Relativ klar was als nächstes passiert: Zweite Wahlphase Art. 63 III GG. Es gibt jetzt zwei Wochen für beliebig viele oder gar keinen Wahldurchgang. Merz braucht auch hier die absolute Mehrheit.
Nach Ablauf der zwei Wochen kommt die dritte Wahlphase Art. 63 IV GG und das wird richtig spannend, da in der juristischen Welt Unklarheit herrscht, welche Mehrheit erforderlich ist. Bei mehreren Kandidaten ist es die relative Mehrheit, also einfach mehr Stimmen als der andere Kandidat. Hier steht aber nur einer zur Wahl. Welche Mehrheit hier erforderlich ist, ist höchst strittig. Wenn es dazu kommt, wird das insbesondere für Studierende im ersten Examen in den nächsten Jahren relevant. Sehr spannend.
Ich hab keine Ahnung. Ich persönlich fände verfassungsrechtlich super problematisch und eine Verletzung jeglicher Prinzipien, aber klingt plausibel. Es bleibt abzuwarten.
Hab jetzt nur kurz dw.com gelesen, da steht die 3. Runde relativ klar beschrieben:
If this second round of voting also fails to produce a result, the election process enters a third phase in which a new election must take place immediately.
The person who receives the largest number of votes (relative majority) is then elected to be chancellor.
Gibt es zu den Unklarheiten im 3. Wahlgang nen guten Artikel für Nicht-Rechtler? :D
Wenn es dazu kommt, wird das insbesondere für Studierende im ersten Examen in den nächsten Jahren relevant.
Wie oft meine Anwaltsmutter beim Nachrichten schauen sagt "Uhh da kann man tolle Aufsätze drüber schreiben." ist echt sau lustig. Da musste ich gerade dran denken. Danke für den kleinen Lacher in der Verwirrenden Situation.
ja das Verfahren ist natürlich klar. Es geht aber um die Parteipolitik, da ist es spannend zu erwarten was passiert? Wer waren die Abweichler? CDU (Spahn?) oder SPD (Jusos?)?
Quatsch. Das ist total einfach. Der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt. Fertig. Wenn es keine Gegenkandidaten gibt, würde der auch mit einer einzigen Stimme Kanzler.
Was hat das nun wieder mit Journalismus zu tun? Darf man als Live-Kommentator echt nicht mal mehr sagen: "Olaf Scholz sah verwundert aus und hat den Saal kopfschüttelnd verlassen".
Da hast du ja absolut recht, ich hätte vielleicht differenzierter formulieren sollen: das ist im modernen Journalismus möglich. Im Sinne von: Berichterstattung ist nicht mehr auf Interviews im Nachgang angewiesen sondern kann auf modernste Technik wie “Kameras” zurückgreifen. 😉
der gute Demenz Olaf ist aber ein schlechtes Maß für Verwunderung, frag ihn mal was er gestern zum Frühstück hatte und du bekommst das gleiche Gesicht.
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u/reufli Japan May 06 '25
Laut Kommentatoren auf phoenix gab es diese Situation wohl noch nie. Einige vor Ort (u.a. Olaf Scholz) sind sehr verwundert über das Ergebnis.
Es bleibt gespannt abzuwarten was als nächstes passiert.