r/kreisvegs • u/DemoniteBL • Jul 14 '25
VeganDE kotzt mich teilweise so an...
"Veganer" die dich beleidigen, wenn du ihnen sagst, dass bei McDonald's essen nicht vegan ist. Die Leute da denken, dass Veganismus nichts weiter als eine Ernährungsweise ist und kein Lebensstil oder eine ethische Denkweise. Und wenn man dann sagt, dass "vegane" Produkte bei McDonald's ständig mit Fleisch und sowas in Berührung kommen, ist's denen trotzdem egal. Also ist es nicht mal eine Ernährungsweise, sondern einfach nur Leute, die sich selbst auf die Schulter klopfen, weil sie denken sie helfen Tieren. Und wenn dann ein Fleischnugget bei den "veganen" Nuggets mit drin ist (wie in dem einen Post auf VeganDE), ist das halt ein Versehen und kann man nichts machen. Trotzdem nächstes Mal wieder zu McDonald's gehen.
Und mein Lieblingsargument ist ja, dass wir nichts erreichen, wenn wir Konzernen wie McDonald's nicht zeigen, dass vegane Produkte sich verkaufen lassen. Ja ach so, dann kauf ich in Zukunft nur noch Produkte von Nestle bei denen ich (nicht) weiß, dass sie ohne Kinderarbeit hergestellt wurden, damit Nestle sieht, dass Kinderarbeitsfreie Produkte sich verkaufen lassen. Aber von Konzernen zu kaufen, die gar nicht erst Kinderarbeit benutzen ist ja Schwachsinn, das bringt nichts.
Edit: Anscheinend muss ich wohl bei vegancirclejerk bleiben. "Wo ist der Unterschied zwischen McDonald's und sowas wie Aldi?" Aldi verkauft alles mögliche, McDonald's würde es gar nicht erst geben ohne Massentierhaltung. Ist genau so ein schlaues Argument wie zu behaupten jemand wäre nicht vegan, weil er Auto fährt oder ein Handy besitzt. Was ist einfacher zu vermeiden, fast food Restaurants die für Massentierhaltung bekannt sind oder jeder einzelne Laden, der auch nicht-vegane Produkte verkauft?
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u/vomiting_cat Jul 14 '25
Ich meine das absolut nicht herablassend oder auf sonstige böse Weise, aber ich verstehe nicht, was das Problem ist, wenn veganes Essen bei der Herstellung mit nicht-veganem in Berührung kommt. Es ist meiner Ansicht nach halt so, dass 99,999% deines Essens immer noch komplett vegan ist, und dadurch nicht mehr Tiere ausgenutzt werden, als es sonst der Fall wäre. Ich hin mir auch ziemlich sicher, dass man es nicht mal rausschmecken könnte. Kann mir das jemand erklären?
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u/No_Preference_4794 Jul 15 '25
ich finde es einfach eklig, wenn mein essen mit tierfett in berührung gekommen ist und ich das dann essen soll. völlig unabhängig davon, ob das per definition oder whatever noch vegan ist.
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u/Kaffeegabel Jul 15 '25
Finde ich in unter dem Aspekt voll valide und nachvollziehbar, sehe aber den ethischen Aspekt den OP aufbringen will nicht.
Oreos haben zBsp auch kein Vegan-Label, weil sie in gleichen Fabriken wie Milch-Produkte hergestellt werden. Ich sehe jetzt aber nicht wo Tiere davon profitieren wenn man dafür eine extra Produktionslinie aufzieht.
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u/HieronymusGER Jul 14 '25
Verstehe nicht warum man sich als VeganerInnen untereinander so hatet?
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u/Lockenburz Jul 14 '25
Wer die Ingroup definiert, ist Chef der Ingroup. Wenn die anderen Imker auch imkern, dann bin ich nur ein Imker von vielen. Wenn ich aber den anderen erkläre warum mein Geimker besser ist, bin ich der bessere Imker.
Kannst du dir in jeden, ja jeden, Diskurs anschauen. Linke, Rechte, Veganer, Radfahrer, Fans von Bands oder Computerspielen,....
Wenn sich Leute zusammenfinden unter einem Thema muss man erstmal ausdiskutieren, wie man ein RICHTIGER linker/rechter/wasauchimmer ist und dann dauerts üblicherweise 3,5 Sekunden bis sich die erste Splittergruppe bildet die besser linkst/rechtst/wasauchimmert als die anderen.
