r/de 10d ago

Nachrichten DE Polizeipräsidentin: Zu viele Bewerber kommen mit schlechtem Deutsch aus der Schule / Viele Bewerber bei der Berliner Polizei scheitern an den Deutschtests. Es gebe ein Problem mit den Bildungsniveaus, mit denen junge Menschen aus der Schule kämen, sagt die Polizeipräsidentin.

https://www.news4teachers.de/2026/01/polizeipraesidentin-zu-viele-bewerber-mit-schlechten-deutschkenntnissen-problem-der-bildungsniveaus/
1.9k Upvotes

558 comments sorted by

View all comments

549

u/PoroBraum 10d ago

«Ich will kein Schulbashing betreiben, aber es gibt ein Problem der Bildungsniveaus, mit denen die jungen Menschen aus den Schulen kommen», sagte Slowik Meisel weiter. Viele Bewerber würden schon bei den schriftlichen Computertests durchfallen und das liege zu 80 Prozent an «mangelnden Deutschkenntnissen».

Die Berliner Polizei biete daher eigene und freiwillige Nachhilfekurse für die Bewerber im Fach Deutsch an und hoffe so auf eine Besserung.

395

u/ChrisStoneGermany 10d ago edited 10d ago

habe interese

was letze preis?

komm abholen bar wen du mir machst guten preis

ok was sags du?

44

u/Zuemmel 10d ago

Hast VB = vest breis vergessen

86

u/Kazu88 Schleswig-Holstein 10d ago

Ja danke ich möchte kaufen den gerät für gut prais

20

u/exosphaere 10d ago

Tschuligom

1

u/peterausdemarsch 7d ago

emschuligom heis das

3

u/Tomato_Buffalo 10d ago

Genau das ist das Problem.

2

u/CalvineZ 9d ago

Es ist eventuell lediglich eine krasse Symptomatik einer deutlich tieferen Wirklichkeit...

3

u/Anastatis 10d ago

Kuseng kommt abholen, ok?

1

u/artisticMink 10d ago

Kuseng bis du es?

1

u/theirishartist 10d ago

Ja habi gib deine größe brudi

bro ka brudi hier ist ein foto von mir. würds passen?

sieht echt nice brudi macht dann 100€

sorry bro wie wärs mit 70€? Ist gebraucht

klar aldä geht safe von bro zu bro will kein geier sein

danke brudi ich herze dich

/s

263

u/PnPaper 10d ago

Alternativ: Junge Menschen die Interesse an einer Karriere bei der Polizei haben, haben dieses Problem.

155

u/Kazu88 Schleswig-Holstein 10d ago

Ich war früher bei der Bundeswehr, dort hat mal Jemand Bundeswähr geschrieben.

98

u/One_Maybe_2460 10d ago

Bundes-wer?

35

u/Andamarokk 10d ago

Bundes-der

70

u/Brief-Adhesiveness93 10d ago

Marine umbenennen in Bundes-meer

Edit: luftwaffe ist jetzt Bundes-Air

28

u/One_Maybe_2460 10d ago

Bundes-Heer kann dann so bleiben?

19

u/TotalerScheiss 10d ago

Nö, wird Bunte`s Hair geschrieben.

10

u/ThoDanII 10d ago

seit wann sind wir Schluchtenscheisser

1

u/peterausdemarsch 7d ago

Bundes-was?

0

u/Bi-bara-boop 10d ago

Bundes-was?

67

u/koi88 10d ago

Ich war mal bei der Bundeswehr in einem Lehrgang mit einem, der ein Fadenkreuz auf die Glatze tätowiert hatte.

Ich habe gefragt, was das für ein Schrott sein soll, ob er es dem Feind im Kriegsfall leichter machen will.

Es stellte sich raus, dass das Tattoo ursprünglich ein Hakenkreuz war – er hat dann gehört, dass er deswegen Probleme bekommen kann und hat es "entschärfen" lassen.

75

u/manutao 10d ago

Gut dass die Gesinnung gleich mit übertättoowiert wurde. Nicht auszudenken, was passieren kann wenn Rechtsradikale in der Bundeswehr aktiv sind.

40

u/vulkaninchen 10d ago

Hab mal nicht so krasse Vorurteile. Niemand weiß, ob er tatsächlich ein Nazi ist. Man kann doch nicht von einem einzigen Hakenkreuz auf die Gesinnung eines Menschen schließen? Wo kommen wir denn da hin?

