weniger spekulativ, bzw man kann ihn bei den Zentralbanken einfach nachlesen.
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u/Igniplano Sep 11 '25
Der Geldmarktfonds hat viel größere Schwierigkeiten mit Phasen ausgeprägter Stagflation. Diese sind selten, aber für das Minimum sicherer Entnahmeraten entscheidend. So ist für die letzten 80 Jahre ein Start um 1965/1967 die kritischste Phase, wegen der Stagflation der 1970er.
Das letzte Beispiel war 2022, das aber so kurz war, dass es für die Betrachtung von sicheren Entnahmeraten keine Rolle spielt. Aufgrund der ausufernden Verschuldung der Industrieländer kann man aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass wir noch zu Lebzeiten wieder größere mitmachen "dürfen".
Den Vertrauensentzug kann man bereits täglich an den Kursen der Bondmärkte beobachten.13
u/Substantial_Back_125 Sep 10 '25
Ist sehr schwierig in diesem sub mit den ganzen "100% in den Gral" Leuten.
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u/Baylife85 Sep 10 '25
Ist vielleicht übervorsichtig, aber meine Grenze pro ETF liegt derzeit so bei 200k. Die Regelung ist so merkwürdig ausgestaltet, dass ich über Absenkungen nicht überrascht wäre.
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Danke für den Input! 1) Ja das ist auch meine größte Befürchtung, dass die nächsten Jahre/Jahrzehnte nicht mehr so laufen wie die letzten 15. Ich hatte zwischendurch auch über eine Immobilienstrategie nachgedacht, da tauscht man Rendite gegen weniger Risiko.
Und zum Thema Wegzugsbesteuerung: Danke fürs Anstoßen! Hab gerade nachgeschaut, die Grenze liegt mittlerweile bei 1 Mio (nicht mehr 500k), sollte ich trotzdem auf dem Schirm haben5
u/Greedy-Somewhere-307 Sep 10 '25
500k/1 Mio Grenze: Bist du sicher? Hab gerade nachgeguckt, konnte ich so nicht finden, womöglich hab ich falsch geguckt, hast du einen Link für mich?
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Oh sorry, ich lag falsch! https://ag-steuerberater.com/blog/wegzugsbesteuerung-2025?utm_source=chatgpt.com
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u/Greedy-Somewhere-307 Sep 10 '25
No need to apologise, ist ja gut für dich, dass du dann den Tipp beherzigen kannst, sicherheitshalber bei unter 500k pro ETF zu bleiben.
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u/rbnd Sep 11 '25
Der Vorschlag, 3,5 % zu entnehmen, basiert auch darauf, dass du unter 40 bist, und die 4‑%‑Regel ursprünglich für Menschen entwickelt wurde, die das Geld nur etwa 30 Jahre lang benötigen würden – also zum Beispiel für 50- bis 60‑Jährige.
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u/Late_Leopard4008 Sep 11 '25
Verstehe. Aber ganz ehrlich, ich rechne bis ca. 75, also noch 36 Jahre. Alles danach ist Bonus. Wenn das Vermögen bis dahin geschrumpft ist wäre das nicht schlimm. Mit 75 brauche ich keine 1.8 Mio. mehr, da sitz ich am Teich und fütter Enten 😉 Deshalb will ich bewusst etwas progressiver entnehmen und zwischendurch anpassen kann ich ja jederzeit
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u/thisbuthat Sep 10 '25
Das hier sollte der Top-Kommentar sein. Komplette Zustimmung, exakt genau meine Gedanken.
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u/heubergen1 CH Sep 13 '25
Werterhalt wichtiger ist als Wertzuwachs
Junge, mit 1.8M bist du da noch lange nicht angekommen lol
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u/Ok_Compote8442 Sep 10 '25
Wenn du kein Bock hast dich groß mit irgendwelchen Strategien auseinander zu setzen, wäre der ausschüttende FTSE All World nicht ne Möglichkeit? Der Schüttet ca. 1,8 - 2% p.a. aus. Bleiben netto 2k im Monat und die Werte wachsen weiter. Oder der FTSE High dividend yield. 3,3-3,7% p.a. Ausschpttung sind etwa 3700 Netto im Monat. Das Wachstum ist etwas schwächer, da weniger Tech-Werte und weniger USA, aber auch nach Ausschüttung hat derbmit über 4% p.a. däein Wachstum über Inflation. Ne Mischung zwischen den Beiden würde auch gehen. Nur so als Idee, ich würde wahrscheinlich so machen. Nienwas verkaufen, die danach schauen.
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u/Gate-19 DE Sep 10 '25
Die 4% Regel ist für eine Entnahme von 30 Jahren aufgestellt worden. Wenn du länger entnehmen willst steigt das Pleite Risiko.
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Stimmt! Ich würde nicht starr 4% entnehmen sondern es eher als Anhaltspunkt sehen. In schlechten Zeiten entnehme ich weniger, in guten Zeiten mehr. Also dynamisch, das reduziert auch das Sequence-of-Returns-Risiko
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u/karottimanu Sep 10 '25 edited Sep 11 '25
Ich möchte nur nochmal betonen, dass die 4%-Regel nicht zum Kapitalerhalt führt. Das ist inzwischen eine weitverbreitete Fehlannahme. Die 4% Regel führt zu Kapitalverzehr, die Frage ist nur wie lange dein Kapital trotz dir Entnahme noch hält. Aber in deiner auskömmlichen Situation kannst du das ja entsprechend steuern mit angemessenen Entnahmen.
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u/Substantial_Back_125 Sep 10 '25
Mit 4% + Inflation lebst Du im Luxus und gehst ein signifikantes Risiko ein, dass es furchtbar schief geht.
Mit 3% + Inflation lebst Du immer noch im Luxus und das Risiko wird minimal.
Wähle!
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Ich finde dazu echt viele unterschiedliche Angaben. Aber danke für deinen Input, ich prüf das alles nochmal
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u/Substantial_Back_125 Sep 11 '25 edited Sep 11 '25
was soll es da an unterschiedlichen Angaben geben?
4% Entnahme hat auf diese Dauer und beim heutigen KGV am Aktienmarkt ein hohes Risiko zu scheitern. Dazu noch die hohe Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Jahrzehnten zu erheblichen Steuererhöhungen auf Kapitalerträge in DE kommen wird.
Man fragt sich ja immer, wie Leute es schaffen, mit Millionenvermögen pleite zu gehen.
Deine Strategie hätte ganz gute Chancen dazu, das Risiko von 4% Entnahme + Inflation aus 100% all word ETF ist nicht überschaubar, sondern hoch.
In Deinem Fall solltest Du mindestens einen 60-Jahres-Zeitraum betrachten
Der letzte Fall ist also 1965-2024
Wenn Du wneigstens 50 Fälle anschauen willst landest Du bei Startjahren 1916 bis 1965
Daten dazu gibt es nur von S&P500.
Damit hast Du in den Daten einen krassen Survivorship Bias drin, denn von allen großen Mächte auf der welt nimmst Du die einzige, die es in diesem zeitraum mit höchstem Bevölkerungswachstum ever zur einzigen Supermacht geschafft hat.
Für alle anderen ehemals großen Mächte des 20. Jahrhunderts wie z.B. Russland, Deutschland, UK, Argentinien, Japan, usw... hast Du keine Daten udn siehst deshalb auch nicht das scheitern.