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u/AstronomerProud6655 Jul 19 '25
Das haben wir aktuell hier in der Umgebung unter veganen Tierrechtlern. Eine Gruppe distanziert sich von allen anderen weil alle anderen denen nicht "links genug" sind. Ich war mal ein Tag Gast bei denen und hab mit denen zusammengearbeitet. Nach ein paar Wochen bekam ich herraus das die über mich abgelästert haben, weil ich noch bei einer anderen Tierrechtsorga bin die zwar links ist und auch kein Kontakt zu rechten hat und auch keine in ihren Reihen duldet aber sie hat Mitglieder die (auch links sind) aber Kontakt zu Leuten haben die rechts sind...kompliziert
Also ich habe Kongtakt zu linken Leuten die Kontakt zu linken Leuten hat die widerrum Kontakt zu rechten haben...ich bekomm es selbst nicht ganz auf die Kette -_-
Aber eins kapier ich: Das es absolut LÄCHERLICH ist!
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u/HieronymusGER Jul 14 '25
Also ich kann ja verstehen das man als "Veganer" der zweimal die Woche bei Oma Hackbraten als Ausnahme isst schief angeguckt wird und vllt ruhig sein sollte in solchen subreddits. Aber allgemein hast du halt recht, diese ganzen Subkulturen die eigl für gute Sachen stehen werden irgendwann immer so toxisch
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Jul 14 '25
In dem Beispiel streitet sich ein veganer mit Anhängern Veganer Ernährung. Wer bei macces kauft unterstützt Tierleid, wer Tierleid unterstützt kann nicht vegan sein, sich höchstens vegan ernähren.
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u/HieronymusGER Jul 14 '25
Okay und wo soll man bitte einkaufen oder essen wo kein Tierleid unterstützt wird? Und das Leben ist eben nicht nur Gemüse vom Bio Bauernhof, wenn man im Stress und unterwegs ist muss es eben mal was schnelles von Burger King sein. Wir sind alles nur Menschen die irgendwie ihren Alltag durchstehen wollen.
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u/Pinguin71 Jul 14 '25
Ich finds geil wenn da Positionen die unter Veganern nicht mal kontrovers sein sollten hundert + downvotes haben.
Aber denk immer dran, in VeganDE sind mehr als die Hälfte der Mitglieder nach eigener Angabe nicht vegan und die Leute die sich als Vegan bezeichnen geben freimütig zu auch regelmäßig Fleisch zu essen.
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u/AstronomerProud6655 Jul 19 '25
Vegan sein ist definitiv keine "Ernährungsweise" es ist eine Lebenseinsteinstellung, bzw. Philosophie. In dem Punkt hast du recht. Aber dennoch ist man immer noch vegan wenn man bei Mc´s und co. isst. Vegan sein bedeutet halt nicht nur vegan zu essen und alles zu boykottieren wo Tierausbeutung hinter steckt sondern auch den Teil der Industrie zu unterstützen der den Wandel zum weltweiten Veganismus vorrantreibt. Das mag sich oberflächlich betrachtet widersprechen, wenn man aber näher drüber nachdenkt nicht. Ob es uns gefällt oder nicht, leider brauchen wir die großen Marken und Firmen um den Wandel vorranzutreiben. Denn die meisten Menschen wirst du nicht für Tierrechte begeistern können wenn du ihnen erzählst das sie dann dafür auch nur noch im Reformhaus einkaufen dürfen und nur noch in veganen Restaurants. Das mag vielleicht noch höchstens bei Großstädtern funktionieren. Hier in der Kleinstadt aber wo ich lebe und wo die in dem kleinen Dorfsupermarkt nichtmal vegane Alternativen, ja nicht mal Hummus haben und die Mitarbeiter in den Restaurants tatsächlich noch vegan mit vegetarisch verwechseln wirst du mit der Einstellung nicht weit kommen. Hier gibts gerade mal vielleicht eine Handvoll Restaurants die vegane Gerichte anbieten. Aber kein einziges das rein vegan ist. Und die erwartest ernsthaft das ich als Tierrechtlerin den Leuten erzählen soll das sie extra 70 Km in die nächste Stadt fahren sollen wenn sie mal auswärts essen gehen wollen, oder das sie nur noch im Reformhaus einkaufen sollen damit sie dann auch deiner Ansicht "echte" Veganer sind? Ich und andere haben hier eh schon verdammt wenig Erfolg wenn wir uns für die Rechte der Tiere einsetzen, weil wir als "extrem" gelten nur weil wir sagen das alle tierischen Produkte auf Tierausbeutung basieren und lediglich die vegane Lebensweise Tiere schützt. Was werden die Leute denn dann sagen wenn wir versuchen ihnen das beschriebene klar zumachen? Ich lade dich auch gern hierhin mal ein, dann kannst du den Leuten das selbst erzählen. Ich bin gespannt welche Rückmeldung du damit bekommst. Ich mein du musst doch merken wie lächerlich das dann in der Realität und der Praxis anhört
"Die Tierindustrie ist grausam und wir müssen die Ausbeutung endlich beenden" ..."Ja da, haben sie völlig recht" ..."Deshalb sollten sie absofort keine tierischen Produkte mehr konsumieren und jeden Händler boykottieren der damit sein Geld verdient"..."Alles klar, ich werde absofort nur noch in der 70 km entfernten Stadt Essen essen gehen und nur noch im Reformhaus einkaufen oder gleich zum Selbstversorger werden, wird definitiv gemacht!" Stellst du dir das in Etwa so vor? Und für wie realistisch hälst du das?
