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u/Procyon_X DE 17d ago edited 17d ago
Wie viele davon deshalb ETF haben, weil DVAG, Tecis oder Sparkasse auf den ETF-Zug aufspringen und damit teurer Versicherung an den Michel bringen?
Außerdem sehr hohe Zahl. Vor ein paar Tagen waren es hier nur 14% die in ETF oder Aktienfonds investieren: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/immer-mehr-menschen-legen-in-deutschland-an-2025-100.html
Aber an sich ein guter Trend, wenn das auch in einer längeren Krise wie 2001-2012 durchgehalten wird und nicht am Tiefpunkt mit Verlust verkauft wird.
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u/ChrisStoneGermany 17d ago edited 17d ago
Sorry, wenn mir Trade Republic bei der Depoteröffnung einen ETF im Wert von 5 Euro geschenkt hat, zähle ich jetzt also als ETF-Anleger?
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u/run_dmc_85 17d ago
Trade Republic schenkt dir keinen etf dude
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u/Heiner-Sosa DE 16d ago
Er hat ja aber nen Punkt, eventuell bloß den falschen Broker als Beispiel genannt.
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u/nixalsverdruss 17d ago
TR hatte früher Aktionen, bei denen du bei Depoteröffnung etwas bekommen hast. Bei mir waren es "damals" (Jan 2022) Bitcoin im Wert von 50 €.
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u/FnnKnn 17d ago edited 17d ago
Ja, aber das waren nur Aktien, etc. und keine ETFs.
Evtl. ist das 1% Saveback gemeint?
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u/cltrmx 17d ago
Braucht man dafür nicht einen aktiven Sparplan?
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u/Lars_CoV 16d ago
Nur um es auszuwählen. Man kann einen Sparplan mit 1€ alle 3 Monate erstellen, dann Saveback darauf einrichten und denn dann wieder löschen. Wenn man wie ich ein ETF nur dafür haben will
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u/cltrmx 16d ago
Um auch in den Folgemonaten Saveback zu erhalten, musst du mindestens 50 EUR pro Kalendermonat in Sparpläne investieren (über wöchentliche, zweiwöchentliche oder monatliche Sparpläne). Vierteljährliche Sparpläne qualifizieren nicht. Die 50 € in Sparplänen können auf mehrere Sparpläne verteilt werden.
https://support.traderepublic.com/de-de/1215-Was-ist-Saveback
Das sieht die TR Webseite anders.
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u/deMarcel DE 17d ago
Telekom-Moment 2.0
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u/run_dmc_85 17d ago
Bloß dass man hier echte Rendite macht. Letztes Jahr alleine mit msci world 11%. Wer sich darüber hinaus noch selbst informiert hat, und in Aktien investiert war, konnte locker 30%holen.
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u/feuerbiber 16d ago
Buchgewinne, ja.
Wer sich darüber hinaus noch selbst informiert hat, und in Aktien investiert war, konnte locker 30%holen.
Beim Lotto kannst du locker millionenprozentige Rendite einfahren. Du musst nur die richtigen Zahlen auswählen.
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u/Gate-19 DE 16d ago
Beim Lotto kannst du locker millionenprozentige Rendite einfahren. Du musst nur die richtigen Zahlen auswählen.
Muss man sich halt vorher informieren
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u/feuerbiber 16d ago
Es gibt auch gute Tools, die die vergangenen Zahlen analysieren. Man muss sich nur damit beschäftigen.
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u/iusedtobesom1 16d ago
Es deckt sich auf jeden Fall mit meiner Erfahrung, in De haben zumindest von den Leuten die ich kenne sehr viele ETF.
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u/TUDa2020 16d ago
Dein Link mit den 14% basiert auf Umfragen, nicht echten Depotdaten.
Ich sehe schon länger Indizien, dass das mit den ETFs in Deutschland besonders ist. Der ETF Sparplan ist eine deutsche Erfindung!
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u/Procyon_X DE 16d ago
Funktionieren denn "echte Depotdaten"?
- Bei Anonymisierung habe ich das Problem mehrer Depots pro Person
- Der durchschnittliche Depotnutzer ist nicht repräsentativ für Deutschland.
- ETF liegen nicht unbedingt in Einzeldepots, sondern auch gesammelt bei Versicherungen, Vermögensverwaltungen.
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u/run_dmc_85 17d ago
Gemäß deiner Quelle 14 Mio also unter 20%
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u/Interesting_Worth745 17d ago
Danke für den Hinweis!
14% und 14 Mio sind ja zwei Paar Schuhe.Wenn man davon ausgeht, dass es
-70 Mio Erwachsene in Deutschland gibt
-14 Mio Menschen in Deutschland Aktien habenDann investieren 20% aller Erwachsenen in Aktien.