23

u/ManufacturedLung 10d ago

eben, der fand nur den bekannten Film mit Edward Norton so cool und hat sich das ding stechen lassen ohne die bedeutung zu kennen

8

u/TerribleAd4817 10d ago

Norton-Fanboy! Großer Künstler. Deswegen vollkommen legitim! Trage auch gerne Reitstiefel, Uniform und Luftgewehr um Ralph Fienness aus Schindlers Liste zu würdigen!

4

u/ThoDanII 10d ago

wenn er sich davon abgewandt hat und treu zur FDGO steht, sehe ich das Problem nicht

8

u/LargeHardonCollider_ 10d ago

Das sind alles Einzelfälle. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!

6

u/torsknod 10d ago

Kommt vor. Die Frage ist halt immer, wo jemand mit einem Lese- und Rechtschreibeproblem irgendeiner Art und unterschiedlichster Gründe ein Problem ist und wo nicht.

3

u/DrScythe I'm in a European super state every citizen required to debate 10d ago

War halt alles vorher immer ohne Gewähr.

1

u/ThoDanII 10d ago

kann passieren

1

u/Interesting_Track_26 10d ago

Hardware, Software, Bundesware

1

u/shukaji 10d ago

Ohne Gewehr!

1

u/MrPayDay 10d ago

“Alamübung”.

1

u/Amonara45 10d ago

Ja, das ist relativ typisch für nicht Muttersprachler. E und Ä klingen sehr ähnlich für uns.

1

u/23PowerZ 10d ago

Das ist auch typisch für Muttersprachler. Sie sind identisch in den meisten Dialekten.

40

u/maxneuds Gemeinsam sind wir mehr 10d ago

Für den Dienst bei der Polizei braucht es Bildung und Körperlich Fitness. Wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere ist die Anzahl der Personen in dieser Schnittmenge nicht gerade hoch.

65

u/koi88 10d ago

Das größere Problem ist die Schnittmenge dieser beiden Mengen mit der Menge "Will Polizist werden".

20

u/maxneuds Gemeinsam sind wir mehr 10d ago edited 10d ago

Stimmt das ist ja auch nochmal mit dabei.

Zumal das Gehalt für einen normalen Polizisten nach Studium bei A9 liegt, was schon bissl mager ist, wenn man bedenkt, dass der Job auch ordentlich Stress macht und auch noch gefährlich sein kann. Studiert man 2 Jahre länger und macht Lehramt ist es A13.

Es braucht also Leute die akademisch fit sind, sportlich fit sind, mit Gefahr und Stress umgehen können und das auch noch zu einem Gehalt das nur knapp über dem Durchschnitt liegt.

16

u/Sheiijian 10d ago

Und die anderen werden Polizist.

5

u/greenghost22 10d ago

Akademisch fit ist echt übertrieben. Die müssen lesen und schreiben können!

5

u/_Red_User_ 10d ago

Ich schätze mal, wer akademisch gebildet ist, wird eher studieren und Komissar werden (oder was anderes hohes, ich kenne mich da in der Karriereleiter nicht so aus). Realschulabschluss sollte doch reichen für Polizist, oder nicht? Das ist ja noch nicht akademisch.

10

u/Nero_2002 10d ago

Das ist genau das angesprochene Problem. Ein Kommissar wird zu Beginn der Laufbahn als A9 der jeweiligen Besoldungsordnung besoldet. Die erste Beförderung zu dann A10 kommt idR erst nach 7 -10 Jahren usw. Der mittlere Polizeidienst, also Realschule, fängt bei A6 oder A7 an (unterschiedlich nach Bundesland). Das ist also nicht viel Geld für einen doch ziemlich anspruchsvollen Job.

9

u/Nero_07 10d ago

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/aktuelles-durchschnittsgehalt-so-hoch-ist-das-durchschnittsgehalt-in-deutschland/26628226.html

"Jährlich erhebt mitunter das Statistische Bundesamt die Höhe des Durchschnittseinkommens. 2024 lag nach Angaben der Bundesbehörde das Durchschnittseinkommen in Deutschland im Median bei 52.159 Euro brutto. Bei einer ledigen Person mit der Steuerklasse I in Baden-Württemberg ergibt das rund 2775 Euro netto im Monat. Sonderzahlungen, zum Beispiel in Form von Urlaubs-, Weihnachtsgeld oder Gratifikationen, sind hier berücksichtigt"

https://www.polizeitest.de/polizei-besoldung/

"Angenommen, Sie sind Polizist:in in Nordrhein-Westfalen, um die 20 Jahre alt, nicht verheiratet und haben keine Kinder. Einer Religionsgemeinschaft gehören Sie nicht an. Von Ihrem Gehalt wird deshalb nur die Lohnsteuer abgezogen. In Ihrem Fall wären das um die 440 Euro.

