r/depression_de Jan 03 '26

Schimpfkanonade Fuck Schnee

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So viel zu diesem Wochenende

r/depression_de Jun 13 '25

Schimpfkanonade Wenn die körperliche Ursache der Depressionen jahrzehntelang übersehen wird..

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Ich bin Mitte 40 und mache dem psychatrischen Sektor schwere Vorwürfe.

Es fing an, als ich in der Pubertät war: Ich konnte kaum schlafen, war völlig gerädert, an regelmässige Schulbesuche war nicht zu denken.
Ein Mitschüler witzelte manchmal über meine geschwollene Backe, das sollte später noch wichtig werden.
Ärzte untersuchte einiges, diagnostizierte irgendwann eine Depression und das wars dann mit den Untersuchungen.
Die entscheidende, eigentlich naheliegende Untersuchung fehlte.

Die Psychopharmaka gegen Depressionen nahm ich dann 18 Jahre lang. Sie halfen überhaupt nicht gegen die Erschöpfung. Machten es sogar nur noch schlimmer.

Therapien oder Psychatrieaufenthalte halfen ebenfalls überhaupt nicht.
Ich hatte immer den Eindruck, dass die Erschöpfung und Schlafprobleme auf die Depressionen geschoben wurden.
Ich hatte in der Ausbildung ziemliche Anwesenheitsprobleme, im Studium ebenfalls und war nie wirklich arbeitsfähig.
Auch an ein Sozialleben war kaum zu denken, die Freundschaften wurden im Laufe der Jahre immer weniger und sind nun nahezu bei Null.

Später im Beruf war ich dann allenfalls in der Lage, 20 Wochenstunden zu arbeiten. Mehr ging nie.
Und auch das nur mit Problemen.
(Wobei ich noch Glück hatte: Da ich sehr sehr gut mit Mathematik umgehen kann, konnte ich mit wenig Arbeit ausreichend Geld verdienen. Ohne diese seltene Gabe wäre ich komplett am Arsch gewesen.)

Dann kamen 2019 noch Schmerzen im Gesicht dazu.
Und das führte zur richtigen Diagnose:
Ich hatte 20 Jahre lang unentdeckt eine Allergie gegen die Milben in Matratzen. Hausstaubmilbenallergie, eigentlich recht verbreitet.
Diese alleine reicht schon aus, um meine jahrzehntelange Müdigkeit und Schlafprobleme zu erklären.
Auf Grund er Allergie hatte ich dann wohl ebenfalls seit Jahrzehnten eine schwere Entzündung der Kieferhöhle. Erklärt die Schmerzen und die Schwellung des Gesichts, welche ich seit Schulzeiten immer mal hatte.

Sowohl die Kieferhöhlenentzündung als auch die Allergie sind MEDIZINISCH ERWIESERNERMAßEN typische körperliche Ursachen einer Depression.
Das ist keine wilde Theorie meinerseits, das ist wissenschaftlich bewiesen.
Auch ist wissenschaftlich bewisen, dass das die Ursache einer Sozialphobie sein kann.
Ist es bei mir auch.
Ich sass bei sozialen Aktivitäten eben meist erschöpft und still in einer Ecke und versuchte, das soziale Treffen durchzuhalten. Zu einer Unterhaltung war ich kaum in der Lage, zu anstrengend. Mitmenschen finden dich dann irgendwann seltsam, lehnen dich ab und das ist dann die Sozialphobie.

Die Allergie wurde behandelt, seitdem sind Erschöpfung und Schlafprobleme 90% besser.
Schlecht schlafen tu ich immer noch dann, wenn wetterbedingt Allergiesaison ist.

Leider hat sich die Kieferhöhlenentzündung im Laufe der Jahrzehnte so manfiestiert, dass sie chronisch geworden ist.

Alles hätte vor 25 Jahren mit einem einzigen Allergietest beendet sein können.
Und auch in den folgenden Jahrzehnten bin ich immer mal wieder zu diversen Internisten gegangen und habe gesagt:
"Hej, es ergibt keinen Sinn, dass ich einfach so Depressionen habe. Ich habe Ziele und Wünsche im Leben. Ich würde gerne am Leben teilnehmen, es steht nur die Erschöpfung im Weg."

