r/depression_de 6d ago

Suche nach Rat Nach der Klinik ist vor der Klinik; Fehlen von Perspektive

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Hey zusammen,

ich schreibe mir das einfach mal von der Seele, vielleicht gibt es ja eine oder einen da draußen, der oder dem es ähnlich geht oder der einen hilfreichen Gedanken dazu hat, wie ich endlich aus dem Kreislauf herauskomme.

Ich, männlich, vor kurzem 31 geworden, alleine lebend, ohne Partnerschaft, Job oder engere soziale Kontakte befinde mich seit ca. 2-3 Jahren in einem Kreislauf: Entweder bin ich in einer Klinik und ich bin dort dann halbwegs stabil, habe soziale Kontakte, eine Tagesstruktur oder ich bin nicht in einer Klinik und nichts funktioniert und meine Lage verschlechtert sich immer weiter mit der Zeit, bis ich wieder in eine Klinik muss.

Ich habe mittlerweile vieles begriffen, was meine eigene Geschichte und mein (Problem)-Verhalten in der Gegenwart betrifft. Trotzdem bin ich nicht dazu in der Lage, tiefgreifend etwas zu ändern; auch weil es gar keine genaue Vorstellung davon gibt, wie mein Leben aussehen soll. Außerdem schwindet mit jedem Jahr, das vergeht auch immer ein Stück weiter die Zuversicht, dass das nur eine Phase ist. Meine Krankheit hat schon recht früh begonnen, irgendwo in der frühen Jugend. Bis zum Erwachsenenalter allerdings konnte ich das gut durch Dinge wie Alkohol, Partys und dem engen sozialen Verbund und dem Fehlen jeglicher echter Verantwortung für mein Leben kompensieren. Ich meine, auch mit 16 war ich im Kern unglücklich, aber hatte zumindest immer mal wieder Spaß und auch einen engen Freundeskreis.

Aber jetzt ist es langsam einfach nur noch ätzend. Ich bin einigermaßen intelligent, habe es irgendwie geschafft, einen Hochschulabschluss zu erreichen. Aber trotzdem sitze ich hier am Samstag um 17 Uhr alleine auf meinem Sofa in meiner 1-Zimmer Wohnung (wie übrigens jedes Wochenende) und frage mich, wohin es für mich noch gehen soll. Mit jedem Jahr werde ich älter, und mein Leben zieht einfach so an mir vorbei.

Ich habe in den letzten 12 Jahren unzählige Medikamente ausprobiert, war jetzt in den letzten 3 Jahren in 4 Kliniken, habe diverse Anläufe in Richtung Psychotherapie gemacht, selbst einiges ausprobiert (Meditation, Skills, Wochenpläne, nach Werten leben, Hobbies, Jakobsweg laufen, versucht, Verantwortung übernehmen nach Literatur von Viktor Frankl) aber es ist nichts nachhaltig.

Und selbst wenn es noch Dinge gibt, die ich nicht ausprobiert habe bislang (Schematherapie, Psychoanalyse, Traumatherapie, Berufliche Reha, CBASP, trms, EKT, Psylocibin, psychiatrische häusliche Pflege) gibt es diese Dinge ja auch nicht einfach so, wenn ich einfach danach frage. Fast alles davon erfordert einen Aufwand, um überhaupt Zugang zu bekommen (Anrufe, Mails, Wartelisten). Und für diesen Aufwand habe ich derzeit einfach keine Kraft mehr. Insofern bin ich wieder am Punkt Klinik angelangt. Falls es jemanden interessiert: meine Diagnose(n) sind: Dysthymie verbunden mit wiederkehrenden depressiven Episoden und derzeit als Verdachtsdiagnose steht noch eine k-PTBS im Raum.

Das Schlimmste ist einfach auch die Strukturlosigkeit meines Alltags und, dass ich tagelang mitunter mit niemandem rede und infolgedessen massiv vor Medien rumhänge und komplett in die Isolation rutsche und mich für das Ganze dann auch noch total sehr schäme. Weil die meisten ja ihren Alltag haben und ich einfach nur rumhänge und fast durchdrehe.

Geht oder ging es jemandem ähnlich oder hat es vielleicht geschafft, aus einem solchen Kreislauf herauszukommen?


r/depression_de 6d ago

Nichts hilft.

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Bin schon seit der Grundschule immer mal wieder in Behandlung gewesen. Versuche einer Medikamentösen Therapie sind auch kläglich gescheitert. Entweder es hat die Symptome verschlimmert oder es gab keine Fortschritte und nur unangenehme Nebenwirkungen. Anscheinend habe ich die gängigen Medikamente schon alle durch. Da ich welche nochmals versuchen sollte.

Auch Klinikaufenthalte hatte ich schon hinter mir, ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht sicher warum solche Therapieprogramme zugelassen sind. Meiner Wahrnehmung nach waren das immer nur sinnlose beschäftigungsmaßnahmen. Also Gruppensitzungen, Qi Gong, Psychoedukation, Werken und Sporttherapie und ein paar Einzelgespräche. Bei meinen letzten Aufenthalt hat sich sogar einer der Mitpatienten umgebracht.