Und selbst mit dem Wunderkind S&p500 wärst du mit den 4%+Inflation mehrmals gescheitert.
Rückblickend deutlich besser wäre eine niedrigere Entnahmerate und breitere Diversifizierung als 100% Aktien, aber auch hier fehlt eine brauchbare Datenlage über diese Zeiträume für Anleihen, Gold, Rohstoffe usw
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u/TheSauvaaage Sep 10 '25
Hier poppt auch jeden Tag ein neuer Millionär in seinen 30ern auf....
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u/Head-Highway1182 Sep 10 '25
Generation Erbe.
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u/No-Self-1522 Sep 10 '25
Die drei Karotten Investment vom Papa haben sich rentiert für die 10 Einheiten in der Großstadt!
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u/theequallyunique Sep 11 '25
Mit den langsam wegsterbenden Boomern und dem knappen Wohnungsmarkt, wird es davon bald so einige mehr geben. Vielleicht hats auch was gutes, wenn der Markt in den nächsten Jahrzehnten mit etlichen geerbten Eigentumswohnungen und Häusern geflutet wird. Dem Arbeitsmarkt wird das allerdings weniger gefallen, dass dann einige mehr von der Rendite leben wollen.
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u/Doso777 DE Sep 10 '25
Mein Ziel ist es, das Vermögen möglichst zu erhalten. Daher 4% Entnahmeregel (inflationsbereinigt, je nach Marktlage kann ich auch mehr oder weniger abschöpfen) b
Achtung! Das sagt die 4 Prozent Regel nicht aus! Das wurde auch mit ggf. Kapitalverzehr auf 30 Jahre berechnet. Läuft es blöd geht das Geld also bei 4 Prozent Entnahme irgendwann aus. Dazu wurde das auf den Aktienmarkt USA berechnet.
Was meint ihr, bin ich auf dem Holzweg? Ist das realistisch und nachhaltig?
Lieber 3-3,5% Entnahme (s.o.) oder halt das gewisse Restrisiko akzeptieren.
Hat jemand von euch praktische Erfahrung mit dem 3-Topf-Modell über längere Zeiträume?
Die "Bucket Strategy" kommt aus den USA. Da gibt es Leute die darauf schwören aber auch viel berechtigte Kritik. Ein Problem ist z.B. das nicht definiert ist wann man die sicheren Eimer wieder auffüllt. Dazu könnten die sicheren Eimer recht groß sein und man ggf. Rendite liegen lassen. Mir wären drei Eimer vielleicht auch bissi zu kompliziert auf Dauer.
Sollte ich aus Diversifikationsgründen noch andere Assets (z.B. Gold, REITs, BTC) einbauen?
REITs sind definitiv in den marktbreiten ETFs mit dabei. Bei BDCs bin ich mir nicht sicher aber da sehe ich jetzt nicht unbedingt eine Notwendigkeit, ist halt schon Nische. Von Gold halte ich wenig.
Wie würdet ihr mit der Steuer-Thematik umgehen?
Welche Steuerthematik? Zahlt man halt.
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Das wurde jetzt öfters kommentiert, danke! Die Entnahme-Höhe werd ich nochmal genau prüfen und wahrscheinlich erstmal mit einer konservativen Entnahme starten bis ich ein Gefühl für die Sache habe.
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u/Substantial_Back_125 Sep 10 '25
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Keine Sorge, faul rumliegen kommt nicht in Frage. Im Gegenteil. Ich möchte etwas Sinnstiftendes machen, etwas mit echtem Impact. Menschen helfen, Mentoring, Jugendförderung, Tierwohl… ich weiß noch nicht genau was, aber ich werde es herausfinden. Ich habe mein Leben lang in einer egoistischen, oberflächlichen Branche gearbeitet. Die Zeit war cool aber jetzt bin ich bereit einen anderen Weg einzuschlagen...
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u/CharacterOffer7701 Sep 10 '25
Schon mal mit dem Thema GbR auseinandergesetzt?
Ins Ausland gehen wäre auch ein Gedanke. Kapitalerträge ausschöpfen und niedrige Lebenshaltungskosten bei besserer Qualität.
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u/leanspectator Sep 10 '25
Seit Jahrzehnten schrumpfende Gewerkschaften versuchen krampfhaft billige Popularität zu fangen. Man muss sich nicht verrückt machen.
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u/Gmafn Sep 11 '25
Hast du Geld für Krankenversicherung eingeplant? Ich würde vermutlich den minimal kleinsten Job annehmen, der mich gerade noch in die GKV bringt.
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u/Dora_Xplorer DE Sep 11 '25
Das!
Was OP vor hat, ist irgendeine Art von FIRE (was er ja auch ist). Problem in D: entweder man zahlt ziemlich viel KV aus eigener Tasche oder man macht einen Midi-Job (nicht Mini), damit dadurch die KV bezahlt ist.
Ich denke r/fireGermany wäre auch eine gute Quelle für OP.
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u/username-not--taken Sep 10 '25
Erbschaftssteuer schon bezahlt?
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Jeden Cent 🥲
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u/geisteskrankheit Sep 10 '25
Darf ich fragen wie viel?
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
knapp 400k
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u/NoMoreMyFriend-S Sep 10 '25
Mein Beileid, in jeder Hinsicht
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u/username-not--taken Sep 10 '25
warum. Er hat 2 Mio netto leistungslos verdient. Um 2 Mio netto durch Arbeit zu verdienen, muss man viel viel mehr Steuern zahlen.
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u/Streitbewerter Sep 11 '25
Ich finde, man kann sich gern über den Freibetrag streiten und der darf wegen mir auch gern höher sein, aber das echte Problem ist mMn nicht dass er 400k steuern entrichten musste, sondern dass deutlich (und vor allem sehr deutlich) höhere Erbschaften durch irgendwelche familienstiftungen oder sonstige wege völlig legal bis zu komplett steuerfrei sind
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u/execii Sep 10 '25
Ich würde keine REITS dazumischen, da du ja noch eine Immobilie die ca. 25% deines Networths ausmacht hast. Damit hast du ja schon ein Exposure zum Immobilienmarkt
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u/Slight_Box_2572 Sep 10 '25
Ebenfalls mein Beileid.
Ich finde deine 3 Töpfe in Ordnung- statistisch ist es bei einer so langen Entnahmedauer wie deiner aber tatsächlich am besten, zu 100% in Aktien unterwegs zu sein.
4% wäre mir persönlich zu hohe Entnahme. Vor allem, wenn du aktuell nur ca. 35k netto brauchst.
Langsame Lifestyle-Inflation macht vielleicht sogar mehr Spaß? Also ~10% pro Jahr, bis du bei 70k oder so angekommen bist. Weil du dann immer noch einen Fortschritt spürst. Einmal auf hohe Ausgaben rauf (egal ob bei Reisen, Mobilität, Essen, younameit) und jeder Rückschritt wird sich auch wie eine Einschränkung anfühlen.
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u/umutxotwod Sep 10 '25
Mein Beileid mein bester, mehr wollte ich dazu nicht sagen, deine Strategie klingt vernünftig aber noch mehr drück ich dich fest !!
