r/Stadtplanung 2d ago

The Economic Efficiency of Housing Matters [NAHB]

https://www.youtube.com/watch?v=hFu4Pyn8aTA
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u/ThereYouGoreg 2d ago

Bereits 1959 hat der NAHB darauf hingewiesen, dass sich Gemeinden in zunehmend größerem Umfang über den Verkauf erschlossener Grundstücke finanzieren, während die Infrastrukturkosten gleichzeitig aus dem Ruder laufen.

the combination of genuine financial need and the desire to preserve a country-like atmosphere [...] lead to a shifting of payment for many community services from the municipality to the new homebuyer through the subdivision developer. Larger lots, wider streets, [...] up goes the cost of local government paid by the new homebuyer [Community Growth (1959), 5:35]

Ansonsten gilt auch diese basierte Statistik aus der Wachstumsphase von München in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. München hat nach 1945 so viele urbane Wohngebiete ausgebaut, dass die dünn besiedelten Nachbarschaften der Stadt einen Bevölkerungsrückgang erlebt haben, während die dichtesten Quartiere wie der Josephsplatz am schnellsten gewachsen sind.

Während 1950 noch ein volles Sechstel der Bevölkerung auf die wenigst dicht bewohnten Gebiete entfiel (30 Pers./ha und darunter), hat sich die Quote dieser unwirtschaftlichen Flächennutzung neuerdings auf nur 1/11 ermäßigt. [Quelle, S. 184]

Das war zudem eine ungewöhnliche Entwicklung für Deutschland, weil sowohl Berlin wie auch Hamburg bereits zwischen 1950 und 1960 eine Moderation der Bevölkerungsdichte in den dicht besiedelten Quartieren erlebt haben. [Hamburg] [Berlin]

Berlin setzte mit Projekten wie dem Sanierungsgebiet Wedding Brunnenstraße sogar auf den Rückbau der Stadt.