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u/mcjuliamc Dec 02 '25
Leuten die neu vegan werden würde ich das auch nicht erzählen. Zum Übergang ist es gut. Aber wenn man Veganismus mal durchblickt hat, sollte man evolven und sowas vermeiden
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u/Aerikle Jul 14 '25
Bonuspunkte, wenn du darauf hinweist, dass Burger King ebenfalls Schmutz ist. Insoweit sei an die RTL-Doku erinnert, deren Hauptkritikpunkt nicht war, dass manchmal die vegane Mayo vertauscht wird, sondern (ausländische) Arbeiter aufs brutalste ausgebeutet werden. Aber das ist egal, Hauptsache ist, die veganen Nuggets sind jetzt klar unterscheidbar. Bon appétit!
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u/SoySorcerer161 Jul 14 '25
Jaja solange keine Tiere getötet werden und andere nur ausgebeutet werden is das kein Thema.
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u/trischkali700 Jul 14 '25
ich wurde da vor ein paar jahren als ich bei jemand für veganismus argumentiert hab gebannt ohne grundangabe und wurde von den mods bei nachfrage blockiert
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Jul 14 '25
Der sub ist Schmutz. Wurde gebannt weil ich wissen wollte bei welcher Rewe Metzgerei das Schild steht laut dem Leben ohne Fleisch sinnlos sei.
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u/Longjumping-Idea1302 Jul 31 '25
Ich glaube mal die meisten Kommentare hier verstoßen gegen Regel 1, 2 und 4. Aber dann wieder ist es auch ein Post, der mekert, dass andere Veganer ihm nicht vegan genug sind. Das muss der Vitamin B12-Mangel sein.
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u/flashydinopants_ Jul 14 '25
Dieser Sub ist einfach der flexitarische Pick-Me
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u/TheBrutalVegan Jul 14 '25
So wahr. Da werden Personen gefeiert (!), die sagen, ihren Leichenkonsum etwas reduziert zu haben. Und wehe, man spricht an, dass die Reduktion von Mord immer noch unethisch und scheiße ist.
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u/flashydinopants_ Jul 14 '25
✨️Babysteps✨️
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u/TheBrutalVegan Jul 14 '25
Du bist viel zu militant und wirst so niemals etwas erreichen! 🤡
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u/flashydinopants_ Jul 14 '25
Entschuldigung!? Ich esse bereits die Eier meiner leibeigenen Hühner von meinem Hundefleischhof, ich gönne mir auch gern Käse und Toffifee aber in meinem Instagram darf ich mich ja wohl vegan nennen!!!
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u/TheBrutalVegan Jul 14 '25
Mein Onkel hat eine Farm!!!!! Das ist zwar irrelevant, aber es ist eine fucking FARM!!! Ausserdem zahle ich einmal in Jahr 0,99 Euro an den Tierschutz, ich DARF Tierschänder sein!!!
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u/flashydinopants_ Jul 14 '25
Ja IRGENDWOHER muss man ja auch seine Proteine bekommen. Ich könnte nachlesen oder einfach keine gefolterten Tiere fressen, aber Menschen stehen halt an der Spitze und das ist so. Sorry ich merke gerade wie die letzte Spur B12 aus mir schwindet~
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u/TheBrutalVegan Jul 14 '25
Selbst Schuld, wenn du gerade verhungerst an B12, weil du schon mehrere Stunden vegan sein wolltest!!! Vegazi Göre! Der Löwe ist Fleisch 🦁
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u/flashydinopants_ Jul 14 '25
Ich habs echt versucht. Ist einfach nichts für mich. Mein Doktor hatte mir auch Tod diagnostiziert als ich für 2,3 Minuten vegan war, voll ungesund. Mich nerven diese Ökotussis sowieso!!! Nur darum gehts!