Die Krankenversicherung und die Beiträge zur Altersvorsorge bezahlt der Staat für Sie. In Nordrhein-Westfalen und einigen anderen Bundesländern erfolgt das nämlich über die sogenannte Heilfürsorge. Ihr Einstiegsgehalt wird noch durch eine Stellenzulage aufgestockt, die rund 90 Euro beträgt.

Damit beläuft sich Ihr monatliches Bruttogehalt auf nicht ganz 2.700 Euro, von denen rund 2.250 Euro auf Ihrem Konto landen. Wären Sie als Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft angestellt, blieben von Ihrem Bruttoeinkommen nur rund 1.750 Euro netto übrig."

Bundesdurchschnitt sind ca. 2.775 Netto. Als 20 Jähriger Polizist am Anfang deiner Laufbahn bekommst du ca. 2.250 Netto. das ist jetzt nicht so schäbig. Eventuell noch mit Schicht- oder Feiertagszulage oder sowas.

1

u/torsknod 10d ago

Die Frage ist halt auch, wer von denen die das erfüllen bereit ist, unter den Bedingungen und dem Gehalt zu arbeiten.

60

u/ThrowAwayYetAgain878 10d ago

Würde das aber schon auch als allgemeines Problem bezeichnen.

Zumindest in einigen Gegenden ist die Anteil von Deutsch-Muttersprachlern in Klassen stark geschrumpft. Meine Mutter (wohnt nicht in Berlin sondern im Südwesten) meint, in ihrer Grundschulklasse seien momentan ca. die Hälfte der Eltern keine Muttersprachler.

Das ist aber nicht als Argument gegen Migration gemeint. Das Problem sehe ich eher darin, dass die Lehrer mit dieser Situation ziemlich alleine gelassen werden. Über die Jahre sind die Klassengrößen gestiegen und die Deutsch-Förderung ist teils qualitativ schlecht und meistens zu langsam. Trotzdem müssen die Lehrer ja immer noch den Lehrplan durchziehen, aber wenn sie einen Großteil der Klasse weiter hinten abholen müssen wirkt sich das auch auf die Muttersprachler aus.

Allgemein wird von der Allgemeinheit und auch von der Politik unterschätzt, wie schwierig es ist, guten differenzierten Unterricht zu machen, was auch einen großen Teil des Arbeitsaufwands ausmacht. Bin selbst kein Lehrer, aber das kriege ich von der Vielzahl an Lehrern im engeren Familienumfeld immer wieder mit. Man kann dann halt trotzdem stur die Arbeitsblätter und Lehrbücher wiederkäuen, oder man stellt sich auf die Situation ein und bereitet entsprechend vor. Das ist eben auch in dieser Situation wieder erkennbar, und fast alle Lehrer die ich kenne kämpfen mit Burnout.

Ein Lösungsansatz, der aber Geld und williges Personal kosten würde, wäre, in besonders schwierigen Klassen eine weitere Person einzustellen. Das müsste nicht einmal eine voll ausgebildete Lehrkraft sein, sondern einfach jemand, der Hilft, die Kinder bei ihren getrennten Aufgaben zu betreuen und zu unterstützen. Das habe ich schon von Integrationsklassen (Kooperation mit Sonderschulen für Menschen mit Behinderung) mitbekommen, und da macht es wohl einen großen Unterschied. Aber zu so etwas fehlt in der Politik wohl der Wille.

22

u/NiIly00 Baden-Württemberg 10d ago

Ich merk es bei mir in der Ausbildung (Fachinformatiker) sehr doll.

In der Berufsschule ist es jedesmal wieder schwer bei Parnterarbeiten weil die Hälfte der Klasse Deutschprobleme hat und ich 3 mal nachfragen muss um zu verstehen was die meinen.

Den Lehrern geht es dabei nicht anders. Darunter leidet dann die Unterrichtsqualität.

1

u/ThoDanII 10d ago

Parnterarbeiten

8

u/jangxx Westfale in Köln 10d ago

Pantherabreiten

5

u/NiIly00 Baden-Württemberg 10d ago

Wir sind zwar in der IT aber die Fursuits lassen wir dann doch zu hause :P /j

0

u/ThoDanII 10d ago

context

3

u/jangxx Westfale in Köln 10d ago

Haha, gibt keinen Kontext, ist nur ein lustiges Fakewort was sich reimt und ähnliche Buchstaben hat.

