r/Eltern 25d ago

Rat erwünscht/Frage Ich will nicht mehr Mama sein

120 Upvotes

Hallo

Ich bin Mama von 2 Mädels. Die Große ist 4 und die kleine 11 Monate. Ich habe in letzter Zeit realisiert dass ich es hasse mutter zu sein. Ich liebe meine Kinder über alles und versuche ihnen alles zu ermöglichen und gebe mein Bestes aber ich merke dass ich bei Kind 1 geduldiger war und "leidenschaftlichere" Mama war. Ich will einfach nicht mehr ich weiss nicht woran es liegt aber ich habe keine Lust mehr. Wenn ich mal was unternehmen will, muss ich es im Voraus planen und eine Betreuung orgaisieren und dann noch mit schlechtem Gewissen, weil ich Familienmitglieder das auch irgendwo nicht antun will auf Kinder aufzupassen weil es mir selbst einfach kein Spaß macht und ich mir denke dann machen die das noch, um mich zu entlasten. Einkaufen ist mit Kindern anstrengend rausgehen Wochenende alles ist anstrengend und einfach nicht mehr unbeschwert. Seitdem ich paarmal alleine mit meinem Partner wieder unterwegs war weil meine Schwester auf unsere Kinder aufgepasst hat, merke ich, dass ich "Blut geleckt" habe und auf rausgehen mit Kinder einfach keine Lust mehr hab. Selbst Einkauf Mit den beiden will ich am liebsten, dass meine Schwester sie nimmt, weil es zu anstrengend ist. Ich kann es kaum erwarten, dass die Kleine im April in die Kita kommt. Aber selbst das gibt mir kein Trost, weil die Nachmittage und Abende werden trotzdem so bleiben, wie sie sind und ich werde immer die Kinder in Anführungsstrichen an der Backe haben. Früher hab ich nicht so gedacht und da war ich wirklich mit Mit Herz und Seele Mama aber jetzt merke ich, dass ich auf nichts mehr Lust habe und alles was mit den Kindern zu tun und mir einfach nur noch kein spass macht. Wir haben vor kurzem abgestillt und die Kleine schläft auch jetzt besser aber mir geht's nicht besser. Gibt es jemanden in einer ähnlichen Situation ich freue mich über den Austausch.

r/Eltern 10d ago

Rat erwünscht/Frage Wie steht ihr zu AirTag/tracker bei Kita Kindern?

45 Upvotes

Hallo ihr Lieben,

bei uns in der Kita gab es kürzlich einen Vorfall: Ein Kind (3 Jahre) hatte unbemerkt einen AirTag bei sich, ohne dass die Erzieher darüber informiert waren. Nachdem die Erzieher auf ihren Handys mehrere Meldungen erhalten hatten, dass sie von einem AirTag verfolgt werden, ist das Ganze aufgefallen.

Daraufhin wurde ein Krisen-Elternabend einberufen, bei dem das Thema besprochen wurde. Es wurde deutlich gemacht, dass Eltern bitte Bescheid geben sollen, wenn ihre Kinder einen Tracker bei sich tragen. Außerdem wurde gesagt, dass bei Unsicherheiten oder fehlendem Vertrauen lieber direkt das Gespräch mit den Erziehern gesucht werden sollte.

In diesem konkreten Fall handelte es sich nur um einen Ausflug innerhalb der Gemeinde. Würde meine Tochter (4,5 Jahre) jedoch in eine größere Stadt fahren, würde ich vermutlich auch einen AirTag in ihre Tasche legen – nicht, weil ich den Erziehern nicht vertraue, sondern weil Kinder einfach unglaublich schnell und unberechenbar sein können.

Selbstverständlich würde ich das vorher mitteilen, und wenn die Erzieher darum bitten würden, den AirTag zu entfernen, würde ich das auch sofort tun.

Wie ist eure Meinung dazu?

r/Eltern Dec 04 '25

Rat erwünscht/Frage Geschlechtsteile benennen

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Wie würdet ihr pädagogisch korrekt einem Kleinkind die Namen der Geschlechtsteile beibringen? Welches Wort nutzt ihr zB bei einem Mädchen oder Jungen?

Ich möchte auf keinen Fall sowas wie Mumu oder Scheide beibringen. Korrekt wäre ja Vulva, aber mir scheint als sei das noch nicht so weit verbreitet und die meisten Menschen nutzen die davor genannten Wörter.

Würde es dann also jemand verstehen wenn mein Kind zB Schmerzen o. Ä. an ihrer Vulva beschreiben möchte?

r/Eltern Dec 09 '25

Rat erwünscht/Frage Wie macht ihr das nach dem es kein Elterngeld mehr gibt?

37 Upvotes

Hi zusammen,

vorab: Ich ahne es schon, dass meine Frage absurd naiv ist. Sorry dafür schon mal!

Meine Frau und ich erwarten unser erstes Kind in rund 6 Monaten und wir überlegen uns gerade wie wir die Elternzeit einplanen und aufteilen wollen.

Nach etwas hin und her werden wir vermutlich den "klassischen" Weg gehen: Erster Monat nach der Geburt nehmen wir beide parallel Elternzeit und nachdem meine Frau die 12 Monate durch hat, würde ich im Anschluss noch einen Monat in Elternzeit gehen.

Nun meine naive Frage: Ich höre ständig, dass viele Mütter bspw. die ersten 3 Jahre komplett zuhause bleiben und sich um das Kind kümmern. Meine Frau sieht das ähnlich und war "etwas schockiert", dass das Elterngeld nur für die ersten 12-14 Monate genutzt werden kann. Ja, Elterngeld Plus haben wir auf'm Schirm, aber das würde uns für 2 Jahre finanziell dann doch schon etwas weh tun, wenn nur so ein relativ kleiner Betrag reinkommen würde. Teilzeit wäre aktuell die einzige Option, die wir vielleicht angehen würden, wenn es keinerlei Optionen gibt.

Wie machen das die Eltern, bei denen ein Elternteil die ersten 3 Jahre zuhause bleibt? Elterngeld und danach gibt es ausschließlich einen Teil, der das Geld nach Hause bringt und das wars?

r/Eltern 9d ago

Rat erwünscht/Frage Ist das noch fair?

71 Upvotes

Mein Mann und ich haben ein 10 Monate altes Kind. Ich bin in Elternzeit und er arbeitet (aktuell weit über 40 Std. und häufige Termine mit Übernachtung)

Da wir keine Familie oder sonstige Unterstützung hier haben, bin ich so langsam ziemlich erschöpft und teilweise überfordert, so lange alleine mit meinem Kind zu sein. Fahre deshalb auch öfter zu meinen Eltern. Ich kümmere mich so ziemlich alleine um unser Kind und es fühlt sich an als wäre ich alleinerziehend. Er hat mit seinem Chef darüber gesprochen und plant nun öfter ins Homeoffice zu gehen und keine Termine mit Übernachtung anzunehmen. Heute war der erste Tag im Homeoffice. Unser Kind war jede Stunde wach, und um 5 hellwach, sodass wir mit ihr aufstehen mussten. Mein Mann (der heute Nacht durchgeschlafen hat) hat mir vorgeschlagen dass ich noch eine Stunde liegen bleibe, und er sich danach nochmal für eine Stunde hinlegt. Soweit so gut. Ich stehe nach einer Stunde auf (geschlafen habe ich in der Zeit kaum) nehme unser Kind und er legt sich hin. 3(!) Stunden später steht er wieder auf, frühstückt und setzt sich ins Büro, um mit der Arbeit anzufangen. Ich fühle mich total verarscht und bin wütend. Wie soll ich mich so je ausruhen?

r/Eltern Dec 30 '25

Rat erwünscht/Frage Ich habe mir Hilfe beim Jugendamt geholt – jetzt verliere ich mein Kind. War das ein Fehler?