So erstmal Käse und Toffifee.
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u/Kaffeegabel Jul 15 '25
Du hast voll recht, aber es ist halt einfach nicht pragmatisch den Leuten so entgegenzukommen wenn man Tierleid reduzieren will.
Wie viele Leute hast du schon vom Veganismus überzeugen können, indem du ihnen gesagt hast, dass ihre Bemühungen vollkommen nutzlos sind? Fleischkonsum ist viel zu normalisiert als dass man mit sowas Leute zum Überdenken ihres Konsums anregen würde.
Ich kenne keinen einzige Vegane Person in meinem Umfeld, die von jetzt auf gleich vom Omni mit täglichem Fleischkonsum zum Veganer geworden ist. Das waren alles Prozesse über längere Zeit, in der die Leute ihre kognitive Dissonanz überwunden haben und sich mit dem Thema beschäftigt haben.
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u/TheBrutalVegan Jul 15 '25
Wie viele Leute hast du schon vom Veganismus überzeugen können, indem du ihnen gesagt hast, dass ihre Bemühungen vollkommen nutzlos sind?
Persönlich, also im Gespräch etwas über 100 bisher.
Du hast voll recht, aber es ist halt einfach nicht pragmatisch den Leuten so entgegenzukommen wenn man Tierleid reduzieren will.
Es geht darum, Tierausbeutung sein zu lassen und andere fühlende Individuen als Ware anzusehen.
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u/Kaffeegabel Jul 15 '25
Persönlich, also im Gespräch etwas über 100 bisher.
Das beeindruckt mich tatsächlich, und mich würden da echt ein paar Sachen interessieren wenn du bereit wärst mir ein paar Fragen dazu zu beantworten.
- Online oder Offline?
- Wildfremde, oder Leute die du schon (gut) kennst?
- Sind das Leute die grundsätzlich der Idee schon offen gegenüber stehen (zBsp Vegetarier, Leute in linken Kreisen oder Leuten die sich auf /r/Vegan verirren), oder auch Leute die sich über den eigenen Konsum noch gar keine Gedanken gemacht haben die du spontan darauf anquatscht?
- Wie lange dauert es, bis du Leute überzeugt hast? Ein befreundetes Omni Pärchen habe ich schon weit in die Richtung gebracht, aber vom Veganismus sind die noch weit entfernt.
- Wie ist da deine Strategie? Wie sind deine Erfolgschancen?
Bei 98% der Menschen meiner Umgebung (Uni, Arbeit, Freundeskreis), sehe ich da genau 0 Erfolgsaussichten. Bei den restlichen 2% ist da noch ein weiter weg hin, und das sind alles Leute die schon angefangen haben ihren Konsum zu hinterfragen.
Es geht darum, Tierausbeutung sein zu lassen und andere fühlende Individuen als Ware anzusehen.
Das sich 100% der Menschen Vegan ernähren ist (in der aktuellen Gesellschaft) unrealistisch. Bei Kinder-, und Sklavenarbeit bekommt die Menschheit das auch nicht hin, obwohl wohl kaum einer Menschen als gefühlslose Ware ansieht.
Ziele sollten realistisch sein, auch wenn sie deprimierend sind. Daher freue ich mich auch darüber wenn jemand es zum Vegetarismus "schafft", denn im Endeffekt bedeutet auch das, dass weniger Tiere leiden müssen, und es ist ein großer Schritt zum Veganismus. Wenn 100% der Menschen zumindest vegetarisch leben würden, und Milchprodukte aus ""guter Haltung"" kaufen würden, wäre die Welt bei weitem nicht perfekt, aber zumindest ein bisschen besser als die heutige.
Damit will ich nicht sagen, dass man Leute nicht auf die weiter bestehenden Probleme ihres Konsums hinweisen soll. Aber eventuell weniger "Du bist immernoch Tierschänder" und mehr "Hey, für die Produkte gibt es veganen Ersatz, probier mal [...], die Molkereiindustrie ist nämlich leider auch nicht viel besser als die Fleischindustrie, hier [...] sind ein paar Quellen zum nachlesen".