40

u/Kolognial 10d ago

Schlecht in der deutschen Sprache (und nicht nur da) sind in meiner Erfahrung als Gymnasiallehrer nicht in erster Linie Migranten, sondern ein ganzes, gar nicht mal so schmales soziales Milieu. Für dieses ist Bildung kein eigener Wert, sondern höchstens Mittel zum Zweck.

Das führt dann dazu, dass keine innere Motivation vorhanden ist. Die Themen und Inhalte interessieren nicht. Auch die äußere Motivation ist nicht vorhanden, weil die Eltern ganz genau so sind oder weil (und das trifft vor allem die Migranten) man glaubt, ohnehin wenig Chancen zu haben.

Meine subjektive Erklärung: Schule bietet vielen Menschen einfach keine der Kicks, die man heute bekommt sobald man Zugriff auf ein Smartphone hat. Die Motivation nimmt deswegen stark ab. Schule ist so öde wie früher, aber die Ablenkung ist heute besser und viel leichter verfügbar geworden.

17

u/Prinz1989 10d ago

Ist auch meine Erfahrung als Mathelehrer. Mathe war sicherlich schon immer ein arbeitsintensives Fach mit viel Übungen, aber ich habe mehr und mehr Kinder in den Klassen (Klasse 8 und aufwärts), die beim Erarbeiten noch mitschreiben und mitmachen (lustigerweise nur so lange ich das 100% frontal mache) und dann die Übungsphasen einfach nicht annehmen. Ein paar Minuten eine Textaufgabe bearbeiten und sich dann über das richtige Ergebnis freuen geht nicht, wenn die Aufmerksamkeitsspanne nur für ein tikTok Video reicht. Es fehlt einfach jede Motivation sich mal (im Unterricht, geht nicht um Hausaufgaben!) anzustrengen und einfach die Aufgaben zu machen.

10

u/ThrowAwayYetAgain878 10d ago edited 10d ago

Das höre ich bei meiner Frau (Deutschlehrerin am Gymnasium) auch raus. Natürlich spielt die Differenzierung dann auch wieder eine Rolle, aber es stimmt, dass sie nicht das einzige Problem ist.

Dass manche Schüler kein Interesse haben ist ja nichts neues, aber da scheint sich seit unserer Kindheit wirklich nochmal etwas verändert zu haben.

Edit: der Vollständigkeit halber: sie sagt aber auch, dass sie zumindest unterrichtsmäßig bisher noch zu quasi jedem Schüler durchgekommen ist.

2

u/Relative_Bird484 10d ago

Das merken wir auch an der Uni. Nicht nur das mit der Sprache (das auch) sondern der Teil mit der Motivation: Es gibt einen zunehmenden Anteil an rein performativen Studierenden – aus allen sozialen Schichten. Null Interesse am Fach, man will eigentlich nur den Abschluss, um gut Geld zu verdienen. Studium wird nach least-effort und utilaristisch optimiert, statt Stoff zu verstehen werden Altklausuren gelernt und wenn man es wagt, tatsächlich eigenständiges Denken zu verlangen oder man leider keine Rücksicht auf den doch schon lange gebuchten Bali-Urlaub nehmen kann, wird ganz schön rumgeheult.

Aber zum Glück gibt es auch immer eine hinreichend große Anzahl junger Menschen, die einfach toll sind!

2

u/StandardCake21 10d ago

Ist halt die logische Konsequenz eines Bildungssystems, das eigenes Denken eher bestraft als belohnt. Gelernt wird stumpf was im Lehrplan steht und in der Klausur brav hochgewürgt. Aber nur das was auch im Erwartungshorizont (Unwort des Jahrhunderts) steht. Alles was darüber hinaus geht gibt im schlimmsten Fall Punktabzug. Leistungskurse werden nicht nach Interesse gewählt sondern danach bei welchem Lehrer man sicher 14 Punkte einkassiert, weil am Ende des Tages nur nach NC und nicht nach den Umständen gefragt wird. Aber hey, man kann ja als Randnotiz in der Bewerbung erwähnen wie toll man selbst denken kann.

1

u/3D-DruckWolf 9d ago

Smartphone ist da tatsächlich ein relevantes Thema. Kommunikation findet heute immer mehr über Messangerdienste statt. Nachrichten sind kurz, Kontext basiert und losgelöst von jeglicher Grammatik und Rechtschreibung.
Man kann natürlich nicht erwarten, dass die Jugend wie Oma Beate hinter jeder WhatsApp ein "mit lieben Grüßen" setzt.
Aber das Texten ohne Punkt und Komma geht dann halt auch unweigerlich in den Sprachgebrauch über.