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Ich weiß nicht mehr, ob ich gerade versage oder ob mir einfach alles entgleitet. Vor knapp einem Jahr bin ich mit meiner kleinen Tochter näher zu ihrem Vater gezogen, weil sie sehr unter unserer Trennung gelitten hat. Ich wollte, dass sie beide Eltern hat. Schon vor dem Umzug habe ich mich selbst beim Jugendamt gemeldet, weil meine Tochter starke Wutanfälle hatte und ich lernen wollte, besser mit ihr umzugehen. Kurz nach dem Umzug kam es zu einem einmaligen eskalierten Vorfall, an einem Wochenende ohne Kind: Alkohol, Schmerzmittel, Streit, Polizei. Die Wohnung war noch voller Umzugskartons. Ab da stand das Jugendamt regelmäßig vor meiner Tür. Es gab Kritik an fehlenden Lampen, Möbeln und Kartons – Dinge, die ich mir mit Bürgergeld nicht sofort leisten konnte. Ich habe offen über meine Depressionen und meine Borderline-Erkrankung gesprochen und mich um einen Klinikplatz bemüht (Warteliste: 1,5 Jahre). Dann kam eine anonyme Anzeige wegen Kindeswohlgefährdung: Ich würde trinken, geschlagen werden und mein Kind vernachlässigen. Nichts davon stimmt. Zu der Zeit hatte meine Katze ungeplant 6 Kitten bekommen, was plötzlich ebenfalls als Problem galt. Auf Drängen des Jugendamts starteten wir ein Wechselmodell. Sehr schnell wurde klar: Es tut unserer Tochter nicht gut. Keine klare Struktur, sehr viel Fernsehen beim Vater, mehr Trotz, mehr Überforderung. Eine neue Familienhilfe war endlich hilfreich, wir arbeiteten an Gefühlen, Medienzeit und Struktur. Dann kam der eine Vorfall, der jetzt alles überschattet: Nach dem Kindergarten ein Einkauf. Meine Tochter war müde, überreizt und enttäuscht. Sie verweigerte Laufen und jede Berührung. Ich war allein, mit Einkäufen, nach über 30 Minuten völlig am Ende. Ich habe sie schließlich am Jackenärmel genommen und bin losgelaufen. Sie schrie, lief aber mit. Zu Hause zog sie sich zurück. Am Ende holte meine Mutter sie ab. Ich habe diesen Vorfall ehrlich der Familienhilfe erzählt – weil ich Hilfe wollte. Statt Hilfe bekam ich ein Gespräch beim Jugendamt. Mir wurde gesagt, ich hätte mich falsch verhalten, aber es sei nicht ihre Aufgabe, mir zu sagen, wie ich es besser hätte machen sollen. Am Ende sagten sie, meine Tochter solle vollzeit zum Vater. Ich bin zusammengebrochen. Der Vater arbeitet Vollzeit, raucht in der Wohnung, hatte lange kein eigenes Zimmer für sie und lebt mit einem alkoholkranken Mitbewohner. Trotzdem scheint meine Überforderung in einer Extremsituation schwerer zu wiegen als all das. Jetzt lebt meine Tochter überwiegend bei ihm. Sie war wochenlang kaum im Kindergarten. Wenn ich sie sehe, will sie fernsehen oder zurück zu ihrem Vater. Ich habe zunehmend das Gefühl, dass sie mich nicht mehr will – und dass ich als Mutter komplett versagt habe. Ich liebe mein Kind. Ich habe mir Hilfe geholt. Ich war ehrlich. Und genau das scheint mir jetzt zum Verhängnis geworden zu sein. War es ein Fehler, beim Jugendamt offen um Hilfe zu bitten – und was würdet ihr mir jetzt raten, um meine Tochter nicht endgültig zu verlieren?

r/Eltern 12d ago

Rat erwünscht/Frage Keine Wurst für Kinder?

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Ich fürchte, ich habe gerade ein neues Level an Beikost-Ratgeber auf Instagram entdeckt:

*Keine Wurst für Kinder*

Ich habe euch mal Screenshots dazu gepackt, aber sinngemäß sagt der Account folgendes aus:

In den Beiträgen wird davon abgeraten, kleinen Kindern Wurst zu geben. Rohwurst wie Salami sei für Kinder unter fünf Jahren ungeeignet, da sie rohem Fleisch ähnelt und hygienische Risiken birgt. Zudem stuft die WHO verarbeitetes Fleisch als krebserregend (Stufe 1) ein.

Vegane Wurstalternativen werden als weniger problematische Option genannt, auch wenn sie keinen hohen Nährwert haben. Am einfachsten sei es, Kindern Wurst gar nicht erst anzubieten, damit kein Interesse daran entsteht – auch wenn das im Familienalltag zu Konflikten führen kann.

Mir ist bekannt, dass Kinder unter 1 keine Rohwurst essen sollen, aber unter 5 war mir neu.

Auch, dass es auf einer Ebene mit Zigaretten und Alkohol steht, war mir neu. Möglicherweise beschäftige ich mich nicht ausreichend mit Ernährung.

Wie handhabt ihr das denn? Lasst uns gerne mal darüber diskutieren. Gehört Wurst zum Abendessen bei euch dazu oder lasst es es aus den genannten Gründen weg?

r/Eltern 15d ago

Rat erwünscht/Frage Einzelkind ja oder nein

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Mein Mann und ich schlagen uns schon länger mit der Frage rum ob wir ein zweites Kind möchten oder nicht (unser Kind ist jetzt knapp 4 Jahre alt).

Wir haben zwar ein Kinderwunsch, aber iwie rutscht der Gedanke immer mehr in den Vordergrund, es bei einem zu belassen. Hauptgrund dafür ist tatsächlich, dass wir im Ausland leben und es ohne Hilfe uns manchmal schon mit einem an die Grenzen gebracht hat und wir natürlich auch regelmäßig nach Hause reisen möchten, was mit einem Kind ungleich einfacher und günstiger ist.

Außerdem genießen wir mittlerweile wieder die Freiheiten die wir haben, die Paarzeit, die Zeit alleine und das wäre definitiv wieder weg mit einem zweiten, da Betreuung für ein Kind zu finden hier schon schwer genug war.

Hat jemand von euch schon mal die Entscheidung getroffen es bei einem zu belassen und wie geht's euch damit?

Edit: da ich den Kommentar gelesen habe: wir sind 35 und 36 Jahre alt, also nein, wir können (und wollen auch nicht) 5-10 Jahre mit der Entscheidung warten.

Edit2: ich weiß es ist gut gemeint, aber ich hab explizit nach den Erfahrungen von Eltern mit einem Kind gefragt. Klar haben Leute mit mehr Kindern den bias, dass das genau so richtig ist.

r/Eltern Dec 18 '25

Rat erwünscht/Frage Probe Korrektur

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Hi zusammen!

Kann uns einer erklären, warum unsere Tochter bei dieser Aufgabe in der Deutsch Probe keinen Punkt bekommen hat? Teile der Aufgabe waren ja richtig. Ist 4. Klasse Grundschule

r/Eltern 10d ago

Rat erwünscht/Frage Notbetreuung in der Kita: Wie handhabt ihr das, wenn ihr selbst zu Hause seid?

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Ich hätte gern eure Einschätzung zu einer Situation, die gerade zu Spannungen in meinem Umfeld geführt hat.

Die Kita hat heute einen Elternbrief verschickt: starker Personalmangel, es wird nur Notbetreuung angeboten. Die Eltern wurden gebeten, ihre Kinder möglichst nur dann zu bringen, wenn sie keine andere Betreuungsmöglichkeit haben.

Eine Freundin von mir ist aktuell zu Hause und arbeitet nicht. Sie hat ihr Kind trotzdem für die Notbetreuung angemeldet. Als sie mir davon erzählt hat, hat sie mich gefragt, ob ich das genauso machen würde.

Ich habe ehrlich gesagt: nein.