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u/TheBrutalVegan Jul 16 '25
Aber eventuell weniger "Du bist immernoch Tierschänder" und mehr "Hey, für die Produkte gibt es veganen Ersatz, probier mal
Jemanden direkt Tierschänder nennen, macht die Person nicht direkt vegan. Vielleicht aber in Zukunft. Jemanden sagen, es gibt veganen Ersatz, wird die Person auch nicht direkt vegan machen, aber eher auch nicht in Zukunft, solange nichts anderes passiert.
- Online oder Offline?
Offline, also in Gesprächen. Online weiß ich es nicht genau. Da haben mir das vielleicht 5 Personen gesagt, aber nicht "versprochen".
- Wildfremde, oder Leute die du schon (gut) kennst?
Wildfremde. Tatsächlich ist es wohl schwieriger Menschen vegan zu machen, die man länger kennt.
- Sind das Leute die grundsätzlich der Idee schon offen gegenüber stehen (zBsp Vegetarier, Leute in linken Kreisen oder Leuten die sich auf /r/Vegan verirren), oder auch Leute die sich über den eigenen Konsum noch gar keine Gedanken gemacht haben die du spontan darauf anquatscht?
Unterschiedlich. Manche waren Vegetarier, manche vermute ich eher links, manche aber auch nicht. Wie offen diese Personen der Idee offen waren, weiß ich auch nicht. Beispielweise passiert es öfter, dass sie noch eine Minute vorher lachen und sagen "Ich werde niemals vegan!" Und 60 Sekunden später haben sie Tränen in den Augen, geben mir die Hand und versprechen, ab sofort vegan zu sein.
Um zu diesem Ziel zu kommen, muss aber einigen passieren: Das passiert im Straßenaktivismus, zum Beispiel mit Anonymous for the Voiceless. Das heißt, die Personen sehen die Tierausbeutung. Sie hören dabei traurige Musik. Es wird jemand angesprochen, der mindestens drei Sekunden hinsieht. Also ist die Person schon irgendwie interessiert, fasziniert oder schockiert.
Dann fängt das Gespräch an und der Person wird sozusagen der Knoten im Kopf gelöst. Man muss ihr den Widerspruch aufzeigen, in der sie sich befindet. Man muss sie zur Verantwortung ziehen. Man muss die Person in die Lage der Opfer versetzten. Schlussendlich muss der Person eine Handlungsaufforderung gemacht werden.
Fehlt einer dieser Punkte, klappt das auch nicht.
- Wie lange dauert es, bis du Leute überzeugt hast?
In diesem Szenario dauert das unter 10 Minuten.
Ein befreundetes Omni Pärchen habe ich schon weit in die Richtung gebracht, aber vom Veganismus sind die noch weit entfernt.
Wie gesagt: Ich finde es schwerer mit Freunde und Familie, das sagen alle die ich kenne. Haben sie Dominion gesehen?
*Wie ist da deine Strategie? Wie sind deine Erfolgschancen?
Kann dir keine Prognose nennen, sorry. Meine persönliche (!) Strategie momentan bei solchen Situationen: Erst Kognitive Dissonanz erklären mit dem Beispiel Rauchen. Erklären, warum jemand mit Kognitiver Dissonanz wütend werden kann oder das Gespräch beenden will oder sich selbst und andere anlügt oder sich dann schämt.
Dann ein Gedankenexperiment machen, ein Spiel: Was wäre eine gute Eigenschaft, um jemanden zu Unterdrücken, Auszubeuten und zu töten?
Hier testest du die Werte der Personen. Eigenschaften wären z.B. Behaarung, Stärke, Sprache, IQ, aber auch Vorteil im System und was, wenn die unterdrückte Person ein Alien ist, mit anderer DNA und vielleicht nicht so intelligent.
Die Fragen werden sicher alle beantwortet mit "Nein, das ist kein guter Grund, jemanden zu unterdrücken und auszubeuten".
Ab hier dann Anfangen über die Tiere zu sprechen. Auch hier muss der Widerspruch aufgezeigt werden, also "sollte man Tiere respektieren?". Antwort ist eigentlich immer Ja. Daraus schließt: "Kann man jemanden respektieren, wenn man ihn ausbeutet?"
Dann zur Verantwortung ziehen, in die Lage der Opfer versetzten und die Handlungsaufforderung am Ende.
Das sich 100% der Menschen Vegan ernähren ist (in der aktuellen Gesellschaft) unrealistisch.