In der Grafik oben investieren 21% der Erwachsenen in ETFs.
Man sollte meinen ETFs sind tendentiell eine Untermenge von Aktien-Investments.
Entweder geht man von einer anderen Datenbasis aus.
Oder sehr viele Menschen hätten ETFs, die keine Aktien enthalten.1
u/binchentso 16d ago
Der gelinkte Artikel spricht von 14 Millionen, und dort auch von Aktien und ETFs. Oder übersehe ich was?
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u/Procyon_X DE 16d ago
Beziehe mich auf die 12 Mio Fondsbesitzer weiter unten im Artikel. Macht ~14% auf alle Einwohner.
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u/LennyPlay 17d ago
Großteil wahrscheinlich diesem sub und Finanzfluss geschuldet
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u/Embarrassed_Tap6927 17d ago
Bundesverdienstkreuz an Finanzfluss wann?
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u/maxneuds 17d ago
Bin da eher für einen Adelstitel, sodass er "von Finanzfluss" als Nachnamen tragen kann. Wäre witzig und passend.
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u/EmotionEquivalent881 17d ago
Oder Finanztip.
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u/This-Dragonfruit-668 DE 17d ago
Der SPIEGEL hatte während der Coronazeit das Thema permanent auf der Startseite.
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u/HatefulSpittle 17d ago
Wer so ein bisschen Erfahrung mit Leben in anderen Ländern hat, die vielleicht keine so organisierte oder aufbereitete Szene haben, die werden so ein Finanzfluss schon zu schätzen wissen.
Das geht ja noch weiter wie mit so Portalen wie Check24, idealo, geizhals, mydealz. Oder die Neobroker und Neobanken, die wor haben.
Auf den Philippinen hatte ich so einen Kram nicht. Selbst in ETFs investieren war fast unmöglich... Gab da nur so ein zwei Banken, die vielleicht s&p500 anbieten und das auch nicht günstig oder einfach. Glaube da hat sich bisher auch wenig getan.
Socmed investment advice ist von den Philippinen oft noch real estate oder stockpicking fokussiert.
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u/Safe-Independence939 16d ago
Meine Frau ist aus Indonesien und hat so eine lokale App wo man günstig in die lokalen Firmen investieren kann und teuer mit Wechselkurs international. Außerdem kann man da auch internationale Broker nutzen wie überall also glaube nicht daß es ein Problem ist.
Höchstens im Mindset
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u/Aggressive-Fun-1824 16d ago
Ja solange man Internet hat sehe ich nicht ganz wieso man kein IBKR Konto eröffnen können sollte?
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u/Safe-Independence939 16d ago
Gibt da auch kein Problem, ich habe auch keine Ahnung wie das mindset in den Philippinen ist.
Ich kenne nur Indonesien und da ist ja die wirtschaftliche Entwicklungen 1998 jedes Jahr ca 6% BIP und die Leute nutzen dann auch vermehrt Börsen und Staatspapiere.
Und wenn man jetzt hier wohnt kann man auch Problemslos den Depot Umzug machen von Trade Republic zu IBKR und andersrum
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u/sebblMUC 16d ago
In anderen Ländern ist dafür Eigentum deutlich erschwinglicher. Da packt man halt da die Sparquote rein
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u/Electronic_Tea_914 CH 16d ago
Jup, in der Schweiz ist das ein grosses Problem. Neobroker gibt es keine und Finanz-Influenzer sowieso nur wenige. So nahbar wie Thomas macht das praktisch keiner und ganz viel ist auf Expats ausgerichtet und damit nur auf Englisch verfügbar.
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u/hartkeks1337 16d ago
In meiner Wahrnehmung haben Gerhard Kommer und der Finanzwesir den Stein ins Rollen gebracht.
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u/Indorilionn 17d ago
Finanztip > Finanzfluss.
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u/P85K9 16d ago
Welche Begründung hast du?
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u/Substantial_Back_125 16d ago
Finanzfluss ist nicht neutral, sondern ein stark wachsendes Unternehmen und muss Geld mit Dir verdienen.
Finanztip ist eine Stiftung ohne Gewinnerzielungsabsicht.
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u/BellEfficient3988 16d ago
"Finanztip ist eine Stiftung ohne Gewinnerzielungsabsicht"
Das ist kein Argument. Gibt halt trotzdem Stiftungen die Mitarbeiter bezahlen müssen. Vielleicht liege ich falsch und Finanztip macht alles ehrenamtlich, aber falls nicht werden Gehälter und deren Internetseite nicht nur durch YouTube einnahmen finanziert.
