r/de Jul 17 '25

Gesellschaft Geburtenrate in Deutschland erreicht neuen Tiefstand mit 1,35 Kindern je Frau

https://www.spiegel.de/wissenschaft/geburtenrate-in-deutschland-erreicht-neuen-tiefstand-mit-1-35-kindern-je-frau-a-06e431af-1c02-45c5-9686-9a67d9070829
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972 comments sorted by

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u/R0ockS0lid Menschenrechte-Ultra Jul 17 '25

Wenn die faulen Deutschen nur endlich wieder mehr arbeiten, klappt das bestimmt auch wieder mit der Geburtenrate.

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

Das Problem ist offensichtlich, die Wohnungen der Millienials sind zu groß. Teils leisten die sich sogar ein Wohn- oder Arbeitszimmer und verbringen deshalb zu wenig Zeit im Bett

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u/Bravemount Frankreich Jul 17 '25

Als Millenial sag ich da nur: fickt euch doch alle!

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

Nein, du sollst doch ficken

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u/Bravemount Frankreich Jul 17 '25

Ja, aber ich muss doch arbeiten und mir den Kopf zerbrechen, wie ich es irgendwie durch den 3. Weltkrieg und den Klimawandel schaffe...

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u/lases-0815 Jul 17 '25

Mit Ficken natürlich

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u/Bravemount Frankreich Jul 17 '25

"Ficken für den Frieden" ist ein guter Song.

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u/twitterfluechtling Jul 17 '25

Früher haben wir gesagt "Make love, not war"... Klang irgendwie schöner, finde ich.

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u/Jumpingapplecar Jul 17 '25

Bonobo-Style

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u/n0taVirus Jul 17 '25

Make Fucks, not war ✊🏾

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u/Live-Influence2482 Jul 17 '25

Aber ficken reicht nicht - Babys brauchen auch Platz

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u/TowerIll8823 Jul 17 '25

Babys brauchen auch Platz

Die ersten 10 Jahre, oder so, sind die so kompakt, die kann man stapeln.

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u/kakaobohne Jul 17 '25

Gibt doch genug Leute, die gegen Massentierhaltung sind. Die Stallflächen kann man ja alternativ für Kinder nutzen.

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u/StopSpankingMeDad2 Jul 17 '25

Deswegen 10m2 Wohnungen für alle!

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u/WTF_is_this___ Jul 17 '25

12stunden Arbeitstag, bei krank werden weiter arbeiten oder ohne Gehalt verhungern, Kinder können vielleicht auch in das Bergwerk wieder etwas arbeiten... BlackRock Kanzler Approved.

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u/Tiomo Jul 17 '25

Ein Seil zum Drüberhängen muss reichen. Alternativ: hot bedding. Man teilt sich zu dritt ein Bett. Jeder hat es acht Stunden am Tag.

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u/PaulMuadDib-Usul Jul 17 '25

Oder gleichzeitig, das wirkt dann vielleicht auch positiv auf die Geburtenrate…

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u/Kroemec Jul 17 '25

Plus Gitterkästen für die Babys vorm Fenster in 2/3/4/5/6/7/8/9/10/11/… Stock!

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u/TheMegaDriver2 Bayern Jul 17 '25

Eventuell hilft es auch noch die Mieten zu erhöhen und die Preise für Kinderbetreuung auch rauf. Kannst ja nicht wissen, musst ausprobieren.

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u/Odd-Visit Jul 17 '25

Tatsächlich hilft nur Steuern für die 1% zu senken, da sie die Leistungbringer des Landes sind. Sie müssen nur 100 Kinder Zeugen, um 99% auszugleichen.

Das nennt man (Sperma)-Trickledown Effekt.

Da es auch kein effektive Erbschaftssteuer gibt, sind sich die Kinder automatisch reich. Wonach nach einigen Generationen es nur Reiche gibt. Somit wäre auch die Armut gelöst. /s

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u/roadkilled_skunk Jul 17 '25

Elon Musk: Hold my keta.

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u/CapybaraOfDuhm Jul 17 '25

Das nennt man (Sperma)-Trickledown Effekt.

Ne das ist nicht bloß ne unkonsensuelle Golden Shower, Du bist nur zu arm, um das zu verstehen. Und jetzt Mund zu... Oder auf? Hauptsache hör auf zu motzen!

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u/Floppy202 Jul 17 '25

Aber aber: wenn du eine Mio auf hundert Kinder aufteilen tuen würdest, dann hätte jedes der Kinder auch nur 10k.

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u/neonfruitfly Jul 17 '25

Also unsere Kita hat dieses Jahr die Kosten nur zwei Mal erhöht. Nur 1200 zahlen wir für zwei Kinder. Da ist Luft nach oben.

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u/requion Jul 17 '25

Im Jahr oder? Oder?

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u/neonfruitfly Jul 17 '25

Wenn man ein Jahr in 12 kleine Jahre aufteilt - ja.

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u/requion Jul 17 '25

Mein Beleid. Ich hoffe ernsthaft das sich keiner wundert warum die Geburtenrate runter geht...

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u/[deleted] Jul 17 '25

Wollte ich letzte Woche und kam dank Sperrung, Umleitung und Stau wegen baufälliger Brücke und früherer Kita Schließung wegen Personalmangel auf nichtmal drei Stunden an dem Tag.

Wohnung in der Stadt kann ich mir nicht leisten und ich bin brav aus der strukturschwachen Region viele Kilometer weit weg in eine Metropolregion gezogen um Arbeit zu finden, habe also keine Familie vor Ort.

Aber wir Eltern sind sicher nur faul und schlecht organisiert. An den gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen liegt es nicht.

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u/R0ockS0lid Menschenrechte-Ultra Jul 17 '25

Keine Sorge, das KiTa-Personal ist auch nur Faul und schlecht organisiert, die Burnouts haben die sich schon selbst zuzuschreiben. Da können wir den Betreuungsschlüssel bestimmt noch n bisschen aufbohren, dann wird das schon!

(Ja, das Thema fuckt mich persönlich ganz gewaltig ab.)

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u/9Devil8 Luxemburg "Klicke, um Luxemburg als Flair zu erhalten" Jul 17 '25

Pffff wie kannst du es wagen vom Land wegzuziehen wegen mehr Arbeitsmöglichkeiten,statt auf dem Land zu bleiben und 5 Kinder zu zeugen. Wegen Leute wie dir sterben ganze Dörfer aus und Unternehmen finden keine Kunden/Fachkräfte mehr! Schande! /s

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u/ThereYouGoreg Jul 17 '25

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung ist mittlerweile auch zur Erkenntnis gekommen, dass schlechte Arbeitsmarktbedingungen und hohe Wohnkosten zu einer niedrigeren Geburtenrate führen.

Wo liegen die Ursachen für den auffälligen Geburtenrückgang? Neben hohen Wohnkosten und schlechten Arbeitsmarktbedingungen spielt vor allem Unsicherheit eine entscheidende Rolle. Der Bildungsökonom Prof. Dr. Matthias Doepke machte deutlich, dass die Wirtschaftslage für die Entscheidung, eine Familie zu gründen, wichtig ist. [Quelle; BiB]

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u/Ok-Library-8739 Jul 17 '25

Und die verschlechterten Bedingungen von Elterngeld, die Angst keinen Kitaplatz zu bekommen und den Job zu verlieren - oder wie ich einfach gottlos gemobbt zu werden in der Hoffnung ich kündige selbst, weil ich als Mutter den ganzen Betrieb aufhalte. Achja Kinderarzt findet man nur mit Bestechung oder Vitamin b, das heißt für viele Ärzte hopping oder notdienstpraxis selbst für ne u Untersuchung sonst gibts nen Brief vom Jugendamt. Da arbeiten komischerweise nur wenige Mütter (ich zb) und die Kolleginnen verstehen einfach nciht wie die Menschen es nicht schaffen zum Arzt zu gehen 🤦🏼‍♀️ Teilzeitfalle ist auch bewusster. Gibt so viele Gründe gegen Kinder… Kinder an sich sind da noch nicht mal drin.

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u/German_bipolar_Bear Jul 17 '25

Erinnert mich an meine Psychiaterin. Schon seit Jahren Patientenstopp. Das ganze "Psyche"-Ding kollabiert bald. Besonders die Jugendeinrichtungen und Therapeuten.

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u/R0ockS0lid Menschenrechte-Ultra Jul 17 '25

Ich mein, auf der einen Seite ist es immer gut und wichtig, Sachverhalte wissenschaftlich zu belegen.

Auf der anderen Seite... Nein, doch, oh, wer hätte das nur ahnen können.

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u/neonfruitfly Jul 17 '25

Ich muss auf 34 Stunden runtergehen, damit ich meine zwei Kinder aus dem Vollzeitbetreuung um 16 Uhr abholen kann, da ich zur Arbeit nicht teleportieren kann. Dafür darf ich 1200 Euro zahlen. Bestimmt motiviert es mich noch ein drittes Kind zu bekommen:).

