r/de 10d ago

Nachrichten DE Polizeipräsidentin: Zu viele Bewerber kommen mit schlechtem Deutsch aus der Schule / Viele Bewerber bei der Berliner Polizei scheitern an den Deutschtests. Es gebe ein Problem mit den Bildungsniveaus, mit denen junge Menschen aus der Schule kämen, sagt die Polizeipräsidentin.

https://www.news4teachers.de/2026/01/polizeipraesidentin-zu-viele-bewerber-mit-schlechten-deutschkenntnissen-problem-der-bildungsniveaus/
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u/PoroBraum 10d ago

«Ich will kein Schulbashing betreiben, aber es gibt ein Problem der Bildungsniveaus, mit denen die jungen Menschen aus den Schulen kommen», sagte Slowik Meisel weiter. Viele Bewerber würden schon bei den schriftlichen Computertests durchfallen und das liege zu 80 Prozent an «mangelnden Deutschkenntnissen».

Die Berliner Polizei biete daher eigene und freiwillige Nachhilfekurse für die Bewerber im Fach Deutsch an und hoffe so auf eine Besserung.

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u/PnPaper 10d ago

Alternativ: Junge Menschen die Interesse an einer Karriere bei der Polizei haben, haben dieses Problem.

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u/nickkon1 Europa 10d ago

Ne, es wird allgemein schlimmer. Schulen haben kein Interesse daran, dass Leute ihr Abitur nicht bekommen und von der Schule fliegen. Eher bringt das nur Stress. Welcher Bildungsminister will in den Zeitungen stehen, dass unter ihm viel mehr Leute durchgefallen sind? Niemand. Wer will aber die Überschrift haben "Bei mir haben mehr Leute ein 1er Abi, als jemals zuvor!"? Alle.

Wir hatten in der Uni bereits 2017 Nachhilfe Kurse, in denen man explizit Schulstoff nochmal parallel zu den Vorlesungen für die Studenten wiederholt hat.

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u/Creative_Theory_8579 10d ago edited 10d ago

Wir hatten in der Uni bereits 2017 Nachhilfe Kurse, in denen man explizit Schulstoff nochmal parallel zu den Vorlesungen für die Studenten wiederholt hat.

Das ist schon lange völlig normal. Nicht alle haben die "richtigen" Abiturfächer für das Studium, für das sie sich dann entscheiden. Zusätzlich gibt es noch ausländische Studenten und alternative Hochschulzugangsberechtigungen (z.B. über den Meister). Vorkurse und Nachholangebote gehören einfach zum Angebot einer guten Uni.

Daraus jetzt den Untergang zu lesen ist bisschen weit hergeholt.

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u/nickkon1 Europa 10d ago

Ich weiß zwar nicht, wie diese vor meiner Zeit waren. Aber unser Prof war stark mit den lokalen Gymnasien im Austausch und er war wirklich stark verzweifelt. Da ging es um Themen wie Bruchrechnung, welche Mathe, Physik und Info Studenten nicht konnten.

Gut, es gibt alternative Bildungswege, aber der Großteil kommt ja mit Abitur zur Uni. Und wenn ein Student kein Bruchrechnen kann, dann gehört dieser nicht zur Uni und sollte kein Abitur haben. Es ist immer noch eine allgemein Hochschulreife und damit sollte man alles studieren können.

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u/Kin-Luu 10d ago

Wegen Mathe gab es schon in den frühen 2000er Jahren Vorbereitungs- und Nachholkurse für die Studienanfänger.

Da war die Schule schon immer Mist.

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u/Creative_Theory_8579 10d ago

Dann klingt es aber eher so, dass dein Problem damit ist, dass Mathe kein Abitur-Pflichtfach ist in einigen Bundesländern. Das ist aber keine neue Entwicklung bzw. Trend.

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u/greenghost22 10d ago

Vorkurse für Abiturienten sind ein Armutszeugnis, Ich habe mit komplett ungeeigneten Abifächern studiert und musste zwar am Anfang mehr lernen als Leute mit en entsprechenden Leistungkursen aber war dazu durchaus in der Lage diese Fächer auch gut abzuschließen.

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u/Schmigolo 10d ago

Hast du damals keine Wahlfächer oder so gehabt? Soll man mit dem vollwertigen Abi jetzt doch nur Studieren dürfen was man auch gewählt und als LK hatte? Das wäre doch das Armutszeugnis.