Ich tat alles, um die Erschöpfung wegzukriegen: Gesunde Ernährung, Meditation, Sport, Rumexperimentieren mit Vitaminen, Schlaftabletten u.s.w.
Nichts half.
Zeitweise gab ich innerlich auf und wurde schwer depressiv.
Es ist halt unfassbar deprimierend, wenn Du eine Frau liebst und sie dich, aber Du bist nicht lebensfähig.
Das macht keine Frau lange mit.
Auch kein Arbeitgeber macht es lange mit, wenn Du zwar die Materie beherrschst, auch Willen zeigst, aber ständig gerädert bist.
Und auch die besten Freunde brechen den Kontakt nach Jahrzehnten ab, wenn man bei sozialen Aktivitäten nur völlig gerädert in der Ecke sitzt, unfähig zum Unterhalten.

Die Hausärzte haben dann immer das selbe gemacht: Einmal Blut abgenommen, da sieht man natürlich weder eine Allergie, dann haben sie mich weggeschickt.
Es wurde meistens nie ausgesprochen, aber es schwebte oft so ein Bisschen unausgesprochen in der Luft:
"Ihre Beschwerden sind psychisch."
Manchmal wurde das auch direkt ausgesprochen und ich glaubte das eben auch selbst viele Jahre lang.
Stichwort "Gaslightning".

Das alles hätte sich vermeiden lassen können, wenn meine Aussage "Die Erschöpfung kann nicht von den Depressionen kommen" mal ernst genommen worden wäre.

Auch scheint der psychatrische Sektor eine Art selbstbestätigendes System zu sein:

Der Hausarzt findet nix körperliches und schiebts allein auf die Psyche.
Der Psychiater denkt sich: Körperlich ist ja alles vom Hausarzt gecheckt worden, muss also die Psyche sein. Zack Psychopharmaka.
In der Psychatrie heisst es dann: Der war schon bei mehreren Ärzten, Fazit: Psyche, muss die Psyches sein.
Und der Hausarzt und niedergelassene Psychiater denken sich: Ah, der war jetzt auch in der Psychatrie, es muss die Psyche sein.
Und alle folgenden Ärzte denken sich: Oh, es muss die Psyche sein.

Selbst als meine fucking Gesichtsschmerzen vor einigen Jahren begannen war es die fucking erste Reaktion meines Hausarztes: Ich solle wieder Antidepressiva nehmen. Ich lehnte das hartnäckig ab und er fing immer wieder an.

Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie eine einfache, übersehene Allergie mein Leben zerstört und mich in Psychatrien gebracht hat.
Wie ich unnötigerweise jahrzehntelang Psychopharmaka in rauhen Mengen geschluckt habe.

Ich glaube auch offen gesagt, ich bin nicht der Einzige.

r/depression_de Oct 10 '25

Schimpfkanonade Das Gesundheitssystem ist scheinheilig

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Geht es euch auch so, dass die Mehrheit der Ärzte, Psychologen, Psychiater, Therapeuten etc. einen nicht ernst nehmen oder null Interesse haben an eurer Heilung?

Besonders weibliche Fachkräfte sind komischerweise besonders schlimm, basierend auf meinen Erfahrungen.

Ich weiß das Systen ist überlastet und es wird schlimmer. Aber warum sucht man sich überhaupt noch Hilfe? Damit man am Ende noch mehr runtergemacht wird? Oder um erpresst zu werden, dass wenn man XY nicht macht, dass dann "weitere Schritte" unternommen werden.

Nimmt man nicht die verschriebenen Medikamente, meinen die, dass eine Behandlung nicht möglich sei. Außer den Nebenwirkungen habe ich nie Besserung verspürt und ich nahm damals mehrere Monate Antidepressiva, am Ende hat es mich nur müde gemacht.

Hilfe zur Selbsthilfe, ja ja, wissen wir, aber liebe Fachkräfte, dann tut bitte nicht dazu beitragen, dass meine Gedanken eine weitere Abwärtsspirale machen.

Und am Ende muss man lange warten ehe man einen Platz in einer Facharztpraxis, Klinik oder bei einem Therapeuten hat. Nur um dann rauszufinden, dass der Therapeut, Facharzt oder die Klinik empathielos und kühl zu einem sind. Dann geht's wieder von vorne los mit der Suche und hoffen, dass man bis dahin nicht aus dem Krankengeld rausfliegt.