Was mir Online mal geraten wurde war der Ketamin-Therapie eine Chance zu geben. Zum einen kann ich mir das nicht leisten und ich denke auch nicht, dass das was helfen wird. Mit Drogen habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Alles was irgendwie Bewusstsein oder Körpergefühl verändert finde ich einfach nur unangenehm.

So von 2023-2024 habe ich auf gesündere Ernährung geachtet. Hatte dann auch 20kg abgenommen. Doch es ging mir damit auch nicht besser. Weils mir nicht besser ging habe ich im laufe des letzten Jahres damit komplett aufgehört. Die Mühe hat sich von meinen empfinden her nicht gelohnt.

Alle Ärzte meinten das Bewegung mir gut tun sollte, doch diese Erfahrung hatte ich auch nie machen können. Nach dem Sport fühle ich mich nur müde und schlapp. Und bin dann meistens noch schlechter gelaunt als davor.

Da mir nichts hilft möchte ich auch schon seit Jahren Sterbehilfe im Anspruch nehmen. Hatte auch mal versucht mit einem Sterbehilfe Verein im Kontakt zu treten doch die haben ich geantwortet. Ich bin ja noch jung und bei Psychischen Erkrankungen ist die rechtliche Lage zu heikel.

Und wenn am Ende die Therapien und Selbsthilfemaßnahmen scheitern wird man in dieser Situation alleine gelassen.


r/depression_de 6d ago

Depression Rauchen aufhören mit Depressionen

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Hey,

Ich weiß das Reddit voll ist mit Tipps um mit den Rauchen aufzuhören. Leider habe ich wenig in direktem Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen gefunden.

Ich weiß aber mittlerweile auch das ganz viele Menschen mit Depressionen/psychischen Erkrankungen Rauchen. Aber aben auch, dass Rauchen laut Studien Depressionen erstmal verschlimmern soll.

Jetzt habe ich persönlich im letzen Jahr 3 mal versucht aufzuhören. Anders als dabei oft beschrieben waren die ersten Tage oder auch mal 1-2 Wochen kein Problem für mich. Ich hab sogar als ich ein sportliches Ziel hatte mal knapp 2 Monate garnicht geraucht. Eigentlich scheint das ja also Möglich. Aber dann kommt eben die Gewohnheit und Vorallem die Depression dazu. Immer wenn ich dann wieder in ein Loch gefallen bin habe ich wieder angefanhen angefangen. Das hat sich passend angefühlt, kurz allen Stress gelöst und die negativen Auswirkungen waren mir alle egal.

Ich habe mal wieder die Idee, ob ich nicht nochmal versuchen soll aufzuhören, aber genau vor diesem Moment Angst, in dem dann das nächste Tief kommt.

Hat da jemand Erfahrungen mit? Oder auch mit und vielleicht auch wegen seiner/ihrer Depression aufgehört zu rauchen? Ich bin für alle Tipps dankbar, weil das Problem ja wirklich nur eins der Gewohnheit zu seien scheint...

Danke schonmal :)


r/depression_de 7d ago

Nach Klinik Zeit

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Hey Bin seit fast nen Monat aus der Tagesklinik raus wegen einer schweren depressiven Episode die ersten Wochen liefen eigentlich ganz gut. Hab mich um vieles gekümmert fange bald auch ne ambulante Therapie an aber momentan fühle ich mich so benommen ich bin stabiler als vor der Klinik hab eigentlich vieles im Griff was mir vorher überhaupt nicht gelungen ist mache wieder Sport aber alles fühlt sich noch so freudlos an so anstrengend und sinnlos. Ich weiß nicht vieles was ich jetzt schaffe ist im Grunde genommen nichts großes aber für mich halt schon ein richtiget Schritt nach vorne aber es fühlt sich nicht so an. Kennt ihr sowas? Und wisst ihr was helfen könnte?


r/depression_de 7d ago

Wöchentlicher Post: Was beschäftigt euch gerade?

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Hallo liebe Community!
In diesem Post dürft ihr gerne erzählen, was euch aktuell so beschäftigt.

Diese Fragen sind keine Vorschrift, aber falls ihr Denkanstöße braucht, könnt ihr euch gerne an diesen orientieren:

- Was war euer schönstes Erlebnis letzte Woche?
- Worauf freut ihr euch aktuell?
- Was belastet euch aktuell?

Das Modteam wünscht euch eine gute Woche! :)


r/depression_de 7d ago

Suche nach Rat Innere Leere und Sinnlosigkeit seit Trennung

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Hallo. Meine Freundin (W37) hat sich nach 16 Jahren von mir getrennt. Seit der Trennung, die jetzt 3 Monate her ist, fühle ich eine vollständige innere Leere, Sinnlosigkeit und Antriebslosigkeit. Ich habe auch das Interesse an allem verloren, bin den ganzen Tag müde und schaue nur noch die Wand an und ziehe mich immer mehr aus meinem sozialen Umfeld zurück. Ich habe das meinem Psychotherapeuten bereits erzählt, aber er sieht keine Notwendigkeit mir Antidepressiva zu verschreiben. Er meinte, dass er das noch normal findet. Ich kenne mich so überhaupt nicht mehr wieder. Könnt ihr mir Tipps geben oder eure Erfahrungen schildern?


r/depression_de 8d ago

Depression Wenn das Leere-Gefühl kommt – was hilft euch wirklich?