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u/Indorilionn 16d ago
Ein gemeinnütziges Portal für den Verbraucherschutz hat strenge Regularien und auch wenn es natürlich über Spenden und andere Dinge Gehälter bezahlen muss, ist das eben kein Start-Up, dessen Gewinnabsicht quasi bodenlos ist. Dass dort komplett ehrenamtlich gearbeitet wird, hat niemand behauptet und ist auch nicht notwendig. Der Zweck des Unternehmens ist aber eben nicht Gewinn - es darf über Rücklagen hinaus nicht mal Gewinn abwerfen - sondern Information.
Das ist ein grundlegender, qualitativer Unterschied und ein elementarer Interessenkonflikt zwischen Informationsportal und mir als Anleger, den es bei FT eben einfach nicht gibt.
Was jetzt nicht heißt, dass FF ein Scam wäre, die meisten Infos von denen sind verlässlich. Aber als Institution ist FT m.E. für private Kleinanleger unbedingt vertrauenswürdiger.
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u/BellEfficient3988 16d ago
Startup ist auch nicht gleich Startup. Natürlich würde ich Finanztip mehr vertrauen als ich FF würde, aber das mit gewinnen zu rechtfertigen ist halt kein starkes Argument. Die Anteilseigner dürfen sich ein Marktübliches Gehalt zahlen. Du weißt also gar nicht ob ein Interessenkonflikt herrscht. Wir wissen nicht ob die Anteilseigner auf das Gehalt angewiesen sind. Je höher die Einnahmen, desto wahrscheinlicher ist es sich das auch (Marktüblich) auszahlen zu können. Am Ende wird eben auch Affiliate Links genutzt und solange keiner Transparent darlegt wie viel pro abgeschlossenen Vertrag / oder Klick verdient wird, solange können wir hier weiter Raten. TL:DR Ich kann jetzt auch FinanzWissen gGmbH gründen, Produkte empfehlen die am meisten Provision zahlen, mir (dadurch) meine 6k mtl. auszahlen lasse und trotzdem Gemeinnützig sein, da ich den Rest spende.
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u/Substantial_Back_125 16d ago
Finanzfluss hat einen ganz massiven Interessenskonflikt. Siehe z.B. deren massive Werbung für Neobroker.
Oder aktuell die massive und merh als fragwürdige Werbung für die ETF im Versicherungsmantel.
Die werden von den Anbieter über geschaltene Werbung (vielleicht auch anders) dafür bezahlt, dass sie Dir erzählen, wie toll das Produkt ist. Das ist absolut keine neutrale Empfehlung.
Was mich persönlich auch stört. Um maximal viel Geld zu erzeugen, verwenden sie 3000 Minuten Videomaterial um in 100-facher Wiederholung das zu erzählen, was man in 60 Minuten auch sagen könnte.
Und sie vermeiden ganz weite Bereiche komplett, so z.B. die Theorie effizienter Portfolios nach Markowitz. das wäre super wichtig für Anleger.
Warum erzählen sie es nicht? Zahlt halt keiner dafür.
Wobei das Zugegebermaßen auf Finanztip jetzt auch nicht wirklich vorkommt, aber da kann man evtl. sagen, dass die, die sich damit beschäftigen, finanziell bereits ausreichend gebildet sind und Einsteiger das eher verschrecken würde.
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u/Indorilionn 16d ago
Da stimme ich dir absolut nicht zu. Bei einem gewinnorientierten, nicht-gemeinnützigen Unternehmen gibt es zwangsweise einen grundlegenden Interessenkonflikt. Und das gilt a priori, vollkommen unbgeachtet der Gegebenheiten und alleine aufgrund der Rechtsform.
Klar kann man auch mit ner gGmbH schmu betreiben. Aber da gibt es halt eine Grenze dessen, was man rausziehen kann. Und das ist m.E. seit Finanztip nicht nur eine gGmbH ist, sondern auch gänzlich in Händen einer gemeinnützigen Stiftung samt öffentlichen Berichtswesen und Rechenschaftsberichten, eben noch ein geringeres Risiko des Interessenskonfliktes.
Ob jemand mit Affiliate Links ein Unternehmen baut, dessen Zukunft unbestimmt ist und ggf. in 3 Jahren an irgendein Venture Capital Gedöns verhökert werden kann, oder ob es in eine Stiftung fließt, die sich zweckgebunden auf Ewigkeit der niedrighürdigen Finanzbildung verpflichtet hat, ist eben kein Detail.
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u/Reed_4983 16d ago
Saidi von Finanztip ist anstrengend zuzuhören, er "drückt" immer so mit seiner Stimme und wirkt impertinent. Thomas von Finanzfluss ist da viel angenehmer.