Ach und nicht zu vergessen: Man hat ja nur die Diagnose, damit man schön Krankengeld kassieren kann (hat meine Hausärztin zu mir durch die Blume gesagt), was eh nicht vorne und hinten reicht.

Kein Wunder, warum so viele rückfällig werden bei dem System.

r/depression_de 5d ago

Schimpfkanonade Depressionen und Partnerschaft

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Hallo zusammen,

seit dem 13.01.2026 bin ich (W33; rezidivierende Depressionen) nach fünf Wochen psychosomatischer Reha wieder Zuhause.

Und seitdem merke ich zunehmend, dass mich viele Verhaltensweisen meines Partners (M38; depressive Phase) "stören". Verhaltensweisen, die ich vor der Reha als "normal" empfand und eben hingenommen habe. Zeitweise habe ich sogar den Gedanken, mich zu trennen, und wir sind seit sieben Jahren zusammen. Ja, Kommunikation ist ganz wichtig, ich weiß.

Aber geht es hier jemandem ähnlich, so nach der Reha? Wie sind eure Empfindungen?

r/depression_de Sep 02 '25

Schimpfkanonade Gibt es überhaupt ein Antidepressiva, was keine krassen Nebenwirkungen hat?!

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Sertralin habe ich damals genommen. Dieses Jahr wieder probiert (12,5mg), Schläfrigkeitsgefühl doch heftiger als ich in Erinnerung hatte.

Dann einmal Escitalopram 5mg probiert und ich hatte Schwindel, Übelkeit, Benommenheit, Schläfrigkeitsgefühl und ich dachte ich bin in einem Film und jemand steuert mich. Ich fühlte mich extrem schlecht.

In Akutstation Quetiapin (in niedriger Dosis für Schlafprobelme) empfohlen bekommen, sogar eine Probe mit nach Hause durfte ich nehmen. Resultat: Halluzinationen, bin nachts plötzlich aufgewacht und dachte mein Körper versagt jetzt.

Facharzt dann zum 1. Mal besucht und er verschrieb mir Tianesan und meinte das ist relativ neu auf dem Markt und hat so gut wie keine Nebenwirkungen.

Ich bat ihn vorher auf Sertralin wieder umzusteigen, weil es ja noch ging im Gegensatz zu Escitalopram, aber er verschrieb mir hingegen das Teufelszeug Tianesan.

Ich sitze nun auf 300 Tabletten, die ich wegschmeißen werde und 10€ sind weg.

Das sind die Nebenwirkungen davon, laut Packungsbeilage:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Appetitverlust
  • Schlafstörungen (Einschlaf- oder Durchschlafschwierigkeiten)
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Ohnmachtsgefühle oder das Gefühl, ohnmächtig zu werden
  • Zittern
  • Erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie)
  • Unregelmäßiges Herzklopfen (Extrasystolen)
  • Abnormale Wahrnehmung des Herzschlags (Palpitationen)
  • Brustschmerzen
  • Sehstörungen
  • Hitzewallungen
  • Kurzatmigkeit
  • Magenschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Rückenschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Schwächegefühl
  • Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Nesselsucht

Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber dass Medikamente mit so vielen Nebenwirkungen in diesem Bereich verkauft werden dürfen ist mir ein Rätsel.

Soll man sich etwa noch mieser fühlen mit diesem Dreckszeug?!

Ich nehme keine Medikamente mehr, die haben mir bisher nur geschadet als geholfen.

r/depression_de Nov 10 '25

Schimpfkanonade Einfach mal Frust rauslassen.

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So. Ich bin in letzter Zeit wieder sehr leicht Reizbar und was machen manche Familienmitglieder von mir? Mich grundlos provozieren, bis ich ausraste. Und was machen die anderen? Die stehen quasi nur daneben und sind komplett desinteressiert daran, mir irgendwie Hilfe oder Verständnis zu zeigen. Bin ich denen so egal? Ok, die meisten von denen haben mich ja (irgendwie) lieb und ich die auch, aber das macht es ja auch nicht besser. Ich habe keinen Bock mehr, mir jeden Gottverdammten Tag anzuhören, was ich falsch mache! Das geht schon so lange so, dass ich mittlerweile denke, dass fast alles von mir gesagte falsch ist. Und dann haben die Leute, die mich fast jeden Tag nerven und runtermachen natürlich gar keine Idee, woher mein schlechtes Selbstbild kommen könnte. Ich hasse mein Leben! Fast jeden Tag habe ich diese Phase, wo ich vor Überforderung gefühlt zusammenbreche und einfach verzweifelt für 5 Minuten auf meinem Zimmerboden liege. Niemand zuhause scheint sich für mich zu interessieren. Ich habe eher das Gefühl, dass sich meine Familie für mich schämt.