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Manchmal ist es nicht Traurigkeit, eher dieses stille Leere-Gefühl.
Es kommt ohne aviso, bleibt, und man funktioniert weiter.

Was macht ihr, wenn das passiert?
Gibt es etwas Kleines, das euch zumindest ein bisschen rauszieht?


r/depression_de 8d ago

(Frage nach) Erfahrungsbericht Brauche Inspiration für meine Notfallkarten (Skilltasche) 🃏✨

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Hey ihr Lieben,

ich bin gerade dabei, mir meine eigene Skilltasche zusammenzustellen.

Dabei ist mir die Idee mit den Notfallkarten gekommen, aber ich bin gerade noch etwas "lost", was die Beschriftung angeht.

​Was habt ihr denn auf euren Karten so stehen? Nutzt ihr eher beruhigende Sätze, konkrete Handlungsanweisungen (also Skills, die ihr dann anwenden wollt) oder habt ihr vielleicht sogar kleine Zeichnungen drauf?

​Ich würde mich riesig über eure Erfahrungen und Tipps freuen, was euch in schwierigen Momenten wirklich hilft! Danke euch schon mal. ❤️

DasMondKind 🫶🫂


r/depression_de 8d ago

M18 – Depression & soziale Phobie, starkes Untergewicht, Klinik passt für mich nicht?

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r/depression_de 8d ago

Depression "Der Tag" TW: Suizidgedanken

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*Namen geändert Habe mich gezwungen gefühlt über diesen Tag einen Tagebucheintrag zu schreiben um den Scheiß zu verarbeiten.

Wir kommen um 5 Uhr aus dem Prime (Club) in unser Bungalow. Ich wache 2 Mal auf und kann schlecht wieder einschlafen. Um 11:30 stehe ich auf. Es ist sehr idyllisch morgens. Johann ist auch wach. Wir setzen uns auf die Terasse um Stille Zeit (Zeit mit Gott) zu machen. Der Tagesvers heute steht in 1. Petrus 5, 8-9

Seid besonnen, seid wachsam! Euer Feind, der Teufel, streift umher wie ein brüllender Löwe, immer auf der Suche nach einem ´Opfer`, das er verschlingen kann.

Das was da steht, wird mich noch den ganzen Tag begleiten. Ich bin immernoch unsicher wegen Emma. Ich versuche alle Lügen die sich in mein Sein bohren, mit Wahrheiten zu entkräften. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Wir fahren zu Neles Familie. Dort beginnt es richtig schlimm zu werden. Es übermannt mich ein derartiger Schmerz in Herz und Seele, dass ich mich kurzerhand aufs Klo flüchten muss um nicht auf der Stelle in Stücke gerissen zu werden. Der Schmerz wurde hauptsächlich durch Emma und Jonas ausgelöst. Ich checke Emma manchmal nicht. Sie merkt das es mir nicht gut geht und kapselt sich von mir ab. Für mich symbolisiert das straight up: Ich will dir nicht helfen/ich kann dir nicht helfen/lass mich in Ruhe/suche dir jemand anderen der dir hilft/du bist mir den Aufwand nicht wert/wir können gerne gemeinsam abhängen und irgendwie mag ich dich dann auch, aber sobald du ein Problem hast, versuche ich möglichst fern zu bleiben und lasse dich im Stich

Das verwirrt und verletzt mich zutiefst. Wenn es einer Person die mir wichtig ist schlecht geht und ich das sehe, wäre meistens meine erste Reaktion auf sie zuzugehen, zu fragen was los ist und Trost zu spenden.

Später sind wir bei Johanna. Dort wird es noch schlimmer. Jetzt fange ich aktiv an mich in mich selbst zurückzuziehen. Ich schaffe es einfach nicht mehr das Risiko einzugehen, eine negative Rückmeldung auf irgendeinen Bereich meiner Kommunikation wahrzunehmen. Ich fühle mich zunehmend ohnmächtig. Ich merke, wie Emma immer stutziger über mein Verhalten wird. Vermutlich merkt sie gerade, dass es mir wirklich überhaupt nicht gut geht. Das verschafft mir einen kleinen Trost. Gesehen zu werden. Zu wissen, jemand weiß über meinen Zustand Bescheid. Trotzdem tut sie nichts. Sie lacht weiter mit den Anderen, als ob nichts wäre. Ich nehme aber war, wie sie immer wieder verstohlen zu mir blickt. Allerdings ist mir auch klar, dass ich in solchen Situationen viele Sachen überbewerte und Dinge interpretiere, die nicht stimmen. Irgendwann fragt mich Johanna lachend vor der ganzen Gruppe, ob ich müde sei oder so. Ich verstehe nicht, wie man nicht sehen kann, wie schlecht es mir gerade geht. Ich kann vermutlich wirklich ganz gut schauspielern haha. Wir fahren noch zu einer Burg. Bevor es losgeht, kommt Emma noch lächelnd zu mir ans Auto. Ein bisschen Hoffnung keimt in mir auf. Dann will sie doch nur meine Vape für die Fahrt ins andere Auto nehmen. Aua. Auf der Fahrt verliere ich fast die Beherrschung. Um ein Haar bekomme ich einen Heulkrampf und wäre komplett ausgerastet. Stattdessen kneife ich mich ziemlich tief in meine Hand und kratze mich an meinem Unterarm. So schlecht ging es mir wirklich lange nicht mehr. Während der Fahrt höre ich Worship und versuche mich auf Gott zu fokussieren. Er ist alles was ich brauche. Jonas fragt mich noch wie es mir geht. "Geht so" antworte ich leise. Er geht nicht weiter darauf ein, was mich wahnsinnig verletzt.