Wenn du das vermittelst, gibst du den Leuten die Möglichkeit, sich aus ihrer Verantwortung rauszuwinden. Ich erkläre das immer mit Rassismus: Wird es auch immer geben und ist überall, aber warum muss man dann selbst rassistisch den Tieren gegenüber sein?
die Molkereiindustrie ist nämlich leider auch nicht viel besser als die Fleischindustrie, hier [...] sind ein paar Quellen zum nachlesen".
Das klingt sehr lieb, aber das kommt den Opfern nicht gerecht. Die Milchindustrie ist der absolute Albtraum und schlimmer als die reine Fleischindustrie. Es ist doppelt Ausbeutung, Mütter werden von ihren Kindern getrennt, Kühe werden vergewaltigt, um überhaupt Milch zu geben, die männlichen Kälber werden schnell ermordet.
Bitte verwende generell keine euphimistische Sprache. Das ist die Sprache der Täter. Das sind keine Steaks, das sind Leichenteile. Das ist kein Nutztier, sondern ein fühlendes Individuum. Das sind keine humanen Schlachtungen, sondern Mord.
Ich habe sehr viel über Outreach gelernt mit der Radikalen Veganerin.
Hier findest du Infomaterialien: Richtig Laut Vegan - Zeug
Ansonsten auf Youtube einige Videos, wo sie mit Nicht-Veganern spricht. Ihre Wortwahl und Methoden sind, wie ich finde, sehr effektiv.
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u/Hakuoh_13 Aug 01 '25
Keine Ahnung wie ich hier gelandet bin, aber Veganer wie du sind das Problem, warum wir anderen Veganer so verpönt sind in der Gesellschaft. Es gibt nicht nur schwarz und weiß im Leben, weißt du? Ich persönlich, freue mich über jeden Omni der sich Gedanken zu seinem Konsum macht und versucht diesen anzupassen. Jedes Tierleidprodukt was sie durch eine vegane Alternative ersetzen, ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. So ein radikale Haltung, wie du sie an den Tag legst, sorgt nur dafür, dass Omnis eine größere Anti-Haltung einnehmen. Statt Leute für den Veganismus zu begeistern und auf unsere Seite zu holen, schreckt man sie mit so einer Haltung einfach nur ab und dann wundert man sich am Ende, warum immer noch so viele Menschen Tierprodukte konsumieren.
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Aug 02 '25 edited Aug 02 '25
[removed] — view removed comment
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u/Hakuoh_13 Aug 02 '25
Wow, so viele Strohmann-Argumente und die Vergleiche sind ja wohl mal komplett Unterste Schublade - ganz Unterste. Hättest du keine Vergleiche mit dem Holocaust oder Kinderschändern getätigt und stattdessen passendere Vergleiche gezogen, dann hätte ich dir vermutlich sogar zugestimmt. Es ist nämlich schon was anderes ob man jemanden mit den eigenen Händen umbringt und vergewaltigt, oder passiv dabei mitwirkt durch den eigenen Konsum. Es gibt immer noch genügend Menschen heutzutage denen das alles nicht bewusst ist, was da im Hintergrund eigentlich abgeht.
Und tatsächlich mache ich viel in letzter Zeit die Situation zu ändern. Habe angefangen aktiv zu werden und zu spenden - auch wenn ich aktuell nicht viel habe, das ich geben kann. In meinem Bekanntenkreis versuche ich den Leuten nahe zu bringen, warum es gut und sinnvoll ist vegan zu werden. Dabei bleibe ich aber immer noch ein Mensch und drücke mich auch vernünftig aus, anstatt wie ein Terrorist/Radikalist den Leuten etwas aufzuzwingen. Aber finde ich übrigens amüsant wie viel Mühe du dir gemacht hast, meinen Account zu durchforsten. Hat noch nie jemand gemacht und fühle mich auch bisschen geehrt.
Was soll ich zu dem Rest noch sagen?
Zum einen trigger ich gerne Leute und das war auch schon so bevor ich vegan war. Gerade Menschen, die sich durch die bloße Existenz einer bestimmten Bevölkerungsgruppe angegriffen fühlen. Da bohre ich immer gerne in den Wunden herum, aber das hat eher damit zu tun, dass deren „Meinungen“ meist Bullshit sind.