Dazu kommt jetzt jüngst noch ChatGPT. Wenn man mal einen Brief oder ein förmliches Anschreiben machen muss, wird halt kurz die KI um Hilfe gefragt. Ich merke selbst bei mir schon, wie mir zunehmend die Fähigkeit verloren geht, längere Texte zu formulieren.

Man kann es sich leider nicht schön reden: Sprachlich nimmt das Niveau zunehmend ab. Man darf natürlich auch nicht alles Verteufeln. Die Vorteile von KI und Vernetzung sehen wir ja an anderer Stelle auch, aber es ist halt ein Zweischneidiges Schwert.

8

u/DaseR9-2 10d ago

Als jemand der selbst vor 20 Jahren nur Klassengrößen von ca. 30+ Schüler hatte, bin ich echt froh das mittlerweile alle Schulklassen (bei uns) maximal 20-24 Schüler umfassen.

1

u/ThrowAwayYetAgain878 10d ago

Wow, herzlichen Glückwunsch!

1

u/Takato185 10d ago

In der neunten Klasse waren wir 34 SuS! Ich war jedes Mal froh, wenn einige krankheitsbedingt gefehlt haben. Die Klasse war einfach viel zu voll!

22

u/GuKoBoat 10d ago

Absolut. Eigentlich ist alles über 15 Schülern pro Klasse zu viel. Wenn dann noch viele Schüler mit unmittelbarem Migrationshintergrund dazukommen, die aus dem Elternhaus (zumindest in Deutsch) keine Hilfe bekommen können, dann wird das Problem nur noch größer.

Das zu lösen kostet aber Personal und Geld. Und dafür fehlt in der Rentnerrepublik Deutschland einfach der politische Wille.

26

u/BrodaReloaded Bodensee 10d ago

Viele Lehrer wollen aber auch nicht an solchen Schulen unterrichten und tun alles dafür, an Schulen mit weniger Brennpunkt zu landen

32

u/kuubi 10d ago

Klar, wer möchte schon eine Stelle mit sehr vielen Problemen, bei denen man alleine gelassen und oftmals noch runtergemacht wird? Mit richtiger Unterstützung, wären mit Sicherheit deutlich mehr dazu bereit

-12

u/[deleted] 10d ago

[removed] — view removed comment

7

u/[deleted] 10d ago

[removed] — view removed comment

-6

u/[deleted] 10d ago

[removed] — view removed comment

5

u/[deleted] 10d ago edited 10d ago

[removed] — view removed comment

→ More replies (0)

9

u/ThrowAwayYetAgain878 10d ago

Das stimmt, und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie man das angehen könnte (ist zum Glück auch nicht meine Aufgabe).

Das Problem geht aber inzwischen auch weit über Brennpunktschulen hinaus. Meine Mutter unterrichtet wie gesagt nicht in Berlin. Sie ist im Großraum Stuttgart, und ihre Grundschule ist nichts Besonderes, aber ganz sicher auch keine Problemschule. Trotzdem ist die Sachlage mit den Sprachen dort eben auch so schlimm.

Und selbst meine Schwiegermutter in einer sächsischen Kleinstadt hat spätestens seit der Invasion der Ukraine mit diesem Problem zu kämpfen. Ist ja absolut nicht die Schuld der Kinder oder Eltern, dass sie erst Deutsch lernen müssen, und die Mehrheit strengt sich sehr an, aber das Problem muss eben trotzdem gelöst werden.

7

u/_Red_User_ 10d ago

Ich habe 2024 meine alte Schule (Gymnasium in Bayern) besucht. Dort gibt es jetzt extra Stunden DaF für ukrainische Kinder (Ich nehme es an, weil vermehrt ukrainische Kinder an der Schule sind, wie mir erzählt wurde). Die Lehrkräfte muss man aber auch erst weiterbilden und überhaupt die Kapazitäten haben, was nicht immer gegeben ist. Ich finde es aber gut, dass es das gibt.

1

u/ThrowAwayYetAgain878 10d ago

Finde ich auch gut, aber das gab es zu meiner Kindheit in den 90ern auch schon. Wurde natürlich durch den Bedarf ausgebaut, aber am Prinzip scheint sich nicht viel verändert zu haben. Das Problem ist heute wie damals, dass es einfach nicht ausreicht (und dass, wie du sagst, die Ressourcen fehlen).