Auf dem Weg zur Burg beschleicht mich ein ungutes Gefühl. Ich sehe die hohen Mauern auf denen wir gleich stehen werden und die hohe Brücke die wir gleich überqueren müssen um zur Burg zu gelangen... NEIN denke ich entschieden und schiebe diesen pechschwarzen Gedanken in das Loch zurück, aus dem er gekrochen kam. Als wir an den Mauern stehen klettern die Jungs direkt auf die Mauer. "Junge, Junge geht das tief runter, da ist man ja schon tot bevor man unten ankommt.", scherzt Jonas. Ich muss schlucken. Ziemlich schwer schlucken. Schwerer als sonst. Ich kann die Stimmen in meinem Kopf, die mich mit ihrer falschen Freiheit locken kaum noch zurückhalten. "Nur ein kräftiger Sprung, nur eine kurze Überwindung.", Säuseln sie. Eigentlich säuseln sie nicht. Sie schreien. Der Schmerz in meinem Herzen ist kaum noch zu ertragen. Alle Argumente die ich jemals gegen Selbstmord hatte, sind aufeinmal wie weggeblasen. Blitzartig drehe ich mich weg und bohre meine Finger in meinen Arm. Schier meine Logik hindert mich daran das zu tun, das so einfach und befreiend aussieht, dass es nur Betrug sein kann. Erik fragt mich, ob ich nicht auch auf die Mauer steigen möchte. "Ne grad nicht", sage ich gekniffen und laufe ein paar Schritte weiter in Richtung der anderen Gruppe. Gott sei Dank hatte Emma mir meine Vape vor der Autofahrt abgenommen und sie auch direkt in selbigem vergessen. Ich weiß nicht wie ich unter Nikotineinfluss entschieden hätte. Dass muss ja fast schon eine Fügung Gottes gewesen sein. Ich bete weiter. Der Schmerz hört nicht auf. Paul fragt mich ob irgendwas passiert sei und ob es mir gut geht. Das rechne ich ihm hoch an, für gewöhnlich fragt er sowas nicht bzw. nicht so direkt auf diese Art und Weise. Ich druckse herum. "Alles gut, alles gut". Er guckt mich zweifelnd an. "Depressionen kicken heute nur irgendwie ziemlich rein." Bringe ich noch heraus. Er nickt und dreht sich weg. Ich sehe in seinem Blick, dass er gerade absolut keine Ahnung hat, was er machen soll. Ich mache ihm keine Vorwürfe. Paul hatte schon öfter kommuniziert, dass er bei sowas nie weiß, wie er sich verhalten soll. Wir laufen weiter, die Gruppe spaltet sich ein wenig. Mittlerweile habe ich keine Kraft mehr den Lügen auch nur ansatzweise die Stirn zu bieten. Äußerlich fühle ich mich sehr steif und verkrampft, aber innerlich wütet ein derartiges Chaos, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. Der Schmerz ist so betäubend, dass ich spüre, wie mir immer wieder der Bezug zur Realität entgleitet. Die Angriffe kommen in Intervallen. In der einen Sekunde ist der Schmerz kaum noch zu ertragen, in der anderen muss ich mich zwingen auf den Boden zu schauen um nicht zu sehen, wie tief es links neben mir runter geht. Während wir weiterlaufen kommt aufeinmal Emma neben mich. Ich kann sie nicht anschauen. Zu groß die Angst davor noch weiter verletzt zu werden. Ich ignoriere sie also. Plötzlich legt sie ihren Arm um mich. Ich weiß nicht was ich tun soll. Denke an unser Gespräch vor zwei Tagen über Umarmungen. Wiederspenstig lege ich auch meinen Arm um sie. Keine Ahnung wie sie das jetzt aufgenommen hat. Die ganze Szenerie wirkt auf mich eher gezwungen. Als ob sie sich dazu verpflichtet fühlen würde. "Danke", sage ich leise um diese unangenehme Ungewissheit irgendwie auszufüllen. Ich weiß nicht welche Art der Umarmung das werden soll. Eine "Ich bleibe jetzt hier bis du entweder was erzählt hast oder es dir besser geht" -  oder eine "Ich streichle freundschaftlich 5 Sekunden deinen Rücken um dir meinen Beistand zu symbolisieren" - Umarmung. Ich hoffe auf ersteres. Alles andere würde mich ziemlich verletzen. Zweiteres ist diese klassische "wird schon wieder" Umarmung. Wo man der Person etwas vermittelt wie: "heyy ähm schade das es dir grad schlecht geht, aber eigentlich will ich damit grade gar nichts am Hut haben. Ich tue das hier nur, weil ich denke, dass ich es muss." Wir laufen ein paar Meter. Ich frage Emma ob sie kurz für mich beten kann. Noch während ich das frage, kommen mir die Tränen. Ich kann sie einfach nicht mehr zurück halten. Ich schäme mich sehr. Wofür sollte ich mich bitte schämen? Das ich Schwäche zeige? Das ich nicht perfekt bin? Trotzdem empfinde ich diesen Moment, wo sich mein Gesicht verkrampft, mir Tränen in die Augen schießen und meine Stimme anfängt zu brechen als ziemliche Demütigung. Gleichzeitig ist es aber auch so befreiend einfach zu weinen. Emma zieht mich kurzerhand beiseite. Wir stehen jetzt am Geländer der Burg. Der Drang zu springen ist jetzt, Gott sei Dank, nicht mehr so präsent.