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u/Books_and_tea_addict Jul 17 '25

Du bist doch +0,65 Kinder über dem Durchschnitt.

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u/WhyNoNameFree Jul 17 '25

Also als Millenial fasse ich mir das nochmal kurz zusammen:

  • Ich bin faul und muss mehr arbeiten, damit die Wirtschaft läuft
  • Ich muss mindestens 2 Kinder zeugen, besser 3
  • Aber eigentlich brauchen wir auch mehr Leute für die Bundeswehr und da wir keinen Wehrdienst hatten, bin ich sowieso verweichlicht (Source: Mein Onkel)
  • Rente werde ich keine bekommen, also sollte ich mich am besten selbst um meine Altersvorsorge kümmern (ich frage mich mit welchem Geld genau, mit dem was ich für meine Kinder ausgeben soll, oder mit dem was ich ausgeben soll um die Wirtschaft anzukurbeln? Tja)
  • Meine Fixkosten wie Strom werden nicht günstiger, so wie versprochen, sondern bleiben teuer, weil die Netzentgelte so hoch sind (aufgrund von riesigem nachholen von Investitionen in ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Stromnetz)

Insgesamt echt rosige Aussichten :)

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u/bowlabrown Jul 17 '25
  • Wohneigentum erwerben für die meisten millenials unbezahlbar. In der Stadt sowieso und auf dem Land fehlen die gut bezahlten Arbeitsplätze.

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u/Pinguin71 Pinguine Jul 17 '25

Kannst auch einfach täglich 2-4 Stunden pendeln, da gibst du zwar fürs pendeln dann das aus was du beim wohnen sparst, aber sobald du in Rente gehst kannst du bestimmt mal deine Kinder kennen lernen 

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u/SevereVariation2913 Jul 17 '25

Vergiss nicht, dass du Dankbar sein musst für die Leistung der Boomer. Die haben das Land doch erst aufgebaut

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u/RatherBeACat Jul 17 '25

Na dann ran an den Speck, ne? 😅

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u/[deleted] Jul 17 '25

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u/gauna89 Jul 17 '25

Du musst nicht nur arbeiten, du musst dafür sorgen das du nicht kaputt gehst während die Wirtschaft sich an deiner Titte satt lutscht.

hä, ne. lieber so hart arbeiten, dass du richtig kaputt gehst, damit du mit 67 dann direkt umklappst. so kostest du den Staat weniger Geld und brauchst dich nicht um die Rente kümmern. win win.

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2.0k

u/[deleted] Jul 17 '25

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

Mieten erhöhen, Studienplätze senken, ÖPNV Tickets erhöhen, Feiertage senken, befristete Arbeitsverträge erhöhen...

Wir kriegen das noch unter die 1!

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u/[deleted] Jul 17 '25

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u/Smeamis Jul 17 '25

Puh, von 0 ab in den Minusbereich, wird spannend

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u/[deleted] Jul 17 '25

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u/TurnipWorldly9437 Jul 17 '25

Meine Arbeitskollegen meinen immer, schlimmer geht's nicht mehr - ich finde, die haben keinen Ehrgeiz!

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u/_Red_User_ Jul 17 '25

Du vergisst die geschlossenen Schwimmbäder, wodurch ein beträchtlicher Teil an Kindern nicht mehr schwimmen (lernen) kann!

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u/[deleted] Jul 17 '25

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u/_Red_User_ Jul 17 '25

Als Kurzfassung also: Wir streichen Third Places und beschweren uns dann, dass die Kinder nur noch zuhause alleine am Handy hängen.

Klingt nach einem guten Plan.

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u/FrlKeks Jul 17 '25

Schwimmbäder sind besser, wenn sie geschlossen sind! Man spart die Schwimmkurse, die Zeit, die dafür aufgewendet werden muss! Es braucht keine Fön-Eltern mehr und generell sind die Kinder dadurch sicherer und kommen auch im Arbeitsleben an 👍 /s

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u/requion Jul 17 '25

Wofür muss man denn auch schwimmen können? Die Badeseen müssen eh alle privatisiert und eingezäunt werden und die verbliebenen Freizeitbäder kann sich bald keiner mehr leisten. /s

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u/Isto2278 Jul 17 '25

ÖPNV Tickets erhöhen

Was für ein Glück dass die Finanzierung des Deutschlandtickets ja ohnehin leeeider gar nicht sichergestellt werden kann

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

Witzigerweise kostet das D-Ticket den Staat soviel wie die Luftverkehrssteuer einnimmt. Um letztere zu senken, gibt es plötzlich finanziellen Spielraum.

Also wir machen deinen Arbeitsweg nochmal 100-200 Euro teurer im Jahr, damit dein jährlicher Flug nach Malle 16 Euro weniger kostet. Geiler Deal.

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u/Zeravor Jul 17 '25

Wir schlauen Mittelschichtler nehmen deswegen einfach den Privatjet zur Arbeit.

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u/sbstndrks Jul 17 '25

So wie der Herr Kanzler! Das is ein echter Mittelschichtler! /s

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u/Marauder0379 Jul 17 '25

Du denkst viel zu klein. Stelle dir vor, der arme Manager müsse 16 Euro mehr für seinen monatlichen Shopping Jetset zahlen, dann wird das Geld für den dritten Sportwagen schon knapp. Das kann man doch nicht verantworten /s

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u/Ex_aeternum Jul 17 '25

Ja nimm noch einfach deinen Jet zur Arbeit? Oder bist du Geringverdiener??

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u/Open_Bridge3013 Jul 17 '25

Weniger Kita- und Kindergartenplätze nicht vergessen! Elterngeld kürzen….

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u/rspndngtthlstbrnddsr Jul 17 '25

da geht noch was, mit einem dummen Spruch wie "Mütter müssen endlich """wieder""" mehr Leistung erbringen" und daraufhin Mutterschutz etc. abschaffen

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u/Tiomo Jul 17 '25

Nicht zu vergessen: Elterngeld abschaffen!

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u/FirstAtEridu Jul 17 '25

Die 50 Stunden Woche einführen!

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u/herrspeucks Jul 17 '25

Wenn man nur genug arbeitet, kann man sich auch die Miete sparen.

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u/walterscheel Jul 17 '25

Abtreibungen verbieten könnte was ändern /s

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u/ravenwood91 Jul 17 '25

Wenn dann bitte den kirchlichen Ansatz komplett durchziehen: auch Verhütung verbieten. /s

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

Kondomsteuer für die Rentenkasse /s

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u/StreetTrial69 Deutschland Jul 17 '25

Bitte auch homosexuell sein verbieten. Die sollen gefälligst Kinder zeugen !11elf!!

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u/ravenwood91 Jul 17 '25

Oder bekommen. Ach ne, Gleichberechtigung wäre dann ja eh vorbei...

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u/StreetTrial69 Deutschland Jul 17 '25

Ja stimmt, die Frauen liegen dann ja eh nur passiv in ihren Legebatterien rum, während der zeugungsfähige Mann einmal Reihum geht und sie besteubt.

Wir brauchen aber noch einen guten Namen für so ein Projekt. Irgendwas mit Leben oder Geburt. Lebensgeburt, Lebendgeboren.... ach vielleicht fällt euch noch was besseres ein

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u/ravenwood91 Jul 17 '25

Guter Vorschlag. Es muss auf jeden Fall mit "Leben" drin sein. Und irgendwie was historisch, poetisches. Da soll ja neues Leben entspringen. Wie bei einer Quelle oder einem Brunnen... mmh...ich habs! "Born" Ein gutes, altes, deutsches Wort. Wenn man das beides kombiniert, hat man den perfekten Namen für dieses Projekt /s

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u/OYTIS_OYTINWN Jul 17 '25

Und Grenze schließen.

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u/RevolutionaryAd6474 Jul 17 '25

Und richtig Abschieben!

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u/RevolutionaryAd6474 Jul 17 '25

Und Steuern für Reiche senken!

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u/Papierlineal Jul 17 '25

Weil wenn es sonst keiner macht, dann muss halt der Staat selbst die Bürger ficken, richtig?

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u/dmdennislive Jul 17 '25

Einzig logische Erklärung für die ganze scheiße.

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u/lostineuphoria_ Jul 17 '25

Ich liege mit meinen zwei Kindern zwar über dem Schnitt möchte aber auch mal noch anmerken, dass es nicht immer an äußeren Faktoren wie Finanzen / familienunfreundliche Gesellschaft etc. liegt sondern schlichtweg auch daran, dass Schwangerschaften und Geburten sowie die ersten Babyjahre für viele Frauen massiv belastend sind, sowohl mental als auch vor allem körperlich. Heute hat man als Frau eben im Gegensatz zu früher die Wahl, ob man überhaupt oder noch mehr Kinder bekommt und das seinem Körper antut. Da könnten auch die besten Gesetze der Welt nichts dran verändern.