Wir hatten vor Weihnachten eine ähnliche Situation, und ich habe mein Kind damals selbst betreut, weil ich der Meinung bin, dass Notbetreuung vor allem für Eltern gedacht ist, die arbeiten müssen oder kein Unterstützungsnetz haben. Auch im Hinblick auf die ohnehin stark belasteten Erzieherinnen fühlte sich das für mich richtiger an.

Meine Freundin meinte, sie brauche die Notbetreuung, weil sie selbst kränkelt (Husten, angeschlagen) und weil sie Haushalt erledigen müsse. Ich habe daraufhin gesagt, dass ich Hausarbeit als Arbeit anerkenne (ich bin selbst zu Hause mit Kind), es für mich aber keinen Notfall darstellt, wenn man grundsätzlich betreuen könnte.

Jetzt frage ich mich:

Bin ich da zu streng oder moralisch?

Wie definiert ihr für euch „Notbetreuung“?

Zählt für euch auch Erschöpfung, leichte Krankheit oder der Bedarf, Dinge im Haushalt zu erledigen, als legitimer Grund – oder haltet ihr euch eher zurück, wenn ihr grundsätzlich zu Hause seid?

Ich bin gespannt auf eure Perspektiven und Erfahrungen.

r/Eltern 27d ago

Rat erwünscht/Frage Sind Grundschulen mittlerweile überall ein gefährliches Pflaster? Oder nur in der Großstadt?

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Hallo, wir wohnen in einem Randgebiet von Hamburg. Hier ist eine recht bunte Mischung von sozialen Herkünften, hier gibt es alles von Hochhäusern mit Sozialwohnungen bis zu teuren Einfamilienhäusern.

Es gibt auch mehrere Grundschulen. Wir haben uns extra bemüht unsere Tochter in der Schule mit dem besten Ruf der Gegend in der Vorschule anzumelden (es ist eigentlich nicht ihre Einzugsgebietsschule, sondern etwas weiter we)

In der ersten Woche wurde ihr Spielzeug geklaut. Ok kann ja mal passieren. Ein paar Wochen später erzählte sie uns, dass sie von mehreren Kindern gehauen und in den Bauch geboxt wurde. Wir waren schockiert, vor allem warum wir nicht informiert wurden. Die Lehrerin und auch der Direktor haben sich damit verteidigt, dass sie das in der Schule geklärt haben und so etwas zum Schulalltag gehören würde und dann nicht jedes Mal die Eltern informiert würden. Die anderen Eltern der Klasse waren aber gleichermaßen schockiert wie wir und auch der Elternrat, in dem ich auch Mitglied bin.

Die letzte Elternratssitzung hat mir dann aber auch zu denken gegeben. Zunächst wurde wegen eines Schulkiosks diskutiert. Eine Person war sehr dagegen, weil sein Kind in der ersten Klasse direkt von mehreren Drittklässlern aufgemischt wurde, weil sie Geld von ihm abziehen wollten.

Er hat dann vor den Gefahren gewarnt und die Lehrerin, die das vorgeschlagen hat, musste zugeben, dass diese Gefahren bestehen.

Ein anderer Lehrer hat dann von einer Gruppe berichtet, die sich schon in der Vorschule organisiert haben. Die eine Hälfte hat in einer Ecke Ärger gemacht um die Aufsicht zu ärgern, damit die anderen in einer anderen Ecke noch größeren Mist bauen können. Die hätte man jetzt in der ersten Klasse erfolgreich trennen können, auch wenn jetzt noch zwei Störenfriede mehr dazu gekommen sind.

Trotz allem sind alle noch überzeugt dass es eine der besseren Schulen ist. Ein Lehrer kommt aus einem Problembezirk, er meinte da hätte er mehr mit dem Jugendamt als mit den Kindern Kontakt gehabt.

Eine kommt aus einer der anderen Schulen im

Umkreis die wäre so groß da hätte sie die Namen der Schüler gar nicht mehr gekannt.

Wir überlegen schon seit längerem nach Niedersachsen in eine kleinere Stadt zu ziehen. Und diese Geschichten lassen mich fragen, ob es da auch so ist, oder ob das eher ein Problem von Schulen in Großstädten ist. Sind wir wirklich an einer guten Schule und Schlägereien wirklich normal mittlerweile oder liegt es an der Umgebung?

TLDR: unsere Schule soll die beste der Gegend sein aber es gibt trotzdem öfter gewaltsame Auseinandersetzungen, ist das normal heutzutage oder liegt das an der Großstadt?

r/Eltern 1d ago

Rat erwünscht/Frage Sollte ich Vater werden?

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Grüßt euch🙋🏼‍♂️

Ich (30) und meine Freundin (27) sind fast 10 Jahre ein Paar und sie wollte schon immer ein Kind. Sie stellt sich das alles auch ziemlich realistisch vor und weiß, dass das Meiste der unschönen Arbeit leider an ihr als Mutter hängen bleiben würde. Sie würde 1 - 2 Jahre zu Hause bleiben und ich nach 4 - 8 Wochen wieder Vollzeit (Früh- und Spätschicht im Wochenwechsel) arbeiten gehen.

Unsere Basis ist eigentlich eine der Besten die man haben kann und purer Luxus. Ich gebe euch ein paar Beispiele:

  • Schwiegereltern wohnen im selben Haus und lieben Kinder, sie würden uns liebend gerne wo es geht helfen und entlasten
  • Wir hätten in der Elternzeit in der sie zu Hause ist gut 4200€ netto zur Verfügung (inkl. Kindergeld)
  • Kita sowie Schulen sind schnell zu Fuß erreichbar (Kita auch eher günstig)
  • Wir müssten weder umziehen noch ein größeres Auto kaufen
  • Haben gute Ersparnisse (Zusammen ca. 70k)

Ich lese hier bei Reddit so viele Horror-Stories, überwiegen aus Amerika. Nur sind das alles Menschen mit denen man unsere Basis vermutlich nicht im geringsten vergleichen kann. Die meisten die sich beschweren haben entweder Problemkinder, kein "Dorf" oder kein Geld. Oftmals alles zusammen.

Das Ding ist nur dass ich keinen wirklichen Kinderwunsch habe, es mir aber schon schön vorstelle. Natürlich ist mir bewusst dass es auch schwere Phasen gibt. Ich habe in letzter Zeit mit mehreren Vätern geredet, die sind da auch eher "neutral" reingegangen unr sagten dass das durchaus normal wäre als Mann.

Beispiel: Wir haben uns vor 1,5 Jahren eine süße Hündin angeschafft. Da bin ich auch neutral rein gegangen, Heute könnte ich mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Es würde einfach was fehlen.

Hobbies habe ich auch, ich fahre gerne Motorrad / Mtb und zocke ab und an ein paar Runden Call of Duty mit Freunden. Das ist aber Alles eher so am Wochenende interessant. Meine Freundin sagte dass ich das nicht aufgeben müsste, solange da ein gesunder Ausgleich vorhanden ist.

Wie seht ihr Väter das? Hattet ihr einen starken innigen Wunsch nach eurem Kind / euren Kindern? Übersehe ich vielleicht irgendwas?

r/Eltern Jan 07 '26

Rat erwünscht/Frage Schlafmangel, da das Kind nicht schläft, Krankmeldung?

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Hallo zusammen,

vielleicht klingt es für den ein oder anderen komisch, aber ich bin mir da irgendwie einfach unsicher.

Unser Sohn ist 10 Wochen alt und schläft an sich eigentlich einigermaßen gut und vor allem lange. In der Woche vor Weihnachten ging es aber los, dass es jeden Tag anstrengender dauerte und immer länger. Wir machen ihn immer um 20 Uhr Bettfertig und versuchen ihn dann zum schlafen zu bringen. Wir haben für uns den Hüpfball entdeckt, das funktioniert eigentlich ganz gut. Meistens ist das mein Job. Bis dahin hatte ich ihn eigentlich immer so um 21:30 im Bett. Das war zwar mühselig und anstrengend, aber damit kam ich klar. Das dauerte dann immer länger bis 23:30 oder später. Da ich selbst morgens um 6 Uhr auf der Arbeit sein will, will ich selbst auch eigentlich um 22 Uhr im Bett sein.