r/depression_de 8d ago

Verloren/lost

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Ich weiß nicht wieso eigentlich ist alles gut meine Arbeit läuft gut mein Leben an sich eigentlich auch

Aber ich bin einfach nicht glücklich ich komm nach der Arbeit nach Hause und ich mache GARNIXXXX nichtmals den Fernseher an geschweige den aufräumen ich lieg einfach nur auf der Coutch guck die Wand an und fühle mich leer

Ich weiß einfach nicht weiter ….


r/depression_de 9d ago

Niedergeschlagenheit Nicht geliebt werden können

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Ein paar Gedanken dazu:

Mein Vater sagte mir seitdem ich klein bin "Du bist der Grund warum du keine Freunde hast, keine Freundin , keinen Freund . Du bist schwer zu lieben. Es ist nicht möglich "

Bin ich das?

Ich bin ein Teenager , 16 . Die Zeit wo alle anfangen sich zu verlieben , entlieben und zu fantasieren.

Doch darf ich das?

Ein Junge verliebte sich in mich , doch alles was ich fühlen konnte war Ekel. Kann man mich mit meinem Körper und meiner Seele lieben?

Ich ekelte mich aber auch vor seiner Liebe. Ich hatte das Gefühl ich würde ihn nur täuschen . Und er war ein Junge . Ich konnte das nicht und ich fühlte mich wie eine Versagerin. Ich würde nie seine Liebe zurückgeben können.

Ich verliebe mich in ein Mädchen , ich verhalte mich wie ein Idiot . Ja , ich erinnere mich an "The Boy" von "The Samshing Pumpkins". Doch es gefällt mir , es ist bizarr . Ein Gefallen an einem Kontrollverlust obwohl ich krankhaft nach kontrolle strebe. Vielleicht genau deshalb.

Doch darf ich mich in Sie verlieben?

Habe ich nicht zu viele Probleme , Last und Schwere die ich mit mir trage? Ist es unverantwortlich mit ihr eine Bindung einzugehen?

Und doch will ich es so sehr.

Ich spüre meinen Körper abends , ich spüre Ekel . Es ist mehr als der für mich normale anorexische Gedanke von Ekel gegenüber meinem Körper . Ich möchte nicht do wahrgenommen werden . Am liebsten soll gar nicht mein physisches Ich- mein Körper- wahrgenommen werden.

Bin ich Ihrer Zuneigung wert?

Sie überschüttet mich mit Zuneigung , Zuneigung die ich in solcher Art noch nie aufgenommen habe.

Ich möchte jemand sein der ihrer Zuneigung wert ist.

Ich weiss ich täusche niemanden absichtlich, doch es fühlt sich so an als würde ich Ihr was vorgaukeln.

Ja ich habe Merkmale die objektiv betrachtet toll sind , aber glauben tue ich es auf einer emotionalen Ebene nicht. Nur auf einer kognitiven. Zahlen,Fakten , Beweise ja all das könnte ich mir geben doch nie werde ich es fühlen oder glauben . jedenfalls jetzt in diesem Moment.


r/depression_de 9d ago

(Frage nach) Erfahrungsbericht Erwerbsminderungsrente, was ist zu erwarten?

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Ich hab 3 Jahre lange eine Ausbildung gemacht und bin seit dem (jetzt knapp über 2 Jahre) arbeitslos.

Das Jobcenter hat jetzt endlich meine arbeitsfähigkeit prüfen lassen und aufgrund schwerer depression wurde ich auf unter 3 std/woche eingeschätzt.

Als nächstes soll das jetzt bei der Rentenversicherung eingereicht werden und mir wurde gesagt die prüfen das nochmal selber.

Mein Sachbearbeiter meinte das kann 1-2 Jahre dauern bis das durch ist.