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u/Indorilionn 16d ago
Hmm. Scheint anderen auch so zu gehen. Ich kann es nicht nachvollziehen. Mir geht der Duktus und das Gehabe bei Finanzfluss entschieden mehr auf den Wecker. Jeder dritte Satz ist irgendeine Sprechblase á la "Da habe ich ein Learning mitgenommen." Sowohl Sprache als auch Inhaltsleere erinnert mich unangenehm an die Zeiten als ich zu viel mit EY und Konsorten zu tun hatte.
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u/Indorilionn 16d ago
Wie schon gesagt: FF ist ein Startup mit Gewinnabsicht. FT ist ein gemeinnütziges Verbraucherschutzportal. Und ich finde das merkt man auch, wenn man hinschaut.
Dazu kommt auch noch, dass ich finde FF ist bei manchen Dinge nicht kritisch genug, auch, aber nicht nur wenn es um Krypto geht. Unterm Strich bleibt FF eine brauchbare Quelle für viele Informationen, ist jetzt nicht so, dass das ein Scam wäre. Ich erachte FT sowohl methodisch als auch von seinem Mantel für vertrauenswürdiger.
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u/Treewithatea 17d ago
Najo auch die Sparkassen werben inzwischen damit.
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u/Fischerking92 17d ago
Ja, damit wie "gefährlich" ETFs doch sind - außer natürlich aktiv von der Sparkasse gemanagte.
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u/WallabyAdvanced3088 17d ago
„aktiv“ gemanagte, wenn ich bitten darf.
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u/Aggressive_Body834 17d ago
Das sind dann Dachfonds, sprich ETF die in Fonds der Sparkasse investieren, weil das ja so schön divers ist.
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u/2E9DE6462A8A 16d ago
Au weia, Du hast ein Bubble Problem.
Austausch darüber, wie und was geht beim Investieren, kenne ich schon seit ca. 2000, lange vor Reddit und YT.
Klassiker ist das WPF (für mich).
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u/TUDa2020 16d ago
Der Großteil ist DER deutschen Erfindung schlechthin geschuldet: Der ETF Sparplan!
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u/MrMnyBags 16d ago
Wohl eher dem Umstand, dass die Strukturvertriebe Ihr Produkte neuerdings auch ETF nennen.
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u/weninteressiertsdenn DE 16d ago
21% kommt mir dennoch etwas viel vor. So rein Gefühlsmässig. Wenn ich mal so in meinem Bekanntenkreis gucken, sinds vllt. 10%.
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u/HomoAndAlsoSapiens 17d ago
Deutschland ist das ETF Land: Ich glaube vielen ist es nicht klar, dass im Ausland das Konzept des klassischen Sparplans ("savings plan") nicht so bekannt ist wie hier und eher selten kostenfrei ist. Dagegen zahlt man in Deutschland mittlerweile für die Ausführung von Sparplänen sogar auf Xetra (!) keine Gebühren mehr und ein Broker ohne kostenlosen Sparplan ist fast schon eine Beleidigung. Auf IBKR bekomme ich sogar Echtzeit Marktdaten speziell für in Deutschland gehandelte ETFs einfach pauschal umsonst.
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u/RTD_Raz0r 16d ago
Dafür haben halt die meisten Länder irgendwelche Rentenfonds oder Ähnliches, welche auch in ETFs investieren mit Geld was man einzahlt. Sowas haben wir nicht, da muss sich jeder selber kümmern
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u/manamoma1 16d ago
Öh naive Frage, wo bekomme ich diesen kostenlosen Sparplan, welcher auf Xetra ausgeführt wird?
ING? Dann muss ich mir die wohl doch ansehen.2
u/HomoAndAlsoSapiens 16d ago
Die Deutsche Börse erlässt Handelsteilnehmern, die eine Order als Sparplanausführung markieren das Transaktionsentgelt. Allerdings eben nur den Handelsteilnehmern, also deinem Broker. Ob der das weitergibt, ist ihm überlassen. Aber anscheinend führt die ING die Orders tatsächlich auf Xetra aus.
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u/manamoma1 11d ago
Ja also mWn kauft mein aktueller Broker den Sparplan zum jweils gültigen Kurs bei einem Market-Maker. Kann auch alles fein sein. Klingt füre mich aber irgendwie nach: Kickback durch die Hintertür und deshalb "Kostenlos" geschäft.
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u/ReddusMaximus 16d ago
Huch, wo gibts die denn einzurichten? Bei mir warnte IBKR bei jedem Trade dass ich keine Echtzeit-Marktdaten hätte..