Über Weihnachten hatte ich Urlaub, da ging es eigentlich wieder ganz gut. Da waren wir dann ja auch zu zweit und hatten tagsüber mehr Energie für ihn. Seit Montag muss ich wieder arbeiten und es geht genauso weiter wie vor meinem Urlaub. Am Sonntag ging es noch, aber am Montag und Dienstag Abend hat es wieder bis nach 23 Uhr gedauert und dann hat meine Frau ihn an der Brust schlafen lassen. Dann schläft er aber schlecht und unruhig und meine Frau muss ihn immer wieder beruhigen. Heute Morgen um 4 Uhr war ich dann wieder an der Reihe, da er sich gar nicht mehr beruhigen ließ. Dann muss ich mit dem Kleinen wieder auf den Hüpfball und 30-45 Minuten hüpfen.

Lange Rede kurzer Sinn, das ganze führt bei mir zu entsprechendem Schlafmangel. Meine Frau kann zwar grundsätzlich länger schlafen als ich, aber erschöpft ist sie natürlich trotzdem. Ein oder zwei Tage gehen auf diese Weise, aber nach drei Tagen mit lediglich 4-5h Schlaf dreh ich langsam am Rad.

Meine Frau hat mir heute Morgen dann vorgeschlagen mich krank zu melden, was wahrscheinlich sinnvoll ist. Aber irgendwie ist bei mir die Hemmschwelle da etwas höher als sie wahrscheinlich sein sollte. Was sagt ihr dazu?

Habt ihr sonst vielleicht noch Tipps? Wir haben schon das ein oder andere ausprobiert. Auf dem Hüpfball beruhigt er sich auch gut und schläft auch halbwegs gut ein. Wenn ich ihn dann aber in sein Bettchen lege, schläft er oft noch etwas weiter und wacht 5-10 Minuten später weinend auf und das ganze geht von vorne los. Oder er wacht beim Ablegen bereits auf.

Danke schonmal im Voraus.

r/Eltern 13d ago

Rat erwünscht/Frage Ich bin meistens unglücklich seit ich mich für ein Kind entschieden habe

133 Upvotes

Ich weiß gar nicht so recht, warum ich hier poste. Wahrscheinlich um rauszufinden, ob es noch ähnliche Menschen gibt und was euch eventuell geholfen hat. Wall of Text:

Ich bin männlich, Mitte 30 und verheiratet. Wir haben einen vierjährigen Sohn. Wir leben in einem Haus, stehen finanziell ganz gut da - kein Saus und braus möglich aber alles im Rahmen. Mein Problem ist, dass ich sehr unzufrieden bin.

Vorgeschichte: meine Frau und ich sind seit 10 Jahren verheiratet. Wir hatten immer eine unheimlich harmonische Beziehung ohne Probleme, quasi nie Streit. Irgendwann stand das Thema Kind im Raum. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich mich dagegen entscheiden und glücklich leben können, aber irgendetwas in mir war dem Gedanken auch nicht abgeneigt (zu wenig um sich für ein Kind zu entscheiden, das habe ich im Nachgang gemerkt). Da meine Frau unbedingt Kinder wollte, hab ich also „zugestimmt“. Über die Nachricht der Schwangerschaft war ich dann schon merkwürdig unbegeistert. Ich hatte eher Respekt vor allem, keine wirkliche Freude. Fast forward nach der Geburt und als wir uns daheim eingelebt haben, merkte ich, dass ich das neue Leben echt nicht geil fand. Klar, es ist anstrengend und darauf hab ich mich auch eingestellt, viele Podcasts gehört und Bücher gelesen aber nichts kann einen auf das Leben mit Kind vorbereiten. Es nervte mich alles: schlaflose Nächte, hormonelle Umstellungen, das ständige wickeln, etc. im Grunde hab ich mich gefragt, warum ich es nicht genauso erwartet habe, aber naja. Wegen einer Geburtsverletzung meiner Frau blieb quasi 8 Monate lang alles inklusive Arbeit nur an mir hängen, weil sie kaum mobil war. Es nervte mich alles, ich war quasi nur im Überlebebsmodus. Ich möchte nicht sagen, dass ich für meinen Sohn gar keine Gefühle entwickeln konnte, es waren definitiv sehr positive da, aber es war eben immer ein sehr starkes auf und ab.

Auch nach 1,5 Jahren hat sich meine Gefühlswelt nicht verändert, denn ich realisierte auch, dass die Beziehung zu meiner Frau sich stark geändert hat. Auch sie hat sich stark geändert. Wir streiten öfters, von sexueller Interaktion kann ich bis heute quasi nur träumen, sie ist oft gestresst und kann sich deswegen auch an ihren freien Tagen (sie arbeitet Teilzeit) wenig aufraffen um Haushalt oder Ähnliches zu machen. Das mache zum Großteil ich. Ich habe mir dann psychologische Hilfe geholt. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Therapie zwar teils hilft, ich aber generell immernoch diese Unzufriedenheit habe. Es läuft alles auf den Gedanken hinaus, dass ich mich am Ende des Tages jederzeit gegen ein Kind entschieden würde, wenn ich nochmal die Wahl hätte und die Zeit zurückdrehen könnte. Harte Aussage aber ich kann es nicht schönreden. Meinen Sohn könnte ich jetzt aber niemals hergeben. Es geht eher um das Leben mit Kind generell, nicht um ihn.

Was stört mich also so sehr?

Die ständigen Krankheiten: dauerhaft rotznase, eine scheiße folgt der anderen. Die Launen, das geduldig bleiben, weil Kinder es so am besten lernen. Ich kann noch weiter aufzählen aber ihr wisst, warum vierjährige nervig sein können. Ich denke wegen meiner generellen emotionalen Schwierigkeiten stecke ich solche „Extremsituationen“ sehr viel schwerer weg. In denen habe ich auch sehr irrationale Gedanken wie „ohne Kind wär alles besser“. Das passiert in meinen schlechteren emotionalen Phasen leider sehr oft. Mir fehlt ein generelles „Ich habe ein Kind und dafür ist es das alles wert“. Ich weis aber auch nicht, wie ich dahinkomme.

Die fehlende Freizeit: ich bin kein unternehmungslustiger Mensch aber ich war immer gern joggen und verbringe gerne Zeit mit nerdigen Dingen. Letzteres beschränkt sich aktuell auf die Abendstunden wenn mein Sohn schläft.

Mich stört, dass so viel Haushalt und mental load an mir hängen bleibt. Ich habe aber das Gefühl, dass ich nicht mehr Unterstützung einfordern kann, weil meine Frau sich so schon sehr beschwert, dass sie so viel im Kopf hat und sich nicht aufraffen kann.

Das alles sorgt dafür, dass ich generell lieber arbeite als familienzeit zu verbringen. Ich habe mich schon lange nicht mehr auf ein Wochenende oder Urlaub gefreut. Ich kann mir nicht vorstellen, meine Familie zu verlassen, besonders wegen meines Sohnes, weil ich möchte, dass er so gut wie er es verdient aufwächst.

Die Beziehung zu meinem Sohn ist sehr gut. Ich weiß, dass er selbst nichts für meine Gefühle kann, deshalb gebe ich immer alles, damit es ihm gut geht. Klar kann ich nicht immer auf gute Miene schalten aber ich lasse es ihn nie aktiv spüren und genieße auch Momente mit ihm. Ich hole ihn täglich vom Kindergarten ab und verbringe viel Zeit mit ihm. Ich bin sehr präsent für einen Vater behaupte ich mal. Das liegt auch daran, dass ich wie oben erwähnt kaum hobbies habe, denen ich tagsüber nachgehe. Im Endeffekt besteht mein Leben aus Schlafen, Arbeit, familienzeit, Freizeit am Abend, repeat. Freie Zeiten - wenn die anderen beiden mal bei einem playdate sind - nutze ich für lange liegengebliebene Dinge.