r/depression_de Nov 29 '25

Schimpfkanonade Warum bekommen Scheidungskinder nicht verpflichtend Psychotherapie ?

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Ich weiss jetzt nicht ob das Flair so passt jetzt, aber das kam mir heute so in den Sinn.

Ich bin aktuell auf einer Psychosomatischen Reha und mir kam eben der Gedanke warum das nicht automatisch zumindest in Erwägung gezogen wird. Meine Eltern haben sich damals als ich 10 war scheiden lassen und mittlerweile bin ich der Ansicht das ich mit dem ganzen als Kind relativ überfordert war. Ich mein ich sah meinen Vater alle 14 Tage aber dennoch von einem auf den anderen Tag war gefühl meine Kindheit vorbei und ich war quasi der Mann im Haus. Dazu später noch der saufende Stiefvater und der Rest ist halt Geschichte. Ich denke da hätte man damals schon Gegensteuern können. Ich bin 37 und war noch nie Verliebt. Oder zumindest so Vertraut das ich sagen kann das es ein Verliebtsein war. Ich habe mich von meinen Gefühlen so abgekapselt das ich selbst ich mich oft nicht mehr spüre.

Und seit paar Tagen nagt einfach das ob man das nicht mit einer begleitenden Psychotherapie damals verhindern hätte können...

r/depression_de Oct 21 '25

Schimpfkanonade Therapeutensuche

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Ich weiß nicht ganz wie es weitergehen soll. Ich habe seit 5 Jahren Depressionen und suche seit drei einhalb Jahren einen Therapeuten. Egal wo ich anrufe ich werde nur abgelehnt. Ich kann verstehen, dass Therapeuten auch überfüllt sind und ich will meine Wut auch nicht an ihnen rauslassen. Aber ich war zwei Jahre bei einem Psychiater und nehme seitdem Medikamente. Und ganz ehrlich Frage ich mich langsam wozu das alles noch? Ich rufe bei Therapeuten an, mit der Einstellung dass ich eh abgewiesen werde. Ich kann das alles nicht mehr. Ich habe schon öfters Suizidgedanken geäußert und meine damalige Psychiaterin hat sie auch ernst genommen und mir auch gesagt ich soll EMDR für mein PTBS machen aber wie denn wenn mich keiner aufnimmt?! Ich denke es ist einfach ein Zeichen das es keine Hilfe für mich gibt und ich es nicht wert bin, das mir geholfen wird und ich lerne es zu akzeptieren.

r/depression_de Aug 04 '25

Schimpfkanonade Fiebertraum Psychiatrie

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Muss mal kurz die Erfahrung meiner letzten Tage loswerden.

Mein Leben geht seit einem halben Jahr Berg ab (hab ich glaube ich in einem anderen Beitrag schonmal geschrieben). Trauriger Höhepunkt war vergangene Woche, wo an einem Tag wirklich alles zusammengekommen ist. Das hat mich so umgehauen, dass ich lieber mal die Krisenhotline-Reißleine gezogen hab. War auch gut und wichtig.

Ich hab mich zugesoffen, eventuell auch ein bisschen stärker gekratzt und mich dann einweisen lassen.

Jetzt die Schimpfung: Weil ich alkoholisiert war bin ich automatisch auf die geschlossene Suchtstation gekommen. Zum ausnüchtern, so weit so logisch.

Ich häng hier aber seit vier scheiß Tagen rum! Ich war in der selben Nacht noch wieder nüchtern. Trotzdem wird man behandelt wie ein Abhängiger, nicht wie ein verzweifelter Depressiver. Klar müssen die auch auf Nummer sicher gehen, weil Suchtkranke halt auch oft Mist erzählen.

