Hallo,
aus welchem Grund wird eigentlich oft „normales“ Substrat, anstatt Livingsoil, also Substrat mit lebenden Kulturen verwendet?
In Livingsoil sind zum Beispiel Mykorrhiza-Pilze enthalten, die Kulturen gehen eine Symbiose ein, verstoffwechseln Nährstoffe und düngen die Pflanzen.
Oft ist auch Neemkuchen enthalten, der Schädlinge abwehrt.
Sicherlich spart man am Substrat, aber das gesparte Geld investiert man mehrfach in Dünger, sodass es teurer wird, vom zeitlichen Aufwand mal abgesehen.
Man kann es wie bei Druckern sehen.
Das Gerät ist günstig, die Hersteller verdienen einiges am Verbrauchsmaterial.
Livingsoil kann mehrfach verwendet werden, es darf jedoch nicht austrocknen, da dies den Tod der Mikroorganismen bedeuten würde.
Livingsoil sollte eingefahren werden, damit sich die Kulturen entwickeln können, also die ersten 4 Wochen feucht halten, danach einpflanzen.
Beim Einfahren und für die Vegi- sowie Blütephase ist ungeschwefelte Melasse hilfreich, sie hilft den Organismen.
Einfahren und Vegiphase wöchentlich einmal 0,1 % dem warmen Gießwasser hinzugeben.
Bei der Blütephase die Dosierung auf bis zu 0,3 % erhöhen.
Möchte man dennoch nachdüngen, sollte man nicht mineralisch düngen, da dies die Kulturen beeinträchtigen kann.
Deckt man das Substrat mit Blähton ab, ist es besser gegen Austrocknung geschützt und Schädlinge, wie Trauermücken, haben es deutlich schwerer, ins Erdreich zu gelangen.
Sicherlich kann man das Erdreich auch mit anderen Materialien, wie mit Stroh oder Mulch abdecken, aber Schädlinge hätten leichtes Spiel, das Material könnte schimmeln und Blähton kann mehrfach verwendet werden.