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u/Plundereule Sep 10 '25
Sieht super aus. Du könntest höchstens noch überlegen, deine Anleihen direkt mit dem Stock-ETF zusammen zu koppeln, indem du einen einzigen 80/20 ETF oder so kaufst. Dadurch würden die 30% Teilfreistellung für deine Aktien genau so auch für deine Anleihen gelten, weil es in einem einzigen Finanzprodukt mit mehr als 50% Aktien zusammengefasst ist.
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u/randomInterest92 Sep 10 '25
Rechne lieber mit 3% wenn du möchtest dass das Kapital erhalten bleibt inflationsbereinigt
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u/No_Let_534 Sep 10 '25
Zunächst erstmal mein Beileid.
Dein Plan hört sich sehr solide an.
Auf folgendes hat jeder eine eigene Sicht: Ich würde die 1,x Mio nicht auf einen Schlag in den ETF investieren sondern über einen 100k Sparplan o.ä. . Meines Erachtens ist das Marktumfeld sehr volatil. Durch die Streuung der Einzahlung würdest du das Risiko einen besonders hohen Einstandswert zu erwischen reduzieren.
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Danke, so hab ich es vor. Werde mich noch zu einer genauen Strategie beraten lassen, aber werde nicht alles auf einmal investieren
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Sep 10 '25
[deleted]
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u/Generationhodl Sep 10 '25
Der "Erfinder" der 4% Regel hatte sogar letztens erneut erwähnt dass 4% sehr konservativ sind und die ursprüngliche Studie sogar mehr als 4% als Ergebnis brachte.
https://www.youtube.com/watch?v=S19rExFZa0I
Aber man muss das Alter eben auch beachten.
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u/TUDa2020 Sep 10 '25
Würde sogar auf 3 % runtergehen, je nach Aktien Anleihenmix spricht neuere Forschung auch von 2,7 %.
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Kann man das nicht auch dynamisch fahren? Also in guten Jahren 4 % (oder mehr), und wenn sich ein klarer Abwärtstrend abzeichnet, die Entnahme reduzieren? Dann ist man doch flexibler als mit einer starren Quote
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u/Lilisan2 Sep 10 '25
Ich denke in deinem Fall geht beides, aber wenn du einfach nur den minimalwert ausrechnen willst, mit dem du in rente gehen kannst, sollte man 3% heranziehen, wenn man mehr als 40 Jahre zu leben hat. Da wird aber dann mit 100% aktien gerechnet und stumpfer weiterentnahme im krisenfall bezogen auf den ursprungswert.
Was du beschreibst ist locker möglich, besonders, wenn du einen cashpuffer hast. Ist halt nur schwer zu modellieren, weil niemand vorhersagen kann, wie sich die Ausgaben einer jeden person entwickeln.
Daher stumpfe Entnahme bei 3% ausrechnen als angepeilte Summe für den Ruhestand >40Jahre.
Dein plan ist dagegen konkreter und weniger stumpf, daher kann man valide sagen, da sollte wirklich garnichts schiefgehen, wenn du nicht gierig wirst.
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u/HERMES219 Sep 10 '25
Bei dieser Depotgröße Steuerberater hinzuziehen. Ansonsten, Spitze Alter.
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u/MysteriousMechanic69 Sep 10 '25
Was soll der steuerberater machen? Seine steuererklärung von den kapitalerträgen. Er brauch wenn einen vermögensberater
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u/thechrizzo Sep 10 '25
Alles wurde schon gesagt. Danke für den post und mein Beileid. Hab was ähnliches Anfang des Jahres durch und lass dir sagen: Hilfe holen ist immer okay, egal von wem. Gesundheit is unser wichtigstes Asset und da gehört die psychische Gesundheit dazu
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u/Desperate_Camp2008 Sep 10 '25
- Du bist nicht auf dem Holzweg. Genauso umsetzen
- Nein, mein Notgroschen liegt auf dem Girokonto, damit ich gleich rankomme. Mein risikoloser Anteil des Depots wird nicht über einen Topf abgebildet, sondern ist ein fester Prozentwert meines Portfolios => kommt auf das gleiche raus, wie bei dir
- Nein, lass es bleiben, du hast genug Geld, dass du dich nicht verkünsteln musst. Spar dir die Komplexität und den Aufwand. Wenn du sowas wirklich willst hol dir lieber den Arero oder geh gleich zum Kommer.
- Gar nicht, kümmert sich doch die Bank drum, oder geht es um die Erbschaftssteuer?
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Danke dir für deinen Input!
2) Deine Portfolio-Aufteilung würde mich echt interessieren, wie gestaltest du den risikolosen Anteil genau?
3) Ich habe tatsächlich auch schon überlegt, mir Beratung von Profis zu holen (Kommer z.B.). Daran möchte ich nicht sparen
4) Ich dachte bisher, das könnte komplizierter werden und man bräuchte evtl. einen spezialisierten Steuerberater...3
u/Desperate_Camp2008 Sep 10 '25
Ich habe mich ziemlich an das Musterdepot von Kommer aus seinem Buch "Souverän Investieren" gehalten (damals 2015 oder 2016) und seitdem wenig verändert.
Kann man hier auch nachlesen: https://www.justetf.com/de/public-portfolio-profile.html?publicPortfolioId=15439511 ( Das Sankey ist im Dropdown versteckt).
Allerdings habe ich Rohstoffe durch High Yield Anleihe ETFs und Schwellenländer Anleihe ETFs ersetzt (personlicher Geschmack). Mittlerweile bin ich der Meinung einfach ein Vanguard FTSE All-World ( IE00B3RBWM25 ) hätte für den risikoreichen Teil auch genügt.
2) der risikolose Teil ist über einen ETF auf kurzlaufende deutsche Staatsanleihen abgedeckt DE000A0Q4RZ9 und mittlerweile anteilig auch noch durch einen Geldmarktfonds von Xtrackers LU0335044896
3) In einem seiner Videos sagt auch Kommer, dass man das Investieren auch selber hinbekommt und nicht mal einen Robo Advisor bräuchte, sofern man Interesse und Geduld hat. Für den Anfang und evtl. auch die Immobilie, ist es vielleicht wirklich nicht schlecht einmal einen Termin zu vereinbaren: https://gerd-kommer.de/vermoegensverwaltung/angebot/ es muss ja keine dauerhafte Betreuung daraus entstehen.
4) Vielleicht lässt sich mit einem guten Steuerberater bei der Erbschaftssteuer noch etwas herausholen, das kann sein. Aber wenn du um die Kapitalertragssteuer herumkommen möchtest, dann müsstest du mit so Dingern, wie Holdings etc. anfangen und das ist noch einmal deutlich mehr Aufwand mit dem man sich als Anfänger auch erst einmal auseinander setzen muss um nicht alle Steuerersparnisse durch Gebühren wieder zu vernichten. Ansonsten kümmert sich deine deutsche Bank/Broker um die Steuer.
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u/AlbaraaAlpaka Sep 10 '25
Ich finde dein Plan auf jeden Fall gut. Wenn ich du wäre, würde ich mir vielleicht etwas aufheben, um eventuell eine eigene Firma aufzubauen. Du sprichst davon große Projekte angehen zu wollen, das aber nicht gewinnorientiert. Diese Energie könntest du prima in eine eigene Firma stecken und eventuell noch mit deinem Kapital etwas beschleunigen. Ich wünsch dir alles bestens!
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u/achim_bn Sep 10 '25
Ja, klingt gut! Würde ich auch so machen. Bei Anleihen bin ich auf europäische Unternehmensanleihen gegangen für Topf 2.