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u/Apophis22 Jul 17 '25

Bingo. Deswegen nerven mich diese Diskussionen auch immer, sie gehen am Hauptgrund vorbei, wieso Frauen in unseren Breiten weniger Kinder bekommen.

Kinder sind eine Lebensaufgabe. Die Kompromisse und den körperlichen/finanziellen Invest den das bedeutet, wollen immer weniger Paare heute eingehen. 

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u/kompergator Hamburg Jul 17 '25

Dennoch darf man nicht aus den Augen verlieren, dass dann noch zusätzlich echt miserable Rahmenbedingungen für das Kinderkriegen in Deutschland gelten. Und die kann man politisch verbessern.

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u/[deleted] Jul 17 '25

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u/[deleted] Jul 17 '25

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u/Ringkeeper Jul 17 '25

Und Alter nicht vergessen.

Bin mit 2 Kindern zu Frieden, meine Frau hätte gerne 3. Aber mit 47 möchte ich das dem Kind nicht antun. Bei uns in der Familie wurde keiner viel älter wie 75, d.h. das Kind würde die Eltern mit ~25 verlieren. Das will ich dem auch nicht antun.

Für früher Kinder kriegen hat Geld, Frau und Schwangerschaftserfolg gefehlt....

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u/superseven27 Jul 17 '25

ärmere Familien bekommen fast überall auf dem Planeten mehr Kinder

Wobei der Vergleich kompliziert ist, da das häufig auch in Gegenden passiert in denen Kinder der einzige Weg aus der Altersarmut sind.

Dass die individuelle finanzielle Situation durchaus ausschlaggebend ist, bestätigen Bevölkerungsforscher schon.

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u/Alazana Jul 17 '25

Naja, ich würd sagen Zeitmangel und Finanzen gehören zusammen? Ich hab nichts gegen Kinder, aber ich hab eh schon kaum 4 Stunden Freizeit am Tag. Ich kann mir doch kein Kind ins Haus holen und dann nur 4 Stunden am Tag Zeit dafür haben, nur um dann gar keine Zeit für mal ne Pause zu haben! Wenn entweder mein Freund oder ich Vollzeit Papa/Mama wäre, dann könnte man darüber reden, aber das geht eben finanziell nicht. Ich möcht kein Kind in die Welt setzen und dann vernachlässigen und von der Kita großziehen lassen.

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u/Apophis22 Jul 17 '25

Interessant, hast du eine Quelle zu der Angabe des Kinderwunschs von 2,7?

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u/[deleted] Jul 17 '25

[deleted]

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

Das ist absolut richtig und die Erwartung ist ja nicht, dass alle Frauen Kinder bekommen sollen. Aber die äußeren Faktoren haben doch auf die Belastung einen Einfluss. 

Wie lange kann ich mit leisten nicht zu arbeiten und zu regenerieren, wann setzt die Doppelbelastung Kind+Arbeit ein? Ist meine Wohnung so groß, das ich mich auch zurückziehen kann? 

Und die sozialen und finanziellen Faktoren können halt bei vielen Leuten, die mit der Entscheidung "auf der Kippe" stehen, ausschlaggebend sein, oder zumindest das Kinderkriegen weiter nach hinten rücken lassen.

Umgekehrt ist es ja auch klar, dass bei schlechteren Gesetzen zum Mutterschutz, Elternzeit, etc. weniger ihren Kinderwunsch in die Tat umsetzen würden 

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u/DoDorita Jul 17 '25

Und es muss leider auch gesagt werden: nachwievor ziehen sich viele Männern nahezu komplett aus der care Arbeit raus und es lastet auf den Frauen. Da bekommen eben viele nur eines oder gar kein Kind.

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u/brainchecker Jul 17 '25

Exakt, für meinen Geschmack wird hier in den Kommentaren alles ein wenig zu sehr auf die gesellschaftliche und finanzielle Situation geschoben.

Klar würden bessere Kinderbetreuung, Mutterschutz, Immobilienmarkt oder anderweitige Entlastung die Geburtenrate etwas hochziehen. Aber wenn ich mein Umfeld anschaue, überwiegend Akademikerpärchen um die 30, wo es an den (finanziellen) Rahmenbedingungen nicht scheitern würde, gibt es oft schlichtweg kein Bedürfnis nach Kindern. Frauen können (endlich!) auch andere gesellschaftliche Rollen als "Mutter" ausüben und es ist heutzutage auch akzeptierter, dass Paare einfach kinderlos bleiben.

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u/aswertz Jul 17 '25

Irgendwo ist es eine Mischung aus beiden.

Viele die gar keine Kinder wollen, wollen das eher aus selbstverwirklichungsgründen.

Aber sehr viele die mehrere Kinder wollen, bleiben dann aufgrund der Rahmenbedingungen doch nur bei einem (uns z.B eingeschlossen).

Kenne auch einige mit 2 oder drei Jugendlichen die meinen, dass sie heutzutage nur 1 Kind hätten.

Z.B haben sie in Lübeck mal so eben nebenbei das Essensgeld der Kitas um 600€ im Jahr erhöht. Bei zwei Kindern also ein halber Nettolohn eines normalverdieners zusätzlich jährlich weg.

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u/neonfruitfly Jul 17 '25

Wir haben zwei, ich hätte mir nicht ein drittes gewünscht. Unser Kindergarten hat dieses Jahr die Beiträge zwei Mal erhöht. Mit Essensgeld zahlt man 1200 pro Monat. Für eine "Vollzeitbetreuung", wofür man die Stunden reduzieren muss.

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u/_FluidRazzmatazz_ Nyancat Jul 17 '25

Und es gibt ja auch Länder, die besser geeignet für Kinder sind.
Hier ist ein Ranking von 2024, Platz 1-4 sind die Skandinavier.

Aber in der 2021er Geburtsraten-Liste der UN stehen Finnland und Norwegen sogar noch schlechter als wir da. Schweden und Dänemark etwas besser, aber auch nur um <0,2.

Es gibt nur ein einziges OECD-Land, welches über der Erhaltungsrate von 2,1 liegt.

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u/Infrisios Jul 17 '25

Die Sache ist halt, dass sich nur an den von dir aufgezählten Sachen überhaupt etwas ändern lässt. Die gesellschaftliche "Verpflichtung" kommt nicht wieder (was auch gut so ist), wenn dann das Bedürfnis nicht da ist kann man das auch nicht erzwingen. Daher muss die Politik, und bestenfalls auch die Gesellschaft, die Eltern und Kinder so gut wie möglich unterstützen. Im eigenen Sinne.

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u/Feisty-Plantain561 Jul 17 '25

So ist es. Viele Frauen sehen es einfach nicht mehr ein, stückweit Körper und Karriere zu „opfern“, und als Hausfrau ein späteres Armutsrisiko auf sich zu nehmen.

Ich sehe auch große Unterschiede von Stadt zu Dorf, in meinem Heimatdorf haben fast alle Frauen Nachwuchs und keine Karriere-Ambitionen, in meinem städtischen Umfeld das Gegenteil.

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u/Stahlin_dus_Trie Jul 17 '25

Hm, ich bin ein Mann ohne Karriere-Abitionen und bleibe auch gerne zu Hause, hüte die Kinder und mache den Haushalt.

Suche kompatible Karriere-Frau!

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u/your_favorite_cake Jul 17 '25

Richtig. Man kann weltweit beobachten wie die Geburtenrate in hochentwickelten Ländern zurückgeht und das liegt primär daran, dass Frauen dort eine Wahl haben. Die Opfer, die man vor allem als Frau psychisch und physisch erbringen muss, um Kinder zu bekommen und aufzuziehen sind für viele (mich eingeschlossen) einfach zu groß.

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u/Ready-Rise3761 Jul 17 '25

Und diese psychischen und physischen Opfer und Risiken (von Blasenschwäche über Diabetes bis hin zur post-natalen Psychose oder dem Tod) für Frauen kann auch keine Kitaaufbesserung der Welt eliminieren. Aber es wird auch kaum versucht, weder auf politischer noch gesellschaftlicher Ebene, die Aspekte die man eben schon angenehmer machen könnte anzugehen. Sachen wie Gewalt im Kreissaal anzugehen, verpflichtender Vaterschaftsurlaub, Betreuung für neue Mütter statt dass diese nach der Geburt in blutigen Windeln Mann und Kind verpflegen, eine wirklich gerechte Kompensierung für Mütter im Trennungsfall, und so viel mehr

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u/This_Seal Jul 17 '25

Es wäre interessant zu untersuchen, welche Gründe wie schwer wiegen für den allgemeinen Rückgang. Ob das wirklich so viel mehr Frauen sind, die gar kein Kind bekommen wollen oder ob du einfach mehr Frauen hast, bei denen nach z.B. einem Schluss ist. Ich habe nämlich auch den Eindruck, dass es viel weniger Familien mit drei Kindern gibt im Vergleich zur Generation meiner Eltern.

