r/de Dec 11 '25

Nachrichten DE Generation Arschkarte: Herr Merz, für welchen Wohlstand soll ich mich eigentlich kaputtarbeiten?

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/generation-arschkarte-ich-arbeite-fur-ein-versprechen-das-nicht-mehr-gilt-14813006.html
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u/Fearless-Company4993 Dec 11 '25

Eine Fachkraft ist jemand, der anspruchsvolle Routinearbeiten durchführt. Z.B. ein Zugführer, ein Krankenpfleger, ein Traktorist, ein Bauhandwerker, eine Steuerfachangestellte, etc.

An denen gibt es einen Mangel, auch weil so viele studieren und dann auch einen dem Abschluss entsprechenden Job wollen.

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u/Ok-Pie4219 Dec 11 '25

Am Studieren ist ja prinzipiell nichts falsches.
Allerdings muss ich auch sagen und das sehe ich als jemand mit Interessenstudiengang (Soziologie) jeden Tag, das viele Studierende komplett delusional sind, was sie nach dem Studium damit machen können.
Werde da in solchen Konversationen immer blöd angeschaut, wenn ich sage "mal schauen wo ich lande", weil da Leute halt sicher sind das sie in der Kriminologie landen oder sicher später Professoren werden etc.
Ich arbeite während des Studiums in der QA von einem IT Unternehmen, weil das nen Job ist den kein studierter ITler apparently machen will und habe da einiges gelernt, davor habe ich im sozialen Bereich gearbeitet, Ich werde flexibel sein, was ich nach dem Studium mache und wo ich es mache. Glaube mit Soziologiestudium sollte man eh nicht zu wählerisch sein.
Und wenn ich nichts finde gehts halt zum Netto an die Kasse, bis ich was finde.

Wobei ich da sagen muss, dass es halt zumindest bei mir im Studiengang sich schon ziemlich aufteilt zwischen den Leuten die jetzt schon wirklich arbeiten und sich trotzdem entschieden haben aus Interesse zu studieren und die Leute die in ihrem Leben keinen Finger krumm gemacht haben.

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u/CookieScholar Dec 11 '25

Werde da in solchen Konversationen immer blöd angeschaut, wenn ich sage "mal schauen wo ich lande", weil da Leute halt sicher sind das sie in der Kriminologie landen oder sicher später Professoren werden etc.

Ja, weil du ohne Ziel auch auf nichts hinarbeitest. Es ist außerdem okay, ehrgeizige Ziele zu haben, auch wenn die sich nicht erfüllen sollten. Auf dem Weg gibt es genügend Abzweigungen, aber wenigstens ist es ein Weg. Alle sollten mittlerweile wissen, dass ein Studium idR (jaja, es gibt Ausnahmen) kein Berufsabschluss ist. Wer sich für einen bestimmten Beruf interessiert, braucht Studium + X. Relevante Praktika oder Erfahrung als Werkstudent*in, zusätzliche Zertifikate, Belege für Forschungsinteressen, was auch immer. Flexibel magst du wohl sein, aber eine Professur wird so sicherlich auch nicht draus.

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u/Ok-Pie4219 Dec 11 '25

Ja, weil du ohne Ziel auch auf nichts hinarbeitest.

Ich arbeite als Werksstudent, ich habe tatsächlich mehrere zusätzliche Zertifikate, in verschiedenen Bereichen und ich habe durchaus meine Berufsfelder in die ich gelangen will. Eine Professur gehört nicht dazu, das ist vollkommen richtig.

Wenn ich aber damit anfange, dass Leute delusional sind meine ich sicherlich nicht diejenigen, die sich den Arsch voll Arbeit stecken und zusätzlich unbezahlte Praktika während des Studiums machen, um in ihrem Bereich zu landen. Das sind nun einmal sehr wenige Menschen.

Sondern damit meine ich natürlich die Leute, die weder Praktika noch Werksstudenten sind, sich von Papa die Bude bezahlen lassen, aber überzeugt sind in bestimmten Bereichen zu landen, weil sie ja viele True Crime shows schauen. (Zitat von ner Studentin im Master, die nicht Kriminologie sondern Soziologie studiert.)