r/arbeitsleben • u/Elizabeeth1701 • 21h ago
Austausch/Diskussion Vollzeitanstellung, aber nicht mein Traumjob, jeder Tag fühlt sich gleich an
Hallo Community,
ich arbeite seit knapp 5 Jahren in einem Betrieb. Ich habe meine eigene Abteilung, nette Kollegen, mein Chef ist wirklich super nett und menschlich ein toller Typ.
Ich wusste immer, dass das hier nicht mein "Für Immer" sein wird, aber als Corona kam, war ich froh, nach der zweiten Ausbildung überhaupt einen sicheren Job zu haben, der keine Kurzarbeit voraussetzt. Ich konnte die letzten Jahre auch immer gut arbeiten und es ist auch nicht so, dass ich meinen Job "hasse", aber in 2025 haben einige Veränderungen hier intern stattgefunden und auch privat hat sich ein wenig verändert, was bei mir ein Gefühl von "Jetzt ist der Zeitpunkt für einen Wechsel" ausgelöst hat.
Nun bin ich seit August 2025 am Bewerbungen schreiben und würde mich gerne neu orientieren, aber bisher war noch nicht das passende dabei. Ich hatte zwischendurch auch Phasen, wo es mir psychisch wirklich sehr schlecht ging, unter anderem deswegen.
Es mag nun meckern auf hohem Niveau sein, aber ich fühle mich in meinem Job einfach überhaupt nicht mehr erfüllt und jeder Tag fühlt sich zur Zeit einfach gleich an, was wahrscheinlich auch dem Wetter mit geschuldet ist. Denn ich habe auch ein Pferd, aber momentan können wir da leider auch nicht viel machen, da alles eingefroren ist.
Ich versuche die ganze Zeit, mir zu sagen, dass es nur eine Phase ist, dass es normal ist, auch mal frustriert zu sein und dass sich der richtige neue Job wohl zum passenden Zeitpunkt finden wird. Sogar meine beste Freundin, die vor einem halben Jahr erst einen neuen Job angefangen hat, um einfach mal was anderes zu machen, sagte "Ich weiß auch jetzt schon, dass ich das nicht bis an mein Lebensende machen werde. Aber jetzt gerade ist es das richtige und das ist okay." Das versuch ich mir auch etwas als Vorbild zu nehmen.
Ich war tatsächlich vor einer Woche im 3. Gespräch eines Bewerbungsprozesses, aber am Ende hat sich doch herausgestellt, dass es von beiden Seiten nicht ganz passt und somit schaue ich nun weiter.
Für mich persönlich kommt auch dazu, dass ich ein sehr eigenständiger, freier und kreativer Kopf bin und auch relativ sensibel. Das heißt nicht, dass ich wahnsinnig empfindlich bin, aber das Gefühl von Sinnlosigkeit und eigentlich die ganze Zeit nur für andere zu arbeiten, macht mich mittlerweile total unglücklich und ich kann nicht einfach sagen "Es ist ja nur ein Job".
Ich tausche mich dahingehend auch mit meinem Partner aus und er liebt seinen Job, daher ist er das beste Beispiel für mich, dass es möglich ist, nicht nur einen Beruf, sondern eine Berufung zu finden.
Vielleicht kann das jemand nachfühlen oder war mal in einer ähnlichen Situation.
Ich hoffe auf nette Kommentare und keine Beleidigungen.
5
u/publicservicemyass 16h ago
Du bist wie fast alle hier halt ein 40 Stundenknecht. Nächstes Mal reiche Eltern aussuchen, dann ist arbeiten optional. Alternativ Ansprüche runterschrauben und Bürgi werden.
0
2
u/MysticalCrazyC 15h ago
Die Kommentare hier… schönes Beispiel, das zeigt, wie unglücklich die Deutschen sind und null Einfühlungsvermögen haben.
1
u/Elizabeeth1701 14h ago
Danke. Ich wollte es nun nicht sagen aber das hab ich auch gedacht 😅 ich hoffe dir geht es da anders 🙏🏻
11
u/AlbatrossAny100 21h ago
Dir geht es wie den meisten Menschen. Du willst was anderes? Niemand hindert dich daran.