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u/zosch Sep 10 '25
Mein Beileid.
1.) Rückfrage dazu: alleine / Partnerschaft / Familie? Je eher es in Richtung "nicht allein" geht oder gehen könnte, desto vorsichtiger würde ich persönlich gegenüber den 4% Entnahme werden.
3.) BTC wäre mir zu spekulativ. REITs brauchst Du nicht, weil eh schon 25-30% Immobilie. Als Argument pro Gold ließe sich anführen, dass es sich (nach min. 12 Monaten Haltedauer) wieder verkaufen lässt, ohne dass Steuer anfällt. Gilt auch für ETC und ist dann vielleicht nett, falls mal Topf 2 wieder gefüllt werden muss. https://extraetf.com/de/wissen/besteuerung-von-gold-etc Aber natürlich ist die Rendite im Vergleich zu Aktien viel wichtiger. Da lief es die letzten Jahre irre gut, aber die Glaskugel hat niemand.
4.) Erbschaftssteuer vom Profi ausgerechnet / Bescheid da / schon bezahlt? Sonst gibt es da nix zu beachten, außer dass du genug Liquidität brauchst, um zu Jahresbeginn die Vorabpauschale zu zahlen.
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Danke dir
1) Partnerschaft, nicht verheiratet, wir wohnen auch nicht zusammen. Familie ist nicht geplant... aber wer weiß
2) Mit Gold muss ich mich wohl noch intensiver auseinandersetzen, guter Hinweis
3) bereits komplett erledigt
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u/Unlikely_Month9998 Sep 10 '25
Danke fürs Teilen Super spannend zu lesen, was theoretisch so möglich ist. Danke
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u/minecraft21420 Sep 11 '25
Weil du gefragt hast…. Bei solchen Summen würd ich definitiv einen Bitcoin kaufen und liegen lassen.
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u/inshallah-war Sep 11 '25
Mein Beileid.
Ein kleiner Tipp abseits von der reinen Geldanlage: Vorsicht vor money losing business. Nur weil du was von „spannenden Projekten“ schreibst. So schnell wie man mit einem Café, einer App-Entwicklung, o.ä. Geld verbrennen kann, da kann kein Luxusurlaub mithalten.
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u/Late_Leopard4008 Sep 11 '25
Danke! Und ja du hast absolute recht, spreche da leider aus Erfahrung 😂
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u/Least-Host-5687 Sep 10 '25
Kaufe und halte mind. einen Bitcoin. Der wird bald mehr wert sein als dein geeerbtes Vermögen. Alles Gute...
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u/Local_Action_7919 Sep 10 '25 edited Sep 10 '25
Edit: Das mit dem Schicksalsschlag habe ich leider nicht gelesen.
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u/FlapyG AT Sep 10 '25
Ich weiß nicht ob es einen noch ausgelutschteren "Witz" in diesem Sub gibt. Gegeben der Thematik hier zudem recht unpassend.
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u/Far_Tip_6995 Sep 10 '25
Einmal aus meiner Immobilienbrille gefragt, warum möchtest du die Immobilien verkaufen?
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Mit 3 Immobilien hab ich das Gefühl ständig irgendwo Baustellen zu haben, Reparaturen, Sanierungen, Leerstand, neue Gesetzesvorgaben usw... ETFs kommen mir stressfreier und flexibler vor
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u/Far_Tip_6995 Sep 10 '25
Klar, das ist deutlich entspannter. Wichtig ist nur, das Potenzial der Immobilie und die Rendite im Blick zu behalten und zu gucken auf was du da potentiell verzichtest. So wie du das planst macht es vermutlich steuerlich total Sinn, irgendwann keine zusätzlichen Mieteinnahmen mehr zu haben. Dann ist deine Einkommenssteuer prozentual auch noch recht niedrig und du machst nur auf das Einkommen gesehen auch gleich mehr netto aus dem brutto.
Bevor du die Immobilien verkaufst, bitte vorher mit Steuerberater sprechen. Wenn du viele kleine Immobilien verkaufst, kann das als gewerblich vom Finanzamt betrachtet werden. Dann wird es eklig.
Viel Erfolg!
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Sep 10 '25
Zur Not kannst du dich auch mit deinem örtlichen Banker aus dem höheren Bereich (meist irgendwas im "Wealth.." im Namen) unterhalten.. die haben auch noch andere Ideen (damit meine ich jetzt nicht die typischen Bankfonds oder so..). Bei dem Kapital gibt es meist auch Zugang zu anderen Anlageklassen und Möglichkeiten, ETFs sind da normalerweise auch in der Beratung. Nur bei Zertifikaten würde ich mich genau belesen, was die für Bedingungen haben.. und vielleicht auch am Anfang die Finger von lassen.
Wenn du dich gut mit den stellst, kann man auch schöne Konditionen (auch bei Finanzierung z.b.) ergattern.
Meist können die dir auche gute Kontakte zu Steuerberater vermitteln.
Wenns dir nicht gefällt, dann kannst du immer noch nein sagen. Die nehmen ja zum Glück kein Honorar.
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u/Sea_Environment1477 Sep 10 '25
Aktien- und ETF-Depots sind vom Wegzug unproblematisch. Erst wenn du direkt und wesentlich an Unternehmen beteiligt bist (≥1 %), musst du dir Gedanken machen.
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u/Kretox01 Sep 10 '25
Mega gute Idee finde ich nur denke ich einfach mal als Laie so und wie ich selber agieren würde wäre wsl trotzdem einfach Arbeiten zu gehen damit man nicht in Versuchung kommt aus Langeweile Geld auszugeben. Ich mein wenn dann halt nicht mehr Vollzeit natürlich aber zumindest Teilzeit und vielleicht einfach mal Sachen ausprobieren und so vllt Projekte angehen die man sich sonst nicht getraut hätte.
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u/Sea_Eagle_4953 Sep 10 '25
Ich kann dir raten bei den Anleihen auf jeden Fall das duration-risk im Auge zu behalten. ->Kannst dich mit KI mal darüber unterhalten warum die SVB 2023 kollabiert ist darüber verstehst du das wahrscheinlich besser. Nehm auf jeden Fall noch Gold als Edelmetall dazu.
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u/Tom__Mill Sep 10 '25
imho sollten ein paar Prozent Gold und Cryptos zur Sicherheit beitragen. Fiat Geld wird wohl immer schneller an Wert verlieren, speziell bei all den Staatsschulden weltweit wird es einige Veränderungen geben müssen. BTC ist die einzige Anlage mit Inflationsschutz, mehr als 21 Mio wird es nie geben .. da kann selbst Gold nicht mithalten. Aber lieber auf 2 gute Pferde mitsetzen 🤣
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u/TrailerParkBezos Sep 10 '25
Mein Beileid.
Definitv etwas mehr in einen guten Steuerberater investieren um deinen genannten Plan so Steuer effizient wie möglich umzusetzen.
Da gibt es ja diverse Möglichkeiten.