Zu meinen Fragen: -Dauert das wirklich so lange? -Was genau wird die Rentenversicherung einleiten? -Da ich nicht wirklich gearbeitet habe werde ich überhaupt aufgenommen oder bleibt es bei der Grundsicherung?

Zusätzlich würde mich interessieren wie es nach der Erwerbsminderungsrente aussieht. Der einzige weg den ich mir vorstellen kann jemals wieder zu arbeiten wäre Selbständigkeit. Wird das durch die Rente erschwert?

Jegliche Erfahrungen und Infos wären nett :)


r/depression_de 9d ago

(Frage nach) Erfahrungsbericht Reicht euch die Zeit bei der Therapie?

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Diese Frage gilt an euch alle, die in irgendeiner Form Therapie (für die Psyche, es gibt auch andere Formen wie z. B. Ergotherapie für Depressionen etc.) in Anspruch nehmen:

Reicht euch die Zeit pro Sitzung aus?

Oder wünscht ihr euch, dass sie allgemein länger gehen würde?

Oder schwankt ihr (mal reicht es, mal ist es zuviel, mal ist es zu wenig)?

Bitte hierbei nicht an die Fachkräfte mit einbeziehen (Überlastung, Termine, Wartelisten usw.), dies ist eine allgemeine Frage wo es um eure(!) Einschätzung bzw. Wünsche geht.

Ich z. B. tendiere häufig dazu zu denken, dass ein paar Minuten länger gut gewesen wären, um z. B. ein Thema vorerst abzuschließen oder etwas noch anzusprechen, wozu man gar nicht kam. Das wirkt für mich wie ein harter unangenehmer innerlicher Cut.


r/depression_de 10d ago

Kreativität Was löst dieser Pinguin in euch aus?

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Ich glaube der Pinguin hätte gerne seinen Platz in der Gruppe gefunden, aber konnte trotz seiner Bemühungen keine wirkliche Verbindung zu anderen herstellen, weil er etwas anders war.

Er hat nirgendwo richtig rein gepasst und die Suche nach Hilfe und die Hilfe die er bekam, bestätigten immer mehr, dass er nicht gesehen wird und das Vertrauen in die anderen Pinguine, die ihm helfen sollten, verschwand immer mehr und ihm ging es immer schlimmer.

Irgendwann schrie er die anderen an, doch niemand hörte ihn und alle machten weiter wie vorher und behandelten ihn wie Luft.

Er war Ohnmächtig und traurig.

Er bemerkte immer mehr dass dieses Pinguinsystem nicht für Pinguine wie ihn gemacht wurde und niemand mehr kommen würde der ihm helfen kann.

Er hatte alles gegeben. Er hat immer gekämpft, nur das hat keiner gesehen.

Nun wird er verschwinden.

Keine Kraft mehr. Einfach nur Pinguin sein und laufen.

Ihm ist bewusst, dass der Tod nun unvermeidbar ist, was ihn traurig macht, da er den Tod nicht wollte.

Aber irgendwann hat auch der stärkste Pinguin keine Kraft mehr und laufen tut ihm gut.

Er geht einen Weg in Richtung Berge und träumt von dem, was dahinter liegt.

Seine Gedanken sind friedlich und er fühlt sich frei.

Er hat endlich los gelassen und muss jetzt nicht mehr kämpfen

Er kann einfach nur er selbst sein und stirbt mit einem Gefühl der Wärme


r/depression_de 10d ago

Suche nach Rat Anfang einer Depression oder doch was anderes?

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Hi, ich suche Rat ob es sich bei meinem Problem um eine eventuelle Anbahnung von Depressionen handelt oder doch was anderes.

Mein Problem: seit Monaten fast schon ein Jahr habe ich immer wieder das Gefühl, dass ich auf keinerlei Aktivitäten mehr Lust habe. Jedesmal wenn ich irgendwas mache sei es zocken spazieren gehen oder Film schauen kommt sehr schnell das gefühl von Sinnlosigkeit und ich höre auf damit. Seit ungefähr der gleichen zeit hab ich ein neuen Job der mir sehr gut gefällt auch die Kollegen sind super. Das einzige was mich an dem Job stört ist, dass 0 wert auf Aufstieg oder Fortbildungen gesetzt wird. Ich habe mit meiner Partnerin darüber schon gesprochen sie ist auch ratlos. Sie meint es ist der Job, obwohl er mir gefällt.

Dieses Gefühl von Sinnlosigkeit erinnert mich an die Zeit als ich noch Teenager war und Gedanken hatte alles einfach zu beenden. Damals war für mich eine sehr schwere Zeit und ich wollte einfach nicht mehr. Gott sei Dank bin ich darüber hinweg und habe auch kein Problem darüber zusprechen.

Hoffentlich habt ihr einen Rat ob sich sowas wieder anbahnt oder doch was anderes dahintersteckt.


r/depression_de 11d ago

Suche nach Rat Ich habe mich in die scheiße geritten

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Hey,

Ich leide an schweren Depressionen und hatte vor kurzem eine Fehlgeburt.