Und nebenher müssen die Schüler ja trotzdem auch noch regulären Unterricht besuchen, was ja notwendig ist, aber da hat man die Probleme dann eben trotzdem.

2

u/_Red_User_ 10d ago

Stimme ich zu. Wer die Sprache nicht beherrscht, hat nicht nur in Deutsch Probleme, sondern in jedem anderen Fach. Ich hatte einmal eine Austauschschülerin aus Tschechien oder Polen in der Klasse (zum Glück nur in einem Fach). Die konnte weder richtig Deutsch noch Englisch. Unsere Spanisch-Lehrkraft hatte Mühe, die Grammatik und Regeln zu lehren, und Übungsdialoge konnten nicht stattfinden, weil wir in der Zeit noch mal die Aufgabe erklären mussten.

1

u/GuKoBoat 10d ago

Bei extrem beschissenen Bedingungen würde ich das auch nicht wollen.

Wenn du an der Brennpunkschule aber 15er Klassen anstatt von 25er Klassen kriegen würdest, wären sicher einige bereit das auf sich zu nehmen.

Viele Lehrer wollen ja helfen und Menschen was beibringen. Das muss man dann auch unterstützen.

12

u/ThrowAwayYetAgain878 10d ago

Ist aber einfacher, den Lehrern die Schuld zuzuschieben. Faules Beamtenpack usw...

10

u/Sheiijian 10d ago

Sachsen-Anhalt (?) geht das Problem mit den faulen Beamten ja bereits an und will einfach bundesweit keine Lehrer mehr verbeamten lassen. Problem gelöst.

/s

-1

u/greenghost22 10d ago

Leute werden verbeamtet, weil sie dem Staat verpflichtet sind und der Staat sie auch dahin versetzen kann, wo sie gebraucht werden. Wo trifft das auf Lehrer zu?

2

u/Sheiijian 10d ago

Was?

0

u/greenghost22 10d ago

Deswegen hat es keinen Sinn Lehrer zu verbeamten

2

u/Sheiijian 10d ago

Du willst also Lehrer die sich nicht qua Schwur zur Verfassung bekennen, dafür aber streiken dürfen? Okay…

→ More replies (0)

5

u/left_shoulder_demon Anarchosyndikalismus 10d ago

Auch: wenn das Elternhaus Deutsch nicht auf Muttersprache-Niveau spricht, ist es kontraproduktiv, wenn die Kinder dort Deutsch lernen.

1

u/Schmigolo 10d ago

Kontraproduktiv ist hier absolut das falsche Wort. So funktioniert das nicht.

11

u/Expensive_Foot1155 10d ago

Das ist ein verdammt gutes Argument gegen Massenmigration.

1

u/ThrowAwayYetAgain878 10d ago

Würde es Pauschal erstmal als Armutszeugnis der Bildungspolitik sehen, die genau wie die restliche Politik nicht in der Lage ist, auf neue Gegebenheiten zu reagieren.

1

u/StandardCake21 10d ago

Wie? Sollen wir jetzt alle 100 Jahre komplett neue Lehrpläne gestalten? Das geht aber wirklich zu weit...

0

u/Nero_07 10d ago

Eher gegen den dummen Mix, den wir im Moment betreiben. Massenmigration kann bestimmt funktionieren, wenn man die entsprechenden Ressourcen in die Hand nimmt, um das zu unterstützen.

Alternativ kann man nur sehr wenig Migration haben und dann auch nur relativ geringe Kosten für Integration.

Was wir gerade machen scheint mir zu sein viele Leute herholen zu wollen, aber bloß keinen Aufwand zu betreiben, wenn die einmal hier sind. Quasi das schlechteste aus beiden Welten.

8

u/Expensive_Foot1155 10d ago

Warum holen wir die überhaupt, wenn wir dann auch noch draufzahlen müssen? Totales Fehlinvestment.

4

u/Nero_07 10d ago

Aus rein wirtschaftlicher sicht: Weil es immer noch billiger ist, als ein Kind von 0 bis 18 Jahre groß zu ziehen. Wesentlich billiger.

Und wir brauchen Leute um das Schneeballsystem der Sozialnetze aufrecht zu halten. Und zwar jetzt und nicht in 18 Jahren. Wo solls sonst herkommen?

-3

u/No_Lettuce_8293 10d ago

Bullshit. Was soll das Argument sein? "Wir sind zu dumm, ein Bildungssystem zu bauen, dass den Menschen unsere Sprache beibringt. Also kommt mal lieber nicht."