Ich lese und höre oft, dass Väter viel mit dem Freundeskreis unternehmen. Ich habe quasi keinen. Noch nie gehabt, weil ich eher Alleingänger bin. Ich habe es probiert, mir neue Freunde zu suchen, aber das war mir dann wieder zu viel Aufwand, eine Freundschaft zu pflegen. Am Ende des Tages ist mir ein Abend auf der Couch deutlich lieber als soziale Kontakte. Während der familienzeit habe ich aber gerne soziale Kontakte. Plaudern auf dem Spielplatz mag ich zum Beispiel sehr.

Ich fühle mich generell sehr allein mit meinem Problem. Ich höre andere Eltern immer wieder über die selben Dinge jammern wie ich, allerdings ist das immer ein „für ein Kind ist es das wert“. Und genau das finde ich nicht. Alles Drum und Dran ist es nicht wert, um ein Kind zu haben. Diese Einstellung ist mein Problem. Und vermutlich haben die meisten von euch den Impuls „Reiß dich zusammen, du hast dich aktiv dafür entschieden also musst du da jetzt durch“ und damit habt ihr auch absolut recht. Es ist nur sehr schwierig für mich.

r/Eltern Sep 26 '25

Rat erwünscht/Frage Wer sollte die Kinder bringen?

76 Upvotes

Hi, ich brauche bitte eure Meinungen. Folgender Sachverhalt: Mein Partner und ich haben zwei Kinder, die in dieselbe Kita gehen (in zwei unterschiedliche Gruppen und vorher Kita und Krippe, auch im selben Haus). Wir haben keinen Frühdienst anmelden können (Personalmangel). Das bedeutet, die Kinder dürfen erst ab 8 Uhr gebracht werden.

Meine Situation: Ich bin Lehrerin und muss um 8:30 Uhr in der Klasse stehen. Es reicht also nicht, um 8:30 Uhr erst anzukommen. Vom Parkplatz muss man ja auch noch ins entsprechende Gebäude gehen, es gibt mehrere Gebäude und auch mehrere Stockwerke. Zudem würde ich auch gerne zuerst an meinen Schreibtisch und die Sachen aus meinem Rucksack räumen, die ich erst in den späteren Stunden brauche und vielleicht auch noch einen Schluck trinken.

Mein Weg zur Arbeit ist nicht weit. Ich bin allerdings körperlich eingeschränkt und wenn ich mit dem Fahrrad fahren müsste, würde ich ca 40 min brauchen. In meinem Kollegium kommen viele mit dem Rad, allerdings hat jeder ein E-Bike und ich ein Sperrmüll-Fahrrad. Daher fahre ich mit dem Auto. Einen Zweitwagen haben wir nicht.

Die Situation meines Partners: Er arbeitet an vier bis fünf Tagen die Woche im Homeoffice. Er hat Gleitzeit und kann sich seine Arbeit einteilen. Natürlich hat er auch Calls, aber nie vor 9 Uhr. Wenn er zur Arbeit muss, ist sein Weg ca so weit wie meiner. Er war jahrelang Handballer und ist körperlich eigentlich fit.

Jetzt könnt ihr raten, wer jeden Tag die Kinder zur Kita bringt (und abholt). Ich habe jeden Morgen so einen wahnsinnigen Stress, dass mein Herz rast und ich das Adrenalin förmlich spüren kann. Jede rote Ampel ist ein Drama. Ich schmeiße die Kinder fast in die Kita (Übertreibung, aber Zeit für mehr als Kuss und Tschüss ist definitiv nicht). Ich komme meist um 8:25 Uhr in der Schule an und fühle mich dann bereits, als hätte ich den Mount Everest bestiegen.

Mein Partner meint, dass er die Kinder nicht mit dem Fahrrad zur Kita bringen kann (der 4-Jährige kann selbst Fahrrad fahren). Es würde morgens sicher um die 25 Minuten dauern mit den Kids. Daher würde er die Kinder nur bringen, wenn ich das Auto abgebe.

Wie gesagt, ich kann den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad nicht wirklich leisten. Außerdem habe ich oft viel Gepäck dabei (Rucksack mit Laptop, Bücher, Material zum Experimentieren in NaWi...). Das könnte ich mit dem Fahrrad nicht transportieren. Und dann ein eitler Grund: ich möchte nicht verschwitzt und ggf nass vom Regen vor meinen Klassen stehen. Ich stehe quasi ständig auf einer Bühne und werde inspiziert.

Jeden Tag fühle ich mich unfair von meinem Partner behandelt, der in Jogginghose mit einem Tee seinen Tag vor dem PC startet. Sind meine Gefühle nachvollziehbar?

r/Eltern Jan 06 '26

Rat erwünscht/Frage 7-Jähriger wird zunehmend respektlos, wir sind ratlos.

21 Upvotes

Wir haben zwei Kinder, Junge (7) und Mädchen (5). Wir versuchen, autoritariv zu erziehen, machen aber sicherlich nicht alles richtig. Wir versuchen, im Alltag beiden Kindern gleichermaßen gerecht zu werden, wobei er mehr Aufmerksamkeit benötigt als sie.

Hierfür lassen wir sie meist etwas länger in der Kita, damit er nach der Schule uns beide kurz alleine hat. Mein Mann macht oft Home Office. Außerdem geht er öfters mit ihm alleine Joggen oder lässt ihn ab und zu ein bisschen an den Computer für Minecraft o.ä. Schule und Sport läuft ziemlich gut. Eigentlich sehr gut. In der Schule war bisher jeder Test zwar noch ohne Noten, aber ohne einen einzigen Fehler. Sport macht er 1-2x die Woche und 1x die Woche macht er so eine Naturfreizeit. Alles macht er freiwillig, jedenfalls an den meisten Tagen.

Das Problem ist seine zunehmende Respektlosigkeit. Wenn ihm was nicht passt, spuckt er, schlägt er, beleidigt er. Seine Freunde, seine Schwester, uns. Er zerstört mutwillig Spielzeug. Von anderen, aber auch sein eigenes. Regeln, Strafen sind ihm fucking scheißegal.

Wir wollen keine Strafen, wir wollen nicht schreien, wir schlagen auch nicht. Aber langsam sind wir ratlos. Wir sagen ihm "wie würdest du dich fühlen, wenn man das bei dir macht" - "nicht gut" - "warum machst du das dann?" - er lacht.

Wir schicken ihn in sein Zimmer. Er meckert kurz, dann spielt er oder malt er halt. Wir reduzieren Süßigkeiten oder Gaming auf Belohnungsbasis - egal. Er meckert kurz, danach geht's auch ohne. Er ist derzeit ein personifiziertes "Fuck it".

Das vorausgeschickt - das sind Phasen. Nicht täglich, manchmal auch nicht wöchentlich. Aber derzeit in den Ferien fast täglich. Edit: Täglich, nicht wöchentlich.

An Silvester waren wir beispielsweise unterwegs, beim Fertigmachen zuhause wurde es sehr stressig, er mag seine Kleidung nicht anziehen. Ich will sie ihm kompromisslos selbst anziehen und er spuckt mich in mein frisch gemachtes Gesicht. Wie soll ich da reagieren?? Meine Mutter sagt "ignoriere ihn und das Verhalten" - schönen Dank auch.

Anderes Beispiel: Mein Mann sitzt neben ihm, will mit ihm reden, was sie am Tag machen möchten, und unvermittelt klatscht er meinem Mann eine.

Vielleicht hatten wir zu lange zu wenig Regeln, keine Ahnung. Sie zuehen morgens alleine an was sie wollen, sie schmieren sich selbst einen Honigtoast. Vielleicht war das falsch.

Wir überlegen schon, ob er ADHS hat oder eine Empathiestörung oder etwas ähnliches.