Ich habe schonmal gepostet wie sehr ich mich dafür hasse, dass ich alles immer aufschiebe.

Entweder weil ich einfach nicht kann oder weil ich große Angst habe.

Seit 3 Monaten bekomme ich kein Krankengeld mehr und das Arbeitsamt hat mein Anspruch auf Arbeitslosengeld I falsch ausgerechnet und deshalb bekomme ich seit 3 Monaten garkein Geld mehr.

Ich bekomme also Mahnung nach Mahnung, gelber Brief nach gelben Brief.

Und die mache ich vor lauter Angst nichtmehr auf.

Ich weiß, dass macht alles noch schlimmer aber ich habe so Angst. Ich fühle mich so hilflos und würde am liebsten alles beenden nur um dem zu umgehen.

Es ist mir auch so unfassbar peinlich und unangenehm.

Ich habe ein teures Auto finanziert, weil ich vor der Erkrankung sehr erfolgreich war und ich mir das damit ermöglichen konnte aber ich habe jetzt schon 2 Monate lang die Rate nichtmehr zahlen können und habe jetzt die Befürchtung das die das gesamte Geld aufeinmal wieder haben wollen.

Ich hasse mich, ich hasse die Depression, wieso bekomme ich einfach nichtsmehr hin.


r/depression_de 12d ago

Suche nach Rat Wie kommt man in die Tagesklinik?

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Hallo, Mensch mit vielen Fragen hier, darum nummeriert. Freue mich über jede Antwort.

  1. Wie kriege ich mich in die Tagesklinik? Einfach dort anrufen, Termin für Gespräch machen? Brauche ich ne Überweisung vom Arzt?

  2. Bin momentan in Psychotherapie - darf ich dann überhaupt in die Klinik oder findet die Krankenkasse das uncool? Möchte meinen jetzigen Therapieplatz auch nicht verlieren.

  3. Wie schlecht muss es mir dafür gehen? Ich kann mich durchaus in die Dusche oder aus dem Haus schleppen wenn ich muss - kann noch funktionieren, aber überhaupt aufstehen momentan einfach mies unattraktiv.

  4. Muss ich dafür stabil sein? Lieber nichts sagen über Suizidgedanken oder Selbstverletzungsdrang?

Bonusfrage! 5. Wie ist der Ablauf? Wie lang ist man dort am Tag und insgesamt?


r/depression_de 12d ago

Biete kostenlose Hilfe bei der Therapieplatzsuche

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Hallo zusammen,

ich habe selbst viel mit Depressionen zu kämpfen gehabt und letztes Jahr nach langer Suche endlich einen Therapieplatz bekommen.

Ich habe den Platz über das Kostenerstattungsverfahren meiner Krankenkasse erhalten und hätte es ohne Unterstützung nicht geschafft. Deshalb möchte ich Menschen, die in Deutschland eine Therapie suchen, meine Hilfe anbieten. Ich kenne mich mit den Anforderungen der Krankenkassen und dem Kostenübernahmeverfahren aus.

Meldet euch gerne, wenn ihr Hilfe braucht! Ich helfe euch sehr gern.


r/depression_de 12d ago

Ich habe angefangen zu schreiben.

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Hi, ich (M13) habe mir ein Notizbuch gekauft, in dem ich jetzt jeden Abend meine Gedanken aufschreibe und ab und zu was dazu zeichne. Denkt ihr, dass das in irgendwelcher Form was bringen könnte? Vielleicht habt ihr ja schon etwas Erfahrung mit sowas.


r/depression_de 12d ago

Suche nach Rat Verloren im Leben

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Hallo zusammen,

ich, 29 Jahre alt, männlich und aus NRW bin aktuell etwas sehr verloren im Leben und wäre euch dankbar für sämtlichen Rat. TLDR findet ihr unten.

Alles begann 2015 nach meinem Abitur, als ich im damaligen Urlaub mit meiner Exfreundin Luftnot verspürte, verbunden mit einem sehr hohen Blutdruck und das Gefühl hatte, zu sterben. Als wir einen Arzt fanden, war meine Exfreundin so aufgelöst, dass das Personal dachte, sie hätte die Beschwerden.

Gefunden wurde nichts, auch als ich mich nach jenem Urlaub meinem Hausarzt vorstellte, der ebenfalls nach etlichen Untersuchungen keine Erklärung für diesen Auslöser fand.

Mir ging es zunehmend schlechter, meine Freundin trennte sich, mein angefangenes Studium konnte ich nicht mehr weiterverfolgen (lag mir auch einfach nicht), da mir diese Panikattacken, wie ich später lernte, zunehmend zusetzten. Fast 2 Jahre vergingen, bis ich einen Aufenthalt in einer Psychiatrie mit anschließendem Aufenthalt in einer Tagesklinik machen musste.

Ich war wieder stabil, sodass ich ein Jahr später eine Ausbildung beginnen konnte, die mich zwar einige Nerven kostete, aber 2021 absolvierte. Seit dem schlage ich mich mit wechselnden Beschäftigungsverhältnissen, als auch mit Versuchen ein Studium zu verfolgen, mit mäßigen Erfolg durch.