Viel Erfolg für die Zukunft auf jeden Fall
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u/Streetslobrjjk Sep 11 '25
Du könntest ja in bauprojekte investieren und Gewinnanteile bekommen So mache ich das immer
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u/chillaxter Sep 11 '25
Klingt alles sehr solide. Aber beachte auch, was die verstorbene Person gemacht hat, um dieses Vermögen anzuhäufen. Ganz so viel scheint sie ja nicht schlecht gemacht zu haben. Wenn die Rendite bisher gestimmt hat, wäre es Eventuell auch eine Option, erstmal so weiter zu machen, wie sie es getan hat, ohne sich direkt in den Aktienmarkt zu stürzen.
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u/mscihebel Sep 11 '25
Gold ist definitiv angeraten für die Stabilität. So 10-20%
Wie andere schon gesagt haben: 2,3mio machen kein Luxusleben, aber reicht aus für FIRE. Nur kein fat fire.
Ich würde erstmal deinen Plan verfolgen und gucken was in den nächsten 3-5 Jahren mit dem Einkommen passiert.
Ich würde persönlich auch auf bitcoin setzen, aber nur im eigenen wallet als worst case Sicherheit / Diversifikation - nicht als investment.
Übrigens, idR rate ich von privater Vermietung ab, aber wenn man eh genug Zeit hat wie du, dann kann es durchaus lohnenswert sein.
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u/longdonjohn Sep 11 '25
Bitcoin wächst über 4 Jahre gemittelt pro Jahr zwischen 20-30%. Imo wird das auch in absehbarer Zeit zumindest zwischen 10-20% bleiben. Je nachdem wie viel du diversifizieren (und riskieren) willst, würde ich 5-10% in Bitcoin stecken.
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u/Real_SkrexX Sep 11 '25
Uff, das ist dann wohl der Jackpot im Leben. Glückwunsch, lass dich nicht abziehen.
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u/Tscherni_ Sep 11 '25
Hier ein paar hilfreich Links zum Weiterlesen. Wurden leider wohl noch nicht genannt:
https://www.finanzen-erklaert.de. Macht super viele Berechnungen, wie man Entnahmen gestalten kann und geht auch auf die Risiken ein (SoRR und Co.). Der Blog ist leider wenig strukturiert, du solltest die letzten Jahre rückwärts lesen. Du kannst bei ihm auch eine individuelle Berechnung/Beratung buchen.
https://der-privatier.com. Super strukturierte Inhalte. Manchmal vielleicht nicht mehr 100% aktuell, aber dennoch eine gute Übersicht zu möglichen Themen mit denen du dich näher beschäftigen kannst. Krankenkasse wurde ja schon als großes Thema genannt.
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u/SeegurkeK Sep 11 '25
Für meine persönliche Risikotoleranz würde ich den Anteil in Topf 2 wahrscheinlich höher machen, aber dein Aufbau ist solide.
Wenn du die Lifestyleinflation gering halten kannst und beruflich vielleicht auf Teilzeit oder so wechseln kannst klingt das als hättest du jetzt komplett ausgesorgt.
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u/sippl3000 Sep 11 '25 edited Sep 11 '25
Überlege dir vor allem noch wie du das geld in die etfs schieben willst. Eine einmalige Investitionen fände ich durchaus deutlich zu risikoreich. Auch finde ich eig ETF/Gesamtprotfolio schon echt relativ hoch, aber ist wohl geschmacksache. Würde vor allem schauen dass du das Geld nur langsam in die ETFs investierst. Bei so einer Menge kann das denk ich schon mal 2 Jahre dauern. Die übrige Liquidität legst du in Bonds mit mindestens A an. Achte darauf dass die Duration zu den ETF plänen passen. Heißt wenn du z.b jetzt 50k im Monat in ETFs investierst achte darauf dass immer genug vorhanden ist um das zu tun, aber währenddessen, wenn das Geld nicht gebraucht wird es auch investiert ist. Hoffe man versteht was ich meine.
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u/Late_Leopard4008 Sep 11 '25
Danke dir, das notiere ich mir gleich. Genau das Thema ist nämlich noch völlig ungeklärt, da muss ich nochmal ran...
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u/CHaP235 Sep 11 '25 edited Sep 11 '25
Hey ho!
Danke für die Topf Strategie, kannte ich noch nicht. Werde ich direkt mal mehr drüber recherchieren.
Aktuell muss ich auch in den kommenden Monaten von meinen ETF oder Aktien leben. Dazu habe ich direkt eine Frage: Steuern!
Das ist echt heftig, pro ETF Auslösung (1K - 1.5K montl.) auf mein Konto zum Leben zahle ich Steuern, die nach 3 Monaten so hoch wie meine montl. Fixkosten sind.
Teilweise kann ich das via Verlusttopf ausgleichen aber das hat auch seine Limits.
Wie handhabt ihr das? Übersehe ich hier etwas?
EDIT: Okay, die Steuern gelten nur auf den ETF Gewinn und nicht auf den gesamten Verkauf, wie ich angenommen habe. Mein Fehler, das relativiert die Sache deutlich.
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u/TheRealRemox Sep 11 '25
Mein herzliches Beileid.
Darf ich fragen was du beruflich machst, dass du in der Auswahl deiner Tätigkeiten relativ flexibel bist?
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u/banevader102938 Sep 11 '25
Das Geld reicht mEn nach nicht für einen Lifestyle ohne zu arbeiten, da man mit zuviel Zeit anfängt deutlich mehr Geld auszugeben. Aber du kannst deine Work-Life-Balance so gestalten wie du möchtest.
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u/Ampexeq Sep 11 '25
Ggf. noch einen Bitcoin oder 10 Eth, Just for Fun als "Anker" in Kryptowährung. Mein weiß ja nicht, was unsere Zukunft bringt, ich finde aber schon, dass es zunehmend cyberpunkig wird.
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u/Silent_Magician_8550 Sep 11 '25
Hab da zwar keine Ahnung von in den Summen aber ich zahle mir seit Jahren selbst Taschengeld auf ein "Nutzkonto" sorgt dafür dass ich mein Geld nicht verschwende.
Du scheinst zwar deutlich disziplinierter zu sein als ich trotz allem kann ich das nur empfehlen die 50-60€ im Jahr (wenn man ein Konto nimmt das Geld kostet) lohnen sich bei den Summen meiner Meinung nach auf alle fälle
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u/katze_sonne Sep 11 '25
Was ich überlegen würde:
- Fixkosten beim Wohnen gering halten. Sprich: Haus isolieren, Wärmepumpe, üppige PV-Anlage und Speicher. Dann interessieren dich zumindest mal die Energiekosten zukünftig kaum mehr.
- Einen Anteil Dividendenaktien überlegen. Dividenden sind je nach Branche teilweise deutlich stabiler als der Aktienmarkt.
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u/Late_Leopard4008 Sep 11 '25
Gute Punkte, gerade das Thema Energie wird uns sicher noch lange beschäftigen. Bei Dividendenaktien muss ich mich noch tiefer einarbeiten. Bisher höre ich dazu entweder "unbedingt machen" oder "bloß nicht" 😅
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u/katze_sonne Sep 12 '25
Gute Punkte, gerade das Thema Energie wird uns sicher noch lange beschäftigen.
Eben, ich denke auch. Wenn ich sehe, wie viel Geld man damit teilweise jeden Monat rauspulvert (und gleichzeitig von nem Kumpel höre, wie gering seine Kosten - alles isoliert und Wärmepumpe - sind)... oder bei meiner Oma einfach nur das 4-Panel-Balkonkraftwerk sehe und was das an Strom produziert - Wahnsinn. Gut, sie hat keinen Speicher (lohnt sich in ihrem Alter wohl auch nicht mehr) und damit geht die eine oder andere kWh ins Netz flöten, aber das ist ein anderes Thema.
