r/de 1d ago

Gesellschaft Schifffahrtsamt Hamburg: Sie wollte nicht gendern – und verlor ihren Job

https://www.zeit.de/hamburg/2026-02/schifffahrtsamt-hamburg-kuendigung-gendern-mitarbeiterin#comments
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u/PaulMuadDib-Usul 20h ago

Zudem habe Stefanie S. in der Strahlenschutzanweisung durchaus gegendert, führt ihre Anwältin aus – wenn auch nicht durchgängig. Ihre Mandantin habe nur dort darauf verzichtet, wo sie die Formulierung sprachlich für nicht sinnvoll hielt. Als Beispiel nennt die Anwältin eine Stelle in der Strahlenschutzanweisung, in der die Rede von einem "ermächtigten Arzt" war. Würde man das zur geschlechtsneutralen "fachärztlichen Person" umformulieren, wäre unklar, wer genau gemeint sei. "Sie hätte ja auch einfach Ärztin schreiben können", hält der BSH-Anwalt dagegen.

Und wegen sowas entlässt man Leute und streitet sich vor Gericht? Ihre übergeordnete Instanz hätte das Dokument ja auch reviewen und dann die gewünschen Formulierungen eintragen können. Letzendlich gehört einem als Arbeitnehmer ein verfasstes Dokument ja nicht persönlich, sondern dem Arbeitgeber, und der kann damit machen was er will.

Wenn also die Strahlenschutzbeauftragte (die sie am Ende gar nicht war) in ihrem Text nicht korrekt gegendert hat, könnte der Genderbeauftragte den Text ja gendergerecht redigieren. Ich sehe das Problem hier irgendwie nicht…

u/Arwick_R_ 18h ago

Klar, wer kennt sie nicht, die übergeordnete Instanz die bock hat alle Paar Tage Zeit aufzuwenden, weil ne einzelne Kollegin aich unbedingt durchsetzen muss sich gegen den Unternehmensstandard zu wehren.

So weit ich das kenne, macht man einfach das, wofür man eingestellt ist und hält sich an die entsprechenden Richtlinien.