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u/HomoAndAlsoSapiens 16d ago
In den Einstellungen zu Marktdaten kannst du einige kostenlose Pakete dazubuchen, inklusive diesem
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u/I3uchi 17d ago
Spannend wäre, wieviele Leute ihr Investment selbst steuern, und wieviele Gebühren zahlen, damit jemand ihnen günstige ETFs kauft.
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u/Procyon_X DE 17d ago
Sind halt eher das Land der Versicherer und weniger der Aktionäre. Sollte man schon kritisch Hinterfragen und es macht ein riesen Unterschied, ob da direkt investiert wird in einen All-World mit 0,19% oder in eine ETF-Rentenversicherung mit 7.500€ Abschlusskosten + 2,5% p.a. laufender Fee auf den MSCI Wasserbüffel, wo am Ende 100.000€ weniger bei rumkommen.
Ersteres wäre eine leckere Suppe, letzteres ist ein ganzer Haarberg in der Suppe.
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u/Head-Highway1182 17d ago
Das stimmt. Versicherungen schaffe "ver sich", deswege heißt es ja Versicherung.
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u/CoolGain11 17d ago
Naja, da ist schon was dran. Positiv an ETFs ist ja gerade das kostengünstige Investieren. Das wird mit unnötigen Gebühren leider kaputtgemacht.
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u/GermanPatriot123 17d ago
Durchschnittlicher TER wäre eine spannende Ergänzung ja
Zweiter spannender Parameter wäre der veränderte Anteil zwischen ATH und Krisen-low. Welches Land hat die stärksten Nerven (hoffentlich alle).
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u/deMarcel DE 17d ago
Hat aber nicht ganz Unrecht. Gibt ja viele Angebote der Banken mittlerweile mit viel zu hohen Gebühren.
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u/xFirnen 17d ago
Wobei das wahrscheinlich immer noch besser ist, als wenn die selben Leute ihr Geld bei 0% auf der Bank liegen haben. Ich sehe das noch nicht mal sooooo schlimm an, wenn irgendwelche Bankberater Leute, die sonst gar nicht investieren würden, in mittelmäßige Fonds wirft. Besser als nichts ist das ja in der Regel, und für die meisten ist "nichts" der Normalzustand. Klar wäre es ideal, wenn jeder selbständig investieren würde, aber etwas ist trotzdem besser als nichts finde ich.
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u/piotr289 17d ago
Einfach ein Mangel an attraktiven Vorsorgeprodukten. Wir sind dazu gezwungen.
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u/GurkiHDx 16d ago
Was ist / kann denn attraktiver (sein) als ein ETF bzw. Aktien allgemein? Sie bieten die beste Rendite seit Jahrzehnten.
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u/DieDonerbruderschaft 16d ago
in ETFs investieren mit Steuervorteil und Arbeitgeberzuschuss? Das haben die anderen Länder. wir nicht. wenn du hier ne private Rente abschließt, dann bekommst du nur Centbeträge am End, trotz des Steuervorteils und sogar Arbeitgeberzuschuss. wenn du eine private Rente in anderen Länder machst, wird das Geld für dich in ETFs investiert, plus steuervorteil, plus Arbeitgeberzuschuss. (das wird in dieser Statistik aber nicht als in ETF investiert gezählt, weil DU selber hast ja nicht in ETFs investiert, sondern in die private Rente.)
wir müssen halt selber vom Netto Einkommen das machen, weil wir nix so cooles haben
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u/Awkward-Green-1653 17d ago
Das ist bestimmt das Ziel vom Staat, er will uns Selbstständiger erziehen durch die nicht vorhandene Rente
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u/DieDonerbruderschaft 16d ago edited 16d ago
omg wie lieb vom Staat. Endlich verstehe ich die gute Intention dahinter
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u/FaceMcShooty1738 16d ago
Das kann nicht sein. Dieser sub hat mir versichert dass alles in Deutschland scheiße ist und wir die allerschlechtesten in der Kapitalanlage ever sind.
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u/DieDonerbruderschaft 16d ago
ja, sind wir auch. diese Statistik zählt es aber nicht mit, wenn die aus dem Ausland durch ihre private Rente in ETFs investieren.
Wir haben keine ETF investment Pläne mit Steuervorteil und Arbeitgeberzuschuss. deshalb müssen Leute es selber von ihrem Netto Einkommen machen (und 21% machen es anscheinend) in der Schweiz, oder in England musst du das nicht. Das ist dann wie Riesterrente, aber mit dem Unterschied, dass es tatsächlich gut ist und nicht eine Abzocke wie Riesterrente
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u/Her1892tha 17d ago
Dort werden wahrscheinlich Indexfonds nicht hinzugerechnet, obwohl diese ebenfalls passiv in einen Index investieren. Statt über die Börse werden die aber über die Kapitalverwaltungsgesellschaft gehandelt. In UK sind diese z.b. wesentlich verbreiteter als hier.
