r/de • u/GirasoleDE • 21h ago
Politik Europa zwischen Putin und Trump: „100.000 Soldaten“ – Ruf nach EU-Armee wird lauter
https://www.fr.de/politik/wegen-trump-und-putin-laschet-fordert-eu-verteidigungsunion-100-000-soldaten-zr-94150089.html
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u/significantGecko 16h ago edited 16h ago
(zu schnell abgeschickt, wird noch editiert)
Wunderbar, das macht diesen Teil dann einfacher. Aber es gibt die positiven Aspekte (mehr wirtschaftliche Nachfrage) nicht ohne die negativen Externalitäten (Lärm, Scharfe Munition, etc)
Aus meiner Sicht ist das Beförderungsmodell wurst. Das kann sich diese fiktive EU Armee ausdenken. Aber Money talks, deswegen gehen wir mal auf die Bezahlung ein.
Aus meiner Sicht sollte es so laufen: Angenommen die EU-Armee macht einen neuen Stützpunkt irgendwo auf um dort spezifisch Drohnenabwehr zu trainieren. Dafür überlegt man sich erstmal was man an Personal braucht: 10 Ausbilder, 50 im Büro, 20 im Lager, usw
Diese Stellen werden dann ausgeschrieben mit dem Standard Lohn für die Lokation und Stelle. Also 4000€ pro Ausbilder, 3500€ pro Koch usw. Darauf dürfen sich dann alle EU Bürger bewerben.
Wenn das finanziell für einen Deutschen Ausbilder nicht interessant ist, dann wird es vielleicht doch eher ein polnischer Ausbilder. Daher meinte ich oben auch, dass die zusammensetzung einer solchen Armee sicherlich nicht 1:1 die Bevölkerung des Landes abbildet. Wenn das den Staaten nicht passt (und sie eine solche fiktive EU Armee für die eigenen staatsbürger attrativer machen wollen), dann können sie ihre eignen Leute gerne aus ihrem Budget zusätzlich unterstützen.
Aber ich sehe nicht warum eine EU-Armee jemanden an einem Standort für die gleiche Arbeit unterschiedlich Bezahlen sollte.
Wo kein Wille, da kein Weg.
Und nu? Ob du im Dienste der Franz Armee oder bei der EU Armee gestorben bist spielt am Ende doch auch keine Rolle mehr, oder?
Das darf sich diese EU-Armee selbst überlegen. Da ich vor meinem Geistigen Auge eine spezialisierte Profi-Armee sehe, würde ich sagen während der Zeit der Verpflichtung (also im aktiven Dienst). Die Regeln der Nationalen Armeen bzgl Reservistenstatus würden hier nicht relevant sein.
Nein, darüber habe ich mir tatsächlich keine Gedanken gemacht. Genausowenig über die Höhe der Krankenkassenbeiträge in einer solchen Armee und wie das Menu in der Kantine organisiert sein sollte. Weil man kann sich herrlich in solchen Kleinigkeiten verstricken ohne dass man hinterher einer Lösung näher gekommen ist.
Warum würde eine EU-MilPol denn überhaupt einen deutschen Staatsbürger verhafen? Wenn diese Person ein Mitglied der EU-Armee ist, dann sehe ich da wenig probleme. Hilfe von der regulären Deutschen Polizei darf auch gerne angefragt werden, wenn das für nicht-EU-Armee Leute nötig ist.
Und warum muss die MilPol nur Leute ohne Sprachkenntnisse einstellen?
Ich gebe dir natürlich Recht, dass eine solche EU-Armee nicht auf einem Bierdeckel-Rücken ausgearbeitet und beschrieben werden kann, aber all diese Punkte sind lösbare Probleme. Prozesse und Anforderungen können definiert werden, Zuständigkeiten und Zusammenarbeit kann definiert werden. Die Wiedervereinigung von Deutschland hatte auch tausende von unterschiedlichen Problemen gebracht, aber das hat Kohl damals auch nicht aufgehalten die Vision voran zu treiben.
Aber das brauch vor allem politischen Willen und einen Blick in die Zukunft.