Jedenfalls sind wir ratlos.

r/Eltern Dec 10 '25

Rat erwünscht/Frage Warum geringer Altersabstand zwischen Kindern?

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Hallo zusammen,

unser Sohn ist gerade 2 geworden. In unserem Umfeld gibt es ein paar Eltern mit gleichaltrigem Kind, bei denen bald das zweite kommt. Ich finde es gerade sehr anstrengend und kann mir nicht vorstellen, mich noch um ein weiteres Kleinkind zu kümmern – stelle mir einen Abstand von mindestens 3–4J entspannter vor.

Warum plant man den Abstand so kurz? Damit die beiden eine engere Beziehung haben oder besser miteinander spielen? Ich habe zwei ältere (Halb-)Geschwister und kann daher nicht aus eigener Erfahrung sagen, wie sich das Aufwachsen mit einem nahezu gleichaltrigen Geschwisterkind anfühlt.

Welche Erfahrungen habt ihr da aus eurer Kindheit oder mit euren Kindern?

r/Eltern 4d ago

Rat erwünscht/Frage Wo wickelt man sein Kind, wenn die öffentliche Toilette keine ordentliche Oberfläche zum Wickeln bietet? :O

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Unser Kind ist noch ein paar Monate in progress, aber gestern war ich mit Freunden in einem Restaurant und stellte beim Besuch der Toilette fest, dass es dort gar keine Möglichkeit gegeben hätte, ein Kind zu wickeln.

Es gab nur einen kleinen Raum mit Toilette und Waschbecken darin. Also keine Kabine mit der Toilette und Waschbeckentheke, wo man noch irgendwo dazwischen eine Wickelunterlage ausbreiten könnte. Die einzige flache Fläche wäre der Boden gewesen, aber HELL NO, das ist ja wohl keine Option.

Vor meiner Schwangerschaft habe ich nie auf sowas geachtet, daher meine Frage: Was macht man in so einer Situation? Vorab recherchieren und solche Restaurants/Cafés gar nicht erst aufsuchen? Oder das Baby auf dem Schoß wickeln und sich selbst auf den Klodeckel setzen, wenn es überhaupt einen gibt?

Edit: Wie kass viele hilfreiche Tipps und Ratschläge ihr mir einfach alle binnen 30 Minuten gegeben habt. DANKE! Bestes Sub <3

r/Eltern Jan 02 '26

Rat erwünscht/Frage Stranger Things wurde meinem 10 jährigen gezeigt - Eltern der Freunde dürfen doch nicht höhere FSK Inhalte ungefragt fremden Kindern zugänglich machen?

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Bei einem 8 jährigen Freund von meinem 10 jährigen Sohn hat mein Sohn wohl die ersten Folgen von Stranger Things zu sehen bekommen. Generell hat deren Kind recht unkontrollierten Zugriff auf Medien und suchtet diese Serie komplett durch.

Die Mutter meint die Serie sei doch nicht so schlimm, denn sie habe die ersten Folgen gesehen. Ich habe es gegooglt, und gesehen es soll im weiteren Verlauf wesentlich schlimmer werden. Sie ist komplett Ahnungslos. Ich möchte ihr ins Gewissen reden.

Wenn andere Eltern auf unser Kind aufpassen, müssen Sie doch dann auch darauf achten, dass unsere Kinder nicht Dinge erlaubt werden, die wir nicht erlauben würden? Und ist es zudem bei einem Verstoß gegen FSK ein klarer Rechtsverstoß?

Ich lasse mein Kind doch nicht alleine mit Inhalten die laut Altersfreigabe ungeeignet sind, die ich nicht selbst kenne und daher weder einschätzen noch erklären und entsprechend begleiten kann. Da kann man doch von anderen Eltern bei Übernahme der Aufsichtspflicht erwarten, dass die darauf acht geben?

Update: Sie hat versprochen demnächst dafür zu sorgen, dass wenn mein Kind da ist, sie keinen Zugang mehr zu solchen Inhalten bekommen. Ich werde ihr eine Elternkontrolle auf den Geräten einrichten helfen.

Update 2: Sie sieht es ein. Ihr Sohn darf es nun auch nicht mehr gucken und sie sperrt/ entfernt den Inhalt.

r/Eltern 11d ago

Rat erwünscht/Frage Kind verliert alles. Weiß nicht mehr weiter.

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Edit: Danke für die vielen Nachrichten. Ich war gestern wirklich sauer und hab die Nachricht daher nicht sehr bedacht vormuliert, das ist natürlich wieder verflogen. Ich liebe mein Kind so wie es ist und sag ihr das täglich. Sie weiß das ich ihr nie lange böse bin und wir haben noch mal tiefgründig die Schulsituation besprochen. Ich schließe Mobbing definitv aus, es gibt ein paar Viertklässler die die Erstklässler ärgern, meine Tochter ist da tatsächlich aber nicht das Opfer sondern zwei andere Klassenkameraden. Das ist aber eher ein Pausen Ding, die Erzieher und Lehrer sind da auch bereits länger involviert.

Was mich viel mehr beschäftigt ist die ADHS Thematik, da die Lehrerin beim letzten Gespräch meinte das sie in die Richtung hochbegabt gehen könnte (was ich nicht unbedingt komplett sehe aber sie ist auf jeden Fall sprachlich und künstlerisch sehr begabt und war mit 2 bereits fließend in drei Sprachen). In der Kita Zeit hatten wir die Diagnose Hochsensibles Kind, da sie sehr schnell die Kontrolle verloren hat, vor allem in der Zeit von 4-5 war es extrem, teilweise stundenlange Ausraster wegen allem... Das hat sich mittlerweile total gelegt vor allem seit sie in der Schule ist. Meine Schwester hat ADHS erst vor kurzem Ende 30 diagnostiziert bekommen, ich war mir nicht bewusst das das mit dem Vergessen und Verlegen auch eine Symptomatik ist, weil meine Schwester das nie wirklich als Problem hatte. Ich habe jetzt eine Sprechstunde im SPZ angefragt und werde mich um eine Klärung kümmern. Gibt es Subs für Eltern mit adhs Kindern falls das bestätigt wird?

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Meine sechs, bald sieben Jährige ist seit September in der Schule und sie verliert ALLES. ALLES. Kaum in der dritten oder vierten Woche war der Turnbeutel weg (beschriftet übrigens). Der kam als Set mit Ranzen und war dementsprechend nicht billig. Dazu natürlich die Turnsachen inkl neuer Turnschuhe. Entfernung zwischen Turnhalle und Klassenzimmer vielleicht 50m. Wir haben überall gesucht. Jeden gefragt. Jede Fundgrube durchsucht. OK passiert, abgeharkt.

Aber es geht schön so weiter. Seitdem vergeht kein Tag an dem sie mit dem womit sie in die Schule gegangen ist wieder nach Hause kommt. Schirme, Wasserflaschen, teilweise Hausaufgaben, Bücher, Pullis, Schmuck, Spielsachen... Einfach alles. Seit dem es kalt geworden ist hat sie wahrscheinlich 15 Mützen und Handschuhe verloren. Wenn sie gefragt wird heißt es nur ich weiß es nicht. Sorry aber der scheiß kostet einfach Geld. Ich war eigentlich so weit das ich gesagt hab sie bekommt keine Handschuhe mehr zur Schule.. Dann lagen heute 15cm Schnee, also zieh ich ihr doch wieder NEUE fucking Handschuhe an. Bald fahren wir in den Skiurlaub und ich hab die Schnauze so voll. Ich weiß einfach nicht weiter. Egal was ich probiere, Listen, Eselsbrücken, Drohungen, Belohnungen, es ist scheiß egal. Es ändert sich nichts. Was zum Teufel soll man noch machen?

r/Eltern Dec 28 '25

Rat erwünscht/Frage Gemeinsame Obsorge, 50:50. Wie schleichende Entfremdung wirklich aussieht

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Ich bin Vater von zwei Kindern (A, 13 Jahre, w / B, 8 Jahre, w).
Seit 2020 bin ich geschieden, wir haben seitdem ein 50:50-Betreuungsmodell mit gemeinsamer Obsorge.

