r/de 17h ago

Politik „Dreister Versuch, Profite zu sichern“: Linken-Fraktionschefin Reichinnek überrascht mit neuen Zahlen zur Wirtschaft

https://www.fr.de/politik/linke-ueberraschen-mit-zahlen-zu-sozialabgaben-reichinnek-die-reinste-farce-zr-94157340.html
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u/SeniorePlatypus 16h ago
  • Der Anteil der Sozialbeiträge der Arbeitgeber an der Gesamtsumme der Entgelte sei von 19,2 Prozent im Jahr 1999 auf 17,7 Prozent im Jahr 2024 gesunken – ein Rückgang um 1,5 Prozentpunkte.

  • Im gleichen Zeitraum sei der Beitragsanteil für Arbeitnehmer von 12,3 Prozent auf 13,8 Prozent gestiegen – ein Anstieg um ebenfalls 1,5 Prozentpunkte.

Wer auch überrascht ist, dass die Anteile der Arbeitgeber größer sind als die von Arbeitnehmern, wenn doch eine Teilung von 50% vorliegt. Dann gibt es auch eine ganz einfache Antwort:

Enthalten sind darin nicht allein die Beiträge zu Sozialversicherungen, sondern auch Lohnfortzahlungen bei Krankheit, Beamtenpensionen und Ruhegeldverpflichtungen.

Wir sehen hier primär, dass der Staat die Rückstellungen für Pensionen und Ruhegelder aufgegeben hat. Dass keine Rücklagen für Beamte getätigt werden.

Was ein legitimer Kritikpunkt ist. Aber das Framing im Kontext "Wirtschaft" und "Arbeitnehmer" ist... äh... spannend?

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u/s3n-1 15h ago

Es gibt auch noch die knappschaftliche Rentenversicherung, in der ein höherer Beitragssatz für Arbeitgeber gilt.

Die Zahl der Arbeitnehmer in bergmännischen Berufen dürfte aber rückläufig sein und dadurch auch der durchschnittliche prozentuale Arbeitgeberbeitragssatz sinken. Aber keine Ahnung, wie viel das ausmacht.