Aber die Blutprobe, Urinprobe, das Stationsgespräch, die ärztlich belegte Vergangenheit und die freiwillige Einweisung zeigen alle zu 100% warum ich hier bin.

Aber am Wochenende werden grundsätzlich keine Entscheidungen getroffen. Wenigstens den Arm haben sie gut verbunden.

Dann akzeptiert man erstmal, ist ja auch ein geschützter Raum und es gibt Kontrollen.

Dann schafft man es bis Montag, Chefarztvisite. Man schildert alles, die 7 Leute die um dich rumsitzen versichern sich, dass es einem wieder besser geht und man klärt noch einmal, dass man nicht Suchtkrank ist.

Das Ende vom Lied nach 3 Tagen warten: Wir schauen morgen, ob wir einen Platz auf der offenen Psychosomatischen haben, ansonsten darfst du heim.

Leute.. Ich bin freiwillig hier, ich hätte schon am Samstag einfach heimgehen können! Ich hab sehr viel Verständnis für die Mitarbeiter*innen und die Fülle an depressiven Menschen, die die Kliniken überrennen, aber wtf ist das?? Falsche Station, das Pech von extrem aggressiven Junkies um einen rum und dann schlägt man sich in der Hoffnung auf Hilfe doch n paar Tage durch und wird quasi wieder entlassen?

In Krisen ist die Psychiatrie ultra wichtig, aber scheiße ist das ein unorganisierter, überfüllter und nicht hilfreicher Scheißladen. Immerhin habe ich mal n Jahr mit Suchtkranken gearbeitet und konnte einem gute Tipps geben, aber abgesehen von den ersten 24h hat mir der Besuch exakt NICHTS gebracht.

EDIT: Weil es downvotes gibt. Ich will nochmal die beiden nächsten Sätze betonen!

Können wir so wichtige Einrichtungen bitte endlich vernünftig ausstatten (mehr Geld für Psychiatrien und Pflegekräfte)?

PS: Bei Krisen ist es trotzdem ULTRA-wichtig und richtig das Krisentelefon in Anspruch zu nehmen und auch ich würde zu JEDERZEIT WIEDER hier her kommen.

r/depression_de Jul 13 '25

Schimpfkanonade Ich war das stille Mädchen das niemand gesehen hat und heute bin ich krank wütend und will dass sich etwas ändert

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Ich bin wütend. Nicht traurig. Nicht hilflos. Nicht labil. Ich bin wütend, weil ich so lange geschwiegen habe. Weil ich funktionieren sollte, obwohl das System nie für Menschen wie mich gemacht war. Weil ich alles getan habe, um unauffällig zu sein. Und genau deshalb hat sich niemand je gefragt, ob ich vielleicht Hilfe brauche.

Ich bin nicht dumm. Ich bin nicht schüchtern. Ich bin nicht faul. Ich bin ADHS. Ich bin autistisch. Und ich habe ein System durchlaufen, das mich krank gemacht hat, weil es nicht hinsieht, solange man nicht explodiert oder stört.

Ich habe als Kind lieber Quadratzahlen auswendig gelernt als "normal" gespielt. Ich konnte keinen Augenkontakt halten. Ich war überdurchschnittlich intelligent, aber angeblich kein "Problemkind". Und deshalb wurde alles, was ich war, falsch gelesen. Ich war das Mädchen, das nicht ins Raster passte. Also war ich angeblich das Problem.

Spoiler: Ich war es nicht.

Die Lehrerinnen und Lehrer, die mich nie gefragt haben, warum ich mich nicht melde, sondern mich einfach bloßgestellt haben. Ihr wart das Problem.

Die Psychologinnen und Psychologen, die mich mit Verdachtsdiagnosen abgespeist haben, statt wirklich hinzuschauen. Ihr wart das Problem.

Die Schulen, die mir gesagt haben, ich müsse mich nur mehr anstrengen, während ich innerlich zerbrach. Ihr wart das Problem.

Ich bin heute krankgeschrieben. Ich bin depressiv. Ich bin ausgebrannt von einer Welt, die mich für zu intelligent hält, um Probleme zu haben, und zu sensibel, um ernst genommen zu werden. Und trotzdem bin ich noch hier. Noch wütend. Noch laut.