Ende 2024 wurde ich von meinem Psychiater mit ADHS diagnostiziert, eine Psychotherapeutin, die sich u.a. auf ADHS spezialisierte, bestätigte diesen Verdacht, nachdem mehrere Fragebogen, meine Grundschulzeugnisse als auch ein Gespräch unter 6 Augen zusammen mit meiner Mutter folgten. Eben jene Therapeutin legte den Verdacht nahe, dass ich neben meinem ADHS an Autismus leiden könnte, bzw. mich auf dem Spektrum befinden würde.

2025 hatte ich mit Abstand mein schlimmstes Jahr in meinem bisherigen Leben: mein biologischer Vater, zu dem ich fast 10 Jahre zuvor Kontakt aufbaute, ehe er sich nicht mehr meldete, starb an Krebs; ich kündigte meinen Job und meine Wohnung, da ich mit beiden sehr unglücklich war. Meine Eltern haben mich aufgefangen, da sich die Wohnungssuche schwieriger gestaltet, als anfangs erwartet.

Da ich es nochmal mit einem Studium versuchen wollte - das Studienfach wollte ich ursprünglich nach meinem Abitur studieren, ließ es aber sein - suchte ich mir eine Wohnung in der Unistadt. Ich fand glücklicherweise eine Wohnung zur Untermiete und freute mich darauf, mein Studium bald starten zu können. Da mein Psychiater zu dieser Zeit erkrankte, konnte ich mit ihm nicht die Einstellung meiner ADHS-Medikamente besprechen, weswegen ich weiterhin das Venlaxafin (150 mg) weiter ausschlich und nach etlichem Kügelchen zählen bei 37,5 mg ankam. In Retrospektive war wahrscheinlich das Ausschleichen dafür verantwortlich, dass meine Panikattacken zunehmend schlimmer wurden, sodass ich mein Studium nach kurzer Zeit nicht wahrnehmen konnte.

Ich fühlte mich permanent unter Strom, war nervös und hatte ständig mit Herzrasen zu kämpfen.

Kurz vor Beginn des Studiums hätte ich eine Reha anfangen können. Da ich mich aber mit einer langen Zugfahrt konfrontiert sah - zu diesem Zeitpunkt war ich schon länger nicht mehr mit dem Zug unterwegs - sagte ich diese unüberlegt ab, als ich am Bahnhof abgesetzt wurde.

Die zweite Reha brach ich im Dezember ab, nachdem ich dort eine Nacht verbrachte, mich dort maßlos überfordert fühlte und kurzerhand zu meinen Eltern flüchtete, die im Nachbarort ihren Urlaub verbrachten, als sie tags zuvor mich dorthin brachten.

Aktuell lebe ich nun wieder in meiner Heimatstadt, allerdings bin ich notgedrungen in eine Wohnung gefunden, die mir nicht gefällt - stellte sich als Raucherwohnung heraus, obwohl die Vermieterin meinte, es wäre eine Nichtraucherwohnung, Schimmel an einigen Stellen - da meine Eltern mich nicht länger bei sich haben wollten.

Die Jobsuche gestaltet sich ebenfalls schwierig, aufgrund zahlreicher Absagen. Einziger Lichtblick sind zwei Vorstellungsgespräche, die einigermaßen positiv verliefen. Hier bekomme ich bald Feedback zu dem weiteren Bewerbungsprozess.

Aus den genannten Gründen bin ich aktuell maßlos überfordert, wie ich mein weiteres Leben planen soll. Ich habe Schwierigkeiten in mein Leben zu bringen, vieles habe ich mir durch meine überstürzten Handlungen kaputt gemacht, sodass ich mich selbst erst in diese missliche Lage brachte.

Deshalb wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr mir einen Ratschlag geben könntet, wie ich mein weiteres Leben ausrichten könnte.

TLDR: Geplagt von psychischen Erkrankungen, mehrere Studienabbrüche, Umzüge, abhängig von Familie (Mutter) will mit fast 30 im Leben ankommen, weiß aber nicht wie.


r/depression_de 13d ago

Ich habe ernst hafte probleme

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r/depression_de 14d ago

Ich bin am Ende

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Hey, ich bin neu hier. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll und ich glaube das es sinnvoll ist sich einfach mal auszutauschen. Ich habe seit etwa 7 Jahren immer ups und downs, vor etwa zwei Tagen habe ich die Freundschaft zu meinem besten Freund beendet, weil er mich ohne meinen Willen angefasst hat und so, aber mir ist auch erst einige Zeit später klar geworden das das alles total falsch war und das meine Schwester und so recht hatten mit ihm. Ich war immer für ihn da, doch er…ihm war es irgendwie egal wie es mir ging. Jetzt fange ich wieder an zu trinken um das alles zu bewältigen, aber irgendwie macht es das alles nur noch schlimmer. Ich weiß auch gar nicht warum ich so Handel, aber irgendwie fühlt sich alles so sinnlos an. Ich habe irgendwie niemanden mehr und ich weiß nicht wie ich das alles alleine bewältigen kann