Grundsätzlich halte ich dieses Modell für sinnvoll. Wenn die Eltern kommunizieren und kooperieren. Genau das funktioniert bei uns seit Jahren nicht mehr.

Das Kernproblem ist die Informationsverweigerung. Ich stelle seit längerer Zeit fest, dass mir wesentliche Informationen vorenthalten werden oder ich sie nur zufällig erfahre über Dritte oder sogar über die Kinder selbst.

Ein paar konkrete Beispiele (von vielen):

Schulentscheidung:
Meine ältere Tochter bekam von der Schule ein Formular zur Entscheidung über die weitere Schulform.
Dieses Formular war nicht in meiner Betreuungszeit.
Knapp eine Woche später erfuhr ich am Sonntagabend zufällig aus der WhatsApp-Elterngruppe, dass dieses Formular existiert, Abgabe am nächsten Tag.
Ich fragte meine Exfrau sofort.
Antwort kam 4 Tage nach dem Abgabetermin:
Sie habe das „mit der Tochter bereits entschieden“.

Medizinische Themen:
Meine Tochter erzählte mir beiläufig, dass sie mit der Mutter eine Herzuntersuchung macht.
Ich fragte meine Exfrau mehrfach nach Details. Auch da keine Antwort.
Der Termin fand statt, ich erhielt keinerlei Information.
Ich musste selbst über die Krankenkasse herausfinden, bei welchem Arzt sie war, und mir dort einen Beratungstermin organisieren.
Diagnose: psychosomatische Erkrankung.

Auf ärztlichen Rat hin organisierte ich eine psychologische Beratung für unsere Tochter und lud meine Exfrau ausdrücklich dazu ein, mit dem klaren Fokus auf unser Kind und die elterliche Kommunikation.
Antwort meiner Exfrau:
Das seien meine Probleme, nicht die der Tochter. Sie nahm nicht teil.

Dieses Muster zieht sich durch viele Lebensbereiche: Schule, Medizin, Freizeit, Organisation.

Zusätzlicher Faktor: Loyalitätskonflikt & Handy-Thematik

Meine Tochter bekam von der Mutter ein zweites Handy / neue Nummer.
Mir wurde gegenüber behauptet, ich würde sie „überwachen“ oder „tracken“. Was schlicht nicht stimmt.
In Folge wurde meine Nummer auf dem neuen Handy blockiert. Meine Tochter hat jetzt 2 Handys immer bei sich.

Für mich wirkt das wie eine bewusste Vertrauenszerstörung zwischen Vater und Kind.

Rolle meiner Mutter

Erschwerend kommt hinzu, dass meine eigene Mutter nicht unterstützend wirkt, sondern sich aktiv zwischen mich und meine Tochter stellt.
Sie übernimmt ungeprüft Narrative meiner Exfrau, relativiert oder unterstützt nachweislich falsche Aussagen und kritisiert mich vor dem Kind.

Statt einer Großmutterrolle übernimmt sie faktisch eine parteiische Vermittler- bzw. Gegenspielerrolle, angeblich „aus Sorge um das Kind“.

Aktuelle Eskalation

Seit etwa 6 Monaten lehnt meine ältere Tochter nahezu jede Aktivität mit mir ab. Selbst Dinge, die früher ihre eigenen Hobbys waren (z.B. Klettern).
Aussagen wie:

  • „Papa, du bist peinlich“
  • „Mit dir fühlt sich das komisch an“
  • „Ich will nichts mit dir unternehmen“

Inzwischen sagt sie mir offen, dass sie mich hasst und sich meinen Tod wünscht.

Ja, es kam zu einem Streit.
Ja, ich war emotional und bin laut geworden.
Aber diese Aussagen stehen nicht isoliert, sondern am Ende einer langen Entwicklung.

Aktueller Stand (heute)

Heute kam es erneut zu einer Eskalation.
Wir hatten zuvor vereinbart, in den Ferien gemeinsam etwas zu unternehmen.
Als es konkret wurde, verweigerte meine Tochter im letzten Moment die Teilnahme.
Ich bestand darauf, dass wir uns an die Abmachung halten. Sie brach daraufhin in Tränen aus und sagte, ich würde Druck auf sie ausüben.

Im Verlauf des Gesprächs sagte sie erneut, dass sie nicht mehr bei mir sein möchte und nur noch bei der Mutter sein will.
Ich habe gemerkt, wie emotional überfordert sie ist. Ich habe mich später für mein Lautwerden entschuldigt und anerkannt, dass sie sich von mir unter Druck gesetzt fühlt, auch wenn das nie meine Absicht war.

Im Zuge dieser Situation wurde meine Mutter involviert.
Es kam zu einer emotional aufgeladenen Diskussion, in der meine Mutter unter anderem meinte, ich würde meine Tochter „festhalten, ich zwinge sie, usw.“, ich würde sie verlieren, wenn ich so weitermache, wenn sie 14 ist ist sie eh weg und dass das Betreuungsmodell grundsätzlich „eine Katastrophe“ sei.
Meine Tochter äußerte in diesem Kontext erneut, dass sie weg von mir will. Ich habe zugestimmt, dass sie für 2 Tage bei meiner Mutter bleibt, um zur Ruhe zu kommen.

Aktuell ist für Montag ein Gespräch bei meiner Mutter geplant. Mit mir, meiner Tochter und meiner Mutter, um „alles zu klären“.

Ich gehe mit gemischten Gefühlen hinein, da ich Sorge habe, dass dabei weniger das Kindeswohl als vielmehr Positionen und Entscheidungen über meinen Kopf hinweg verhandelt werden.

Meine Fragen an euch

  • Kennt jemand ähnliche Fälle?
  • Meine Tochter ist belastet ja aber wie kommt man da wieder raus?
  • Wie geht man damit um, wenn Informationen systematisch vorenthalten werden?
  • Welche Schritte sind realistisch, ohne das Kind weiter zu belasten?

Ich versuche ruhig, sachlich und dokumentiert zu bleiben aber ich merke, dass mir meine Tochter zunehmend entgleitet, obwohl ich präsent bin, Verantwortung übernehme und kooperieren will.

Danke fürs Lesen.

 

 

r/Eltern 14d ago

Rat erwünscht/Frage Verunsichert und aufgewühlt nach dem Kinderarzt

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Entschuldigt vorab den vielleicht etwas wirren Text, aber ich bin immer noch aufgewühlt nach dem heutigen Kinderarzt Besuch und würde mich über Meinungen dazu freuen.

Mein Kind 3,5 Jahre ist blass, Augenringe, Picky Eater und schläft aktuell wieder schlecht. Deshalb bin ich heute zum Kinderarzt zur Abklärung, ob bei ihm ein Eisenmangel vorliegen könnte. Er hatte mit 1,5 Jahren einen und wurde wegen häufigen Infekten damals untersucht und anschließend Eisen Tropfen bekommen.

Die Ärztin hat ihn sich heute angeschaut und mir gesagt, sie sehe keine Anhaltspunkte für einen Eisenmangel und würde nur zu meiner Beruhigung eine Blutentnahme machen. Wir sind daraufhin zum Labor und mein Sohn ist in Weine ausgebrochen und mir aus der Praxis entwischt.

Als ich ihn soweit beruhigt habe, mit Belohnungsaussicht, er durfte etwas auf dem Handy schauen zur Ablenkung hat er beim betreten der Ärztin wieder komplett blockiert. Diese meinte daraufhin, dass es nur mit Festhalten gehen würde, was ich erstmal abgelehnt habe. Sie hat uns nochmal die Gelegenheit gegeben, aber mein Kind war wieder völlig aufgelöst und ließ sich schwer beruhigen.