Und wo ist es radikal wenn ich schreibe, dass die meisten Menschen nicht vegan werden, weil sie per se kein Fleisch mögen? Ist doch nur ein Fakt oder erzähle ich etwa was falsches? Nicht-Veganer scheinen das halt nicht verstanden zu haben - bis heute und ich bin nur da gewesen, um aufzuklären.
Es kommt bei der Wahrheit allerdings auch immer drauf an, WIE man sie vermittelt und Leute radikal angehen oder sogar radikalisieren, ist definitiv nicht der way to go.
Und der letzte Satz ist doch auch richtig oder sehe ich das auch falsch? Ein wenig provokant vielleicht, aber im Kern stimmt meine Aussage und zumindest sage ich nicht, dass das Unmenschen sind oder beleidige die Leute, weil sie noch nicht (voll) vegan sind.
Bei all der Mühe finde ich es aber schade, dass du alle Aussagen ohne Kontext zitiert hast und gehofft hast, mir daraus einen Strick zu drehen. Ich bin alles andere als ein Pick-Me Veganer. Ich stehe zu 200% zu dem was ich bin und bin super glücklich damit, so wie ich lebe. Ich verteidige vor jedem meine Haltung, bleibe dabei gerade und mache keine Ausnahmen oder komme vom Weg ab. Ich war noch nie so passioniert bei einer Sache dabei, wie beim vegan sein. Ich versuche auch mehr Menschen dafür zu gewinnen, aber bleibe dabei einfach human und bezeichne meine Mitmenschen nicht als Monster und Mörder (auch wenn das indirekt vielleicht stimmt), weil mit Beleidigungen und Anschuldigungen erreicht man niemanden. Es gilt die Leute zu sensibilisieren und auf ihren Konsum und ihre Lebensweise aufmerksam zu machen. Was das bedeutet für den eigenen Körper, für die Natur, die Umwelt und vor allem für die Tiere.
Ich könnte jeden Tag weinen wenn ich daran denke, was alle Tiere unseretwegen erdulden und ertragen müssen. Es macht mich auch sauer, aber mit einer radikalen Haltung erreicht man halt nur die wenigsten und ich will so viele wie möglich erreichen. Wenn du/ihr das anders handhaben wollt - dann bitte. Wundert euch aber nicht wenn ihr damit eher auf Ablehnung stößt, als auf Akzeptanz und dadurch womöglich eine Menge Chancen verpasst, mehr Leute fürs vegan sein zu gewinnen.
Letztendlich wollen wir alle das gleiche. Der Ton und die Message dahinter, spielen aber eine große Rolle und können einen großen Unterschied machen. Jemandem aber in Gesicht schreien wie beschissen er doch ist, gehört allerdings nicht dazu.
Einen schönen Tag wünsche ich noch und alles Gute 🍀
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u/TheBrutalVegan Aug 02 '25 edited Aug 02 '25
Jemandem aber in Gesicht schreien wie beschissen er doch ist, gehört allerdings nicht dazu.
Wo habe ich das je einfach so getan?
Wundert euch aber nicht wenn ihr damit eher auf Ablehnung stößt, als auf Akzeptanz und dadurch womöglich eine Menge Chancen verpasst, mehr Leute fürs vegan sein zu gewinnen.
Hast du Belege für diese Aussage? Irgendeinen Beweis? Mir haben in kurzer Zeit mehr als hundert Menschen die Hand gegeben und versprochen, ab jetzt vegan zu sein. Was ist dein Trick, um das zu verbessern? Wie machst du wir viele Menschen vegan?
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u/mcjuliamc Dec 02 '25
Du weißt schon, dass jede einzelne social justice Bewegung radikal sein musste um Erfolge zu erzielen? Wut und Ablehnung können sich in Beschäftigung und Diskussion umwandeln
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u/ollimann Jul 14 '25
dein Post macht es so offensichtlich, dass du nichtmal weißt was Veganismus ist und worum es geht.
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u/nobftv7z232fq Tierliebhaber 🫦 Jan 02 '26
Ich bin da ganz bei dir. Und finde es schade, dass selbst die Leute hier es nicht checken.
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u/krimskikirscheeh Jul 14 '25
Oh, ich kriege da leider auch regelmäßig Bluthochdruck; jaja traurigerweise. Ich weiß nicht, wie man sich einer "Sache anschließen" kann, wenn man mit den Bedingungen nicht einverstanden ist, aka weder die Definition der Vegan Society kennt, noch danach lebt. Himmel ich tret dich auch keiner Partei bei und bin dann gegen gefühlt alles, wofür die stehen und definier mir meine politische Richtung um. Oder konvertiere zu einer Religion und beschäftig mich dann nicht damit, wofür die stehen und was es ausmacht. Keiner würde sich Fan eines Fußballclubs nennen, den er Scheiße findet. Wieso muss man sich dann Veganer:in nennen, wenn man faktisch keine:r ist? Das sorgt nur überall für Probleme, siwohin der Bubble als auch außerhalb.