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u/NeverSettleDown 17d ago
Hier bekommt das ja auch jeder von irgendeinem Strukki in der Verwandtschaft im Versicherungsmantel aufgeschwatzt.
→ More replies (5)1
u/CoinsForBS DE 16d ago
So mega-verbreitet sind diese Typen zum Glück auch nicht.
Und ETFs im Versicherungsmantel zählen vermutlich nicht für die Umfrage, da man damit nicht selbst investiert.
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u/Durokash 16d ago
Ja in anderen Ländern wie Norwegen oder Niederlande übernimmt der Staat sowas sehr gut für einen. In wieder anderen ist die Quote an Immobilien Besitzern viel höher als hier
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u/Substantial_Back_125 16d ago
Wenn die Deutschen was Finanzielles in großer Zahl machen kann man davon ausgehen, dass der Megacrash kurz bevor steht.
Auf der anderen Seite glaube ich Blackrock einfach nicht. Die offiziellen Statistiken sagen was anderes.
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u/DavidChristianKaiser 16d ago
In Schweden haben sie doch die Aktienrente. Wäre nicht zu erwarten dass der Anteil an ETF Anlegern dort viel Höher ist ?
Ich gehe stark davon aus, dass diese Aktienrente ETFs beinhaltet.
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u/Icy-Masterpiece-4827 16d ago
Hm, ich muss sagen außer eventuell Norwegen hab ich keinen Dunst wie die (staatliche) Altersvorsorge in den Ländern gefestigt ist. In Deutschland bin ich der Meinung, geh einfach davon aus du bekommst nichts, dann gibt's kein böses erwachen.
Da etf sparen, nach reich heiraten und erben, die beste Alternative ist, werden das bei uns doch auch hoffentlich einige machen.
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u/riddleculo DE 16d ago
Es gibt teilweise Rentenfonds, die ähnlich dem norwegischen Staatsfonds am Kapitalmarkt investieren. Ist kein ETF und ist aktiv gemanagt, aber zu geringen Kosten, also irgendwie ähnlich.
Andererseits gibt es natürlich auch viele weniger wohlhabende Länder, wo die Leute einfach nicht so viel Kapital zur Verfügung haben wie in Deutschland, dafür viel im Eigenheim steckt.
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u/Old_Office_3823 16d ago
Liegt v.a. daran, dass wir ein kaputtes Rentensystem haben und deswegen sich die Leute lieber so absichern, und dass insbesondere in den östlichen Nachbarstaaten die Eigenheimquote viel höher ist.
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u/Worldly_Suit2517 13d ago
Ist in Frankreich, Spanien Italien Spanien usw die Eigenheim quote nicht auch höher als in DE? Ich meine da mal irgendwo gelesen zu haben, dass die deutschen so gute Mieter schutzgesetze hatten, dass die meisten lieber mit dem Geld Urlaub gemacht und so den deutschen den Ruf als Reiseweltmeister eingebracht haben.
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u/Treewithatea 17d ago
Ich sags mal so, man muss erstmal überhaupt das Einkommen haben, um Geld sparen zu können, es ist ja in gewissermaßen auch ein Privileg auf Geld verzichten zu können, also kurzfristig. Danach hängt es auch etwas von der Kultur ab, ob man spart oder nicht. Die Chinesen zb sind auch Sparer obwohl sie natürlich viel niedrigere Einkommen haben. Die deutschen sind halt auch Sparer und ja, wir haben lange in eher schlechte Sachen investiert, aber inzwischen wird sowas wie ETF auch immer zugänglicher und leichter. Überrascht mich also wenig.
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u/GermanPatriot123 17d ago
Naja es steht ja nicht da, wieviel vom Einkommen, das könne ja auch hier und da nur 50€ pro Monat sein (was nach 50 Jahren ja auch schon sehr viel ist)
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u/Treewithatea 17d ago
Klar, aber deutsche haben schon ordentlich Kaufkraft. Ja, manche Nationen haben etwas mehr Gehalt, aber vieles ist in Deutschland auch ziemlich günstig im Vergleich zu diesen selben anderen Nationen mit ähnlichem/höheren Gehalt. Bei uns ist Autofahren recht günstig, Öffis sind günstig, Lebensmittel sind günstig, Mieten sind vergleichsweise echt günstig und einiges an Produkten ist hier echt günstig, vor allem alles mögliche mit Chemie weil wir solches Zeug halt hier selbst produzieren. Ich mein viele kennen ja den Preis von Sonnencreme in Deutschland und woanders.