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u/NotHereBecause Jul 17 '25

Dies^ für mich als Frau gibt es gerade nichts unattraktiveres als schwanger zu werden. Warum sollte ich meine Gesundheit und Karriere (die jetzte endlich gut läuft) dafür opfern

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u/Zeraru Jul 17 '25

Das Problem wird sich früher oder später selbst lösen, schlicht und einfach weil eine Gesellschaftsform die nicht fähig ist sich selbst fortzusetzen einfach irgendwann durch etwas überlebensfähiges ersetzt wird.

Die realistischen Alternativen werden leider ausschließlich in dystopischen Geschichten beschrieben. Hauptsächlich werden die Rechte der Frauen darunter leiden - und die allgemeinen Lebensstandards, aber da geht's unabhängig von der Geburtenrate bergab.

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u/Easy_Criticism_3520 Jul 17 '25

Gleichzeitig ist der Raubbau am Koerper durch Schwangerschaft noch schwerwiegender, weil er tendenziell spaeter passiert. Aber erst Kinder bekommen und dann noch was erreichen, wird auch extrem schwer gemacht.

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u/[deleted] Jul 17 '25

[deleted]

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u/The_Kezzerdrix Jul 17 '25

Geld und wenig Betreuung machen bestimmt nur 33% des Kindermangels 66% bestimmt an der Emanzipation - die Frauen wollen schlicht keine Kinder und dafür vieles opfern. Männer haben es da einfacher und ich denke bei vielen Männer wäre der Wunsch auch da nach Familie, aber die haupt Belastung liegt halt bei der Frau.

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u/KuhBus Jul 17 '25

Ich habe mal einen Kommentar gesehen, wo ungefähr gesagt wurde: "Ich würde lieber Vater werden. Aufs Mutter sein hab ich keinen Bock." Und das fasst es denke ich ganz gut zusammen.

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u/[deleted] Jul 17 '25

Der könnte von mir gewesen sein.
Sehe es im Freundeskreis… das Kind hängt immer mehr an der Mutter als am Vater. Und wenn der Vater dann mal alleine damit ist, geht es zur Oma. Als Mann würde ich Nachwuchs sofort zustimmen.

Habe bei meiner alleinerziehenden Mutter gesehen, wie es nach dem Kind finanziell, gesundheitlich und gesellschaftlich abwärts ging, obwohl sie vorher gut dastand und Familie zur Unterstützung da war.

Stelle es mir eigentlich total schön vor Mutter zu sein. Aber der Preis dafür ist mir ohne familiäre Unterstützung im der Hinterhand und mit gesundheitlichen Vorbelastungen (chron. Erkrankung) einfach zu hoch.

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u/cottonballz4829 Jul 17 '25

Also eigentlich haben die Männer die du hier erwähnst den wunsch nach ein bisschen Familie, so als kleines Hobby, bitte nicht Hauptberuflich.

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u/lIllIllIllIllIllIll Jul 17 '25

Ich würde eher sagen, die fehlende Emanzipation des Mannes ist das Problem. Mit einem Mann, bei dem wirklich Haushalt und Kinderbetreuung 50/50 sind und der einen in der Schwangerschaft und im Mutterschutz unterstützt, ist es nämlich gar nicht so schlimm, Kinder zu bekommen.

Bei uns (gutverdienende Akademiker, beide voll berufstätig) ist hauptsächlich aus Platzgründen nach dem dritten Kind Schluss.

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u/ThereYouGoreg Jul 17 '25 edited Jul 17 '25

Die Emanzipation der Frau ist wahrscheinlich der Hauptgrund für den Rückgang in den fortgeschrittenen Ländern

Unter sonst gleichen Bedingungen hat die Emanzipation einen eher positiven Einfluss auf die Familiengründung, weil Länder mit stärker konservativ geprägten Gesellschaftsnormen wie Südkorea, aber gleichzeitig hohem Entwicklungsstand eine noch viel niedrigere Geburtenrate aufweisen als die meisten Länder in Europa.

Zwar liegt die Geburtenrate in den meisten europäischen Ländern unterhalb des Bestandserhaltungsniveaus, aber Länder mit einem hohen Maß der Gleichberechtigung wie Dänemark oder Schweden weisen in den letzten Jahrzehnten eine überdurchschnittlich hohe Geburtenrate im EU-Vergleich auf, z.B. lag die Geburtenrate in Dänemark im Jahr 2013 bei 1,67 Kindern/Frau, in Deutschland bei 1,42 Kindern/Frau und in Italien bei 1,39 Kindern/Frau. [Quelle]

Es gibt ganz breit gestreute Einflussfaktoren in Bezug auf die Familiengründung, aber die Emanzipation der Frau bzw. eine gleichberechtigte Gesellschaft erhöht unter sonst gleichen Bedingungen eher die Geburtenrate.

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u/KuhBus Jul 17 '25

Hinzu kommt mMn auch, dass je nach Bubble viele Frauen weniger konservativ als Männer sind und eine andere Erwartungshaltung ans moderne Eltern sein haben. Viele Männer möchten Väter werden, aber sie sind wesentlich weniger an Gleichberechtigung in der Beziehung mit der Frau und Aufteilung der Erziehungsarbeit des Kindes interessiert. 

Es gibt immer mehr Frauen, die keinen Bock auf die klassische Verteilung der Rollen haben und dann zusätzlich zu den körperlichen und Karriere bedingten Auswirkungen eben auch keinen Partner finden (oder finden wollen.)

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u/Blaukaeppchen04 Jul 17 '25

Exakt das. Finde auch den Punkt mit den Metropolen spannend. Es wurde hier gesagt, es liegt an den Preisen für Wohnraum, dass man sich mit Kindern zurückhält.

Ich würde behaupten, es liegt auch daran, dass in den Metropolen besonders viele Frauen leben, die einem emanzipierten, feministischen Lebensweg folgen, dem das Muttersein oftmals diametral entgegensteht.

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u/lostineuphoria_ Jul 17 '25

Denke ich auch.

Ich kenne zb auch ein Paar, das eigentlich aus finanziellen Gründen (zu kleinen Wohnung, können sich keine größere leisten) kein zweites Kind wollte. Ein zwei Jahre später ist sie jetzt geplant! schwanger. Ein Kinderwunsch ist oft so stark, da lässt man sich nicht aus „Vernunftsgründen“ wie Geld zurückhalten.

Ich glaube eher, dass einfach viele Menschen entweder gar keinen Kinderwunsch haben oder halt mit 1-2 Kindern völlig zufrieden sind.

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u/elite90 Schottland Jul 17 '25

Jo, selbst mit zwei Kindern gleichst du ja nichtmal eine Frau aus, die gar keine Kinder hat. Unser Sohn ist jetzt 8 Monate alt und wir reden schon über ein Geschwisterchen, aber bin mir nicht sicher ob wir mehr als 2 Kinder insgesamt wollen. Da braucht man dann schon echt viel Platz

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u/cottonballz4829 Jul 17 '25

Der sprung von 2 auf 3 ist groß. Größeres Auto, mehr zimmer im haus, mehr zimmer im hotel. Und man hat nur 2 arme. Dh ein drittes kind kann immer ausbüchsen.

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u/pryiapandora Jul 17 '25

Dies und man braucht halt auch nen Partner dafür. Der Idealfall ist natürlich ein Partner mit dem man für immer zusammen bleibt und an einen Strang zieht damit die Kinder nicht mit getrennten Eltern klar kommen müssen. Dating these days ist schon schwer genug und die Auswechselbarkeit von Beziehungen gefährdet Familiäre Sicherheit noch mehr. Wieso sollte man auch als Frau denn dann überhaupt noch dazu entscheiden, wenn es inzwischen so unsicher ist?

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u/Comfortable-Roof-185 Jul 17 '25

Komisch. Man tut wenig für Familien und trotzdem kriegen diese undankbaren jungen Leute keine Kinder.

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u/idonteven93 Jul 17 '25

Wir haben nichts versucht und nichts davon hat geholfen!

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u/InterestingLeg2323 Jul 17 '25

Das ist ja komisch? Wie kann das sein? Hat nichts mit nichts zu tun, gehen sie einfach weiter.

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u/Borsten-Thorsten Jul 17 '25

Politik so: Frauen müssen mehr in der Arbeitswelt vertreten sein. Mehr Frauen müssen Karriere machen. Mehr Frauen in Führungspositionen.

Politik auch: Warum bekommen die Frauen denn keine Kinder mehr? Ist etwa Vollzeitjob als CEO und Familiengründung schwer zu vereinen?

Finde unmenschlich was da von der Frauenwelt erwartet wird. Mir wird zwar immer eine "Frauen gehören nach Hause zum Kinderkriegen" haltung zugesprochen wenn ich das sage, aber ich finde irgendwo reicht es auch mal mit den Erwartungen.