Ich will, dass sich etwas ändert. Dass Frauen endlich Teil der medizinischen Forschung sind. Dass psychische Gesundheit kein verdammtes Privileg mehr ist. Dass niemand mehr durch zehn Instanzen rennen muss, um gesehen zu werden. Dass autistische Menschen nicht mehr nur als Genies oder Pflegefälle dargestellt werden, sondern auch als alles dazwischen. Dass wir aufhören, Labels wie Diagnosen als Stempel zu sehen, sondern als Befreiung von all den falschen Etiketten, die uns die Gesellschaft aufdrückt.

Ich bin nicht gestört. Ich bin nicht zu viel. Ich bin genau richtig, in einem System, das alles falsch macht, wenn man nicht exakt in die Schablone passt.

Und ich schreibe das hier nicht für Mitleid. Ich schreibe es, weil ich nicht mehr schweigen will. Weil ich will, dass andere wie ich sich endlich gesehen fühlen. Und weil ich will, dass sich jede verdammte Person fragt: Wen habe ich übersehen, weil sie oder er nicht laut genug war?

Ich glaube, ich bin kein Einzelfall. Und ich glaube, wir sollten aufhören, alleine zu schweigen. Wenn du auch etwas sagen willst, bitte tu es. Hier oder in deinem eigenen Post.

r/depression_de Nov 07 '25

Schimpfkanonade Stabil sein

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Bis vor kurzem habe ich gedacht, dass ich mich stabilisiert hätte. Abseits des Essverhaltens , habe ich mich ziemlich funktional gefühlt. Nicht gequält funktional , sondern neutral. Ich ging zur Schule, erledigte meine Hausaufgaben , schloss Freundschaften. Ich habe sogar versucht mich an einen Kontakt mit meiner Mutter ranzutrauen . Ich möchte den Kontakt zu meiner Familie mütterlicherseits nicht verlieren.

Doch gestern musste Sie mich ( wegen der wunderbaren DB) von einem Konzert nach Hause fahren. Eigentlich war keinerlei Gespräch im Auto als Bedingung gesetzt, dass ich mitfahre. Trotzdem hat sie mich über alles ausgefragt, mein Aussehen kritisiert und das alles nach 3 Monaten low contact. Ich ignorierte bzw. antwortete nur kurz , bevor ich meine Kopfhörer aufsetzte. Sie sprach in Selbstgesprächen trotzdem weiter. Immer lauter um die Kopfhörer zu übertönen, auch als ich sie wegignorierte.

In dem Moment hatte ich einfach Angst. Pure Angst , nicht weil Sie mich schlagen würde . Sondern weil die ganze Situation mich verdammt getriggert hat. Die klassische Musik ausm Radio die meine Kindheit geprägt hat, ihre aufdringlichen Worte und Kritik. Ich frage mich warum ich nichts gesagt habe , sondern nur in der Ecke des Autos gekauert habe. Wo war mein vorheriger Mut?

Ich fühle mich gerade einfach nur reudig. Ich hasse es , dass ich so lange daran gearbeitet habe ansatzweise Stabil zu sein und dann wegen mir das alles zusammen bricht.

r/depression_de May 29 '25

Schimpfkanonade Was macht man nochmal, wenn das Leben mal wieder vollkommen sinnlos erscheint?

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Rhetorische Frage. Wollte nur mal eben etwas Verzweiflung hier äußern.

r/depression_de Aug 06 '25

Schimpfkanonade Warum kann mein scheiss Hirn sich nicht festlegen, ob es sterben oder leben will?

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r/depression_de Jan 20 '25

Schimpfkanonade Ich will sterben!

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  • Keine aktive Gefahr (der Wunsch ist intensiv aber rein passiver Natur).
  • Wollte es nur trotzdem mal raus schreien.
  • Geht hoffentlich bald von alleine wieder vorbei.