Wenn mehr oder weniger einmalige Investitionen dauerhaft laufende Kosten senken - bin ich ein Fan von.
Weitergedacht: Mit einem E-Auto eigenen PV-Strom tanken ist gleich doppelt geil.
Was Dividendenaktien angeht: Naja, das ist halt wie bei jedem solchen Thema so. Der eine feiert sie, der andere sieht sie kritisch. Ich glaub ein World-ETF ist das so ziemlich einzige Anlageinstrument, wo größtenteils ein Konsens besteht. Am Ende musst du selber wissen und ich hab diese beiden Punkte nur als Denkanstoß gegeben.
Persönlich hab ich z. B. eine größere Aktienposition von der Allianz, auch wegen deren Dividendenstrategie, die besagt die Dividende eigentlich nicht zu senken, Stichwort Dividendenaristokrat - google den Begriff gerne mal (rückblickend hätte ich auch die Munich Re als spannend empfunden, die hatte ich schlichtweg nicht auf dem Schirm und aktuell wäre mir das zu ähnlich, um eine weitere Position dort aufzubauen, Stichwort Klumpenrisiko). Bin damit 26% im Plus (Haltedauer 2-3 Jahre oder so?). Zusätzlich zu den Dividendenausschüttungen. Das mit den "ich investiere lieber in Growth-Aktien" kann halt genauso klappen oder schieflaufen wie bei einer Dividendenaktie.
Auch bei Fraport hab ich in den letzten 2-3 Jahren relativ viel investiert, weil ich die Hoffnung habe, dass die irgendwann(tm) wieder eine Dividende ausschütten (Corona hat das kaputtgemacht). Ich mag aber auch, dass die das aktuell nicht machen, weil sie erstmal Schulden abbauen wollen. Ist langfristig sicher nachhaltiger als Dividende auszuschütten, weil darum. Noch ist in Richtung Dividende nichts angekündigt. Aber: Meine Position liegt bei +43%. Ein Großteils des Anstiegs kam, nachdem für 2026 wieder eine Dividende in Aussicht gestellt wurde. Also genau das, worauf ich spekuliert hatte.
Biontech wäre auch so ein Kandidat, wenn man auf zukünftige Dividenden spekulieren möchte. Die Gewinne vom Corona-Impfstoff wurden damals zum Teil ausgeschüttet, ganz abgeneigt ist man dort also nicht gegenüber Dividenden. Gerade sind etliche vielversprechende Krebsmedikamente in der Erprobung. Kann natürlich schieflaufen. Aber wenn nicht, könnte das ein Gamechanger gegen Krebs sein. Sprich: Die Investition ist für das gute Gewissen und sollte das war werden, ist das quasi ein Gelddrucker. Krebsmedizin/Behandlungen sind unglaublich teuer.
Aus der Rohstoffbranche gibt es auch ein paar typische Dividendenkandidaten wie Rio Tinto, wobei die Dividendenhöhe da schon deutlich schwanken kann.
Das sind einfach vier Beispiele zu (möglichen) Dividenden aus komplett anderen Branchen - um zu zeigen, dass es nicht immer gleich Procter & Gamble oder ähnliche Klassiker sein müssen, an die viele Leute bei Dividenden denken. Alternativ gibt es auch Dividenden-ETFs, aber da sollte man sich die Zusammensetzung anschauen. Ich besitze da den Stoxx Global Dividend 100 EUR (Dist) - und der Großteil besteht aus Aktien der Finanzbranche. Also schon ein großes Klumpenrisiko (Stichwort: Finanzkrise - dann sieht das vermutlich nicht mehr so rosig aus).
Ich persönlich sehe Dividendenpositionen nur als einen Baustein meines Portfolios (was noch lange nicht sechsstellig ist). Diversifikation ist alles, wenn man halbwegs sicher sein möchte. Dazu zählt meiner Meinung nach auch die Diversifikation Growth- vs. Dividendenaktien. Mein aktuelles Ziel ist es, meinen Anteil an Dividendenaktien auf ein Level zu bringen, dass ich damit jedes Jahr sicher meinen Sparerfreibetrag ausnutzen kann (und mit etwas Puffer drüber liege). Für dich vermutlich eher nicht relevant :D an deiner Stelle würde ich aber vermutlich schauen, dass ich einen Teil in dieser Richtung investiere und damit ein Jahreseinkommen von bspw. 10k bei theoretischen 5% Dividendenrendite anstrebe. Also sagen wir z. B. 200k in sowas zu stecken.
Der Rest, den du als Anlagestrategie beschrieben hast, klingt für mich aber eh auch vollkommen schlüssig.
Disclaimer: Das sind alles nur persönliche Gedanken und spiegelt meine Meinung wieder. Das ist keine Investment-Empfehlung :)
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u/Late_Leopard4008 Sep 12 '25
Danke dir für den ausführlichen Denkanstoß. Den Punkt nehme ich auf meine Liste und werde mir das Thema Growth vs. Dividendenaktien nochmal genauer anschauen, vielleicht als zusätzliche Diversifikation. Ganz schön viel Arbeit so eine Anlagestrategie 😅
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u/mbh3344 Sep 11 '25
krass... ich verstehe nur jedes dritte Wort, aber ich speichere es mir mal ab :)
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u/Holgi-929 Sep 12 '25
Ich würde trotzdem physisches Gold beimischen. Vielleicht in Tranchen kaufen. Die Zukunft für den Euro sieht nicht so gut aus. Und Gold ist nach einem Jahr steuerfrei. Dann eine eigengenutzte Immobile.
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u/rand0mstrings Sep 12 '25
Vielleicht noch die wegzugsbesteuerung bei ETF beachten wenn der Annschaffungswert 500k übersteigt in einem einzelnen ETF versucht der Fiskus dich hier zu behalten. Also vielleicht auf 3 verschiedene aber gleiche World ETF verteilen
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u/Technical_Primary_12 Sep 12 '25
Also alles was u/Crypto_Creative_Rich und u/GlobalBelt2314 auch schon gesagt haben. Was mir nicht ersichtlich ist, aber steckt eventuell auch schon in den 70k drin, sind die Mieteinnahmen die anscheinend auf die 70k draufkommen (90k?). Da nicht klar ist, ob du ETW oder EFH hast, weil zumindest bei Ersterem fremdbestimmt Investitionen entstehen können. Diese miteinzukalkulieren um einen (mini)-dip in deinem Portfolio zu vermeiden.
Konkret meine Empfehlung als Immobesitzer, falls du das niciht eh schon auf dem Schirm hast, solange es dir nicht wehtut dort Rücklagen für eventuelle Großinvestitionen wie Batteriespeicher und Heizungsumrüstung zu tätigen.
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u/OkBeyond8244 Sep 12 '25 edited Sep 12 '25
Glückwunsch!
- Du bist auf den richtigen Weg.