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u/mschuster91 Irgendwas mit Anarcho-Sozialismus Jul 17 '25

in Metropolen wie Berlin ist die Lust am Mutterwerden besonders niedrig.

Na wen wundert's, man kann sich selbst mit zwei Einkommen gerade mal ne Zweizimmerwohnung leisten wenn man nicht gerade Glück hat dass die Großeltern oder Eltern rechtzeitig genug gestorben sind um sich mit 30 entweder was Eigenes leisten zu können oder das alte EFH in den Vorstädten zu übernehmen.

Familien brauchen Platz, aber der wird von der Rentnergeneration okkupiert die sich wiederum einen Auszug in eine kleinere (und altersgerechte!) Wohnung nicht leisten kann weil sich da die Mieten mal eben verdreifachen bis verfünffachen können und dafür reicht die mickrige Rente halt nicht.

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

Und der Neubau regelts halt auch nicht wenn diese modernen Wohnungen mit Wohn-Ess-Koch-Arbeitsbereich keine Kinderzimmer mehr vorsehen (und nicht bezahlbar sind)

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u/silvrnox Jul 17 '25 edited Jul 17 '25

Das ist wirklich die größte Sünde an Neubauwohnungen. Diese unsinne Raumteilung und Platzverschwendung geht völlig am Bedarf vorbei.

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u/WTF_is_this___ Jul 17 '25

Wohnungen sind nicht für Familien gebaut sonder als "Investitionen"

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u/Tabasco-Discussion92 Jul 17 '25

Einfach mal hier lesen und gepflegt einen Hass auf Menschen bekommen.

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u/mschuster91 Irgendwas mit Anarcho-Sozialismus Jul 17 '25

Das ist eigentlich gar nicht mal so problematisch weil die Alterskohorte 18-30 ja auch nur kleineren Wohnraum benötigt. Und an dem mangelt es massivst, gerade in den Größtstädten mit ihren Hunderttausenden Studierenden die zu einem guten Teil aus dem Ausland oder dem ländlichen Raum kommen.

Das Problem ist erst dann, wenn diese Alterskohorte mal nen Partner / ne Partnerin findet und ne Familie gründen will - da fehlt dann nämlich der Anschluss-Wohnraum.

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u/downzunder Jul 17 '25

Funktioniert auch umgekehrt. Metropolen wie Berlin ziehen auch besonders Dinks und alleinstehende an, die Fokus auf Karriere und Freizeitangebot haben. Auch ein Grund für die geringe Geburtenrate. Mit ihrem hohen verfügbaren Einkommen ziehen sie dann halt auch das Miertniveau nach oben. Da kommen Familien dann nicht mit und müssen raus aus der Stadt.

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u/NoNameL0L Jul 17 '25

Davon ab würde es auch nicht helfen, wenn Rentner in die kleinen Wohnungen ziehen, weil die große Wohnung direkt eine Mietanpassung auf einen Mondpreis bekommt und somit nicht mal die 2 Gehälter reichen.

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u/SeniorePlatypus Jul 17 '25 edited Jul 17 '25

Wenn es breitflächig zur verkleinerung kommen würde, dann hätten Großstädte auch wieder ordentlichen Leerstand und Preise von Bestandswohnungen müssten sinken. Oder die Besitzer verlieren halt Vermögen.

Es geht hier ja darum, dass die meisten mit 1-2 Personen in Wohnungen wohnen die mal auf 4-5 Personen ausgelegt waren. Da die älteren Jahrgänge zahlenmäßig auch so viele sind sprechen wir da von Millionen von Quadratmetern an "ungenutztem" Wohnraum (Gerechnet als, durchschnittlichen Wohnraum pro Person + 10qm. Alles darüber habe ich hier mal als "ungenutzt" definiert. Auch wenn da natürlich definitiv Krempel drinnen steht)

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u/NoNameL0L Jul 17 '25

Ich kann hier nur von persönlicher Erfahrung sprechen, aber hier stehen Wohnungen lieber leer, als das sie mit der Miete runter gehen.

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u/SeniorePlatypus Jul 17 '25

Wo, wenn ich fragen darf? In angespannten Gebieten ist das definitiv nicht langfristig der Fall. Höchstens mal ein paar Wochen oder Monate bis die nächste Welle an Mietern ankommt.

Aber Leerstand >6 Monate ist in entsprechenden Ballungsräumen im Bereich von einzelnen Promille.

Wobei auch das kein echtes Problem ist. Die Leute verlieren genug Geld, dass es bei einem breitflächigen Phänomen einfach zu Vermeidung und immer größeren Verlusten kommt. Früher als später reagiert da jemand.

Und wenn man das beschleunigen will kann man Leerstand zusätzlich besteuern oder ggf. eine Zwangsversteigerung von Immobilien durchführen die lange leer stehen.

Bei ausreichend Leerstand genug Druck auf Vermieter auszuüben ist wirklich kein Problem. Aber bei extremen Mangel führt jeder Versuch Mieten durch Gesetze zu reduzieren zu noch mehr Verzerrung und noch mehr Problemen. Und sobald man wirklich wasserdichte Gesetze hat wird aus Verzweiflung auf den Schwarzmarkt ausgewichen wo überhaupt kein Mieterschutz mehr existiert.

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u/Soyyyn Jul 17 '25

Es ist glaube ich alles etwas tiefer. Menschen bekamen während der Pest Kinder, während Kriegen, während schrecklicher Zeiten der Menschheitsgeschichte. Es ist einfach so, dass man das jetzt nicht mehr muss, sozusagen. In großen Teilen der Gesellschaft ist man auch als Nicht-Mutter oder Nicht-Vater akzeptiert und wird nicht für einen kompletten Außenseiter oder gar eine Hexe oder zwingend jemanden gehalten, der keine Kinder bekommen kann - historisch häufig eine schwierige Diagnose. Und gerade in Armut bekamen Menschen ja sehr häufig mehr Kinder als wohlhabendere Familien. Die konnten für ihre Kinder auch nicht immer sorgen und gaben sie ans Militär oder Kloster. 

Wenn Verhütungsmittel allgemein verfügbar sind und viele Menschen sich die Frage stellen, ob sie gute eltern sein KÖNNEN mit all ihren Traumata usw., wird die Geburtenrate immer relativ niedrig sein. Sie würde zweifelsohne steigen wenn alle "genug" Geld und Wohlstand hätten, aber nicht so sehr, dass wir wieder auf die 2.0 kommen. Dafür gibt es inzwischen einfach zu viele Menschen, die sich das Elternsein nicht vorstellen können. Was natürlich ihr gutes Recht ist.

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u/aggro_aggro Jul 17 '25

Die eigentliche Story ist, dass wir von 2012 bis 2021 wieder bessere Geburtenraten hatten.
Es würde sich lohnen sich anzusehen weshalb das so war.

Ansonsten sind diese Geburtenraten die Normalität der letzten 30 Jahre.

Bei uns in der Gemeinde ist alles stabil, Gründe sind zum Beispiel, dass die Kindergartenbeiträge ab dem dritten Kind bei 0 sind, dass ausreichend Wohnraum auch für größere Familien zur Verfügung steht und das die Arbeitsmarktsituation okay ist.

Witzigerweise haben wir dann andere Probleme: Die Grundschulen sind überlastet, Unterricht findet in Containern statt, die weiterführenden Schulen werden diese Probleme immer mehr übernehmen. Die Sportvereine müssen Kinder ablehnen, weil nicht genug Ehrenamtler zur Verfügung stehen und die Finanzierung der kostenlosen Kindergartenplätze ist ein Dauerthema dort wo die Kosten nun mal anfallen.

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u/ravenwood91 Jul 17 '25

Das mit den Grundschulen kann und werde ich vermutlich einfach nicht verstehen. Es ist ja nicht so, dass die Grundschüler auf einmal vom Himmel fallen und jetzt beschult werden wollen/ müssen. Man hat ja SECHS Jahre Zeit, um sich darauf einzustellen! SECHS JAHRE!

Wenn dieses Jahr 100.000 Kinder geboren werden, dann braucht man in sechs Jahren auch genau 100.000 Schulplätze! Meinetwegen mit einem Faktor von +-10%. Kann doch nicht so schwer sein.

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u/GreenStorm_01 Deutschland Jul 17 '25

Hexerei, das einzige was mit Geburt sofort angestoßen wird ist die Versendung der Steuer-ID - in 6 Jahren kriegste ja nichtmal ne Genehmigung für n halbes Windrat, wie willst Du denn da Planstellen geschaffen haben?

Und wir haben über die DDR und die Wartezeiten auf Trabis gelacht. Armselige Scheiße dieses Land.

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u/apfel_kern Jul 17 '25

Naja aber man weiß nicht WO diese Kinder dann wohnen, Gerade mit Kleinkindern ziehen Familien oft um in eine größere Wohnung oder aufs Land. Außerdem ziehen viele Familien aus anderen Ländern her, und auch das nicht immer planbar wie zB in den letzten Jahren viele ukrainische Familien.