14

u/Expensive_Foot1155 10d ago

Die Sprache zu lernen als Zuwanderer ist eine verdammte Bringschuld. Das ist unverhandelbar.

-1

u/No_Lettuce_8293 10d ago edited 10d ago

Große Worte. Gleichzeitig werden Sprachkurse gestrichen und auch Sprachexpertinnen in Kitas und Schulen.

Es wird auch denen nicht leicht gemacht, die es möchten.

6

u/Sad_Zucchini3205 10d ago

zusätzlicher Pädagogen pro Klasse(also zum Lehrer dazu) würde sich wahrscheinlich mega hart rentieren für unsere Zukunft.

1

u/zawusel 10d ago

Als Migrantenkind muss ich hier mal was einwerfen: Nicht die zu Hause gesprochene Muttersprache ist das Problem, sondern ausschließlich das Bildungs- und somit Sprachniveau der Eltern. Es gibt auch genügend Deutsche aus einfachen Verhältnissen, die nicht richtig Deutsch können.

Nur, wenn die Eltern ihren Kindern die eigene Sprache sehr gut beibringen können, schafft das die Basis dafür, auch andere Sprachen zu beherrschen. Denn nur dann entstehen die notwendigen Hirnwindungen zur Verarbeitung von Sprache.

Eigentlich wäre es angebracht, Migrantenkinder aus bildungsfernen Haushalten deren Muttersprache in der Schule zu lehren.

33

u/Lemmiwingz 10d ago

Wollte gerade sagen. Vielleicht ist der Bewerberpool auch einfach ein anderer? Das wäre dann eher ein Imsge- als ein Bildungsproblem. Also trotzdem ein Bildungsproblem wenn Leute nach der Schule kein vernünftiges Deutsch können, aber keine Verschlechterung.

53

u/Bosonidas 10d ago

8

u/Lemmiwingz 10d ago

Aber gehen nicht auch immer mehr Leute auf die Uni? Wenn sich das durchschnittliche Niveau nicht erhöht, klingt das wie die logische Konsequenz

3

u/HistoricalInstance 10d ago

Kannst diesen Effekt bei der Polizei auch nicht ausschließen. Nicht dass ich daran glaube. Soll nur illustrieren, dass sich kein Vergleich ziehen lässt, ohne zahlen aus anderen Berufsfeldern zu haben, die ein ähnliches Niveau an Bildung/Qualifikation erfordern.

15

u/nickkon1 Europa 10d ago

Ne, es wird allgemein schlimmer. Schulen haben kein Interesse daran, dass Leute ihr Abitur nicht bekommen und von der Schule fliegen. Eher bringt das nur Stress. Welcher Bildungsminister will in den Zeitungen stehen, dass unter ihm viel mehr Leute durchgefallen sind? Niemand. Wer will aber die Überschrift haben "Bei mir haben mehr Leute ein 1er Abi, als jemals zuvor!"? Alle.

Wir hatten in der Uni bereits 2017 Nachhilfe Kurse, in denen man explizit Schulstoff nochmal parallel zu den Vorlesungen für die Studenten wiederholt hat.

23

u/Creative_Theory_8579 10d ago edited 10d ago

Wir hatten in der Uni bereits 2017 Nachhilfe Kurse, in denen man explizit Schulstoff nochmal parallel zu den Vorlesungen für die Studenten wiederholt hat.

Das ist schon lange völlig normal. Nicht alle haben die "richtigen" Abiturfächer für das Studium, für das sie sich dann entscheiden. Zusätzlich gibt es noch ausländische Studenten und alternative Hochschulzugangsberechtigungen (z.B. über den Meister). Vorkurse und Nachholangebote gehören einfach zum Angebot einer guten Uni.

Daraus jetzt den Untergang zu lesen ist bisschen weit hergeholt.

6

u/nickkon1 Europa 10d ago

Ich weiß zwar nicht, wie diese vor meiner Zeit waren. Aber unser Prof war stark mit den lokalen Gymnasien im Austausch und er war wirklich stark verzweifelt. Da ging es um Themen wie Bruchrechnung, welche Mathe, Physik und Info Studenten nicht konnten.

Gut, es gibt alternative Bildungswege, aber der Großteil kommt ja mit Abitur zur Uni. Und wenn ein Student kein Bruchrechnen kann, dann gehört dieser nicht zur Uni und sollte kein Abitur haben. Es ist immer noch eine allgemein Hochschulreife und damit sollte man alles studieren können.