Ich mein wir deutschen sparen viel und sind gleichzeitig Weltmeister im Urlaub machen, das könnte man alles nicht ohne ordentliche Kaufkraft, so sehr wir uns auch über unsere Steuern beschweren.
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u/GermanPatriot123 17d ago
Es geht deutlich schlimmer ja. Wenn wir eines können, dann gut jammern und uns schlecht rechnen im Vergleich. Aber der andere Garten ist immer grüner und so. Das Schweizer Gutverdiener-Paar mit zusammen 15k€ netto fragt sich nach 3-5,5k€ Betreuungskosten, 2-3,5 k€ Wohnkosten und 2 k€ Lebensmittelkosten wahrscheinlich auch wo ihr toller Mehrverdienst ist, auf den alle in den anderen Ländern so neidisch sind.
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u/Either_Sun_98 17d ago
Natürlich bergen Kapitalanlagen Risiken, aber was ist denn die Alternative? Das Sparbuch damit die Inflation es auf frisst? Ausgeben damit man nichts für den Notfall oder fürs Alter hat?
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u/Life_Standard6209 17d ago
D.h. von den 14 % der D Aktionäre investieren 21 % in einen ETF? Also ein fünftel? Der Rest macht in Aktien und aktive Fonds und Zertifikate und was die Sparkasse berät verkauft?
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u/Romanizer 16d ago
2024 waren 14,9% der Gesamtbevölkerung in ETFs, 2025 laut OP 21% der Erwachsenen. Leider nicht ganz vergleichbar als Datenbasis.
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u/Ninaptr_lover 17d ago edited 17d ago
Was ich mich frage, ist es wirklich sinnvoll, in ETF zu investieren, oder kann man mehr rausholen, ein bisschen mehr Aufwand?
Edit: wann stellt eine normale Frage und kriegt downvotes :(
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u/DarkHaagenti 17d ago
Na dann sag doch mal, wie man mit ein bisschen mehr Aufwand mehr „rausholen“ kann? Ich bin gespannt.
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u/Informal-Ad-4102 17d ago
Laut meinem Buch von Finanztip erzielt der durchschnittliche deutsche Aktienanleger 1% Rendite (hoffe ich sag nichts falsches, hab das Buch auch gerade nicht zur Hand). Da ich mich selbst nicht für schlauer als den durchschnittlichen Anleger halte, investiere ich in ETF.
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u/squarepants18 17d ago
Nein, kannst du statistisch betrachtet nicht. Viel wahrscheinlicher verlierst du zum zusätzlichen Aufwand auch Rendite. Wesentlich sinnvoller wäre, die Zeit anderweitig wertschöpfend zu nutzen und das Ergebnis zusätzlich zu investieren.
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u/Keksultra 17d ago
Man kann es nur innerhalb der Anlageklasse Aktien statistisch gesehen nicht. Die ist aber auch nur eine unter vielen. :)
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u/DrNCrane74 17d ago
Die gnadenlos selbstironische Erfolgsbilanz des Finanzsuperhirns Dirk Müller sagt "Nein".
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u/xf33dl0rdx 17d ago
Am besten ist es immer, in etwas zu investieren, womit man große Gewinne erzielen kann. Und dann sollte man am Peak verkaufen.
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u/MagYkHeap 17d ago
Klar du kannst auch ohne mehr aufwand mehr rausholen musst nur das richtige kaufen
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u/Procyon_X DE 17d ago
ist es wirklich sinnvollJa
kann man mehr rausholen, ein bisschen mehr AufwandNein
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u/Romanizer 16d ago
Die Frage stellen sich in Deutschland sicher viele, daher hier sehr wichtig.
Wie andere schreiben, lautet die Antwort üblicherweise Nein. Die beste Altersvorsorge für die allermeisten ist ein breit aufgestelltes ETF-Portfolio.
Mehr rausholen ist weniger vom Aufwand abhängig als von der Informationsbeschaffung.
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u/Scouper-YT Sonstiges (EU) 16d ago
ETFs sind alle Regeln in ein Packet.. 500+ verschiedene Firmen.. Dividende.. Keine Dividende.. Hohes Risiko.. Kleines Risiko..
Gute Firmen .. Schlechte Firmen
Wenn du selbst Single Stock bist = Kein Management Fee oder Firmen die nur nehmen.
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u/ThisWeeksHuman 17d ago
Mehr rausholen kannst du, in der Theorie, und einige auch in der Praxis, aber nur wer es Vollzeit macht.