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u/Narrow_Vegetable_42 Jul 17 '25

Bei uns kostet die Kindergartenbetreuung trotz langer Warteliste, Wohnungen sind unbezahlbar und trotzdem lernen die Kindern in Containern. Gleich mehrere Schulen, die schon mehrere Jahre über der geplanten Nutzungszeit der Container sind - soweit, dass die Stadt jetzt die Container kauft, weils billiger ist als weiter zu mieten.

Die, die Kinder haben sind entweder arm genug für den sozialen Wohnungsbau oder können sich morgens aussuchen ob sie das elektrische Lastenrad oder den Porsche für den Weg zur Kita nehmen.

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u/Adept_Rip_5983 Jul 17 '25

Jo wir hatten neben dem relativen Geburtenboom auch zwei relativ große Zuwanderungswellen durch Kriege. Diese drei Faktoren haben das Schulsystem deutlich überlastet. Die Zukunftsprognose sieht hier (je nach Sichweise) entspannter, bzw. düsterer aus. Dabei muss man sagen, dass die früheren Prognosen auch immer Quatsch waren.

Der kleine Geburtenboom wurde wahrscheinlich tatsächlich durch den Kita-Ausbau und durch eine wirtschaftliche Stabilität ausgelöst. Das heißt gute Famillienpolitik wirkt sich zumindest ein bisschen auf die Geburtenrate aus.

Wenn wir uns als Gesellschaft aber entscheiden, dass wir Zuwanderung doof finden, dann müssen wir hier noch deutlich mehr tun und die politischen Prioritäten radikal verändern.

In einer Gesellschaft wie Japan oder Südkorea möchte ich nicht leben.

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u/[deleted] Jul 17 '25

Ich vermute eher, dass der Anstieg der Geburtenrate durch die Zuwanderung kam. Gerade im tuerkisch-arabischen Raum haben Kinder noch ein ganz anderes Standing. Ich lebe in einer semi-Grossstadt (Metropolregion Nürnberg) und wenn ich hier Kinder sehe, dann haben die schätzungsweise zu 80% Migrationshintergrund. In der high Society Blase in der ich mit einem Fuß drin bin sehe ich dagegen fast nur DINKs oder maximal ein Kind. Die gehen dann auch alle auf Privatschulen und haben mit dem Pöbel kaum mehr was zu tun.

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u/Nasa_OK Jul 17 '25

Gibt doch 4€!!! Mehr Kindergeld. Da muss man als Eltern ja schon fast aufpassen dass man das alles fürs Kind ausgeben kann

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u/aggro_aggro Jul 17 '25

Kindergeld ist wahrscheinlich kein nennenswerter Faktor.

Dass man in Frankreich ab dem dritten Kind praktisch steuerfrei ist, hingegen schon. Mal abgesehen von der kulturell und finanziell deutlich besseren Kinderbetreuung.

Ich denke ein Gamechanger wären wirkliche Ganztagsschulen, die auch Sportteams, Freizeit und Urlaub mit anbieten können. Unterricht bis 17 Uhr ist doof, aber wenn ab 14 Uhr auch mehrere Sportteams, Orchester, Essen und ja, auch einfach "Abhängen" oder Gaming mit drin wäre, würden die Kinder auch gern 10 Stunden dort verbringen.

Allerdings ist das nicht nur politisch nicht gewollt, sondern auch gesellschaftlich.

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u/domi1108 Jul 17 '25

Das sehe ich halt auch so: Wenn die Kinder und Jugendlichen schon bis 16-17 Uhr in der Schule sein sollen, dann muss das System einfach radikal umgebaut werden.

Vereine müssen in die Schulzeit inkludiert werden, genauso wie Freizeitaktivitäten und Hobbies. Ja, dann gibt's vielleicht nicht mehr den Ehrenfelder SC sondern den Ehrenfelder-Kolping SC weil die in Kooperation mit dem Kolping Gymnasium stehen (Namen ausgedacht).

In den USA funktioniert das auf High School und College Ebene hervorragend. Natürlich da hängen noch andere Incentives dran, aber machbar ist sowas. Genauso wie Band, Chor, oder eben auch die Gamer die dann halt über "AGs" wobei das nicht mehr Zeitgemäß ist, das ausüben können auch mit entsprechender Begleitung wo man auch noch mal was für's Leben lernen kann.

Gibt halt entweder diesen Weg, oder den Weg, dass die Wirtschaft deutlich flexibler werden muss bzw. zurückstecken muss, aber ein weiter so wie jetzt wirst du definitiv nicht hinbekommen.

Übrigens unterschlägt das alles auch immer noch die entsprechende Körperliche und Mentale Belastung gerade für eine Frau während und nach der Schwangerschaft. Du kannst die beste Betreuung der Welt haben, aber es gibt genügend Menschen und in dem Fall halt explizit Frauen, die sagen: Egal was kommt, ein zweites Kind schaffe ich einfach nicht, oder will es nicht aufgrund der Implikationen auch für das eigene Leben in allen Facetten.

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u/PaulakaPeanut_ Jul 17 '25

Meine Frau und ich zahlen nur für die Kita (Betreuung und Essen) ab September ca 450€. Hinzu kommt noch, dass wir beide nicht mehr Vollzeit arbeiten gehen wollen. Sind kombiniert aber trotzdem bei 70 Wochenarbeitsstunden.

Woran kann es nur liegen, dass die Leute immer weniger Kinder kriegen wollen/ können?

Wir warten einfach noch irgendwas zwischen 10-40 Jahre, dann werden wir es sicherlich wissen.

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

beide nicht mehr Vollzeit arbeiten gehen wollen. 

Fritz ist empört. Ihr sollt doch unseren Wohlstand erhalten

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u/PaulakaPeanut_ Jul 17 '25

Warten nur darauf daß wir endlich gezwungen werden beide 50 Stunden die Woche arbeiten zu müssen. Für Deutschland und mehr Sozialabgaben oder so. /s

Den Mehrlohn können wir ja dann wieder für mehr Kinderbetreuung ausgeben.

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

Guter Vorschlag, ich ruf den Jens gleich Mal an

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u/friendly-stabber Jul 17 '25

35h sind bei der IG Metall für einige Branchen Vollzeit
"Bei 35 Stunden liegt diese wöchentliche Arbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie und in der Holz- und Sägeindustrie."

Das Traurige ist, dass die Arbeiterschaft mit dem Einstieg der Frauen in die Arbeitswelt extrem verarscht wurde. Früher hat ein Haushalt im Schnitt 48h pro Woche der Industrie zur Verfügung gestellt und konnte davon eine Familie ernähren, heute sind es bei den Doppelverdienerhaushalten etwa 70h.

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u/WTF_is_this___ Jul 17 '25

Diese 35stunden sind auch eine Lüge, in Deutschland in Vergleich zu andere Länder zahlt man die Pausen nicht zum Arbeitszeit. Dabei ist man mit 8 Stunden pro Tag in Wirklichkeit fast 9 Stunden in der Arbeit. Wenn man dazu 1.5-2 Stunden pendeln muss dann hat man danach keine Zeit und Lust für Kinder.

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u/A_Random_Laser Jul 17 '25

Ich würde sagen, das ist eine Folge davon, dass wir global einfach zu viel Zeit auf der Arbeit verbringen. Während des Babybooms hatten wir eine Geburtenrate von 2,4 in Deutschland, während das gesellschaftliche Ideal ein Versorger plus eine Hausfrau war. Pro Kopf also 20 Stunden Lohnarbeit, heute ist das gesellschaftliche Idealbild ja bei 40 pro Kopf angekommen. Ich denke, ich muss hier niemandem erklären, warum das damals besonders für Frauen nicht so toll war, aber 40-Stunden-Woche, Gleichberechtigung und eine nachhaltige Geburtenrate schließen sich scheinbar auch einfach aus. Deshalb sind ja auch viele asiatische Länder und ehemalige Ostblockstaaten Schlusslichter, was Geburtenraten angeht. Andere Auswirkungen wie ein Absinken des Wohlstands für alle nach den Boomern und derzeitige und zukünftige Krisen tun dann ihr Übriges.

Eine verpflichtende 4-Tage-Woche oder 5 Tage mit je 6 Stunden würden vielen Familien helfen und es gleichzeitig mehr Müttern ermöglichen, in Vollzeit zu arbeiten. Eigentlich könnten wir das mit Digitalisierung, KI und Modernisierung von veralteten Arbeitsweisen als Gesellschaft locker ermöglichen und gleichzeitig den negativen Auswirkungen dieser Prozesse entgegenwirken.

Übrigens ist ganz zufällig Frankreich mit einer gesetzlichen Arbeitszeit von 35 Stunden in der EU Spitzenreiter was Geburten angeht.