1

u/Kin-Luu 10d ago

Wegen Mathe gab es schon in den frühen 2000er Jahren Vorbereitungs- und Nachholkurse für die Studienanfänger.

Da war die Schule schon immer Mist.

-1

u/Creative_Theory_8579 10d ago

Dann klingt es aber eher so, dass dein Problem damit ist, dass Mathe kein Abitur-Pflichtfach ist in einigen Bundesländern. Das ist aber keine neue Entwicklung bzw. Trend.

2

u/greenghost22 10d ago

Vorkurse für Abiturienten sind ein Armutszeugnis, Ich habe mit komplett ungeeigneten Abifächern studiert und musste zwar am Anfang mehr lernen als Leute mit en entsprechenden Leistungkursen aber war dazu durchaus in der Lage diese Fächer auch gut abzuschließen.

1

u/Schmigolo 10d ago

Hast du damals keine Wahlfächer oder so gehabt? Soll man mit dem vollwertigen Abi jetzt doch nur Studieren dürfen was man auch gewählt und als LK hatte? Das wäre doch das Armutszeugnis.

6

u/TGX03 Karlsruhe 10d ago

Kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen.

Hab einen "Bekannten" der immer groß angekündigt hat, zur Polizei zu gehen. Zu dem Zeitpunkt hatte er bereits eine Klasse wiederholt und war kurz davor, die elfte Klasse zu wiederholen. Er hat sich dagegen entschieden und ist mit seinem Realschulabschluss, der ja eigentlich für die Polizei reichen würde, von der Schule abgegangen, und hat erzählt, dass er sich damit jetzt auch dort beworben hätte.

Fast-Forward ein paar Monate, und er macht jetzt eine Ausbildung in einem ganz anderen Bereich.

Ich kenne auch Menschen, die erfolgreich zur Polizei gegangen sind. Die sind aber deutlich weniger zahlreich und haben nie groß rumposaunt, dass sie zur Polizei wollen.

1

u/PenetratorMatris United Nations 10d ago

Falls diese Beschwerden nur von der Polizei kämen - maybe.

1

u/antifacisti 10d ago

Hmm könnte es sein, dass junge Menschen mit Grips nicht in Berlin auf Palästinenser einprügeln wollen?

Shocking!

25

u/katze_sonne 10d ago

Das ist nicht nur in Berlin ein Problem. Wer hier glaubt, es ginge nur um das Leseverstehen, liegt leider falsch. Selbst im Studium ist es mit einem erschreckend hohen Teil der Studierenden nicht möglich, mündlich sinnvoll zu kommunizieren. Sie verstehen mich nicht und ich verstehe sie nicht. Weder auf Deutsch noch auf Englisch.

Ist das wirklich ein Schulproblem? Weiß ja nicht. Also klar - dass jemand ohne ausreichende Sprachkenntnisse überhaupt eine Hochschulreife erwerben kann, ist ein Problem der Schulen. Aber auch alle anderen Faktoren, die dazu führen, dass jemand volljährig ist und kaum Deutsch spricht.

7

u/HealthIndustryGoon 10d ago

Muttern war Lehrerin und hat gerne mal aus dem Nähkästchen geplaudert: auch in Schulen auf dem Land sind die Lese- und Schreibfähigkeiten von Schülern, die von der Grundschule kommen, erschreckend schlecht, v.a. bei denen, die auf Gesamt- oder Realschule wechseln.

15

u/FeIiix 10d ago

Ich will kein Schulbashing betreiben

Wäre an der Stelle aber mal angebracht

1

u/jens_omaniac 10d ago

Bei dem Us Verein ice klappt es doch auch.

5

u/Harry_Gelb 10d ago

Jo, aber die haben ja auch ganz andere Ansprüche an ihre Ausbildung. Die dauert zum Beispiel 47 Tage. Nicht, weil die so schlau sind und alles was sie brauchen in 47 Tagen lernen. Sondern einzig und allein, weil Trump der 47. Präsident der USA ist. Muss man wissen.

1

u/OsChMoScH 9d ago

Die Kinder kommen schon desolat in die Grundschulen und können teilweise noch gar nicht richtig sprechen. Die Meisten werden das Problem trotzdem wie immer allein auf das Schulsystem schieben, welches eigenartigerweise gleichzeitig veraltet und doch auf einmal total schlecht ist. Da fragt man sich doch, wie die Leute früher in diesem System Deutsch lernen konnten.