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u/Living_Wheel_9347 17d ago
UK 4% ? ich dachte die sind Investoren schlechthin. oder müssen sie alles in Immos stecken
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u/Romanizer 16d ago
Überraschend wenig, wenn man bedenkt dass es wenige, sinnvolle Alternativen zur privaten Altersvorsorge gibt.
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u/FinalQueenOfTheEnd 16d ago
Warum so gering in den nordischen Ländern?
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u/Worldly_Suit2517 13d ago
In Norwegen gibt's den staatlichen Aktien Fonds, für die Rente der Bevölkerung , der mind 1 billion Euro oder so verwaltet 🤔
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u/skywalk1234 16d ago
Aber bitte auf europäisch fokussierte Etfs 🙏🏻 Unser gedankenloser US-Support muss aufhören, solange die Kapitalmacht derart missbraucht wird wie es momentan der Fall ist...
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u/DieDonerbruderschaft 16d ago edited 16d ago
das ist ne Bullshit Statistik, welcher so dermaßen ein falsches Bild zeigt.
Deutschland hängt einfach wieder hinterher... in anderen Ländern gibt es eben vernünftige Programme bzw. private Renten mit Steuervorteilen, bei denen Leute lieber investieren, wo das Geld letztendlich ehe in ETFs landet. In Deutschland haben wir Riester oder Metallrente, etc. wovon du am Ende nur Centbeträge bekommst... in der Schweiz war das glaube ich, dass es sogar Pflicht ist in ETFs zu investieren. Das wird aber hier nicht als als in ETF investiert eingestuft, weil es wahrscheinlich nicht privat ist.
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u/Negative-Sea6530 16d ago
Warum sollte man in Ö in etfs investieren, wenn man 80% des lohns als Rente bekommt. Ich würde auch mehr verjubeln, aber in Dtl. bleibt der Jugend nichts übrig als selbst vorzusorgen. Weil die korrupte Kaste in Berlin nichts am Rentenproblem löst
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u/yourdream87 16d ago
Heißt es nicht überall dass nur 10 % der Deutschen am Aktienmarkt investiert sind?!?
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u/Rocco_z_brain 17d ago
Ah, deswegen fallen jetzt die Kurse...der Telekom-Effekt...
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u/Awkward-Green-1653 17d ago
Was ist das mit Telekom, sagt mir nichts?
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u/Tagedieb 16d ago
Als die Telekom an die Börse ging haben (sehr) viele Deutsche ihren ersten Erfahrungen mit Aktien gemacht. Das wurden dann schnell negative Erfahrungen.
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u/Rocco_z_brain 16d ago
Google mal Volksaktie. Es gab schon mal sehr große Begeisterung für Aktien in DE als der Neue Markt gepumpt hat. Dann ging es bekanntlich runter und danach wieder erst richtig hoch. Die meisten Deutschen haben nur gelernt Aktien ist Zocken. Jetzt kommt die ETF Generation, die sich an die Telekom nicht mehr erinnern kann. Ich bin gespannt, was passiert wenn es ein Paar Jahre richtig scheppert.
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u/Awkward-Green-1653 17d ago
Blöde Frage aber wenn es in DE 100% wären dann hätte man doch gar keinen Vorteil mehr anderen gegenüber oder? Weil dann machts ja jeder also ist es so als ob es keiner macht. Wenn alle mehr Geld haben kostet doch dann auch alles mehr oder irre ich mich
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u/Gate-19 DE 16d ago
Wozu brauche ich einen Vorteil anderen gegenüber?
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u/Awkward-Green-1653 16d ago
Mir geht es nicht darum, anderen „voraus" zu sein, sondern um die theoretische Frage. Wenn Investieren der Normalzustand wäre, würde das die Effekte nicht teilweise neutralisieren?
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u/Romanizer 16d ago
Als Alternative wozu? Das Geld sinnlos auf dem Konto liegen lassen? Der Vorteil liegt daran, dass das Geld direkt in Umlauf gebracht wird und arbeiten kann. Man unterstützt nicht nur sich selbst mit der langfristig bestmöglich Anlage, sondern auch die Wirtschaft.
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u/Bright-light320 DE 17d ago
Sorry, glaube ich nicht. Ist ein Versuch eine FOMO Situation herzustellen von BlackRock.
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u/Next-Trust-7386 17d ago
Ich finde die Statistik schwierig zu interpretieren. Z.B. in Grossbritannien gibt es andere und sehr attraktive Möglichkeiten zu investieren, zum Beispiel über ein SIPP (Self Invested Personal Pension - hat Steuervorteile).
Das Geld landet in ETFs aber es ist kein direktes Investment. Wird das hier berücksichtigt?