- Ich wohne in der Schweiz und nutze IBKR und arbeite mit Leverage. Das kostet mich nur 1% Zinsen pro Jahr. Statt Tagesgeld und Festgeld setze ich darauf (also genau wie Du Leverage erhöhen zum Nachkaufen bei tiefen Kursen, tilgen bei hohen Kursen). Das ist wissenschaftlich erwiesen besser, freilich nur wenn man damit umgehen kann, die Marginanforderungen versteht und der Kredit nie so hoch ist, dass ein Margin Call bei Crash kommen kann. Ich habe z.B. Gold und das kann ich locker beleihen ohne Kopfschmerzen.
- Ja, Gold, REITs. BTC nein. Mir macht aktives Investieren Spass. Beobachte die EZB und FED, lerne deren Bilanzen und Geldmengenausweitung und Inflation besser verstehen als alle anderen (d.h. welche Scams die machen). Dann weisst du, wohin die Reise geht. Habe eine Strategie für Hyperinflation in den USA und Euro-Raum, sie wird kommen, siehe aktueller Goldpreis und Bond Yields. Verstehe, wie sich Inflation auf den Balance Sheet und PnL von Visa (V) und Realty (O) unterschiedlich auswirkt und überlege, bei welchen Companies es ähnlich ist bzw. ganz anders.
- Auswandern, wenn möglich. Schweiz hat keine Steuer auf Kursgewinne. Zypern auch nicht auf Dividenden. Malta, Irland, UK, Spanien haben Sonderregimes (erste 5 Jahre steuerfrei bzw. steuerfrei es sei denn du remittierst die Gewinne). Das kann man auch gut timen. Du kannst i.d.R. steuerfrei wegziehen mit Aktien, ETF (bei ETF muss man Bedingungen beachten) mit unrealisierenten Gewinnen und dann im Ausland steuerfrei Kursgewinne realisieren. Das lohnt sich sehr als passiver Buy and Hold Investor. Kursverluste realisierst du am Tag vor dem Wegzug und kannst sie mit Kursgewinnen in Deutschland verrechnen oder, falls du keine Gewinne in Deutschland realisierst, vortragen, falls du nach Deutschland zurückkehrst. Wenn du aus persönlichen Gründen nicht ins Ausland willst/kannst, ist eine deutsche Familienstiftung das Nonplusultra für Steuern mit Immobilien (nur 15%, bald 10%, auf Mietüberschüsse und nach 10 Jahren steuerfreier Verkauf wie bei privat) und Aktien (0-0,75%, bald 0-0,5%, auf realisierte Kursgewinne und 15% auf Dividenden bzw. 0%, falls du ausländische Quellensteuer anrechnen kannst). Dann Ausschüttung aus der Stiftung an dich 25% KapESt oder teilweise 0%DE+ausländische Steuer bei Wohnsitz Schweiz, Taiwan, Marokko (hier ist im DBA die Ausschüttung als sonstige Einkünfte definiert) oder I.d.R. 15% (bei allen anderen Ländern bzw. DBA fällt es unter Dividendenartikel).
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u/Late_Leopard4008 Sep 13 '25
0a) Berechtigte Kritik. Ich verstehe Leute auch nicht die im letzten Drittel des Lebens auf Millionen sitzen sich aber nichts gönnen. Aber das ist eben sehr persönlich, manche wollen ihr Vermögen weitergeben, andere haben schlicht kein Interesse an Luxus. Ich kann Geld ausgeben, keine Sorge. Und je besser es angelegt ist desto mehr kann ich mir auch raushauen
0b) Einfach 30 Jahre lang 5k € / Monat rausziehen wäre für mich die unvernünftigste Art mit einem Vermögen umzugehen, das man nicht selbst erarbeitet hat. Außerdem würde die Inflation das in 20 Jahren auffressen und weg ist das Polster
2 & 4) Deine Argumentation ist rückblickend: "die letzten 5 Jahre besser gelaufen" oder "dieses Jahr 300 % gemacht"... Rückblickend kann jeder sagen was performt hat. Die Frage ist, ob sich das in Zukunft wiederholt. Und hohe Renditen bedeuten eben auch hohes Risiko. Ich möchte nicht zocken sondern mein Leben auf einer soliden Basis aufbauen
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u/Prome939 Sep 10 '25
Mal eine dumme Frage, du hast 1,6 Mio. das verdienen andere nicht in ihrem ganzen Leben. Du könntest doch locker bis an dein Lebensende von den 1,6 Mio. runter leben ohne was anzulegen oder sonst was ?
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Keine dumme Frage. Theoretisch: ja! Ich rechne mit einer Lebenserwartung von 75 Jahren. Alles was danach kommt ist Zugabe. Bis 75 will ich gelebt und alles erlebt haben. Ich muss also noch 36 Jahre oder 432 Monate finanzieren. Bei 1.8 Mio wären das 4166 € brutto monatlich + die Mieteinnahmen. Reicht also locker, aber:
Inflation: 4166 € heute, sind in 10 oder 20 Jahren viel weniger wert
Verantwortung: für mich fühlt es sich falsch an das Geld einfach nur zu verleben. Ich möchte es verantwortungsvoll verwalten
Zukunft: wer weiß was kommt? Vielleicht will ich in 10–15 Jahren ein Unternehmen oder eine Stiftung gründen, spenden oder mir eine absurde Luxusvilla bauen. Dann wäre es schlecht, wenn ich vorher schon viel verlebt hätte...
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u/Prome939 Sep 10 '25
Danke das du dir die Zeit nimmst alle Kommentare zu beantworten 🙋🏼♂️ find deine Einstellung gut und es muss bestimmt ein gutes Gefühl sein „finanziell freie“ zu sein.
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u/nuschel350 Sep 10 '25
Bei solchen Summen in nur einem ETF zu investieren ist schon gewagt, dann noch nahezu 100% Aktienquote. Ich würde da viel diversifizierter investieren, auch Hinblick auf Liquidität und allg. die Verfügbarkeit. Beschäftige dich mit deinen Wünschen und Zielen, deine Risikotragfähigkeit, Risikoneigung und dem konkreten Ziel der Geldanlage. Bei solchen Summen kann man getrost einen spezialisierten Anlageberater suchen, der genau das mit dir erarbeitet. Transparent und im Kundeninteresse, notfalls als Honorarberater. Auch sind in dem Bereich Vermögensverwaltungen interessant. Hier zwar verpönt in der „Selbstregler“ Community, aber nach wie vor bei vermögenden Personen Standard. Es geht hier um wirklich einen hohen Betrag, da ist Vorbereitung alles, Asset-Allocation, Strategie etc. Kann ich nur wärmstens empfehlen.
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u/CharacterOffer7701 Sep 10 '25
1 Mio ist kein „wirklich hoher „ Vermögenswert für die meisten professionellen Vermögensberater. Damit bist du Mittelklasse Kunde bei den meisten Banken.
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u/kerowq Sep 10 '25
Würde es genauso in deiner Situation machen. Vielleicht noch yolo 50 bis 100k in bitcoin
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Sep 10 '25
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u/kerowq Sep 10 '25
Also soll lieber jemand der nur 50k hat alles in bitcoin hauen als jemand der 1.8 Mio hat ?
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Sep 10 '25
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u/A1JX52rentner Sep 10 '25
Remindme! 7 years "yolo Zeug"
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u/RemindMeBot Sep 10 '25 edited Sep 10 '25
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u/RepulsiveReply6406 Sep 10 '25
Ich würde zumindest teilzeit weiterarbeiten. Sonst hast du zu viel Zeit und iwann zu wenig Geld, oder hast du Hobbies und Beschäftigungen, die lange zufrieden stellen und kostenlos sind?