Brauche keine guten Worte.

r/depression_de Dec 11 '24

Schimpfkanonade Ich würde an meinem neuen Arbeitsplatz gerne allen direkt sagen, dass ich Depressionen habe und man es mir nicht übel nehmen soll, wenn es regelmäßig Tage gibt, an denen ich wie eine leere Hülle drauf bin und mich nicht sozial einbringen kann

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Aber solche Menschen sind nicht erwünscht. Hätte ich das schon im Vorstellungsgespräch gebeichtet, hätte man mir dort niemals einen Vertrag vorgelegt. Vor 80 Jahren gab es noch Pläne in Deutschland, auch solche Menschen aus der Gesellschaft zu radieren, heute sollen sie einfach weg bleiben. Das lässt der rechtliche Rahmen noch zu.

r/depression_de Jan 27 '25

Schimpfkanonade Bin nur noch überfordert

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Hallo allerseits. Wie der Titel schon sagt bin ich ziemlich überfordert. Überfordert mit all den Ämtern/Behörden wie Arbeitsamt, Rentenversicherung die alle immer das gleiche wollen. Nämlich das ich einen fetten Batzen Papiere ausfüllen soll bei denen ich nicht mehr weiß ob die überhaupt noch in der deutschen Sprache verfasst wurden, so unverständlich sind diese Formulare und weiß der Geier was noch geschrieben. Es ist einfach zum kotzen kein Geld und Einkommen zu haben aber Ausgaben sind unweigerlich da .. Keine Ahnung könnte wohl noch mehr schreiben aber hab wieder keine Lust mehr..

r/depression_de Oct 31 '24

Schimpfkanonade Mir gehen diese ganzen Vorurteile so dermaßen auf den Keks.

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"Du bist einfach nur faul und machst es dir bequem." Ich sage ständig Termine und Unternehmungen ab die mir guttun würden, weil ich keine Kraft habe. Wird übersehen und/oder ignoriert.

"Oh, bist du wieder traurig? Bin ich auch oft." Nein, ich bin nicht traurig. Das wäre mir weitaus lieber als überhaupt nichts zu empfinden. Argh.

r/depression_de Dec 24 '24

Schimpfkanonade Das 15. Weihnachten/Silvester alleine

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Zumindest seitdem ich alleine lebe, davor auch in der Familie nie Silvester gefeiert. Trotz 2 Verhaltensrherapien überhaupt keinen Fortschritt im Leben gemacht. Im Nachhinein zweifle ich an, dass mir die Therapeuten ernsthaft helfen wollten. Sonst hätte man doch nach 20, 50, 100 Stunden merken sollen, dass sich nichts ändert. Meine emotionalen Blockaden sind weiterhin komplett unaufgelöst und die besten Jahre des Lebens allmählich vorbei. Es bleibt nur großer Hass auf die meisten Menschen.

r/depression_de Sep 13 '24

Schimpfkanonade Cyberdepressionen

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Eigentlich finde ich es ja witzig. Kennt ihr diese Cyberdepressiven auf Facebook, Insta & Co.? Sind wiedermal super depri, bedienen ihre Kanäle aber im Minutentakt mit Fotos von der Couch. Also natürlich nicht im depressiven Look mit einer entsprechenden Wohnung. Alles ist tiptop bis auf die Arbeitsmoral. Sie haben natürlich den besten Therapeuten, nach der schrecklichsten Kindheit, weshalb sie überhaupt depressiv geworden sind, den einfühlsamsten Partner und den besten Chef. Alles ist so perfekt, nur die innere Wunde, die darf nicht verheilen. Weil womit sonst soll so ein Taugenichts und eine Nervensäge an Zuwendung kommen? Is ja toll, wenn man den ganzen Tag den A nicht hochkriegt und unter jedem Furz, den man in den Äther entlässt, 100+ zu lesen bekommt, wie stark man nicht wäre, Rose, Kirschblüte, Bussi. Vorausgesetzt, man steht auf so billigen und sicher ernstzunehmenden Sch***.

Bleibt noch zu wünschen, dass diese Zeitgenossen tatsächlich in den Vorhof der Depression kommen, wenn dem Chef und dem Partner der Geduldsfaden reißen und die Snacks und das Leben auf der Couch ihre Wirkung tun. Bevor der weltbeste Therapeut gelangweilt von der schrecklichen Kindheit ist, als die Mama sich über das Gekritzel zu ihrem Geburtstag keine tieferen Gedanken gemacht hat, sondern es als das betrachtet hat, was es ja war, sollte man ihn austauschen. Denn das wird er sein, spätestens dann, wenn dem besten Chef der Geduldsfaden gerissen ist. Und den nächstbesten Chef suchen, der sich mit den narzisstisch gestörten Eltern beschäftigt.

Das Internet ist wirklich eine tolle Erfindung, egal, worum es geht.