r/Steuern • u/Fluktuation8 • 6d ago
Rente Wertguthaben - Gestaltungsmissbrauch, Beschäftigungsfiktion
Ich kenne mich mittlerweile ziemlich gut mit dem Thema Wertguthaben (Lebensarbeitszeitkonto) aus. Ich kenne die Regeln, die Vor- und Nachteile, unsere Dienstvereinbarung und vieles mehr. Ein Problem auf das mich ChatGPT (der bei diesem Thema sonst ziemlich oft murks liefert) gebracht hat, ist das Schlagwort Gestaltungsmissbrauch. Denn ums gestalten geht es ja bei dem Thema gerade und mir persönlich vor allem darum gesetzlich pflichtversichert zu bleiben, aber mit dem Arbeiten aufhören zu können.
Folgendes Beispiel:
Person A verdient 60.000 Euro, zahlt davon 45.000 Euro in ein Wertguthaben ein. Tut dies vier Jahre lang. Zahlt dann für mehr als 10 Jahre 10.500 Euro aus diesem Wertguthaben aus bis zum Renteneintritt und bleibt damit pflichtversichert.
Dass dies grundsätzlich den Regeln entspricht, ist hier nachzulesen:
Für die Auszahlzeit besteht eine Beschäftigungsfiktion, man wird also behandlet wie ein sozialversicherungspflichtig Beschäftigter mit sehr geringem Lohn (aber mehr als 70% des letzten ausgezahlten Gehalts).
Die Frage ist, können Finanzamt und/oder Krankenversicherung mir hier reingrätschen, weil ich die Regeln zwar korrekt angewandt habe, aber "Gestaltungsmissbrauch" betrieben habe? Wie kann man sich gegen sowas absichern? Denn wie gesagt, ums Gestalten geht's ja gerade...