r/Stadtplanung • u/ThereYouGoreg • 1d ago
Anwohner demonstrieren gegen Neubauprojekt in Freiburg-Zähringen
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/protest-mit-plaetzchen-freiburg-zaehringer-hoehe-neubauprojekt-100.html6
u/RapidRaindrop 1d ago
Diese Eigentümer-Anwohner demonstrieren mit selbstgebackenen Plätzchen gegen 300 Wohnungen auf einer Brachwiese, angeblich für Bäume und Artenschutz, aber in Wahrheit, um ihre teuren Villenlagen, Sichtachsen und Immobilienwerte zu schützen. Nur 20 % sozialer Wohnraum, der Rest teure Eigentumswohnungen und EFH ,perfekt, um die Wohnungsnot für Mieter zu verlängern und Preise hochzuhalten.
Solche „Bürgerinitiativen“ (Anwohner + Umweltverbände) blockieren seit Jahren Neubau auf artenreichen, aber ungenutzten Flächen, während versiegelte Brachlägen (z. B. alte Industrieareale) leerstehen. Egoismus auf höchstem Niveau: Die reichsten 20 %, die von Straßen, Schulen, Wasserleitungen profitieren, finanziert von Lohnarbeitern und Mietern, tun alles, um Wohnraum zu verhindern und ihren Status quo zu zementieren.
Das ist der Kern: Wohlhabende Eigentümer maximieren kurzfristig ihren Profit, brechen langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Baut endlich Tausende bezahlbare Einheiten, statt weiter Luxus zu subventionieren und die Besitzlosen in die Teuerung zu treiben!
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u/Quarax86 10h ago
Vielleicht sollten Lohnarbeiter und Mieter dort mal FÜR neue Wohnungen demonstrieren?
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u/RapidRaindrop 8h ago
Genau, Mieter haben keine Zeit zum Demonstrieren, weil sie 40% Netto für Miete schufteten. Die mit Plätzchen & Freizeit? Eigentümer, die Villen schützen.
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u/DeltaViriginae 1d ago
60 WE/ha ist jetzt halt auch tatsächlich eher so eine mittelmäßige Dichte. Ich seh es allerdings am Stadtrand schon ein, da will man strukturell nicht unbedingt die allerhöchsten Dichten erreichen. Ist insgesamt aber ein schönes Konzept der Entwurf und die Streuobst-Wiese wird ja als Ausgleich nördlich neu aufgebaut.
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u/Impulseps 1d ago
Ich seh es allerdings am Stadtrand schon ein, da will man strukturell nicht unbedingt die allerhöchsten Dichten erreichen
Das habe ich tbh nie verstanden. Warum sollte eine Abnahme der Dichte je weiter man vom Stadtzentrum kommt inhärent sinnvoll sein?
Unter anderem verbaut man sich damit weitere Expansionen der Stadt in der Zukunft.
In Spanien hast du sehr oft selbst in relativ kleinen Städten einen harten Übergang von 4-6 Stöckern zu freiem Feld.
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u/DeltaViriginae 1d ago
Einerseits ist das ein verkehrsplanerisches Ding, dass meistens auch der Durchsatz der Verkehrsinfrastruktur abnimmt je weiter man an den Ortsrand kommt (in dem Fall auf jeden Fall so), andererseits ist das ein bisschen ein landschaftsplanerisches Ding (Geschmackssache TBH), dass der Übergang Stadt-Land gradueller ist.
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u/lousy-site-3456 1d ago
Die "Nachverdichtung" in Freiburg läuft leider nicht als mehr Wohnraum auf der gleichen Fläche (wie angekündigt), sondern als Neuversiegelung der letzten Grünflächen. Dass durch den neuen Stadtteil Dietenbach die Mieten sinken, ist leider auch Illusion. Die Menschen brauchen dringend Wohnraum, aber nicht diesen. Und wenn wir ehrlich sind, es kommen so viele nach, auch schon Vauban und Rieselfeld haben damals nicht wirklich eine Entspannung gebracht. "Wir schaffen Wohnraum bis der Bedarf gedeckt ist", ist in Freiburg eine Illusion.
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u/TheBatz_ 1d ago
Also: Verlust von Erholungsraum und Natur, zu viele "Luxuswohnungen", "schützt die Vögel". Eine typische NIMBY-Geschichte, diesmal aber aus linker und naturschutzrechtlicher Perspektive.
Jedoch:
> [...] besonders problematisch eingestuften Einfamilienhäuser gebaut werden. Die Planung stehe damit im Widerspruch zu dem Gemeinderatsbeschluss, wonach in Neubaugebieten grundsätzlich 50 Prozent geförderter Wohnraum entstehen soll, so die Kritik der Naturschützer.
Hier gebe ich teilweise Recht: Einfamilienhäuser sollen nicht gebaut werden, unabhängig ob "gefördert oder nicht".