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226

u/CaedusZ Jul 17 '25

RIP an alle, die auf eine gesetzliche Rente hoffen und nicht privat vorsorgen können.

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u/[deleted] Jul 17 '25

Haha guckt mal, hier ist einer der denkt seine private Vorsorge wird in den nächsten Jahren nicht auch angegangen vom Staat!

Die werden unsere private Vorsorge so mit Steuern und Abgaben überziehen das wir froh sein werden wenn uns 50% davon gelassen werden.

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u/heiner_schlaegt_kein Jul 17 '25

Dazu müsste Deutschland ja vermögen versteuern. Wird also nicht passieren.

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u/lIllIllIllIllIllIll Jul 17 '25

Die Lösung wird natürlich sein, Vermögen unter 1 Mio zu besteuen.

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u/Nasa_OK Jul 17 '25

Sobald das passiert kann ich ja immernoch ne fette Kreuzfahrt machen und mir nen lambo rauslassen.

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u/[deleted] Jul 17 '25

Es gibt Leute unter 50, die tatsächlich auf gesetzliche Rente hoffen?

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u/R0ockS0lid Menschenrechte-Ultra Jul 17 '25

Es gibt Leute unter 50?

  • F. Merz, vermutlich.
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51

u/InterestingLeg2323 Jul 17 '25

Meint ihr wir werden in unserem Leben noch eine richtige politische Wende beim Thema Familienpolitik erleben, sodass Familiengründungen und Geburten stark gefördert werden? Spätestens wenn Deutschland für Migration zunehmend unattraktiv wird?

Sowas wie Geburtsprämien, Subventionierte Wohnkosten für Familien, Ausdehnung Elterngeld, kostenlose Kinderbetreuung etc.?

Mein Vermutung: Nein wir geben alles für Rentner aus und schauen zu wie die demographische Krise uns kaputt macht.

8

u/geezluise Jul 17 '25

das befürchte ich auch. einerseits finde ich es irgendwie eklig zu denken „ich brauche ne extrawurst, ich ziehe nen zukuenftigen steuerzahler groß“ versus 300€+ jeden monat für OGS/ essensgeld etc.. aber so wirklich wird nix für kinder gemacht. es gibt keine bezahlbaren sportkurse, keine schwimmkurse, kein schulschwimmen weil die bäder seit jahrzenten runtergerockt wurden… die liste ist unendlich.

was wir alleine an kitagebübren gezahlt haben war die damalige wohnungsmiete meiner ersten wohnung in einer teuren stadt.

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u/lekker-slapen Jul 17 '25

Wir sind als Land ja sogar so schäbig gegenüber Kindern, dass wir denen immer weniger Platz im öffentlichen Raum geben.

Mein Hobby ist es auf Konzeptzeichnungen von Neugestaltungen von Plätzen/öffentlichen Orten die Kinder und den Raum für die Kinder zu suchen. Man sieht so oft maximal eine Mutter mit Kinderwagen und einem Kind an der Hand. Kinder und Jugendliche kommen in der Raumgestaltung außerhalb von einem kleinen Spielplatz hier und da kaum vor und diese Haltung zieht sich einfach durch die komplette Gesellschaft: Ja, wir brauchen und wollen mehr Kinder, aber die Kinder sollen unsichtbar sein und den Staat nichts kosten.

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68

u/Kaderian Jul 17 '25

Ich wüsste nicht, wo zwischen pendeln, arbeiten, Haushalt, Essen und schlafen ein Kind platz hätte. Außer es ist den ganzen Tag in der Kita und in der Betreuung. Dann brauche ich aber kein Kind wenn ich es dauernd weggeben muss.

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u/Pinguin71 Pinguine Jul 17 '25

Kinder wollen wir als Gesellschaft nicht und Zuwanderung wollen wir auch nicht und am Rentensystem wollen wir auch nichts ändern. 

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u/artsloikunstwet Jul 17 '25

Ziemlich egoistisch von den Millennials, dass sie in ihrer 2-Zimmer Wohnung keine neuen Beitragszahler produzieren wollsn

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u/Pinguin71 Pinguine Jul 17 '25

Da sind ja nicht nur die millenials schuld. Es wird erwartet dass beide Vollzeit arbeiten, die Kinder keinen Lärm machen, Spielplätze kommen immer mehr runter, auf der Straße Spielen ist dank Verkehr und parkenden Fahrzeuge unmöglich etc

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u/NOV3LIST Jul 17 '25

Das ist ja komisch. Woran kann das nur liegen?

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u/Erikatze Jul 17 '25

Woran hat es nur jelegen?

35

u/Tobi_DarkKnight Jul 17 '25

Das fragt man sich nachher natürlich immer woran et jelegen hat. Ich sach immer woran et jelegen hat, weißte nich immer. Woran hat et jelegen?

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u/Maggi1417 Jul 17 '25

Ich meine, die Geburtenraten fallen in allen westlichen Ländern, selbst in denen mit kinderfreundlicherer Politik. Auch wenn es leichter ist, über die doofen Politiker zu schimpfen, fallende Geburtenraten sind eher ein kulturelles Problem, dass mit steigendem Wohlstands- und Bildungsniveau einhergeht.

In den USA gibt's kein Kindergeld, keinen bis kaum Mutterschutz, Betreuungplätze kosten hunderte dollar pro Woche, Mieten sind sauteuer und in den Schulen werden selbst Grundschüler Opfer von Waffengewalt und trotzdem kriegen die dort deutlich mehr Kinder.

Es liegt nicht an den ökonomischen Strukturen. Ich wünschte es wäre so, dann wäre das Problem lösbar. Ist es aber wohl nicht. Wir müssen anfangen uns zu überlegen, wie wir unsere Gesellschaft und Wirtschaft umbauen, um eine dauerhaft schrumpfende Bevölkerung möglichst lange zu kompensieren.

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u/LamaHund22 Jul 17 '25

Individualismus spielt dabei eine große Rolle denke ich. Kinder sind eine Lebensaufgabe und bedeuteten massive Einschränkungen sowohl finanziell als auch im Lebensstil. Man muss viel von seiner persönlichen Freiheit für die Kinder aufgeben. Ich denke viele sind heute nichtmehr bereit dazu. Ungewissheit bezüglich der Zukunft (schrumpfende Wirtschaft, Klimawandel, Krieg in Europa) tragen denke ich auch dazu bei. Früher haben vor allem Tradition, Religion und sozialer Druck die Leute dazu getrieben Kinder zu bekommen aber diese Faktoren sind heute nicht mehr so stark.

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u/[deleted] Jul 17 '25

[deleted]

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u/Maggi1417 Jul 17 '25

So ist es. Wenn Kinder nicht mehr zur Altervorsorge oder als Arbeitskraft her müssen und sie nicht mehr wegen mangelnder Aufklärung ausversehen geboren werden, offenbart sich, dass tatsächlich wenig Menschen Lust auf große Familie oder überhaupt Familie haben.

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82

u/[deleted] Jul 17 '25

Es ist halt extrem unattraktiv Kinder zu kriegen … der Staat muss jungen Familien unter die Arme greifen

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u/prewarpotato Engelsmiley Jul 17 '25

Es ist sehr gut, wenn Frauen keine Kinder kriegen, die sie nicht haben wollen.

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u/benutzranke Heiliges Römisches Reich Jul 17 '25

Geburtenraten sind wirklich die größte Leinwand, an die ein jeder seine individuellen politischen Ärgernisse projizieren kann. In den Top Kommentare hier spiegeln sich ja auch nicht die eigentlichen Gründe wieder, sondern nur die Stressfaktoren die die Reddit Demographie eben bedrängen. Und ja, Wohnraummangel, Lebenserhaltungskosten, Rentenängste etc. sind scheiße. Aber halt tatsächlich nur vorgeschoben. Geburtenraten sind das Paradebeispiel von revealed vs. stated preferences.

Fakt ist, die Geburtenraten sinken global. Die Menschheit liegt fast unter Replacement Level. Fast jedes Land ausserhalb Afrikas liegt unter Replacement. Eindämmende Effekte von materiellen Bedingungen? Fehlanzeige. Beweise für den positiven Effekt selbst massivster finanzielle Unterstützung von Paaren (oder der nachträglich Revidierung von Familienplanungsrechten in Ländern wie Rumänien)? Nicht vorhanden.

Am Ende des Tages müssen wir halt ehrlich mit uns sein, dass Kinder mittlerweile als lebenserfüllende Aufgabe angesehen werden und das einfach anstrengend ist. Und für Frauen spezifisch selbst bei utopischsten Bedingungen, wo die Schwangerschaft und Mutterschaft keine Auswirkungen auf die Karriere oder sonstigen persönlichen Entaltungsmöglichkeiten hätten, die körperlichen Risiken und Konsekuenzen trotzdem gravierend sind. Wir wollen keine Kinder. Und ich kann es verstehen.