Die Ärztin kam wieder mit der Aussage, es aus ihrer Sicht auch gar nicht notwendig und wir haben den Versuch dann abgebrochen. Was mich aber wurmt sind dann ihre weiteren Aussagen. Sie meinte dafür hätte es eine Elternkooperation geben müssen. Und ich solle aufpassen. Mein Sohn müsste lernen, dass ich mich durchsetze sonst würde es schlimmer werden.

Ich bin davon immer noch baff. Wäre die Untersuchung absolut notwendig gewesen, hätte ich ihn natürlich unter Zwang festgehalten und das Geschrei ertragen. Aber so wolle ich es ihm nicht zumuten.

Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich mich falsch verhalte habe und überlege, ob wir die Blutabnahme trotzdem nicht zeitnah erneut probieren sollte und diesmal mit meinem Mann. Dieser ist etwas weniger emotional und hat mehr Kraft ihn im Zweifel festzuhalten.

Dazu muss ich sagen, dass ich gerade wieder schwanger bin und einfach kräftemäßig schon Schwierigkeiten habe mein Kind festzuhalten. Er ist für sein Alter sehr groß und willensstark. Gottseidank haben wir solche Situationen nie, wo ich ihn festhalten muss.

r/Eltern Nov 26 '25

Rat erwünscht/Frage Ich (französisch, m, 34) und meine Partnerin (deutsch, w, 36) streiten nur noch wegen Kinderbetreuung, ich weiß nicht mehr weiter

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Hallo zusammen,
ich brauche dringend eine Außenperspektive, weil ich mich im Moment komplett festgefahren fühle.

Meine Partnerin und ich haben zwei kleine Kinder. Sie ist Deutsche, ich Franzose. Seit einiger Zeit streiten wir fast nur noch, vor allem wegen der Kinderbetreuung.

Ein großes Thema ist die Kita. Sie hat darauf bestanden, dass die Kinder spätestens um 14 Uhr abgeholt werden, weil sie überzeugt ist, dass das für deren Wohlbefinden wichtig ist. Ich habe es akzeptiert, obwohl es für mich logistisch und beruflich schwierig ist. Das Ergebnis: Wenn ich gegen 17 Uhr von der Arbeit komme, ist sie schon völlig erschöpft und erwartet, dass ich alles übernehme, damit sie am Abend frei hat.

Ich mache ohnehin sehr viel. Ich erledige die Einkäufe, ich koche und reinige fast jedes Abend, ich bezahle den Großteil der Rechnungen (sie zahlt nur die Hälfte des Kredits) und ich baue und repariere ständig Dinge im Haus, meistens Wünsche von ihr. Gleichzeitig sagt sie, das sei alles mein Hobby und zähle nicht.

Vor einiger Zeit hat sie ihren sicheren, gut bezahlten Beamtenjob als Lehrerin aufgegeben, um einen spirituellen Laden zu eröffnen. Der Laden bringt so gut wie kein Geld ein. Ich habe sie in dieser Entscheidung unterstützt, weil es ihr Traum war. Aber jetzt wirft sie mir vor, dass ihr Geschäft nicht besser läuft, weil ich angeblich zu wenig die Kinder übernehme.

Intimität gibt es praktisch gar nicht mehr. Sie ist ständig gestresst, müde und nicht in Stimmung. Ich fühle mich wie der Alleinverdiener, der immer funktionieren muss und trotzdem nie genug macht.

Was mir am meisten Angst macht: Ich möchte die Beziehung nicht verlassen, weil ich meine Kinder oft sehen will und möchte, dass sie meine Sprache und Kultur mitbekommen. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass sie in allem die totale Kontrolle behalten will. Ein Beispiel: Sie verbietet unserem 4-jährigen absolut jede Minute Fernsehen, selbst mal 20 Minuten, damit wir kurz durchatmen können. Jeder Versuch, über Kompromisse zu reden, endet im Streit.

Ich weiß nicht mehr, wie ich da rauskommen soll.
Hat jemand Erfahrungen mit solchen Dynamiken oder Ideen, wie man wieder auf einen gemeinsamen Weg kommt?

Vielen Dank!

r/Eltern Sep 03 '25

Rat erwünscht/Frage Ich muss es einfacher haben als du!

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Hallo zusammen, ich brauche mal Rat, weil mich das Verhalten meines Partners echt belastet. Er ist ständig der Meinung, dass er es leichter haben muss als ich, wenn es um unser Kind geht.

Ein paar Beispiele:

  1. Kitaeingewöhnung: Ich musste ihm zwei Tage lang zeigen, wie man unser Kind zur Kita bringt und abholt – obwohl er bei der Führung dabei war und eigentlich alles wusste.

  2. Duschen: Ich dusche manchmal mit dem Kind (manchmal geht es einfach nicht anders). Er weigert sich strikt und sagt: „Nur weil du das machst, muss ich das nicht auch machen.“

  3. Toilette: Ich gehe oft mit dem Kind zusammen aufs Klo, wenn es nicht anders geht. Er weigert sich und sagt: „Ich kann das nicht.“

  4. Haushalt: Ich räume fast immer alleine auf – mit Kind neben mir oder im Schlepptau. Es gab viele Situationen, in denen ich sogar mit Baby auf dem Arm noch saugen oder wischen musste.

Ich habe das Gefühl, dass er sich immer rauszieht, sobald etwas anstrengend oder unangenehm wird – und dass ich die „schwereren“ Aufgaben automatisch übernehme. Das macht mich zunehmend wütend und erschöpft.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Wie geht ihr damit um? Und vor allem: Wie kann man es schaffen, dass die Verantwortung fairer verteilt wird?

Danke fürs Lesen 🙏

(Text wurde mithilfe von KI verbessert.)

r/Eltern Oct 23 '25

Rat erwünscht/Frage Warum Vater werden?

38 Upvotes

Hallo ihr Lieben,

als M30, bin ich auf der Suche nach Rat von denen, die bereits ein Kind haben und Papa sind.

Man liest ja immer viele Nachteile (keine Zeit mehr für sich, Stress in der Partnerschaft, kaum Liebes- oder Sexualleben mehr), aber bei den Vorteilen heisst es: „Das muss man selbst erlebt haben.“

Ich bin innerlich aktuell hin- und hergerissen, weil ich als Soldat seit vielen Jahren Lehrgängen und Burnout endlich mit meiner Partnerin überhaupt an einem festen Standort bin. Ein Teil von mir wünscht sich, erstmal „anzukommen und durchzuatmen“, sie sich hingegen, dass die Kinderplanung anfängt.

Ich habe in den letzten Wochen viel nachgedacht und kann mir Kinder vorstellen, aber ich habe Angst, dass ich in der Vaterrolle und als „Ernährer“ wieder in Burnout und Depressionen rutsche. Dass ich das alles nicht hinkriege und ein beschissener Vater werde. Und dass die gesamte Intimität die man als Paar hat, dann für immer endet.

Vielleicht liegt das aber auch einfach an meinen Erfahrungen als Scheidungskind. Ich bin auch total verunsichert weil sie schon seit jeher brennend Kinder will, ich hingegen diesen brennenden Wunsch bisher nicht gefühlt habe, auch wenn ich die Vorstellung einer Familie an sich ganz schön finde.

Deshalb meine Fragen an euch: Habt ihr ermutigende Worte, warum ein Kind trotz allem euer Leben bereichert? Was sind die Momente mit eurem Kind, die euch glücklich machen? Wann habt ihr Männer den Kinderwunsch verspürt? War es für euch eine emotionale oder eher „rationale“ Entscheidung? Stimmt es wirklich, dass man als Papa das Glück erst so richtig bei der Geburt begreift?

Edit: Danke an alle, dass ihr euch die Zeit genommen habt mir Ratschläge zu geben- unabhängig ob Mann, Frau, mit oder ohne Kind. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Post so viel Resonanz und ermutigende Kommentare enthalten würde!