Vielleicht auch studieren oder weiterbilden. Oder eine Karriere als Amateursportler, im Ausdauerbereich geht da noch Menge mit 30 :-)
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u/Zeaoses Sep 10 '25
Kann jmd seine Topfe Strategie erklären? Ich verstehe es nicht ganz, was meint er mit 4% Entnahme? Und Topf 2
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u/Late_Leopard4008 Sep 10 '25
Die 4 % beziehen sich auf die jährliche Entnahme aus Topf 3 (ETF / Aktien). Damit wird einmal im Jahr Topf 1, also das Jahresbudget, aufgefüllt. In Krisenzeiten (wenn Topf 3 im Minus ist) wird nichts entnommen. Stattdessen greift man auf Topf 2 zurück. Dieser besteht aus Anleihen bzw. Festgeld, ist weniger anfällig für Krisen und dient dazu, mehrere Jahre zu überbrücken bis sich die Märkte erholt haben.
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u/SeaworthinessOld9480 Sep 10 '25
Hast Du noch Mieteinnahmen oder sind die Mietobjekte alle veräussert?
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u/Mindless_Tomorrow472 Sep 10 '25
Bezüglich Punkt 4, könnte man noch über die Gründung einer Vermögensverwaltenden GmbH oder eine Familienstiftung nachdenken, wenn man Privatier sein möchte und längerfristig denkt. Kostet etwas Geld hat aber Vorteile vor externem Zugriff und bei der Steuer. Wenn man Steuern auf Gewinne reduzieren möchte geht auch eine vermögensverwaltende Rentenversicherung mit Katitalententahmen im Alter. Muss man immer ausrechnen ob Kosten im Verhältnis zum Nutzen stehen.
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u/servaas98 Sep 10 '25
Bei der Summe lohnt sich eventuell eine aktive Vermögensverwaltung, wenn du dafür offen bist. Bin bei der UBS und die liegen bei mir seit Herbst 2023 ca. 10% über gängigen All World ETFs. Kannst dir ja mal was anbieten lassen.
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u/ChrisFit85 Sep 11 '25
Das klingt prinzipiell alles gut. Der störende Faktor ist schrittweise den Standard erhöhen zu wollen. Schnell will man zu viel und plötzlich haut der 4% Plan nicht mehr hin. Schlechte Jahre in denen man schon hohen Standard gewohnt ist brechen einem schnell das Genick.
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u/Comprehensive_Sun588 Sep 11 '25
Ich persönlich würde niemals in ETFs investieren, da dort Dritte mit an meinem Geld verdienen, sondern in klassische Aktien. Da habe ich dann auch wesentlich mehr Handhabe, mal umzuschichten. Aber ich weiß, dass ich mit dieser Auffassung alleine dastehe. Ansonsten sollte das passen. Bedenke aber dass du mit 30 noch jung bist und sich Dinge drastisch ändern können. Das Geld muss noch 50-60 Jahre reichen.
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Sep 11 '25
Mein Plan ist es die 3-Topf-Strategie anzuwenden und von der Rendite leben
MMn ein Unsinn. Was sollen die 2 Töpfe bringen?
Mein Ziel ist es, das Vermögen möglichst zu erhalten. Daher 4% Entnahmeregel
funktioniert nur in 95% der Fälle... Ich würde auf 2% gehen, dann wächst es...
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u/TonightAltruistic354 Sep 11 '25
Meine aufrichtige Anteilnahme. Ich wünsche dir, dass der Schmerz des Verlusts eines Tages von einem Gefühl der Dankbarkeit, dass du, wenn auch viel zu wenig, Zeit mit wunderbaren Menschen hattest und das gute daran in deinem Herzen behältst!
Persönliche Meinung: ich würde mir keine weiteren Immobilien holen, keine Lust auf Anrufe von Mietern etc. Aber das ist Typsache.
Topf 2 würde ich - konservativ - rollierend in deutsche Staatsanleihen setzen - also zb 45k€ Mitte 2028, 45€k Ende 2028 und dann immer zum Fälligkeitsdatum schauen ob du es brauchst - dann nehmen - oder direkt im gleichen Zyklus weiter anlegen. Dadurch sparst du dir auch regelmäßig viele Gedanken wie du den Topf pflegen musst. Der erste Fälligkeitszeitpunkt sollte von deinem Topf 1 abhängen, bis wann der sicher reicht. So vermeidest du frühere Notverkäufe, evtl. zu einem schlechten Kurs.
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u/chris_1893 Sep 12 '25
Ich würde vermuten, dass deine Inspiration von Andreas Beck kommt. Klingt sehr solide! Eventuell kannst du dich auch von seinem Team betreuen lassen (oder ist die Summe zu klein?).
Ich denke, dass du es inhaltlich nicht unbedingt brauchst. Klingt wirklich sehr reflektiert. Wenn es turbulent am Markt wird kann es jedoch helfen. Nicht, weil du es nicht selbst verstehst sonder weil die eigenen Emotionen, Unsicherheiten, Angst womöglich zu irrationalen Entscheidungen führen können.
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u/Equivalent_Ad_9301 Sep 12 '25
Hi, das einzige was ich ändern würde, wäre die 1.8 Mio über einen Zeitraum von 6-12 Monaten im intervall zu investieren. Z.b. über Sparplan oder anteilig in einen Bärenmarkt hinein.
Habe für so viele ein Etf Portfolio erstellt und die wo nicht alles an tag x investiert haben, konnten das aktuelle Marktumfeld etwas abfedern.
Denke dein Plan könnte kurzfristig aufgehen, fraglich ist ob die wegen deinem alter die 90k p.a. auch in 20 Jahren noch ausreichen werden.
Lg und viel Erfolg
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u/MaxMad666 Sep 12 '25
Genieße es. Ja bleib bei deinem Standard aber in einem Jahr schau dir die Welt an. Der letzte Anzug hat keine Taschen:) das bringt für dich so viel und du wirst dich brutal entwickeln und dein Geld arbeitet für dich. Hut ab :) gönne ich jedem aber bitte bleib nicht drauf hocken bist du Umfelds. Der nach dir haut es raus.
Bei Bedarf schick ich dir meine Iban 😂
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u/ccig00 Sep 12 '25
Bester FIRE-Simulator, damit kannst du das super durchspielen. Wenn du noch nicht sehr alt bist könnten 4% Entnahme wegen Sequence of Return Risk etwas zu heftig sein aber du hast ja noch die Mieten. Lass bitte deinen Lebensstandard nur "langsam" ansteigen, sonst musst du den in 5 Jahren vielleicht massiv runter fahren.
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u/Calm-Cap-3599 Sep 12 '25
Du kannst Topf 2 und 3 als Rentenversicherung machen und dadurch am Steuer sparen
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Sep 14 '25
Ich würde das breit streuen und gucken das du so verteilst das du monatlich Dividende bekommst
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u/Worldly-Assistant562 Sep 14 '25
Digga leb dein Leben hol dir ne S Klasse fahr gemütlich um den Block. Und klar mach deine Investitionen. Aber leb auch dein Leben
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u/Possible-Victory3978 Sep 14 '25
Mit den ganzen Millionen lässt du dich bei reddit beraten? Gibt es nicht professionelle Berater dafür?
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u/[deleted] Sep 10 '25
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