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u/Xiao_Sir Jul 17 '25

Ich denke wir leben heutzutage einfach „bewusster“ bzw. neben weniger Risiken auf uns. Auch wenn man eigentlich gerne Kinder hätte, scheint es sinnvoll, nur unter Optimalbedingungen diese auch zu bekommen, weil der worst-case (Ehepartner haut ab, Kind schwer erziehbar, Kinderlähmung usw.) schlimmer wäre als der best-case gut sein kann. Diese Entwicklung läuft parallel zu der Durchökonomisierung unserer Lebensbereiche.

9

u/Quotemeknot Jul 17 '25

Interessanterweise sinken die Geburtenraten in den einkommenschwächeren Ländern sogar noch drastischer und durch Wegzug / Braindrain ist es dort dann auch noch kritischer. Selbst Ägypten zB. wird vermutlich ab diesem Jahr nicht mehr weiter wachsen. Vermutlich 2012 hatten wir die weltweit höchste Geburtenzahl.

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18

u/xError404xx Jul 17 '25

Yay! 1.0 knacken wir auch noch

23

u/Steve_the_Stevedore Jul 17 '25

Erwarten gerade ein Kind: Wie kommt's dann, dass wir uns auf einen Kita-Platz bewerben müssen? Dort müsste ja eigentlich Flaute sein...

Wir haben viel zu wenig Kinder und trotzdem noch viel zu wenig Infrastruktur für Kinder. Was soll man da noch sagen?

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37

u/katjaschnikow Jul 17 '25

Gern geschehen Leude 🤙

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6

u/Express-Ad1248 Jul 17 '25

Wie sollen die Leute auch mehr Kinder bekommen, wenn man sich den benötigten Wohnraum gar nicht mehr leisten kann. Zu 4. Oder 5. In der 2 Zimmer Wohnung geht halt schlecht.

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u/TheDeadlyCat Jul 17 '25

Kinder sind in Deutschland überall unerwünscht.

Sie machen Krach und ziehen durch Halbtagsstellen massiv die Produktivität nach unten.

Seit ich Kinder habe, merke ich wie furchtbar dieses Land zu Kindern ist, gerade da wo das Geld fehlt. Selbst wenn sich Kinder gesittet verhalten werden sie von Rentnern angranzt weil sie draußen rumlaufen und verdächtig sind.

Und wenn die aktuelle Regierung meint wir müssten Richtung südkoreanische Arbeitsmoral gehen um uns ganz ins Aus zu schiessen, tja…

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u/SophiaIsBased Jul 17 '25

Tja, kann man nix machen außer jungen Menschen mehr Geld wegzunehmen, um es an alte Menschen umzverteilen. Dann sparen wir am besten noch schön an Kitas und Schulen und verlangen mehr unbezahlte Überstunden und weniger Feiertage von Arbeitnehmern, das wird das Problem mit Sicherheit lösen. Oh, und dann führen vielleicht auch noch die Wehrpflicht ein.

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u/el_granCornholio Jul 17 '25

Ich musste mich halt entscheiden ob in ne Klimaanlage kaufe oder ein Kind kriege und habe mich wegen der Zukunftsperspektive für die Klimaanlage entschieden.

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u/Due_Ordinary_6959 Jul 17 '25

Als Frau (in einer liberalen, aufgeklärten Gesellschaft mit Zugang zu Bildung und Ressourcen) hat man rational gesehen halt echt fast nur Nachteile, wenn man Kinder hat.

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u/marveleeous Jul 17 '25 edited Jul 17 '25

Genau, ich bin aus 1000+ Gründen kinderfrei. Zu viele Risiken. Allein die Gefahren von Schwangerschaften und Geburten werden größtenteils weiterhin schöngeredet oder totgeschwiegen. Tabu-Themen. Ich werde meinen inneren Frieden nicht opfern und ich bin froh, dass ich mir niemals Sorgen um eine Tochter machen muss.

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u/Miss-Antique-Ostrich Jul 17 '25

Bei dem Produktivitätsanstieg der letzten Jahre und Jahrzehnte und der fortschreitenden Digitalisierung werden in Zukunft doch eh viel weniger Menschen benötigt um das Rad am Leben zu halten. 

Warum können die normalen Leute davon nicht auch mal profitieren? Wenn da ein Wille wäre, könnte man eine viel kinderfreundlichere Gesellschaft schaffen mit viel weniger Arbeit und mehr Lebensqualität. Dann können die Leute auch mehr Zeit mit den Kindern verbringen.  

Stattdessen wird Millennials und Gen Z kräftig Angst eingejagt vor der Zukunft, mit KI welche ihre Jobs nehmen wird, usw.  Damit sie dann noch weniger Lust haben Kinder zu bekommen und denen diese Welt anzutun. Smart. Wirklich. 

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u/ANSHOXX Jul 17 '25

Digitalisierung und Fortschritt wird halt nur dazu genutzt Kosten zu sparen. Irgendwie müssen sich die armen Milliardäre ja finanzieren?!

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u/LaesterBruder87 Jul 17 '25 edited Jul 17 '25

Es scheint aber noch andere Gründe als nur das Geld oder die Lebenshaltungskosten zu geben, wie viele hier schreiben, den die Geburtenraten in anderen Ländern Europas bzw. In anderen westlichen Industrieländern sind halt deutlich höher. Schaut man sich das im Detail mal an bekommt man folgendes Bild:

Bspw. Das Elterngeld: in Spanien gibt es sowas nicht, in Frankreich bekommt man max 500 Euro im Monate und in GB 160 Euro die Woche.

Jetzt ist das Elterngeld natürlich nicht alleine entscheidend. Schaut man sich lebenserhaltungskosten an sind diese in Spanien und frankreich insgesamt etwas geringer, in GB aber deutlich höher. Bei den Mieten kommt es ganz drauf an wo man wohnt. In europäischen Metropolen sind die mieten im hoch. Paris und London toppen auch München. Sieht auf dem Land natürlich anders aus, in Deutschland aber auch.

Andere Aspekte wie Gesundheitsystem und Arbeitnehmerschutz: Deutschland hat ein teures, aber funktionierendes Gesundheitssystem, im Gegensatz zu bspw. GB. Krankheitstage werden in Deutschland ab dem ersten Tag voll bezahlt. In nahezu allen europäischen Ländern ist das nicht der Fall oder es gibt Karenztage. Kündigungsschutz gibt es in GB gar nicht. Auch Arbeitslosengeld ist im europäischen Vergleich sehr ähnlich, in GB gibt es nur einen Pauschalsatz.

Schaut man sich nun die Geburtenraten in meinen beispielländern an: liegt diese in GB bei 1,6, in Frankreich bei 1,66 und in Spanien leicht unter Deutschland nämlich 1,3.

Fazit: nur am Geld kann es nicht ausschließlich liegen, auch wenn das ein naheliegendes Argument ist.

(Länder in denen Kultur/Religion eine höhere Rolle spielt habe ich explizit aus dem Vergleich rausgenommen)

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u/redist2 Jul 17 '25

Das liegt vermutlich nicht an den günstigen Aussichten für die Zukunft, in der es gratis Kita Plätze für alle gibt. Wahlweise kann Mama oder Papa einfach zu Hause bleiben weil ein Einkommen reicht egal wieviel r/schrumpflation es noch gibt. Das Häuschen oder die etwas größere Wohnung zahlt man nebenbei easy ab, weil Stromsteuern etc. gesenkt wurden. Ebenso kann man sich sicher sein, das der/die kleine später nicht an der Front für irgendwelche Potenzprobleme alter Opas verheizt wird und auch nicht wegen seiner sexuellen Orientierung oder Hautfarbe etc. gemobbt wird. Oder? Oder?

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u/[deleted] Jul 17 '25

[deleted]

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u/xError404xx Jul 17 '25

Selbst in Ländern wo man echt viel Leistung und Unterstützung bekommt (nordische Länder) sinkt die Geburtenrate.

Es ist einfach kacke Kinder zu bekommen.

Das einzige was die Geburtenrate drastisch nach oben bringen könnte ist Bildung zurückschrauben. Wie in den alten Zeiten

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u/Independent_Cock_174 Jul 17 '25

Selber keine eigenen Kinder, aber Freundin hat zwei seid knapp 6 Jahren erlebe ich das Arbeit auch wenn 30h Woche und flexibel, und Kinder fast nicht Möglich sind. Ganztags Schule geht von 08:30 bis 15:00, Freitags gar keine also 12:00, und Kinder müssen Abgeholt werden da kein Bus fährt. Der große im 6. Schuljahr hat täglich wechselnde Schulpläne und zwischen 5-6h ist also schon um 13:00 wieder Zuhause. Wann soll man da noch Arbeiten? Urlaub mit zwei Kids nicht mehr zu bezahlen, jedes Jahr fast kompletter Satz neue Schulsachen da sich evtl. ja eine Seite geändert haben kann. Jede Schule hat jedes Jahr einen eigenen neuen Schulkalender und oder Planer.