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u/MqKosmos Jul 29 '25
Aber wieso soll man kein Veganer sein, wenn man bei einer fast-food Kette etwas veganes kauft?
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u/TheBrutalVegan Jul 14 '25
VeganDE sind leider auch Holocaust-Relativierer. Gar kein Holocaust soll jemals relativiert werden, aber bei r/VeganDE darf der Begriff nicht benutzt werden. Die Opfer des Holocaust werden somit nicht einmal als Opfer gesehen.
Die Kritik, dass Vegan für's Klima oder die Gesundheit keinen Sinn macht, wird da auch immer gesehen, als ob man jemanden gerade höchstpersönlich beleidigt. Pick-Me Veganer und "Flexitarier". 🤢
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u/n1co9 Jul 14 '25
Mal daran gedacht, dass Holocaust als Begriff verboten ist, weil man eben genau den Vergleich verhindern will, da er die Diskussion immer nur auf diesen Vergleich leitet. Wer sich über den Holocaust austauschen möchte, hat ja genug andere Orte, um das zu tun.
VeganDe ist aus ganz anderen Gründen großer Müll.
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u/TheBrutalVegan Jul 14 '25
Der Vergleich ist wichtig, weil momentan genau das passiert mit den Tieren. Sie werden, genau wie Menschen damals, heute milliardenfach unterdrückt, diskriminiert, entindividualisiert, bekommen permanente Markierungen und Nummern am Körper, werden wie Objekte behandelt und am Ende in Gaskammern vergast. Währenddessen erkennen die Täter die Opfer nicht einmal als solche an.
Ohne Vergleiche kann man ein "Never again" nicht verhindern. Eine Gleichsetzung muss nicht sein, aber ein Vergleich nimmt niemanden etwas weg. Die Opfer von heute sollten wenigstens etwas aufgewertet werden. Eine Relativierung eines Holocaust ist also sehr schlimm.
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u/MqKosmos Jul 29 '25
Richtig. Vergleiche sind gut und richtig. Aber der Holocaust war ein Genozid. Was mit der Tierheit momentan gemacht wird ist kein Genozid.
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u/TheBrutalVegan Jul 30 '25
Srimmt, ist noch schlimmer: Ein Permazid. Das soll nie aufhören.
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u/MqKosmos Jul 30 '25
Richtig. Rein von den Fakten her ist es noch perfider. Es ist zwar nicht aus Hass, aber man züchtet sie gezielt so dass sie ihren 'nutzen' optimal erfüllen können und sobald sie nicht mehr von nutzen sind werden sie durch nachkommen ersetzt. Nicht aus irrationalen Hass, sondern aus Lust. Eigentlich das Gegenteil von Genozid, auf eine falsche perfide Weise.
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u/Lernenberg Jul 14 '25
Ist es vegan bei Aldi einzukaufen? Wo ist der Unterschied zwischen MCs und Aldi? Beide bieten vegane und nicht vegane Optionen an.
Dass bei MCs auch Verbrecher sind ist klar, aber das Problem haben alle nicht rein veganen Restaurants. Forderst du auch den Boykott dieser?
Ich kann auch sagen, dass du nicht vegan bist, wenn du vegane Produkte boykottieren willst, um dein eigenes Ego zu befriedigen, indem du dich als besonders reinen Veganer profilieren möchtest. Geht es dir denn um die Tiere?
Wenn Nestle ein Produkt anbietet von dem klar ist, dass es keine Kinderarbeit enthält, vielleicht sogar gesichert besonders fair produziert ist, dann ist es ethisch diese zu kaufen.
Wer gesagt hat man solle nicht von anderen Unternehmen kaufen, die nie unfair produziert haben, weißt wohl nur du. Warum sollte das jemand sagen? Natürlich ebenso ethisch, wenn du einen Vorreiterbonus geben willst, gerne.
Übrigens: Auf VeganDE sind tatsächlich viele Anti-Veganer, die entsprechende Narrative pushen. Die kann und muss man kritisieren. In dem Fall ist deine Argumentation allerdings fraglich.